Grundschullehrer aus Brandenburg - Gericht bestätigt Kündigung wegen Maskenverweigerung

Fr 08.10.21 | 09:21 Uhr
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Der Eingang zum Arbeitsgericht Berlin und zum Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg. Quelle: dpa/Jens Kalaene
Bild: dpa/Jens Kalaene

Die fristlose Kündigung eines Grundschullehrers aus Brandenburg wegen Ablehnung der Maskenpflicht ist wirksam. Das hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am Donnerstag entschieden und damit anders als das Gericht in Brandenburg an der Havel geurteilt.

Lehrer bezeichnete Maskenpflicht als "Körperverletzung"

Gerichtssprecherin Andrea Baer sagte dem rbb zur Begründung, dass der Mann sich geweigert habe, im Schulbetrieb einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen – unter Berufung auf ein Befreiungs-Attest aus dem Internet. Zudem habe der Lehrer sich an die Elternvertreterin gewandt und erhebliche Vorwürfe erhoben. Die Maskenpflicht für Kinder hatte er als Körperverletzung bezeichnet.

Anders als die erste Instanz sah das Landesarbeitsgericht jetzt auch keinen Anlass mehr für eine Abfindung. Es habe eine Abmahnung gegeben.

Sendung: Inforadio, 08.10.2021, 10 Uhr

11 Kommentare

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  1. 11.

    Eine wichtige Info fehlt hier: Vor der Kündigung werden MitarbeiterInnen in Deutschland stets die Möglichleit im Rahmen einer meist mehrfachen Abmahnung im Vorfeld das eigene Fehlverhalten zu erkennen und abzustellen. Der Lehrer wollte hier anscheinend nicht mehr seinen Arbeitsplatz behalten. Damit hat er die Konsequenzen seiner Entscheidung zu tragen!

  2. 10.

    Na, hoffentlich nicht!
    Was wollen wir denn mit einem Leerdenker im Schuldienst? Der kann da richtig Schaden machen.
    Aber wer weiß? Vielleicht ist er ja jetzt, wo er 100% seiner Zeit in seiner Welt - die wohl mit der Realität nur noch lose verwandt ist - verbringen kann, viel glücklicher.
    Und wenn es ihm gelingt, eine Pandemie wegzuleugnen, wird das Wegleugnen von persönlichem Geldmangel doch ein Klacks!

  3. 9.

    Richtig so. Der Lehrer hätte selbst kündigen sollen, wenn es ihm nicht passt!

  4. 8.

    Um sich deswegen kündigen zu lassen, muss man wirklich ganz schön nicht-ganz -so-clever-sein. Dafür, dass der Herr ein gefälschtes Attest vorgelegt hat, was irgendwas in Richtung Betrug und Urkundenfälschung sein dürfte, hat er sich seine Kündigung allemal verdient.

  5. 7.

    Nunja ... sie müssen die Maske nicht grüßen, auch vor keinem "Oberen" den Dogeza zelebrieren. Es reicht aus, wenn sie dieses Mistding dort, wo es aus Respekt vor ihren Mitmenschen angezeigt sein könnte, tragen - Reigijou eben.

  6. 6.

    Mich stört die Maske kaum und besser ist die auf jeden Fall als ein Aluhut !

  7. 5.

    Die Maske als neuer Gesslerhut. Ein trauriger Tag für unseren Rechtsstaat. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz wurde gerichtlich zu Grabe getragen. Vielleicht korrigiert es noch die nächste Instanz.

  8. 4.

    Sehe ich auch so, Dummheit muss bestraft werden. Und nun ist auch noch die Abfindung futsch....

  9. 3.

    Ich finde die Entscheidung sehr gut. Wer solche kruden Ideen verbreitet, kann nicht mit Kindern arbeiten. Wenn es seine Meinung ist dann sollte er diese gefälligst für sich behalten.

  10. 2.

    Grundsätzlich spielt das doch keine Rolle. Auch Beamte können aus dem Schuldienst entfernt, gekündigt, entlassen werden.

  11. 1.

    Ach, sind doch nicht alle Lehrer in Brandenburg verbeamtete.

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