Beim Drogenkonsum ertappt - Linksextremist arbeitete als Hausmeister bei Berliner Polizei

Di 26.10.21 | 19:09 Uhr
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Symbolbild: Vor dem Eingang einer Polizeistation steht ein Polizeifahrzeug. (Quelle: imago images/Blatterspiel)
Bild: imago images/Blatterspiel

Ein Linksextremist ist mehrere Monate Hausmeister bei der Berliner Polizei gewesen - ausgerechnet am Sitz der Spezialeinheiten in Lichterfelde. Die Polizei bestätigte am Dienstag einen Bericht der "Berliner Zeitung".

Beim Drogenkonsum auf Polizeigelände erwischt

Demnach war der Mann im Juli über die landeseigene "Immobilienmanagement GmbH" angestellt worden. Vor wenigen Tagen wurde er jedoch auf dem Polizeigelände beim Drogenkonsum ertappt. Die Polizei ermittelte und stellte fest, dass er in der Rubrik "Politisch motivierte Kriminalität - Links" als Straftäter geführt wird.

In der Dienststelle der Polizei am Augustaplatz sind unter anderem das Spezialeinsatzkommando (SEK), der Personenschutz und die Aufklärer untergebracht, die sich als Zivilpolizisten zum Beispiel am 1. Mai unter die Demonstranten mischen, um zu beobachten, wer Steine aufsammelt und wirft.

Kritik an dieser Panne übte der Berliner Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro. Er nannte die Beschäftigung des Mannes in einer Einrichtung der Berliner Polizei einen "unglaublichen Vorfall, der an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist". Dies zeige, wie lückenhaft die obligatorischen Sicherheitsüberprüfung ist.

Sendung: rbb 88,8, 26.10.2021, 18 Uhr

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13 Kommentare

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  1. 13.

    Volle Zustimmung! Kurios auch, wie im Bericht der "Berliner Zeitung" dann noch auf einen linksradikalen Umzugshelfer hingewiesen wird, der sich ja wohl nur wenige Stunden in den Räumlichkeiten aufgehalten haben wird.

    Wahrscheinlich werden wir von den beiden noch öfter hören, wenn es heißt, man müsse "gegen jeden Extremismus" innerhalb der Sicherheitsbehörden vorgehen. Irgendwie muss man sich das Hufeisen halt zurechtnageln.

    Gegen polizeieigene Hausmeister und Möbelpacker hab ich aber tatsächlich nix, wenn die Leute dann besser bezahlt werden als über irgendwelche Fremdfirmen.

  2. 12.

    Nach der Wende wurden in Brandenburg Polizisten und Tarifbeschäftigte dreimal "gegaukt" (Überprüfung nach dem Stasiunterlagengesetz auf früheren Bezug zur Stasi), bei jedem pol. Machtwechsel im Innenministerlum - wer eine höhere Sicherheitsstufe brauchte sogar nochmal.
    So unterschiedlich kann das manchmal sein.

  3. 11.

    Sind hier also alle gegen die Resozialisierung?

  4. 10.

    Skandal! Ein linksextremer Hausmeister, der warscheinlich wegen Kleben eines 1-Pi**el-Aufklebers in Hamburg in der Kartei steht, während aktive Beamte Schusswaffen und Sprengstoff horten, in Chatgruppen den Tag X planen und Querdenkern öffentlich Thumbsup signalisieren. Nochmal: Skandal!!

  5. 9.

    Berlin ist einfach nur noch peinlich. !!!!
    Und mit 2RG wird es noch schlimmer.

  6. 8.

    Auch wenn Sie maßlos übertreiben, peinlich ist das schon...

  7. 7.

    Dies ist ein Skandal seinesgleichen, das Linksextreme bei der Polizei arbeiten, auch wenn es nur Subunternehmer sind.

  8. 6.

    Das dachte ich mir bei NSU und diversen rechten Verbindungen in die Polizei auch schon...

  9. 5.

    Polizeiliche Abfragen unterliegen dem Datenschutz und sind ohne Anfangsverdacht verboten.
    Das muss man nicht verstehen, nur hinnehmen.

  10. 4.

    Während immer wieder rechte Chatgruppen, Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen INNERHALB der Polizei offenbart werden, finde ich, dass ein "linksextremer" Hausmeister schon an Peinlichkeit zu überbieten ist...

  11. 3.

    Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

  12. 2.

    Gibt es denn vor einer Einstellung keinen vollständigen Bericht aus dem Bundes Zentralregister mehr, bzw.durch die Sicherheitsbehörden?
    Man kann darüber nur noch Kopf schütteln.

  13. 1.

    Gibt es denn vor einer Einstellung keinen vollständigen Bericht aus dem Bundes Zentralregister mehr, bzw.durch die Sicherheitsbehörden?
    Man kann darüber nur noch Kopf schütteln.

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