Mann vor Kiosk erschossen - Brüder nach tödlichen Schüssen in Berlin-Wedding festgenommen

Archivbild: Einsatzkräfte der Polizei stehen vor einem Kiosk in der Reinickendorfer Straße. Nach mehreren Schüssen in Berlin-Wedding ist ein Mann gestorben. (Quelle: dpa/J. Carstensen)
Audio: rbb 88.8 | 11.10.2021 | Juliane Kowollik | Bild: dpa/J. Carstensen

Nachdem im August ein 46-Jähriger vor einem Kiosk im Wedding erschossen wurde, meldet die Polizei jetzt einen Ermittlungserfolg: Zwei Brüder seien festgenommen worden. Ein Mann stellte sich in der Nacht zu Montag selbst.

Eineinhalb Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen 46-Jährigen in Berlin-Wedding sind zwei Tatverdächtige gefasst.

Die beiden Brüder im Alter von 49 und 57 Jahren befinden sich in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Die Brüder sollen die Tat gemeinsam begangen haben, in einem Tweet am Montagabend sprach die Generalstaatsanwaltschaft von dringendem Verdacht des gemeinschaftlichen Mordes.

Der Jüngere der Männer stellte sich laut den Behörden am frühen Montagmorgen in einer Polizeidirektion, er war per Haftbefehl gesucht worden. Der Ältere sei bereits am 29. September in seiner Spandauer Wohnung festgenommen worden. Auf ihre Spur sei man auch mit Hilfe von Zielfahnderinnen und -fahndern des Landeskriminalamts gekommen.

Auf dem Gehweg niedergeschossen

Der 46-Jährige war am 27. August gegen 19.30 Uhr auf einem Gehweg an der Reinickendorfer Straße niedergeschossen worden und trotz Wiederbelebungsversuchen noch im Rettungswagen gestorben. Ermittler fanden später das mutmaßliche Fluchtfahrzeug im Ortsteil Gesundbrunnen.

Zum Hintergrund der Tat machten die Ermittlungsbehörden am Montagabend keine Angaben. Laut der ersten Meldung der Polizei zu dem Fall war ein Unbekannter auf den 46-Jährigen zugelaufen und hatte mehrere Schüsse auf ihn abgegeben. Der mutmaßliche Täter sei dann mit einem Auto geflüchtet.

Sendung: Abendschau, 11.10.2021, 19:30 Uhr

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