Kahnsaison beendet - Postzustellung im Spreewald in diesem Winter erstmals per Elektroauto

Andrea Bunar, Zustellerin der Deutschen Post, ist in ihrem gelben Postkahn unterwegs, während am Ufer ihr neues Elektrofahrzeug steht. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa-Symbolbild/Patrick Pleul

Die Post im Spreewald wird in diesem Winter erstmals mit einem Elektrotransporter zugestellt. Wie die Deutsche Post DHL Group am Donnerstag mitteilte, werde Postzustellerin Andrea Bunar am Freitag zum letzten Mal in diesem Jahr in einen Kahn steigen, um Briefe und Pakete auszuliefern.

Mit dem neuen Elektrofahrzeug erfolge die Zustellung im Unesco Biosphärenreservat Spreewald das ganze Jahr über CO2-neutral und leise.

Einen Strandkorb mit dem Kahn ausgeliefert

Ab dem kommenden April steigt Bunar dann wieder bis Oktober auf den Kahn um. Denn viele Häuser liegen nicht direkt an der Straße und motorbetriebene Boote sind im Spreewald nicht erlaubt. So habe die Zustellerin in ihrer 10. Saison rund 11 000 Kilometer mit reiner Muskelkraft zurückgelegt.

Pro Woche liefere die Postbotin dort mehr als 600 Briefe, Einschreiben und Postkarten sowie rund 70 Pakete und Päckchen aus. Das größte Paket, das sie in diesem Jahr mir dem Kahn ausgeliefert habe, sei ein Strandkorb gewesen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 15.10.2021, 19:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Da wird sich die Paketzustellerin aber freuen, mit diesem "Wunderwerk der Technik" arbeiten zu dürfen, bei dem die diversen Mängel hinlänglich bekannt sind. Sie sollte sich schon mal 'ne extra dicke Jacke einpacken und ein Helm wegen der herunterfallenden Heckklappe wäre auch zu empfehlen. Nicht falsch verstehen, Postzustellung ist eines der besten Einsatzgebiete für E-Autos überhaupt, aber der medial gehypte E-Scooter ist nicht umsonst zum großen Flop geworden.

  2. 1.

    Vielleicht sollte man erwähnen, dass die Post, nach dem sie mit dem im Bild gezeigten Streetscooter im Jahr 2019 einen Verlust von 100 Mio. Euro eingefahren hat, den betreffenden Unternehmensbeeich verkauft hat.

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