Haus-Durchsuchung - Polizei findet meterlangen Tunnel unter "Rigaer 94"

Ein Polizeibeamter trägt ein übergroßes Schutzschild aus dem Haus Nr. 94 in der Rigaer Straße (Bild: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Pauk Zinken

Überraschung nach der Durchsuchung des teilbesetzten Hauses in der Rigaer Straße 94: Die Polizei Berlin fand dabei nicht nur zwei bisher unbekannte Wohnungen, sondern auch einen unterirdischen Stollen.

Bei den polizeilichen Durchsuchungen des teilbesetzten Hauses in der Rigaer Straße 94 in Berlin-Friedrichshain hat die Polizei einen Wanddurchbruch und ein Tunnelstück zum Nachbarhaus entdeckt.

Im Keller sei die Polizei am Mittwoch auf Leitern und den Anfang eines unterirdischen Stollens gestoßen, sagte der Anwalt des Eigentümers am Donnerstag. Dort sei bereits einige Meter in Richtung eines Nachbarhauses gegraben worden. Zu einem anderen Nachbarhaus sei eine Wand durchbrochen worden.

Die Polizei sprach am Donnerstag in einem Brief an das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von einer "erheblichen Gefahr". Das Einstiegsloch zu dem Tunnel im Vorderhaus sei drei bis vier Meter tief.

Eine Leiter führe hinab, vom Boden aus zweige ein Tunnel in Richtung Rigaer Straße 93 ab, der nach mehreren Metern ende. "Die mit dieser Veränderung einhergehenden erheblichen Gefahren für Personen sind von staatlicher Seite nicht hinnehmbar." Die Bauaufsicht des Bezirks sei zuständig, das Problem zu beheben.

Gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss zur Personalien-Feststellung

Der Anwalt sagte, außerdem seien zwei neue provisorische Wohnungen in einem Keller und einem Dachgeschoss entdeckt worden, von denen bisher niemand etwas gewusst habe. "Das hat der Bezirk bei seiner Begehung alles nicht festgestellt." Er rechne nun damit, dass es zu Racheakten mit Zerstörungen aus der Szene komme.

Die Polizei hatte den von Linksradikalen zum Teil besetzten Gebäudekomplex aus Vorderhaus, Seitenflügel und Hinterhaus am Mittwoch durchsucht und die Personalien von 26 Menschen in 24 Wohnungen festgestellt. Dazu waren rund 320 Einsatzkräfte angerückt.

Es gab einen Durchsuchungsbeschluss eines Gerichts, um die Identitäten der Bewohner zu klären - das hatte der Eigentümer bei der Polizei beantragt. Aus dem Haus und vom Dach aus kommt es seit Jahren immer wieder zu Angriffen auf Polizei und Feuerwehr.

Weitere Räumungsklagen vom Anwalt angekündigt

Zu den bereits laufenden 14 Räumungsklagen kämen nun weitere hinzu, sagte der Anwalt des Hauseigentümers. In dem Haus seien auch Menschen als Einwohner gemeldet, die keine Mietverträge hätten. Von denen wolle man Nutzungsgebühren für Strom, Wasser und Müllabfuhr einfordern.

Man gehe davon aus, dass nur wenige der insgesamt 30 Wohnungen tatsächlich von Mietern bewohnt würden. Am 2. Dezember werde ein Gericht über die Räumungsklage gegen die illegale Linksautonomen-Kneipe "Kadterschmiede" im hinteren Erdgeschoss verhandeln.

Sendung: Abendschau, 07.10.2021, 19:30

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27 Kommentare

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  1. 27.

    Ideologie erfordert keine Bestechung, es reicht der Glaube an die jeweils "gute" linke, grüne Sache.

  2. 26.

    Nicht unbedingt. Man muss nur am Freitag zur selben Zeit in die R94 aufkreuzen. Diel Linksradikalen können ja nicht überall gleichzeitig sein

  3. 25.

    "Man gehe davon aus, dass nur wenige der insgesamt 30 Wohnungen tatsächlich von Mietern bewohnt würden. " Warum kann man die vertragslosen Linksradikalen, die sich rechtswidrig dort aufhalten, nicht direkt an die Luft setzen?

  4. 24.

    Welche rechtlichen Konsequenzen dieser skandalösen Zustände werden jetzt für den Friedrichshain-Kreuzberg Baustadtrat Schmidt (Grüne) fällig? Schmidt hatte bis zu letzt, bis ihm die Gerichte dies untersagten, versucht, eine Begehung durch Eigentümervertreter und eines von ihnen bestellten Sachverständigen zu hintertreiben und damit gedroht, in diesem Falle nur die Begutachtung der Kneipe Kadterschmiede und einer Wohnung "zu erlauben". Wobei diesem Ansinnen von Schmidt durch das Verwaltungs- und das Kammergericht Mitte Februar unterbunden wurden. Die Eigentümer hätfen das Recht, das gesamte Haus in Augenschein nehmen. Wäre es nach Schmidt gegangen, wären natürlich nie die Untertunnelung des Kellergeländes, die Wanddruchbrüchen zu Nachbargrundstücken und die Existenz von drei "Schwarz"-Wohnungen bekannt geworden.

  5. 23.

    Regen Sie sich nicht so künstlich auf. Ihren Unterhalt will ich auch nicht von meinem Steuergeld zahlen.

  6. 22.

    Was sollen Diepgen, Landowsky & Co auch dazu sagen, die genießen lieber ihre überhöhten Pensionen.

  7. 21.

    Wurde denn auch ein unter Strom stehender Türknauf entdeckt?

  8. 20.

    Sie finden also Waffen, Wohnungen und Tunnel schlimmer als die Beteiligung am Vöklermord des NS-Regimes? Ich bin sprachlos…

  9. 19.

    Die Zustände sind nicht hinzunehmen. Nicht nachvollziehbar, wie lange das Theater schon geht. Liegt vielleicht wohl auch daran, dass der Bezirksbürgermeister gern bei der Alternativen Szene ein Auge zudrückt. Aber illegale Durchbrüche, Tunnel etc. machen das Maß dann doch voll. Es reicht! Anarchisten und Asoziale...anders kann ich diese Klientel nicht bezeichnen! Räumt endlich dort auf. Ich schäme mich für meinen Heimatbezirk, indem ich seit 60 Jahren lebe.

  10. 17.

    Bei den Zuständigen im Bezirk sollte man sich nun wirklich wundern. Die stecken mit den Bewohnern unter einer Decke. Die Kontrollen gestern haben doch nur funktioniert, weil die undichten Stellen in den Behörden einfach nicht informiert wurden. Die dummen Gesichter dort hätte ich gerne gesehen. ^^

  11. 16.

    Es gibt noch viel mehr Erklärungsansätze als Sie denken. Nur würden diese womöglich nicht in Ihr Weltbild passen.

  12. 15.

    Das das grünrote Bezirksamt mit der Szene sympathisiert ist ja ein offenes Geheimnis. Das bei der Begehung seinerzeit manches unentdeckt blieb somit nicht verwunderlich.

  13. 14.

    Die Rache der Linken wird nächsten Freitag bei der Räumung von Köpi 137 erfolgen.

  14. 13.

    Wundert dies jemanden???
    Wird ja vom Linksgrünen Mainstream geduldet.
    Was wenn dieses Haus einstürzt???
    Dann wird es der Bauwirtschaft in die Schuhe geschoben.
    Und sowas bezahlen wir noch mit unserem Steuergeld.

  15. 12.

    Da gehört wohl eher der zuständige Baustadtrat in die Wüste geschickt. Er hat doch mehrfach verkündet, dass in dem Gebäude alles in Ordnung ist und so diesen Zustand aktiv unterstützt.

  16. 11.

    Wanddurchbruch zum Nachbarhaus. Da freut sich der Brandschutz ganz besonders.

  17. 10.

    Ich gehe davon aus, dass sich die Situation nach der Berliner Wahl nicht ändert. Dazu hätte es eines anderen Wahlausgangs bedurft. Schade, aber diese Chance ist vertan. Kaputte aller Länder vereinigt Euch - in der Rigaer!

  18. 9.

    Na dann war die Brandschutzbegehung auch nur wischi waschi. Wie sieht es denn mit der Statik aus? Aber selbst wenn die nicht mehr ausreichend vorhanden ist. Wird sicher auf Kosten der Steuerzahler mit ausgiebig Polizeischutz wieder hergestellt. Es sei denn der Bezirksbürgermeister stellt sich für seine Linksfaschisten wieder quer.

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