Polizei Brandenburg - SUV-Fahrer überfährt Familie - zwei Tote

So 31.10.21 | 20:46 Uhr
Sanitäter und Feuerwehrleute stehen an der Unfallstelle, an der eine Fußgängerin von einem SUV erfasst und getötet worden war. (Bild: dpa/TNN/Phillipp Neumann)
Audio: Antenne Brandenburg | 31.10.2021 | Patrick Buchmüller | Bild: dpa/TNN/Phillipp Neumann

In Schildow ist ein Autofahrer am Sonntag von der Straße abgekommen und in eine Familie gefahren, die am Straßenrand spazierte. Zwei Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Es ist der dritte schwere Unfall in Brandenburg in zwei Tagen.

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Brandenburg ist am Sonntagnachmittag eine 60 Jahre Frau sowie der Unfallfahrer ums Leben gekommen.

Polizeiangaben zufolge kam der Fahrer eines SUV auf der B96a in Schildow (Oberhavel) nach rechts von der Straße ab. Nach Informationen von rbb|24 ist er über die Bordsteinkante auf den Gehweg geraten und überfuhr die Familie - einen 36 Jahre alten Mann, sein zweijähriges Kind und die 60-jährige Großmutter.

Seelsorge für Unfallzeugen und Einsatzkräfte

Die Frau geriet durch die Wucht des Aufpralls unter den SUV und wurde dort eingeklemmt. Für sie kam jede Hilfe zu spät, sie starb noch an der Unfallstelle. Der 36-Jährige zog sich einen Beinbruch zu und das Kind wurde leicht am Kopf verletzt. Beide kamen per Helikopter in ein Berliner Krankenhaus.

Der Autofahrer wurde im Unfallwagen eingeklemmt und musste von Rettungskräften herausgeholt werden. Dazu schnitt die Feuerwehr das Dach des SUV auf. Er wurde ebenfalls per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Berlin-Buch gebracht. Dort erlag er nach Polizeiangaben kurz nach der Ankunft seinen Verletzungen. Die Identität des Autofahrers konnte noch nicht geklärt werden, da der Wagen laut Polizei auf eine Frau zugelassen ist. Unfallzeugen und Einsatzkräfte mussten seelsorgerisch betreut werden.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin setzte zur Aufklärung des Unfalls unverzüglich einen Gutachter ein. Der Sachschaden wird von der Polizei mit 30.000 Euro angegeben.

Drei schwere Unfälle in zwei Tagen

Bei drei schweren Unfällen sind am Wochenende in Brandenburg sechs Menschen ums Leben gekommen: Eine Fußgängerin wurde von einem SUV erfasst, zwei Jugendliche starben nach dem Aufprall ihres Auto auf einen Baum und eine 65-Jährige und ihr 31 Jahre alter Sohn wurden tödlich verletzt, als ihr Transporter an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug gerammt wurde.

Im vergangenen Jahr im April hatte es unweit der Unfallstelle auf derselben Strecke einen folgenschweren Zusammenstoß gegeben: An einem unbeschrankten Bahnübergang in Klosterheide (Ostprignitz-Ruppin) stieß ein Regionalzug mit einem Kleintransporter zusammen. Dabei wurde ein 39 Jahre alter Fahrer so schwer verletzt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. 2019 war an dem Bahnübergang bei Grieben ebenfalls ein Auto mit einem Zug zusammengestoßen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 31.10.2021, 19 Uhr

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