Veranstaltungen am Sonntag - Festakte zum Tag der Deutschen Einheit, offene Moscheen, ausgezeichnete Partykonzepte

03.10.2018, Berlin: Besucher der Sehitlik-Moschee hören sich am Tag der offenen Moschee einen Vortrag an. Rund 1300 Moscheen in Deutschland öffnen für interessierte Gäste. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
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Der große Festakt zum Tag der Deutschen Einheit findet in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt statt. Dennoch wird auch in der Region die Wiedervereinigung gefeiert. Parallel findet der Tag der offenen Moscheen statt und Berlin feiert seine Feiernden.

In Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) hat am Sonntagvormittag die zentrale Feier zum 31. Tag der Deutschen Einheit begonnen. Auch in Berlin und Brandenburg gibt es kleinere Veranstaltungen. Das große Bürgerfest rund um das Brandenburger Tor in Berlin entfällt allerdings wegen der Corona-Pandemie.

So wird zum Beispiel in Berlin-Mitte in der Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße ein Festkonzert gegeben. Außerdem öffnen die Vertretungen der Bundesländer im Regierungsviertel ihre Türen für Besucher.

In Potsdam veranstaltet die Gedenkstätte Lindenstraße einen Tag der offenen Tür. Es werden Führungen sowie Gespräche mit Zeitzeugen geboten, die dort in Haft saßen.

Landesvertretung Baden-Württemberg (Quelle: dpa/Bildagentur-online/Schöning)
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Muslime laden zu Besuchen in Moscheen ein

Zudem findet am Sonntag der 25. Tag der offenen Moschee statt. Bundesweit sind es mehr als 1.000 Gemeinden, die in ihre Räumlichkeiten bitten. Der Koordinationsrat der Muslime sieht darin eine Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Zerrbilder zu korrigieren und Vertrauen zu schaffen.

In Berlin-Neukölln können Interessierte zum Beispiel die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm besuchen. Dort ist ein Programm geplant mit Musik, Führungen und dem Austausch zwischen Besuchern und Gemeindemitgliedern.

In Potsdam haben Besucher ab 13:30 Uhr die Möglichkeit, in die Al Faruk-Moschee zu kommen. In Frankfurt (Oder) finden zwischen 16 und 18 Uhr Führungen in der Moschee an der Leipziger Straße statt. Außerdem soll es dort auch ein Kinderprogramm geben.

Partygänger genießen in den Abendstunden das Wetter in einem Club an der Spree. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
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Berlin zeichnet innovative Clubs und Partykonzepte aus

Zum zweiten Mal findet am Sonntag der Tag der Clubkultur in Berlin statt.

40 ausgezeichnete Clubs und Party-Kollektive präsentieren sich, darunter das Gretchen, das SO36, das Yaam oder die queere Partyreihe So Extra Berlin. Sie erhalten jeweils 10.000 Euro - entweder, weil sie Konzepte entwickelt haben, um durch die Corona-Pandemie zu kommen oder weil sie aus Sicht der Jury für die Clubkultur von morgen stehen.

Das Programm umfasst unter anderem Konzerte, Diskussionen, Ausstellungen und Installationen. Tickets für die Veranstaltungen gibt es bei den jeweiligen Clubs und Kollektiven.

Sendung: Brandenburg aktuell, 03.10.2021, 19.30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Ein Tag wie jeder andere Sonntag auch. Gut geeignet, um Haushalt und Garten in Schuss zu bringen. Denn wie jeden Sonntag sind die Geschäfte zu. Dumm, dass der Feiertag ein Wander-Tag ist. Der Buß-und-Betttag beispielsweise fiel/fällt immer auf einen Mittwoch, da hat man außerplanmäßig frei und kann "was unternehmen" (außer die Mütter, die Haushalt und Garten... s.o..). Aber solange Frauentag und Tag der dt. Einheit auf einen Sonntag oder Samstag fallen, können sie mir gestohlen bleiben. Wer berufstätig ist, braucht das Wochenende, um alles mögliche zu erledigen. Den Anlässen kann man an JEDEM Tag gedenken, an jedem Montag, an jedem Sonntag. Der Mauerfall ist mir sowieso wichtiger. Ohne Deutschtümelei und Politiker.

    Um das Maß voll zu machen, fällt Weihnachten und Neujahr, wie auch der 1. Mai, dieses Jahr aufs Wochenende. Wow.
    Bei dem Dauerstress soll man am WE dann noch der Einheit gedenken? Können gerne die machen, die die Woche über nix arbeiten müssen. Die Rentner.

  2. 4.

    Wieviel Neutralität kann von einem Verfassungsschutz erwartet werden, bei dem H.G. Maaßen über 6 Jahre Präsident war?

    Dass das nicht vom Kommentator thematisiert wird, soll wohl das schöne Bild des toleranten und korrekten Doitschlands nicht stören.

  3. 3.

    Ich verspüre bei solchen Berichten immer einen schalen Beigeschmack. Die BZ brachte 2017 einen Bericht über die Zustände bei der von Erdogan kontrollierten DITIB-Sehitlik-Moschee. <<Nun wollte ich wissen, wie es in Berlins DITIB-Moscheen aussieht, und rief deshalb in der bekannten Sehitlik-Moschee am Columbiadamm an. Der Vereinsvorsitzende Süleyman Kücük, ein geborener Berliner, bat mich am Telefon, meine Fragen erst einmal schriftlich einzureichen. Er werde sich dann melden.

    Das tat ich, er meldete sich aber nicht. Ich fragte nach, er teilte mir schriftlich mit, er habe leider keine Zeit für ein Gespräch.>>
    Es wird höchste Zeit, dass der DITIB Einfluss bei Moscheen in Deutschland unterbunden wird. Auch der jetzige R2G Senat hat nichts dagegen unternommen.

    https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/berlins-tuerkische-moscheen-muessen-unabhaengig-werden-von-ankara

  4. 2.

    Wurde oder wird? Wenn Sie hier schon etwas andeuten, dann bitte mit Infos. Schade auch @ RBB, dass Ihr zu dieser Kritik nicht Stellung nehmt. Mir liegen keinerlei Erkenntnisse vor, so dass dies nun einfach so im Raum stehen bleibt.

  5. 1.

    Die Al Faruk - Moschee öffnet also auch ihre Türen. Wieviel Offenheit kann denn von einer Moscheegemeinde erwartet werden, die vom Verfassungsschutz beobachtet wurde/wird?
    Dass das nicht journalistisch thematisiert wird, soll wohl das schöne Bild des friedlichen und toleranten politischen Islam in Deutschlandnicht zu stören.

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