Ursache unklar - Trinkwasser am BER mit Durchfall-Keimen verunreinigt

Di 02.11.21 | 13:30 Uhr
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Das Hinweisschild auf die Männertoilette im Besucherzentrum des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld (Brandenburg), fotografiert am 11.04.2014. (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Audio: Inforadio | 02.11.2021 | Juliane Kowollik | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Am BER kann zurzeit das Trinkwasser nicht genutzt werden. Bei einer Routine-Kontrolle wurden Bakterien festgestellt, die Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können. Die Leitungen in dem riesigen Terminalgebäude müssen nun gespült werden - tagelang.

Am BER gibt es Probleme mit dem Trinkwasser: Bei einem Routinetest im Hauptterminal des Flughafen wurden coliforme Bakterien gefunden. Das teilte die Betreibergesellschaft am Dienstag mit.

Das Wasser in allen Sanitäreinrichtungen des Terminals 1 solle bis auf Weiteres nicht als Trinkwasser genutzt werden. Betroffen sei auch das Regierungsterminal.

Coliforme Bakterien kommen sowohl im Darm als auch in der Natur vor. Die Keime können Magen-Darm-Erkrankungen etwa mit Durchfall oder Erbrechen auslösen. Betroffen sind neben den Terminals auch das Gebäude der Bundespolizei und die ILA-Messehallen.

Reinigung dauert mehrere Tage

"Die Ursache für die Verunreinigung ist unklar", teilte das Unternehmen mit. Das Gesundheitsamt und der Trinkwasseranbieter seien informiert. Alle Leitungen würden nun gespült. Das werde mehrere Tage dauern, sagte ein Sprecher. Fluggäste werden demnach mit Durchsagen und Informationsblättern unterrichtet.

Der BER war Ende Oktober 2020 nach jahrelangen Verzögerungen eröffnet worden. Zuletzt hatte der Flughafen Schlagzeilen gemacht, weil es zu Beginn der Herbstferien zu chaotischen Szenen gekommen war. Vor den Check-in-Schaltern hatten sich lange Warteschlangen gebildet, manche Passagiere hatten trotz ausreichend Vorlaufzeit ihren Flieger verpasst. Auf dem Rollfeld mussten ankommende Reisende immer wieder auf Ausstiegstreppen und später auf ihr Gepäck warten.

Sendung: Inforadio, 02.11.2021, 13:15 Uhr

43 Kommentare

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  1. 43.

    Hatte was vergessen, sorry.
    "... wollte ironisch die Sinnlosigkeit dieser Forderung im Kommentar 1 verdeutlichen... "
    Wenn man dem thread zum Ursprung folgt landet man bei #1. Das Folgen zum Ursprung ist hier leider nicht üblich, was 90% der Missverständnisse erzeugt :)

  2. 42.

    Heute etwas schwach auf der Brust? Sie (Eve) wollte ironisch die Sinnlosigkeit dieser "Forderung" verdeutlichen. Jetzt kapiert?
    Da es nicht ihre "Forderung" war, kann es doch eigentlich egal sein.

  3. 41.

    Tja ... logische Schlußfolgerung: Sie arbeiten weder am BER noch bei uns. Is' so.

  4. 40.

    Den sogenannten "Fachleuten", die den BER geplant und/oder auf die Schnelle zurechtgezimmert haben, traue ich durchaus zu, eine Frischwasser- mit einer Abwasserleitung verknüpft zu haben. Das ist genau so sicher wie die auf Moorboden gebaute Südbahn.

    Alles das (und noch viel mehr!) macht den BER zum Running Gag. Weltweit!

  5. 39.

    Verzeihen sie mir bitte, aber was sie schreiben ist nicht witzig, es ist einfach nur doof. Wenn sie vom Thema keine Ahnung haben sollten sie sich gar nicht äußern.

    ich hatte geschrieben:
    "Eigentlich ein ganz normales und zu erwartendes Ereignis. Da der BER immer noch nicht richtig hochgefahren ist "steht" das Wasser zu lange in den Leitungen und es kommt zur Keimbildung. Wer selber ein Grundstück oder einen Garten hat kennt das Problem. Im Garten, wenn im Spätherbst abgestellt wird, muss/sollte man im Frühjahr auch eine ziemliche Weile laufen lassen."
    Das ist die einzige sinnvolle Begründung. Alles andere was hier gefaselt wird ist lächerlich, bis zur Verläumdung reichend.

    Die einzig sinnvolle Frage im Zusammenhang wäre die, warum nicht prophylaktisch gespült wurde.
    Das Problem ist ein allgemein gültiges (kein BER typisches) und Bauingenieuren als auch Betreibern eigentlich bekannt. Vielleicht aus Kostengründen? Man ist ja schon wieder bis über beide Ohren verschuldet.

  6. 38.

    Hoffentlich gibt es kein Geld mehr. Er kann auch geschlossen werden. Diesen Katastrophenflughafen benötigt keiner. Man ist auch schnell in Hamburg, Leipzig oder Dresden.

  7. 37.

    Noch einmal: Duschen, am Flughafen? Ich kann in meiner Firma auch nicht duschen.

  8. 36.

    Dann soll der BER seinen Fahrgästen bitte kostenloses Trinkwasser in entsprechend ausreichender Menge anderweitig zur Verfügung stellen! Das betrifft besonders den Transitbereich, weil eigenes Trinkwasser aus Sicherheitsgründen nicht mitgeführt werden kann. Die Preise für gekauftes Trinkwasser im Transitbereich sind nicht hinnehmbar. Anscheinend gibt es geldgierige Geschäftemacher, die hier mit dem Verkauf von Trinkwasser Wucher betreiben. Dies sollte dadurch unterbunden werden, dass der Flughafen weiter für den Zugang zu kostenlosem Trinkwasser auf dem Flughafen sorgt. Insbesondere auch deshalb, weil die Verunreinigungen des Trinkwassers in den öffentlichen Sanitärräumen sehr wahrscheinlich durch den Flughafen selbst verschuldet sind.

  9. 35.

    So ist es ! Das es hier immer noch Leute gibt die dieses Milliardengrab schönreden ist erstaunlich .

  10. 34.

    Langsam nimmt das Thema an Fahrt auf und wird immer lächerlicher. Jetzt kommen schon richtige Verschwörungstheoretiker zum Zuge. Respekt für die Ermittlungen :(
    Die Begründung wurde doch schon im Kommentar 4 gegeben. Ist vermutlich zu weit "unten" und man muss sich zu sehr "bücken".

  11. 33.

    Ob das in einem Zusammenhang zur Kläranlage zu Waßmannsdorf steht, wurde sicher schon geprüft. Da gab es doch einen Vorfall vor einigen Monaten: Giftalarm durch Löschwasser: Nach Fischsterben: Klärwerk Waßmannsdorf noch nicht intakt
    15.02.21, 12:49 Uhr | Von Gerhard Lehrke

  12. 32.

    Genau so sieht es aus. und die Medien tragen ja ihren Teil dazu bei mit der Art und Weise wie die Artikel geschrieben sind.

    ich hoffe es wird noch ein Update erfolgen, wo denn jetzt die Quelle der Verunreinigung war, und wie es dazu kam. Fände ich viel wichtiger, als das Ganze bloß wieder als weitere "witzige Anekdote" zum Flughafen so stehen zu lassen.

  13. 31.

    Ich glaube wenn überhaupt lachen darüber Teile Deutschlands. So wichtig ist weder Berlin noch sein Flughafen, dass sich die ganze Welt damit beschäftigen würde. Ich finde es schon beeindruckend wie lange man sich im eigenen Land jetzt schon daran aufzieht.
    Ja, es ist ein Projekt bei dem viel schief gegangen ist, ja es war super teuer und ja es hat super lange gedauert aber irgendwann ist doch auch mal gut. Es gibt wichtigere Themen die weitaus weniger Aufmerksamkeit finden.

    Vor allem, weil eine Verunreinigung im Wasser jetzt wirklich keine Sache ist, die spezifisch für dieses Bauprojekt auftritt. Das hätte an jedem Flughafen in Deutschland passieren können und niemanden hätte es auch nur ansatzweise gejuckt.

  14. 30.

    Liebe Co-Kommentaror/innen, wo bleiben Geist, Esprit und Witz oder sind plump und doof hier Trumpf?

  15. 29.

    Der ganze BER ist mittlerweile ein Durchfall und darüber lacht die ganze Welt!

  16. 28.

    Wenn man sich die Kommentare zu Gemüte führt, kann der Verdacht entstehen, dass es Leute gibt, die zwar keine Ahnung haben, sich aber über jede noch so kleine Panne -- Kinderkrankheit --- des BER freuen. Was sind das nur für Flachzangen. Für diese wäre es ja ganz schrecklich, wenn alles reibungslos läuft (was hoffentlich bald sein wird)

  17. 27.

    Na, für 7 Mrd. € Gesamtkosten darf der Steuerzahler schonmal was erwarten. Mindestens eingehaltene Hygienestandards.

  18. 26.

    Na, solange haben sie aber noch keine Gartenerfahrung. Da gabs mal in weiten Teilen kein WC, eher ein PC und das Flüssige kam später aufs Feste. Da waren Radischen noch "naturscharf" und der vierte Aggregatzustand von Wasser hieß nicht "holländische Tomate". Mahlzeit.

  19. 25.

    Wer wirklich ernsthaft geglaubt hat, dass es beim BER nach dessen Eröffnung keine gravierenden Probleme geben würde, der/die gleubt wohl auch immer noch, dass die Fußball-WM in Katar nicht gekauft war.

  20. 24.

    Da tauchen sicherlich noch viel mehr Probleme auf, das bißchen schlechtes Wasser ist doch schnell vertaut, hoffentlich läuft die Toilettenspülung astrein.
    An dem BER hat noch nie etwas wirklich funktioniert und das wird es aller Voraussicht auch nicht, wäre ja nicht normal für die Hauptstadt.
    Außer Kassieren von Länderfinanzausgleich, das klappt vorzüglich.

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