Tagesrekord in Berlin - So viel Regen wie noch nie im Herbst

Fr 05.11.21 | 13:25 Uhr
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Archivbild: Ein Regenschauer geht am 07.10.2020 in einer Baumallee nieder. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Audio: Inforadio | 05.11.2021 | Juliane Kowollik | Bild: dpa/Jens Kalaene

Noch nie ist in Berlin im Herbst so viel Regen gefallen wie am Donnerstag - zumindest an der Messstation in Dahlem. Aber auch in Brandenburg wurde vielerorts mehr Regen verzeichnet als sonst im ganzen November. Der Natur kommt das zugute.

Der Dauerregen von Tief "Peter" hat am Donnerstag flächendeckend in Brandenburg und Berlin teils beachtliche Niederschlags-Mengen hervorgebracht. Die Wetterstation in Berlin-Dahlem verzeichnete 40,4 Liter pro Quadratmeter (l/qm) - so viel wie noch nie innerhalb von 24 Stunden im Herbst. Der letzte verzeichenete Rekord liegt fast 70 Jahre zurück - am 5.9.1954 verzeichenete die Station 34,2 l/qm. Gemessen wird seit 1950.

So viel Regen wie sonst im ganzen November üblich

Auch in Brandenburg fielen vielerorts zum Teil über 50 Liter pro Quadratmeter, mehr als sonst mit rund 45 l/qm im ganzen Monat November üblich ist. Den meisten Regen gab es in einem Streifen vom Fläming über Berlin bis in die Uckermark. Am wenigsten Regen fiel an der Lausitzer Neiße.

Der viele aber gleichmäßig verteilte Niederschlag keine größeren negativen Auswirkungen. Im Gegenteil: Die zuvor recht trockenen Böden konnten den Regen gut gebrauchen, denn sowohl im Oktober als auch im September fiel verbreitet deutlich zu wenig Regen.

"Man kann bilanzieren, dass der Niederschlag sehr positiv für die Natur war", sagte ARD-Meteorologe Alexander König rbb|24. Es brauche immer größere Mengen, bis das Regenwesser in die tieferen Bodenschichten eingedrungen sei. "Hätten wir sehr sonniges Wetter, würde auch einiges davon verdunsten", so König. "Danach sieht es aber in den nächsten Tagen nicht aus."

Das Wetter am Wochenende

Denn das Wochenende in Berlin und Brandenburg soll am Freitag wolkig und regnerisch bei Temperaturen von sieben Grad beginnen. Bis zum Mittag zieht der Regen weiter, gebietsweise lockert es auf. In der Prignitz kann auch länger die Sonne scheinen. Die Temperaturen liegen zwischen neun und elf Grad.

Am Samstag bleibt es stark bewölkt und überwiegend trocken. Im Norden Brandenburgs ist gebietsweise Regen möglich. Die Höchstwerte liegen bei elf Grad. Der Sonntag startet wolkig und teils regnerisch. Die Temperaturen liegen zwischen elf und zwölf Grad.

Sendung: rbb Wetter, 05.11.2021, 19:25 Uhr

46 Kommentare

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  1. 46.

    Im Gegensatz zu Ihnen erkannten Forstfachleute schon vor Jahren die Auswirkungen auf das Grundwasser, die schädlichen Auswirkungen auf das Ökosystem sogar schon vor über 100 Jahren Berliner Försten anlässlich der Übernahme des Grunewaldes in Rahmen des Dauerwaldvertrages.

  2. 45.

    Hauptsache der Rbb hat darüber berichtet,! Das Speichervermögen ist im Laub- bzw. Im Mischwald ein anderes, ein viel besseres. Aber ich kann nicht erkennen, dass die Kiefern schädlich sein sollen. Momentan werden sie das auch noch lange Zeit sein, da Waldumbau so schnell nicht geht. Abgesehen davon, dass es kein Saat- und Pflanzgut in ausreichender Menge gibt.

  3. 44.

    Selbst der RBB hatte schon über den schädlichen Einfluß der Kiefern auf den Grundwasserhaushalt berichtet:
    "Wenig Grundwasserneubildung im Kiefernwald"
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/04/2-seen-brandenburg-wasser-grundwasser-niedrigwasser-mangel.html

  4. 43.

    Der Klimawandel macht sich nicht an einem einzigen Wetterereignis fest, sondernderen Abfolge. Aber wie soll man das einem begnadeten DDR-Kernfusionsmitarbeiter mit zig Scheinen in anderen Fachrichtungen erklären?

    Dabei sind es doch die guten Kunden wie wie Sie, die es erst einem Herrn B. ermöglicht haben, sich einen Tripo in den Weltraum zu können.

  5. 42.

    Es ist leider nur blöd, dass die Böden in unserer Region Wasser nicht speichern können. Die grundwasserführenden Schichten sind durch eine zunehmende Wasserentnahme infolge einer steigenden Zahl von Brunnenbohrungen und ausbleibender Niederschläge in den letzten Jahren auch schon stark dezimiert.
    Es hat also viel geregnet, wird aber in wenigen Wochen wieder so wie immer sein, zu trocken.

  6. 41.

    Hatte vorhin unten im Keller auch den Gedanken; Ab wann sprach man vom Klimawandel ? Kann mich erinnern so Ende der 70-er Jahre noch blühende Rosen im Dezember geschnitten zu haben. Warum darf jeder Superreiche heute Raketenabgase in die Hochatmosphäre pusten ? Dort ist auch CO2 objektiv fast unmessbar vorhanden. Aber dann das Dreckabgas der Raketen. Klärt uns da mal auf ehe wir ganz verdummen.

  7. 40.

    Das versteht nicht jeder. Erinnere mich an die fast "ausgefrorene" Wäsche, die meine Mutter auf der Leine trocknete- fast. Noch ganz steif.

  8. 39.

    Trockene Luft und die Temperatur. Wobei 3°+ und Hochdruckgebiet mit Sonnenschein für Trocknung günstiger ist/sind als 8°+ mit Nebel. ( Vollsättigung )

  9. 38.

    Am besten in der Stabilität und auch für das Grundwasser ist der Mischwald aus einheimischen Laub und Nadelhölzern
    Buchen ,Eichen ,Birken ,Fichten, Tannen Kiefern usw.
    Nur so nebenbei ,wen es interessiert!!

  10. 37.

    Allerdings würde ich mir keine Kiefer in den Garten Pflanzen
    Sie versauern den Boden ,auch im WALD

  11. 36.

    Verdunstung findet u.a. in Abhängigkeit mit der rel. Luftfeuchte Sommers wie Winters statt.

  12. 35.

    Entweder bei http://www.meteocentrale.ch/de/europa/deutschland/wetter-berlin-eiskeller/details/S103800/ oder
    http://www.wetter-kladow.de/ (Schaltfläche "Aktuelles Wetter" ) nachsehen.

  13. 34.

    Naja, so schlimm isses aber in Berlin nicht wirklich. Mal nachlesen bei https://www.bwb.de/de/regenwasser.php . Weiterhin kommt eine Verdunstung, z.B. auf Gründächern nicht nur dem unmittelbaren Anwohner zu Gute. In der Gesamtheit liesse sich das Stadtklima sogar positiv beeinflussen. Übrigens ist in Berlin auch eine Grauwassernutzung, auch kombiniert mit Regenwasser, mittlerweile recht problemlos genehmigungsfähig.

  14. 33.

    Anscheinend geht es nicht mehr ohne Übertreibung und Panikmache.
    "So viel Regen wie noch nie im Herbst" - noch NIE?
    Ich kann mich ich erinnern, da hat es schonmal zwei, drei Tage durchgeregnet. Gut, das war zu Zeiten, wo es noch Wetter hieß und nicht Klimawandel.
    Gut aber, dass es wieder User gibt, die uns erklären, wie wir diese Aussage zu interpretieren haben.
    Ich selbst habe die Sandsäcke wieder weggeräumt, den von den angekündigten Überflutungen kam bei mir nichts an.

  15. 32.

    Noch eine Ergänzung, ich verstehe es sowieso nicht,warum in den letzten Jahren immer noch soviel Glas verbaut wird,wo es aufgrund der Hitzeperiode im Sommer ohnehin schon unerträglich ist.Die Bauherren sollten sich Mal ein Beispiel an der Bauweise in den südlichen Ländern anschauen!

  16. 31.

    Dass Dominik keine Ahnung hat, beweist er in seinem Kommentar über die Kiefern. Kiefern sind keine Tiefwurzler, das kann man bei jeder vom Sturm entwurzelter Kiefer sehen. Sie kommen mit ihren Wurzeln gar nicht an das Grundwasser heran.

  17. 30.

    Ja, schön wenn man Mal lachen kann! Sie haben ja dann ein wunderbaren Arbeitsplatz gehabt. Einen schönen Abend noch!

  18. 29.

    Die Kiefer ist aber hier im märkischen Zuckersandboden ein Baum, der wirtschaftlich bestimmt wertvoller ist als wäre Brandenburg so zubetoniert wie Berlin. Der durchlässige Boden garantiert ja die Versickerung. Es könnte nur mehr regnen. So wie früher. Im Winter viel Schnee-herrlich in den Kranichsbergen. Als der taute versickerte auch viel. Mein Lieblingsbaum ist aber die Lärche und dann auch die Sumpfeiche.

  19. 28.

    "Ein bischen Spaß muss sein...." Berlin hat die tollsten Sachen drauf. Gestern berichtete man wie wertvoll das Stadtgrün sei wo doch die Temperatur innerhalb der Stadt so 2° höher ist als im Umland. Nun baut man ja da in Neukölln diesen Wolkenkratzer, der aber so konstruiert ist, dass die Wärmeeinstrahlung im Sommer reflektiert wird. Sozusagen auch in die Stadt hinein um es noch besser aufzuheizen. Die da später im Luxushaus labern oder Käffchen trinken haben es dafür schön und angenehm. Wir haben früher zur DDR-Zeit andere Lösungen gewählt. Es wurde das Dach des Flachbaues ( meine Arbeitsstätte ) mit Müggelseewasser berieselt und zurück geführt. Sehr angenehmes arbeiten und dazu der laue Seewind. Fenster konnten ja offen bleiben. Der Strom für die 2 Pumpen kam leider aus der Steckdose.

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