Totalschaden - BVG-Bus rast in Tram-Haltestelle in Berlin-Köpenick

Mi 03.11.21 | 12:13 Uhr
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Ein stark beschädigter Bus steht nach einem Unfall auf einer Tram-Haltestelle (Bild: Pudwell)
Audio: 88,8 | 3.11.2021 | Juliane Kowollik | Bild: Pudwell

Ein Linienbus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist am Dienstagabend in Berlin-Köpenick frontal gegen eine Tram-Haltestelle gefahren. Das teilte die Polizei am Mittwoch rbb|24 mit.

Der Bus der Linie 165 war unterwegs von der Spitzerstraße aus kommend in Richtung Wendenschloßstraße. Kurz vor Erreichen der Karlstraße verlor der 45 Jahre alte Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der tonnenschwere Gelenkbus kam nach links von der Fahrbahn ab und streifte mehrere Straßenlaternen. Danach fuhr er gegen die Straßenbahnhaltestelle Müggelheimer Straße/ Wendenschloßstraße und rammte dort das Absperrgeländer, das Haltestellenschild und das Wartehäuschen.

Fahrer wurde leicht verletzt

Die drei Fahrgäste des Busses seien unversehrt, teilte die Polizei weiter mit. Der Busfahrer sei aber leicht verletzt worden. Er stand nach dem Unfall laut Polizei unter Schock und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Alkohol- und Drogentests seien negativ ausgefallen.

Bei dem Bus entstand ein Totalschaden, das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Warum es zu dem Unfall kam, wird derzeit ermittelt.

Sendung: Inforadio, 3.11.2021, 12 Uhr

Hinweis der Redaktion: Zuvor hieß es, der Bus sei von der Langen Brücke aus gekommen. Dies haben wir korrigiert.

15 Kommentare

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  1. 15.

    So ein Quatsch.
    Man kann nicht jede Straßenbahn durch eine U-Bahn ersetzen.
    Die Straßenbahn ist barrierefreier und flächendeckender als die U-Bahn, im Gegensatz zu dieser auch klimafreundlich und kostet ein Zehntel in Bau und Betrieb.
    Übrigens, im Osten, wo man nicht endlos zur nächsten U-Bahn laufen oder Bus fahren muss, sondern zwischen den Strecken von U- und S-Bahn statt Bus die Straßenbahn hat, ist der Anteil der ÖV-Nutzer deutlich höher als im Westen Berlins.
    Keiner mag Busse, und wo die Straßenbahn den Bus ersetzt hat, steigen die Fahrgastzahlen jedes mal um das Vielfache an.
    Die Straßenbahn sollte daher ausgebaut werden.

  2. 14.

    Der Artikel ist fehlerhaft: Der Bus ist in die Haltestelle Müggelheimer Str./Wendenschloßstr. gefahren. Das ist etwa 500 Meter weit weg von der Langen Brücke.

  3. 13.

    Peinlich dass der RBB die Ortslage nicht genau beschreiben kann.
    Die Straßenbahn hat in dicht bewohnten Stadtteilen weniger als die Hälfte der Durchschnittsgeschwindigkeit von U und SBahn.
    Ebenso Kapazitätsprobleme. Bei Demos, Schnee etc. wird der Verkehr gleich mal eingestellt.

  4. 12.

    Warum soll Menschen ohne Not bei ihrer Fortbewegung das Licht genommen werden? Warum sollen Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, bei Ausfall von Rolltreppen und/oder Fahrstuhl unten bleiben - oder aber aufwändig Hilfe um dreierlei Ecken herum organisieren müssen?

    Die unkomplizierteste Schienenverbindung ist diejenige zu ebener Erde. Reinkrachen kann jede/r. Sollte es aber nicht.

  5. 11.

    "Sarkasmus an" Selbst Busse haben was gegen die Strassenbahn "Sarkasmus aus".
    Berlin braucht endlich den Schienengebundenen ÖPNV unter der Erde, dann braucht man nur "kleine" Busse max. Als Zubringer zur U-Bahn.

  6. 10.

    Und ich glaube kaum, dass Busse in Berlin im Regelfall so dramatisch verunfallen.
    Tja, das Leben ist eine Wunderüte.

  7. 9.

    Naja, die Lange Brücke liegt schon eher am Schlosspark (der Park hinter dem Schloss). Der Schlossplatz ist auf der anderen Straßenseite ein Stück weiter hinter der Brücke. Zwischen der Langen Brücke und dem Unfallort kommen aber noch eine Haltestelle und eine Ampelkreuzung, also "war gerade über die Lange Brücke am Schlosspark Köpenick gefahren als der 45 Jahre alte Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor" stimmt trotzdem nicht wirklich.

    Als Anwohner würde ich es begrüßen, wenn hier in der Müggelheimer Str. Bus und Bahn das Gleisbett gleichermaßen nutzen könnten. Dann müsste sich der Bus nicht in den Stau stellen und die Wartenden hätten eine Haltestelle mit Regenschutz. Konnte bei der Sanierung vor ein paar Jahren aber wohl nicht umgesetzt werdfen.

  8. 8.

    Ich glaube kaum, daß die Busse im Regelfall mit Schrittgeschwindigkeit durch Berlin fahren.

  9. 7.

    Ist eigentlich ganz einfach. Wenn er nicht "raste", hätte es kaum dieses Schadensbild gegeben. Wobei jeder verständige Mensch bei "rast in" keineswegs annimmt. dass es um "erhöhte" Geschwindigkeit geht. Wohl eher um "überhöhte" bzw. unangepasste Geschwindigkeit im Zeitpunkt des "Reinrasens". Der Bus scheint fast ungebremst da reingeknallt zu sein. Das kann viele Ursachen habe, insbesondere keine, die davon ausgeht, dass der Bus grundsätzlich zu schnell unterwegs war.
    Andererseits: Ich fahre regelmäßig Bus und einige Fahrer von Gelenkbussen auf meiner Strecke sind schon ganz schön "ruppig" unterwegs, muss ich sagen. D.h. sie reizen die Geschwindigkeit mit Ihrer Fahrweise wirklich aus. Wenn dann was Unvorhergesehenes passiert, müssen die teilweise richtig heftig bremsen. Das muss nicht sein.
    In jedem Fall sollte man das Wort "Rasen" nicht auf die Goldwaage legen. Es ist der Beschreibung der Situation angemessen. Vielleicht ziehen Sie mal was anderes als Anzüge an.

  10. 6.

    Weil das Foto nicht nach Schrittgeschwindigkeit aussieht?

    Ich bin übrigens mal Ohrenzeuge eines paradoxen BVG-Busunfalls gewesen:
    Einer der Linie 246 hatte mit dem Heck eine Ampel geküsst.
    Das hätte er aber in dieser Weise eigentlich nur tun können, wenn er rückwärts in eine andere Richtung gefahren wäre als in die, aus der er gekommen ist.
    Ich habe bis heute nicht herausgefunden, wie es dazu kommen konnte.

  11. 5.

    Der vermeintliche Schlosspark heißt Schlossplatz.

  12. 4.

    Ich bin vor einigen Wochen mit einem sehr jungen sehr netten Busfahrer gefahren nach Friedenau . Der ist richtig super gefahren . Hat auch nett die Fahrgäste Hilfe geleistet bei Fragen . Ich habe ihm gesagt , wie toll er Bus fahren kann und gelobt . Er hat sich sehr gefreut über mein Lob . Ja Bus und LKW Fahrer ist kein einfacher Job ! Ich hoffe der verunglückte Busfahrer resigniert jetzt nicht . Gotseidank ist nichts passiert !

  13. 3.

    Ich kann mich nur anschließen, das Wort "rast" hat mich in der Überschrift ebenfalls irritiert. In dem gesamten Artikel wird diese Mutmaßung nicht weiter konkretisiert.

    Aber viel wichtiger, ich wünsche alles Betroffene eine zeitnahe Genesung.

  14. 2.

    Das sieht ja krass aus. EIn Glück und kaum zu glauben, dass es keinen Personenschaden gab. Mich hat heute morgen beinahe ein Fahrschulbus platt gemacht. Obwohl diverse Leute drin saßen, fuhr der Bus einfach bei rot über die Ampel.

  15. 1.

    @rbb: Ich könnte jedesmal aus dem Anzug springen, wenn ich diese reißerischen Überschriften sehe. Warum soll der Bus denn "gerast" sein? Ist es denn schon geklärt, das erhöhte Geschwindigkeit im Spiel war? Einfach mal den Ball flachhalten. Zu gutem Journalismus gehört auch, das man Überschriften sachlich verfaßt.

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