Bauarbeiten dauern länger - S-Bahn-Verkehr auf der östlichen Berliner Stadtbahn noch bis Dienstag unterbrochen

Mo 01.11.21 | 12:10 Uhr
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Sanierung des Ostbahnhofs (Quelle: Georg Berger)
Video: rbb|24 | 01.11.2021 | Material: Abendschau, rbb24 | Bild: Georg Berger

Der S-Bahnverkehr in Berlin ist zwischen Warschauer Straße und Alexanderplatz weiter unterbrochen. Als Grund gab die Deutsche Bahn am Montag eine Verlängerung der Baumaßnahme am Ostbahnhof an.

Laut einer Sprecherin der S-Bahn gab es bauseitige Verzögerungen, eine Brücke konnte erst am nachmittag aufgesetzt werden, hieß es. In den frühen Abendstunden sollte das fertige Konstrukt stehen. Am Dienstagmorgen sollen demnach auch alle Verkabelungen erledigt sein.

Voraussichtlich bis Dienstagmorgen um 6 Uhr soll die Sperrung der Strecke nun andauern. Geplant war ursprünglich, den S-Bahnverkehr am Montagmorgen wieder aufzunehmen.

Ersatzverkehr mit Bussen

Zwischen Warschauer Straße und Alexanderplatz ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Auf dem Rest der Strecken der S3, S5, S7 und S9 kommt es zu weiteren Einschränkungen - teilweise kann der 10-Minuten-Takt nur teilweise angeboten werden.

Die Baumaßnahme dient der Sanierung des Dachs im Ostbahnhof. Diese soll während der nächsten Jahre bei laufenden Betrieb stattfinden.

Sendung: Abendschau, 1.11.21, 19:30 Uhr

15 Kommentare

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  1. 15.

    Na ein Glück haben die es bis Dienstag noch immer nicht auf die Reihe bekommen. 6 Uhr und die nächsten beiden Bahnen der Linie S5 enden auch in Lichtenberg. Der ÖPNV ist schon sehr attraktiv, weil verlässlich, in der Metropole Berlin.

  2. 14.

    Ihre Spekulation führt ins Leere. Die Stellwerke werden nicht von EVU, hier die S-Bahn Berlin GmbH, betrieben, deren Aufgaben so mancher gerne direkt durch ein kommunales Unternehmen des Landes Berlin übernommen sehen würde. Zuständigen EIU ist die DB Netz, die nicht zu Disposition steht.

  3. 13.

    Klassisches Beispiel für die Unterschätzung der operativen Reserve. Ursache: der Zeitgeist / die schwachsinnige Utopie der Betriebswirt*innen von der 100%igen Kapazitätsauslastung.
    Und dass der SEV nicht im Takt fährt - war das bei dieser Verkehrspolitik nicht glasklar?

  4. 12.

    Bauarbeiten müssen gemacht werden, es kann auch einmal ;-)zu Verzögerungen kommen, alles kein Problem.
    Heute morgen haben mich (momentan mit Knieschiene) vorallem die Haltestellen der SEV-Busse geärgert.
    S-Bahn Warschauer Str. = Haltestelle beim U-Bahn Warschauer
    S-Bahn Ostbahnhof = Haltestelle beim Hotel anstatt an Bushaltestelle zum Umsteigen
    Warum wird so etwas gemacht? Verstehe den Sinn nicht?

  5. 11.

    Hallo Michael / Berlin, die S-Bahn setzt keine Busse ein, sondern beauftragt Busunternehmen mit dem Ersatzverkehr. Dadurch, dass die Baumaßnahme kurzfristig verlängert wurde, können doch garnicht so viele Busse, wie über das Wochenende zur Verfügung stehen, da die Busunternehmer sicherlich noch weitere Aufträge (u.A. Schülerverkehr) haben, die zu erfüllen sind. Einen 2-3 Minuten-Takt der S-Bahn können diese noch vorhandenen Busse dann natürlich nicht ersetzen. Aber in Berlin gibt es doch genug andere Fahrtwege mit S-Bahn, U-Bahn, etc, die vielleicht auch länger dauern und zu mehrmaligem Umsteigen zwingen, mit denen man den betroffenen Abschnitt aber gut umfahren kann.

  6. 10.

    Im Ersatzverkehr in der Bauverlängerung am Mittwoch großes Chaos. Scheinbar setzt die S-Bahn nur noch wenige Busse ein. Zuerst kam ein überfüllter kleiner Bus, dort ging nichts mehr rein. Dann mehr als 20 Minuten gar kein Ersatzbus, und das auf einer Strecke, auf der normalerweise alle 2-3 Minuten S-Bahnen fahren!

  7. 9.

    Hallo Ostberliner Fahrgast, die Bauzeitüberschreitung wurde ja erst im Laufe des Wochenendes deutlich, also kann man da den Zugverkehr überhaupt nicht planen, sondern musste Ihn ab heute morgen operativ durchführen. Wenn alle meinen, es besser zu können, schaut Euch bei einem evtl. mal wieder stattfindenden "Tag der offenen Tür" die Leitstellen von S-Bahn, BVG, etc. an und verschafft Euch vor dem Meckern erst mal einen Überblick, was die Kollegen:Innen dort alles leisten.
    Ansonsten verweise ich auch auf meinen Kommentar zum Eintrag von Werner (Das Orginal).

  8. 8.

    Hallo Werner (Das Orginal), schon mal daran gedacht, dass der Zugverkehr auf der Stadtbahn seit bekanntwerden der Bauzeitüberschreitung komplett operativ (Einsatz von Tf, Pausenregelung, etc.) organisiert werden muss! Das ist nicht so einfach, bei so vielen betroffenen Linien. Und das das Land Berlin, bei Betreiben der S-Bahn dies besser könnte... wer's glaubt. Auch die S-Bahn würde lieber den regulären Zugverkehr anbieten, als die Fahrgäste auf SEV etc. zu verweisen. Warum es zu einer derart langen Bauzeitüberschreitung kommt, einfach mal bei DB Station & Service, als Eigentümer der Bahnhöfe, nachfragen.

  9. 7.

    Völlig korrekt, letzte Woche die verlängerte Ostringsperrung. M5 und M6 beide gekappt dazu die U5-Sperrung und das alles auf einmal im Herbst. Die ganze Ecke lahmgelegt und man darf für diesen Wahnsinn auch noch voll bezahlen.

  10. 6.

    Diese Baumaßnahmen sind eine Zumutung für alle Fahrgäste! Die S5 verkehrt nur alle 20 Minuten bis Lichtenberg und dazwischen nur bis Wuhletal. Dort fährt aber wegen der Baumaßnahmen der BVG gar keine U-Bahn. Die Leute werden dort also abgekippt damit sie dann die nächste Bahn nehmen. Denkt bei der Planung eigentlich auch mal jemand nach? Und das im Berufsverkehr und mitten in der nächste Coronawelle. Aber aufs Auto sollen alle verzichten. Eine Frechheit und mal wieder ober-peinlich für eine Hauptstadt. Die Beteiligten sollten sich schämen!

  11. 5.

    Tatsächlich lautet der Genitiv für Dach: "des Daches, Dachs" - beide Varianten sind also korrekt. Über einen Dachs im Ostbahnhof liegen uns keine Informationen vor. ;-)

  12. 4.

    Letzter Absatz: Im Ostbahnhof lebt ein Dachs? Und dieser soll saniert werden?
    Liebe Redaktion von rbb|24 - Sie meinen sicherlich […] dient der Sanierung des DACHES […] ?!

  13. 3.

    Hallo Werner (Das Original),
    ist mir auch aufgefallen. S3 von Friedrichshagen nur bis Karlshorst. Bis Warschauer Straße nur eine 20 Minutentaktung.
    Mit freundl. Grüßen

  14. 2.

    Bei einem für den Alltag der Berliner*innen so elementaren Thema könnte der RBB mal bei der Bahn nachfragen, warum heute auf dem Abschnitt östlich der Warschauer Straße wesentlich weniger Bahnen fahren als am gestrigen Sonntag.

    Obwohl sonntags bekanntlich wesentlich weniger Menschen unterwegs sind als werktags, fuhr die S3 gestern im Zehn-Minuten-Takt zwischen Warschauer Straße und Erkner. Auch jede zweite Bahn der Linien S5 und S75 fuhr gestern bis zur Warschauer. Heute hingegen fahren S3 und S5 westlich von Karlshorst bzw. Wuhletal nur alle zwanzig Minuten. Am Bahnhof Wuhletal können die Fahrgäste nur in den Ersatzverkehr umsteigen, weil die U5 gesperrt ist.

    Ich kann da auch nur spekulieren, aber vermutlich gibt es zu wenig Personal für die Stellwerke, um einen solchen vergleichsweise dichten Takt wie gestern mit vielen Gleiswechseln usw. auch heute anzubieten.
    Jedenfalls neue Argumente für die Forderung, dass das Land Berlin künftig die S-Bahn selbst betreiben soll.

  15. 1.

    Kommen da wenigstens Solarzellen drauf? Die Bahn hat sooooviel Solarflächenpotential. Hektaweise alleine in Berlin.

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