Hund entführt - Pankow sucht Oskar mit Damenshirt und Brathähnchen

Fr 12.11.21 | 07:48 Uhr
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Auf einem Zettel an einem Laternenpfahl in Prenzlauer Berg wird mit einem Finderlohn nach dem vermissten Hund Oskar gesucht.
Audio: Inforadio | 12.11.2021 | Silke Mehring | Bild: Jens Kalaene/dpa

Es ist der Albtraum jedes Hundebesitzers: Der geliebte Vierbeiner wird von Unbekannten entführt, während man nur schnell was einkauft. So ist es einer Familie in Pankow passiert. Die sucht jetzt ihren Oskar - unter anderem mit Duftködern.

Der Jack Russell Terrier der Familie Brandts war von einem zwölfjährigen Jungen vor einer Drogerie in Pankow gestohlen und in Kreuzberg wieder freigelassen worden. Nun sucht die Familie auf verschiedenen Wegen und wird von zahlreichen Helfern unterstützt. Um dem Hund die Suche nach dem Heimweg zu erleichtern, hat Friederike Brandts Duftspuren gelegt. Sie hat unter anderem ein T-Shirt von sich auf bestimmten Wegen an einem Band auf dem Boden entlanggezogen, damit der Hund den Geruch von seinem Frauchen aufnehmen und verfolgen kann.

Hundehalterin Friederike Brandts sucht nach ihrem vermissten Hund Oskar.
Oskars Frauchen sucht nach ihrem Jack Russell | Bild: Jens Kalaene/dpa

"Alle Hunde lieben Brathähnchen"

Außerdem hat sie sein Lieblingsfutter mit Wasser vermischt und die Flüssigkeit auf die Wege gesprüht. "Und ich habe tatsächlich auch ein Brathähnchen vom Händler unseres Vertrauens an einem Band auf dem Weg langgezogen. Alle Hunde lieben Brathähnchen", erzählt Brandts.

Die Maßnahmen zeigen offenbar einen ersten kleinen Erfolg: Die Familie habe endlich ein Lebenszeichen von dem kleinen Kämpfer bekommen, berichtete Felix Brandts vor wenigen Tagen auf Facebook. Eine junge Frau habe den Hund im Stadtteil Prenzlauer Berg gesichtet. "Ein sehr erfahrener Spürhund hat es bei einem Einsatz zwei Tage später bestätigt, die Fährte von Oskar aufgenommen und zwei Standorte lokalisiert, an denen er sich länger aufgehalten haben muss. Bis jetzt haben wir ihn dort noch nicht wieder gesehen, beobachten aber diese Stellen."

13 Kommentare

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  1. 13.

    Ich lernte mal einen Hundebesitzer kennen, der einen großen Bobtail besaß. Er klagte mir sein leid, das er tagsüber arbeiten müsse u.somit keine Zeit für den Hund hatte. Ich bot an den Hund tagsüber mit raus zu nehmen. Der Hund freute sich dermaßen, sodass er mir vom ersten Tag an gehorchte. Er benötige nicht mal eine Hundeleine.

  2. 12.

    Kommentar Nr. 8 ging an Sie. Ein schönes Wochenende wünsche ich. Mal schauen ob es diesmal klappt.

  3. 11.

    Ich hatte mal in der Wohnung über mir eine total unerfahrene und überforderte Hundehalterin. Die ließ ihren sehr jungen ung völlig unterzogenen Boxer von 7h früh bis spät nach 17h allein in der Wohnung. Das arme Tier jaulte die ganze Zeit so jämmerlich, dass ich nach der Nachtschicht nicht schlafen konnte. Für die Hinweise eines erfahrenen Hundehalters, doch mit dem Tier zum hundetraining zu gehen, war sie taub.

  4. 10.

    Alle unsere Hunde wurden dazu erzogen allein zu bleiben. "Wir gehen Einkaufen" ist das Zauberwort und der Hund zieht sich zurück.
    Das Gassi gehen sollte nicht mit dem Einkaufen verbunden werden. Ist scheinbar auch viel zu häufig, da viele sich Zeit sparen wollen. Ist aber nicht gut für den Hund.

  5. 9.

    Ob sich Friederike auch mal anlocken läßt, wenn ich mein getragenes Shirt in Pankow übern Bürgersteig schleife. Finde, die Idee hat wat, könnte man uffn Versuch ankommen lassen. ;-)

  6. 8.

    Sehr gut kommentiert. Sehe ich auch so. Meine Zahnärztin die ihre Hündin sogar mit in die Praxis nimmt, berichtete mir von einem ähnlichen Fall. Demnach sah sie dann beim Gassigehen im Schloßpark Charlottenburg den entlaufenen Hund, rief sogleich die Besitzerin an und somit konnten Frauchen und ihr Vierbeiner wieder zusammengeführt werden.
    @Neo: Ihre Aussage ist zu einseitig. Denn es gibt 1. Hunde die durchdrehen, wenn diese alleine in der Wohnung gelassen werden. 2. gibt es Alte u.behinderte Personen, die sogar auf ihre Vierbeiner angewiesen sind. Zudem gibt es Hunde, sobald sie irgendwo festgebunden werden, sollte man ihnen besser nicht zu nahe kommen.

  7. 7.

    Es ist ja bekannt, dass solche Dinge passieren. Also ich würde meinen Hund nicht draußen irgendwo anbinden. Leider kann man sowas nicht mehr tun. Das ist alles so traurig geworden.

  8. 6.

    Ich drücke alle Daumen, dass dieser Albtraum endlich ein Ende hat und Oskar wohlbehalten wieder nach Hause kommt!!!!!!
    Furchtbar, dass hier auch noch auf den verzweifelten Besitzern herumgehackt wird.

  9. 5.

    Und ehrlich, neben dem, das Lothar Recht hat, nicht das Anbinden des Hundes vorm Geschäft ist das "Verbrechen", sondern das Entführen! Solche Sachen nehmen nun echt Überhand, wie auch Giftköder und ähnliches (neulich wieder live am eigenen Tier erleben müssen...).

    Natürlich werden wir auf unseren Touren durch Berlin die Augen offen halten! Tierhalter haben einen speziellen Blick dafür, ich hoffe, jemand kann helfen!

  10. 4.

    Nee - aber für EInkäufe muss ein Hund nicht zwingend mitgenommen werden! Zuhause sind Hunde dann besser aufgehoben und nicht angebunden vor Diskountern etc., wie ich es ständig erleben muss. Ein Gassigang ist kein Einkaufsgang!

  11. 3.

    Sie kennen die wirklichen Hintergründe nicht - daher sollten Sie sich bitte mit solchen Aussagen - mag diese vom Wortsinn her richtig sein - aber zurückhalten.
    Bei Sichtungen des Hundes bitte nur Meldungen abgeben und nicht hinterherrennen oder den Namen rufen!!! Namen rufen oder Verfolgung verstärkt nur Angst und Meideverhalten.

  12. 2.

    Sicher haben Sie damit recht. Doch bitte vergessen Sie dabei nicht all die alleinstehenden Personen mit Hund. Was sollen die tun. Der Einkauf erledigt sich nicht von alleine.

  13. 1.

    Es ist völlig verantwortungslos seinen Hund vor einem Geschäft anzubinden.

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