Illegales Autorennen in Berlin-Treptow - Raser-Unfall mit drei Toten - Anklage gegen 21-Jährigen erhoben

Do 25.11.21 | 15:41 Uhr
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Archivbild: Zu einem schweren Autounfall vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit kam es am Dienstagabend gegen 22.40 Uhr in Berlin-Treptow. Dabei verstarben 3 Personen. Wie die Polizei am Mittag mitteilte, wurde der mutmaßliche Fahrer des Audi, ein 21-Jähriger, der ebenfalls verletzt in eine Klinik kam, im Krankenhaus festgenommen und soll noch am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt werden. Spuren des Unfalls findet man noch am Mittwochvormittag, eines der Autoräder fand man hunderte Meter entfernt vom Unfallort. Berlin, 02.02.2021 (Quelle: dpa/Sebastian Gabsch/Geisler-Fotopre)
Bild: dpa/Sebastian Gabsch/Geisler-Fotopress

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat nach einem Autorennen mit drei Todesopfern Anklage gegen einen 21-Jährigen erhoben. Diese lautet auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge und Straßenverkehrsgefährdung, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Fahrer zur Last, am 2. Februar spätabends einen von ihm ausgeliehenen 450 PS starken Audi-Sportwagen, in dem sich drei Mitfahrer befanden, bei schwierigen Straßen- und Sichtverhältnissen auf mindestens 150 Stundenkilometer beschleunigt zu haben.

Trümmerteile flogen 100 Meter weit

Mit dem Ziel, die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, sei er dabei durch eine 30er-Zone in der Nähe des Treptower Parks gefahren. Dort soll er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben. Der Wagen berührte den Bordstein, kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Straßenbaum.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto zerrissen, Fahrzeugteile kollidierten mit einem weiteren Baum, einem Schaltkasten und einem Abfallcontainer am Straßenrand. Feuerwehrleute fanden Trümmerteile noch 100 Meter entfernt von der Unfallstelle.

Drei junge Mitfahrer starben

Ein Mitfahrer wurde aus dem Auto geschleudert und erlag am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Ein weiterer Wageninsasse starb ebenfalls noch am Unfallort, ein dritter Mitfahrer erlitt schwere Brandverletzungen, an denen er wenige Tage später im Krankenhaus starb. Der Angeschuldigte wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt. Alle drei Opfer waren zwischen 19 und 21 Jahre alt.

Gegen den bislang nicht vorbestraften Angeklagten wurde zwei Wochen nach dem Unfall ein Haftbefehl vollstreckt. Der 21-Jährige befand sich daraufhin in Untersuchungshaft, wurde jedoch im März gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Sendung: Abendschau, 25.11.2021, 19:30 Uhr


6 Kommentare

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  1. 6.

    Selbstüberschätzung, Unvermögen, Skrupel- und Verantwortungslosigkeit - vulgo: toxische Männlichkeit... Als Mann muss Mann sich immer häufiger für eine nicht kleine Gruppe des eigenen Geschlechts Fremdschämen und leider auch zu oft selbst Sorge um die eigene Unversehrtheit haben.

  2. 5.

    Ich frage mich, wie man auf grade Strecke so einen Unfall bauen kann...

  3. 4.

    Etwas anderes als lebenslang mit anschließender Sicherungsverwahrung wäre eine Farce, aber leider endet es bei diesen Schwerverbrechern meistens mit einem Du Du bei den Richtern !!!

    Aber wenn Normalbürger mal eine kleine Geschwindigkeitsübertretung begeht, dann aber... !!!

  4. 3.

    Wird ja in Berlin angeklagt. Das sagt alles. Tippe auf 10 Sozialstunden.

  5. 2.

    Der gehört für Jahre in den Knast !!!! Aber wird ja wieder nicht passieren .

  6. 1.

    Ich kann kaum nachvollziehen, dass dieser Mensch frei rumläuft. Wenn er meinen Sohn auf dem Gewissen hätte, ware das schwer zu ertragen.

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