Städtepartnerschaft - Frankfurt (Oder) und Slubice lassen Grenzbrücke leuchten

Mi 03.11.21 | 11:38 Uhr
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Die Slubicer Sängerin Sara Egwu-James begeisterte mit der beleuchtenden Stadtbrücke die zahlreichen Besucher an der Oder-Promenade.
Audio: Antenne Brandenburg | 03.11.2021 | Bürgermeister Claus Junghanns | Bild: Martin Krauß/rbb

Die Stadtbrücke in Frankfurt (Oder), die über den Fluss ins polnische Slubice führt, erstrahlt seit Dienstagabend in grünem und blauem Licht. Es sind die Farben des gemeinsamen Logos der Partnerstädte. Das Licht soll nach Angaben der Stadt ein Zeichen für ein gemeinsames Europa, die Verbindung zweier Nachbarländer und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Partnerstädte setzen.

Der Startschuss am Dienstag wurde mit einer Feier begangen. Vor Ort wahren unter anderem auch Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) und Frankfurts Oberbürgermeister René Wilke (Linke). Wilke sagte der dpa dazu: "Unsere leuchtende Brücke sagt: Wir leuchten nicht nur, wir brennen, für Europa und das Miteinander von Menschen über Grenzen hinweg". Nach Angaben der Stadt nahmen auch mehrere hundert Menschen an der Einweihung teil.

Wiederaufbau von Kulturdenkmälern geplant

Die Bögen der Brücke werden künftig nachts in blauem Licht erstrahlen, die seitlichen Flanken des Brückenzuges in grünem Licht. Durch die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und den Einsatz von LED-Technik wolle die Stadt einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und außerdem die Innenstadt weiter beleben.

Die Beleuchtung ist Teil eines Projektes, denn sie soll künftig auch zwei Kulturdenkmäler auf beiden Seiten des Flusses verbinden, die wiederaufgebaut werden. Zum einen soll das Bolfrashaus in Anlehnung an das historische gleichnamige Gebäude im 16. Jahrhundert auf Frankfurter Seite wiedererrichtet werden. Gleichzeitig wird der Wiederaufbau des Kleistturms auf Slubicer Seite vorangetrieben. Der Turm soll dann im April 2022 fertig gestellt sein.

Von der Idee bis zur Umsetzung des gesamten Projektes habe es zehn Jahre gedauert. Die Kosten dafür liegen nach Angaben der Stadt bei etwa 4,2 Millionen Euro und werden zu 85 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Zur Kritik an den Kosten für das Projekt sagte Oberbürgermeister Wilke dem rbb: "Alle drei Teile müssen realisiert werden, sonst hätten wir EU-Gelder zurückzahlen müssen. Aber wir machen es ja nicht, weil wir sonst Fördermittel zurückzahlen müssten." Jedes Wahrzeichen koste Geld, so Wilke weiter. "Und ja, das sollte es uns wert sein, weil es ein neuer Anziehungspunkt ist und ich glaube, es wird sich durch die Attraktivität, die wir damit gewinnen, auch in Geld auszahlen."

Sendung: Brandenburg aktuell, 02.11.2021, 19:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Mann eh es gibt es gibt Menschen die gehen jeden Tag arbeiten und geben vom Lohn schon genuug an den Staat ab und dieser hat eine soziale Verantwortung! Es muss auch einfach mal etwas Schönes geben! Wenn ich mir das mit Dreck und Graffiti überflutete Berlin ansehe, wäre so manche Auffrischung nötig! Berlin ist wirklich keine Stadt mehr wo man gut und gern wohnt! Schlimm nur,das der Personenkreis mit dicker Knete der dafür gesorgt hat,das Berlin so ist, kommt nun nach Brandenburg und zerstört ganze Städte! Also lasst Brücken und Häuser leuchten,bei den Energiepreisen sitzt ein Großteil der Bevölkerung eh bald im Dunklen! Den Grünen sei Dank!

  2. 6.

    hat was mit Lebensqualität zu tun. Ein Mensch muss sich auch mal erfreuen können an so etwas zum Beispiel. Sie setzen Weihnachten bestimmt im Dunkeln. Keine weihnachtliche Atmosphäre in Form von Lichtern oder. Es nervt langsam alles aber auch wirklich alles in Frage zu stellen und das unter dem scheinheiligen Vorwand des Klimaschutzes.

  3. 5.

    Liebe Redaktion, das Bollfrashaus ist schon aufgebaut und wird seit 2015 öffentlich genutzt.

  4. 4.

    Licht verbraucht im Prinzip am Wenigsten und solange kein ausgesprochener Rebound-Effekt eintritt nach dem Motto "Wo das jetzt so wenig verbraucht, können wir damit umgehen, als koste das nichts", kann ich sehr gut damit leben. Es werden viel zu wenig Gebäude und Bauwerke ins richtige Licht gesetzt, meilenweit ist eine gezielte, sparsame Beleuchtung von der maßlosen Blendung am Potsdamer Platz entfernt.

    Ich hoffe, dass sowohl das Bolfratshaus als auch der Kleistturm nicht nur tagsüber zu sehen sein werden, sondern auch nachts und sei es in Umrissen. Beide repräsentieren die gemeinsame Geschichte, die auch nationale Grenzen nicht trennen können.

  5. 3.

    Hallo Unbekannte:r Jornalist:in!

    Das Bolfrashaus ist schon wieder neu aufgebaut worden, Fertigestellung bereits ein paar Jahre her. Das Kleistturm, Bolfrashaus und Beleuchtung der Stadtbrücke in einem Zusammenhang stehen ist aber absolut korrekt.

    Und die Beleuchtung sieht super aus. Der Winter und die dunkle Jahreszeit sind lang genug. Wenn ich da an mach ein riesiges Areal denke welches aus Einbruchschutz in der Nacht beleuchtet werden muss, ist das hier ein Klacks. Zudem ist es einfach schön.

    Beste Grüße an alle traurigen Menschen, lächeln allein hilft nicht, aber es kann ein Anfang sein.

  6. 2.

    Sieht schön aus, aber überflüssig. Mit dem Geld sollte man soziale Projekte unterstützen und nicht irgendwelche Lichtshows betreiben.
    Der Umwelt schadet es außerdem.

  7. 1.

    Wunderbar(!) aber unsinnige Energie Verschwendung. Ist der Strom wenigstens aus Erneuerbaren oder doch mehr herkömmlich Fossilen. Es ist ja nicht die einzigste Vergeudung von Recourceen die zur Verknappung führen und dem Normalverbraucher höhere Preis aufoktruieren. Biogasanlagen werden ausser Betrieb genommen weil kein Gärmasse da ist. Windräder werden abgerissen, obwohl die Laufzeit durch Stillstandszeiten lange nicht erreicht ist. Der Rückbau allein treibt jede CO2 Bilanz in Rekord Höhen. Subventionsmathematik schlägt jede Unternehmerrische Kreativität. Die Querverbindungen zu Greta Linda und FFF wage ich garnicht zu erwähnen.

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