Drei Festnahmen - Polizei löst Veranstaltung von Rechtsextremen in Neupetershain auf

So 14.11.21 | 16:35 Uhr
  10
Archivbild: "Deutschland" steht am 05.03.2016 in Rathenow auf der Jacke eines Mannes (Bild: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Bei einem Polizeieinsatz auf einer Veranstaltung von Rechtsextremen bei Cottbus sind am Samstag drei Menschen vorübergehend festgenommen worden. Die drei hätten bei dem Einsatz in Neupetershain (Oberspreewald-Lausitz) Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet, erklärten die Behörden am Sonntag. Gegen eine weitere Person werde wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen ermittelt, da sie den Hitlergruß gezeigt hätte, hieß es.

Durchsuchungsbeschluss für den Staatsschutz

Den Angaben zufolge lag dem Staatsschutz ein Durchsuchungsbeschluss wegen "Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" vor. Unter den 66 Teilnehmern der Veranstaltung auf einem Gehöft "befanden sich mehrere Mitglieder der rechtsextremen Vereinigung 'Brigade 8'", erklärte die Polizei weiter.

Auch die rechtsextremen Bands "Death or Glory" und "Sonderkommando Elbe" waren demnach zugegen. Bei einem Teilnehmer wurde den Angaben zufolge ein Teleskop-Schlagstock gefunden. Die Beamten erstellten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Letztlich löste die Polizei die Veranstaltung aufgrund missachteter Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf. Der Verstoß gegen die Corona-Umgangsverordnung wurde nach den Angaben dokumentiert und an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet.

Sendung: Inforadio, 14.11.21, 9:40 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 14.11.2021 um 16:55 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

10 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 10.

    Das wäre mal ein Grund der stichhaltig wäre aber wieso dann hier von einem Durchsuchungsbefehl gesprochen wird erschließt sich mir nicht.

  2. 9.

    Der Mann KANN GAR NICHT gegen das Waffengesetz verstoßen haben da es auf einem Privatgrundstück war. Das muss Ihnen nicht gefallen aber der Herr hat die Waffe nicht in der Öffentlichkeit getragen oder geführt (DAS WÄRE ILLEGAL!).

    Ich zitiere mal von einem Waffenladen den ich per Google suchte:
    "Beachten Sie, dass es in Deutschland nicht erlaubt ist, einen Schlagstock öffentlich zu führen. Das bedeutet, dass das Mitführen sowie der Einsatz des Gerätes unterwegs verboten sind. Zuhause bzw. auf dem Privatgrundstück ist das Führen jedoch erlaubt."

  3. 8.

    Ja, wo liegt ihr Problem? Der Mann hat gegen das Waffengesetz verstoßen und wurde erwischt. Selber Schuld. Das deutsche Waffenrecht gilt auch für Rechtsextremisten.

  4. 7.

    Der TAGESSPIEGEL schreibt, die Veranstaltung wurde wegen Missachtung der Corona-Regeln aufgelöst.

  5. 6.

    Nun, der Erfolg besteht darin, dass eine rechtsextremistische Veranstaltung aufgelöst wurde, auf der offenbar zu Hass und Gewalt aufgerufen wurde. Oder meinen Sie z. B. die "Brigade 8" (steht wohl für: Hitler) hat sich dort mit den Nazibands zum geselligen Jugendtanz eingefunden? Ob dabei ein Schlagstock oder Wasserpistolen gefunden wurden, ist mehr oder weniger zweitrangig.
    Aber Ihnen geht es wohl eher darum, die Polizeiaktion ins Lächerliche zu ziehen, weil dort keine Kriegswaffen gefunden wurden. Denn nur das wäre ja ein Anzeichen dafür gewesen, dass Rechtsextremisten wirklich gefährlich sind, ne "Frau Charlotte Link" (hust)?!

  6. 5.

    Nein, ein Erfolg wäre es wenn man endlich die Kommentare der Sympathisanten etwas genauer anschauen würde.

    Mit Meinungsfreiheit haben die nämlich nichts zu tun. Die verharmlosen hier ihre Kameraden und der RBB veröffentlicht das auch noch.

  7. 4.

    Charlotte,
    dies ist einfach eine Berichterstattung wegen eines Geschehnisses, kein wertender Kommentar. Für Sie nochmals kurz:Rechtsextreme Veranstaltung, 66 Teilnehmer auf einem Gehöft, drei vorläufige Festnahmen wg Widerstandes, also gewaltbereit, einer Anzeige nach 86a StGB, einer mit Schlagstock Verstoß WaffG. Also ein Gewaltbereiter, sicher nicht der Einzige in der Truppe.
    Ein, wenn auch relativ kleiner, Erfolg ist das schon... Wenn man kein Sympathisant von solchem Mob ist.

  8. 2.

    Drei Verhaftungen? EINTeleskopeschlagstock gefunden?
    Wird das im Kampf gegen Rechts als Erfolg gefeiert?

  9. 1.

    "Bei einem Teilnehmer wurde den Angaben zufolge ein Teleskop-Schlagstock gefunden". Wahnsinn.

Nächster Artikel