"Glücksatlas" vorgestellt - Menschen in Berlin bundesweit am unglücklichsten

Mi 10.11.21 | 18:20 Uhr
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Ein Erwachsener und ein Kind zeichnet sich ab beim Drachensteigen mit Blick auf den Berliner Fernsehturm in Berlin (Quelle: imago images/Florian Gaertner)
Bild: imago images/Florian Gaertner

Die Bewohnerinnen und Bewohner Berlins sind einer Umfrage zufolge im Vergleich zum Rest Deutschlands am unglücklichsten. Im neuen "Glücksatlas", der am Mittwoch vorgestellt wurde, landete die Stadt weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Demnach erreicht das Bundesland - nach einem Rückgang um 0,58 - in diesem Jahr nur noch 6,2 Punkte auf einer Skala von 0 bis 10.

Der hohe Anteil der Selbstständigen in Berlin drücke das Glücksniveau, hieß es in der Studie. Diese seien bei Tätigkeiten im Einzelhandel und bei körpernahen Dienstleistungen besonders stark von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen.

Höhere Lebenszufriedenheit bei Geimpften

In Brandenburg sind die Menschen laut der Studie mit 6,74 Punkten hingegen glücklicher. Die Studienmacher führen das darauf zurück, dass in dem Bundesland überdurchschnittlich viele Ältere leben, die den Ergebnissen der Umfrage nach unter der Pandemie weniger gelitten hätten. Negativ für die ostdeutschen Länder würden allerdings die dort in vielen Bundesländern niedrigen Impfquoten wirken. Demnach äußern Geimpfte eine wesentlich höhere Lebenszufriedenheit als Ungeimpfte.

Die glücklichsten Deutschen verortet der "Glücksatlas" in Schleswig-Holstein und in Sachsen-Anhalt (beide 6,78 Punkte). Der "Glücksatlas" wurde im Auftrag der Deutschen Post erstellt [www.dpdhl.com] und basiert im Kern auf einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach mit mehr als 8.400 Beteiligten.

Sendung: Inforadio, 10.11.2021, 12:45 Uhr

18 Kommentare

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  1. 18.

    Ich frage mich immer, wie "repräsentativ" eine Umfrage sein kann - bei 88 Mio Einwohner*innen in Deutschland wurden 8.400 Menschen befragt. Das empfinde ich nicht als repräsentativ.

    Leider wurde ich nicht gefragt. Ich für meinen Teil bin glücklich - eigentlich fast immer. Ich wohne in Berlin und bin sehr glücklich hier. Auch in meinen 15 Jahren in Kanada war ich glücklich. Allerdings bin ich auch der Typ Mensch, der schon glücklich ist, wenn morgens die Sonne scheint, der Himmel blau ist und die Vögel zwitschern. Glücklichsein ist eine innere Einstellung...

  2. 17.

    Sie sollten vielleicht mal lieber darüber nachdenken, ob Sie sich wegen leicht übertriebener Panik nicht selbst unglücklich machen. Ich kann Ihnen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit versichern, dass die Jetstreams nicht aussetzen werden, so lange sich die Erde um ihre eigene Achse dreht. Sollte sie das irgendwann nicht mehr tun, hat die Menschheit ein ganz anderes Problem. Selbst das 1,5-Grad-Ziel ist mitnichten ein wissenschaftliches (zumal es in der Realität nicht erreichbar sein wird) sondern ein politisches. Die Menschheit täte gut daran, sich auf die künftigen Veränderungen einzustellen, statt der irrigen Hoffnung zu verfallen, mit weniger CO2 würde alles wieder gut. Die Flut im Ahrtal hätte nicht mit weniger CO2 verhindert werden können, sondern ausschließlich mit vorausschauender Planung und Vorbereitung auf solche regelmäßigen Maximalereignisse. Es war dort nämlich nicht die erste Flut dieses Ausmaßes.

  3. 16.

    Das mit dem Glücklichsein ist so eine Sache, weil da zu bedarf es auch eine entsprechende innere Einstellung.
    Wer meint das die Anderen zum meinem Wohl den größten Beitrag zu leisten haben, und ich selbst mich da durch in zig Abhängigkeiten begebe, dann wird es meistens mit dem Glück nichts.
    Schon vom Partner wird all zu oft erwartet, dass er Unsereins glücklich zu machen hat.

  4. 15.

    Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Die Corona-Pandemie trägt zum aktuellen Unglücklichsein der Bevölkerung einen großen Anteil. Auch die täglichen Nachrichten hierzu schüren nur Angst, Hilflosigkeit und Frustration. Danke!

  5. 14.

    Das liegt wohl an unserer Mentalität. Schließlich gilt hier als höchstes Lob: "Da kann man nicht meckern."

  6. 13.

    Selten so einen einfachen Kommentar gelesen. Bekanntermaßen trägt Blödsinn nicht zur Konfliktlösung bei!!!

  7. 12.

    Glück ist kein purer Zufall, es kommt nicht von allein und klopft an: hier bin ich, darf ich rein...
    Man muss etwas für tun , also Anstrengungen gehen immer voran, dass weiß auch jeder Bergsteiger...

  8. 11.

    Sollen doch die ganzen "Unglücklichen" wegziehen ...
    Ins Umland oder in andere Städte, dann haben die, die in Berlin glücklich sind - und bleiben wollen - endlich die Chance auf bezahlbaren Wohnraum. Und das würde sie dann noch glücklicher machen!

  9. 10.

    Ich bin auch sehr unglücklich über die Leute, die den ganzen Müll auf die Straße werfen.

  10. 8.

    Ich finde auch, dass Glück die falsche Bezeichnung ist für das, was da untersucht wird. Es ist wohl eher Zufriedenheit. Ich fühle mich hier z.B. nicht zufrieden durch den Müll auf den Straßen, beschmierte Bahnen, ewiges Angebetteltwerden, die ganze seltsame Politik hier in der Stadt. Glück resultiert aus anderen Quellen, man kann trotzdem auch mal durchaus glücklich sein.

  11. 7.

    "Menschen in Berlin bundesweit am unglücklichsten"
    Kann ich nachvollziehen: Gemeinsam einsam!
    In Metropolen ist die Auswahl an Menschen und Belustigung so groß, dass sich keiner festlegen will.
    Auch so ein Unterschied zwischen Stadt - Land - Wandel... Aktuelle Themewoche in den öffentlich rechtlichen Medien.

  12. 6.

    Hallo Motte, so eine Schmerzskala halte ich ebenfalls für Unfug, darüber hatte ich mich mal im Krankenhaus mit einer Sozialbetreuerin gestritten. Man kann nach meiner Auffassung subjektive Schmerzempfindungen eines jeden Menschen nicht auf einer Skala von 1 bis 10 einordnen.

  13. 5.

    Irgendwie nicht sonderlich überraschend, weil: meckermeckermecker, jammerjammerjammer, motzmotzmotz.
    Dazu Dreck, Lärm, Hektik.
    Andererseits ist das schon relativ. Schon allein dürfte auch der Bezirk, in dem man wohnt, eine Rolle spielen.

    Aber: man merkt's. Einer der vielen Gründe, hier endlich wegzukommen, sobald es geht.

  14. 4.

    Warum wohl

  15. 3.

    Körpernahe Dienstleistungen?
    Als ehemaliger Feuerwehrbeamter, der lange an zuständigen Wachen für St.Pauli und St. Georg seinen Dienst verrichtete , kenne ich nur EINE.

  16. 2.

    Ein Grund warum mich Berlin unglücklich macht, ist dass die Medienschaffenden über sehr wichtige Themen nicht oder kaum berichten. Heute fff Demo - keine Zeile ist hier davon zu lesen. Und tschüß Demokratie - ach ja, ist dann eh egal, wenn nächstes Jahr oder ein paar Jahre später die Jetstreams zum erliegen kommen. Aber Hauptsache das Geld stimmt. Schon mal einen Geldschein gegessen? Guten Appetit. Ach nee, geht ja nicht, Geld wird bald digital. Na dann Nulldiät, sind eh viele Übergewichtig, die sich bei den Mieten noch leckeres Essen leisten können. Frohe Weihnachten - 33°C wünsche ich allen, das spart Heizkosten, wenn wir schon nicht aufs Fliegen verzichten.

  17. 1.

    Das Glück ist eine Lebenseinstellung, man kann es nicht nach Punkten einordnen, wie auf einer Schmerzskala. Glück hat keinen materialistischen Hintergrund, es ist die Folge von Resilienz und Zufriedenheit.

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