17 Tiere gestorben - Frau wegen Handels mit Hundewelpen zu Bewährungsstrafe verurteilt

Di 23.11.21 | 13:20 Uhr
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Symbolbild: Welpen spielen in einer Hundeschule (Bild: dpa/Sebastian Gollnow)
Video: Abendschau | 23.11.2021 | K. Breinig | Bild: dpa/Sebastian Gollnow

Wegen illegalen Handels mit Hundewelpen ist eine 25-Jährige vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das teilte das Gericht am Dienstag mit. Die Beschuldigte soll 25 Welpen aus Polen nach Berlin gebracht und verkauft haben.

Die Anklage warf der Frau unter anderem Tierquälerei sowie gewerbsmäßigen Betrug vor. Die Tiere seien noch viel zu jung und weder geimpft noch entwurmt gewesen.

Käufern habe die Angeklagte teilweise gefälschte Impfnachweise vorgelegt. Die meisten Welpen, die die Frau zwischen Februar 2019 und Juni 2020 verkauft habe, hätten kurz danach tierärztlich behandelt werden müssen. 17 seien letztlich gestorben.

Die Frau soll die Welpen für durchschnittlich 300 bis 500 Euro verkauft haben. Sie habe das verdiente Geld genutzt, um Schönheitsoperationen zu finanzieren, hieß es.

Sendung: rbb24, 23.11.2021, 13 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Das ist wieder typisch für unsere laschen Gesetze.Zwei Jahre auf Bewährung das ist ein Witz.In Deutschland muss man schon Steuern hinterziehen damit die Strafe hoch ausfällt hier gehts ja leider nur um das leben von Tieren.Ich hoffe aus tiefsten Herzen das diese wiederwaertige Frau ihre gerechte Strafe von anderer stelle bekommt.

  2. 11.

    "Es sollte verboten werden mit Tieren zu handeln. Unkostenübernahmen für Züchter ja, aber kein Verdienst!"

    Dafür! Wer unbedingt einen Hund braucht kann auch ins Tierheim gehen.

  3. 10.

    Es gibt durchaus wertvolle Zuchttiere, die die hohen Preise wert sind, allerdings eben nicht für die breite Masse sondern nur für einen eingeschränkten Kreis, der mit diesen Tieren weiterzüchten will. Für die breite Masse sind solche abnormen Preise vollkommen überzogen und fördern am Ende nur den Schwarzhandel, weil dort die Preise auf den ersten Blick erschwinglich erscheinen. Der wahre Preis kommt dann hinterher über das Leid des Tieres und enorme Tierarztkosten. Wer sich ernsthaft für ein Tier interessiert und nicht vorhat, selbst zu züchten, kann sich guten Gewissens auch bei liebevollen Hobbyzüchtern umschauen. Bei denen kann (und muss!) man sich selbst überzeugen, dass die Tiere liebevoll in der Familie und zusammen mit der Mutter aufwachsen. Diese Hobbyzüchter gehen mit ihren Tieren mindestens genau so liebevoll um, wie offizielle Vereinszüchter. Alternativ bleibt immer noch die Suche im Tierheim, wobei deren Gebahren teilweise schon wieder sehr fraglich ist.

  4. 9.

    Inwiefern profitieren Zuchtvereine vom Schwarzmarkt? Die dort verkauften Tiere ohne Zuchtpapiere sind für die Zuchtvereine doch uninteressant und werden nicht von denen legalisiert. Dass manche Züchter es mit dem Käufern viel zu weit treiben, finde ich auch nicht akzeptabel. Den Interessenten genau zu durchleuchten und auf die Eignung zu prüfen ist richtig, die Störung der Privatsphäre dagegen vollkommen inakzeptabel. So ein Züchter darf seine Tiere gern behalten. Ich habe meine Tiere ohnehin lieber bei Hobbyzüchtern gekauft, weil ich nie weiterzüchten wollte. Die kümmern sich genau so liebevoll, man kann die Tierbabys jederzeit nach kurzem Anruf besuchen, es gibt echte Impfpapiere dazu und die Gewinnerzielungsabsicht ist weit weniger ausgeprägt. Ich sah es aber auch immer als meine Pflicht als Käufer, diese liebevolle und normale Aufzucht zu überprüfen, um keine Tiere aus Zuchtbetrieben zu kaufen oder sie viel zu früh der Mutter zu entreißen.

  5. 8.

    Das machen Sie mal den vielen Zuchtvereinen klar. Denn die profitieren obendrein noch vom Schwarzmarkt mit diesen armen gebeutelten Tieren. Aber lieber gehe ich zu einer oder einen erfahrenen Züchter und lasse mir tief in die Seele blicken, bevor ich den Wunschhund überhaupt bekomme. Gute Hunde Züchter*innen tun dies nämlich. Das geht bis zu unangemeldeten Besuchen. Und Hundeliebhaber sollten damit wohl kein Problem haben.

  6. 7.

    Tiere sind schon seit 1990 keine Sachen mehr, siehe § 90a BGB. Nach 31 Jahren könnte man das mal zur Kenntnis nehmen.

  7. 6.

    Ich finde den Handel generell mit Tieren verwerflich und diese Geldmacherei. Ist das seriös, dass Züchter für Welpen seit Corona über 2000 Euro teilweise bis 3000 Euro für einen Welpen verlangen? Dann wollen sie Anzahlungen und falls der Interessent abspringt, behalten sie die Anzahlungen ein . Wo gibt es sowas? Nun landen diese "Corona" Hunde zum Teil in Tierheimen, wegen Überforderung . Es sollte verboten werden mit Tieren zu handeln. Unkostenübernahmen für Züchter ja, aber kein Verdienst!

  8. 5.

    Die Strafe von nur 2 Jahren und dann auch noch auf Bewährung ist zu gering bemessen für das Leid der Tiere und die Trauer der Menschen. Ob es wirklich "nur" 25 Welpen waren, wage ich zu bezweifeln. Es sollte gesetzlich endlich anerkannt werden, dass Tiere keine Sachen sind

  9. 4.

    Jeder der im Netz günstig Welpen kauft unterstützt damit diese Tierquälerei. Es gibt genügend eingetragene Züchter wenn es unbedingt ein Rassehund sein muss und auch Hunde in Tierheimen die sehnsüchtig auf neue Besitzer warten. Verstehe diese Sparerei bei einem Lebewesen überhaupt nicht. Ein Tier kostet sein Leben lang, da kann man auch schon zu Beginn Geld investieren.

  10. 3.

    Bewährungsstrafe? Na, dass wird den Welpenhandel sicher ganz empfindlich treffen, so manchen wird dies von seinem tierfeindlichem Tun abhalten, gaaaaanz bestimmt -

  11. 2.

    Leider waren wir auch betroffen. Unser Hund hat aber überlebt und wir sind sooo froh Sie zu haben.
    Ich kann nur hoffen, dass diese Frau gelernt hat, gebe aber zu das Sie auch ruhig mal in den Knast gehen hätte können.

  12. 1.

    Schönheit ist vergänglich. Da nutzen auch keine vielen OPs. Mir tun all diese Hunde sehr, sehr leid, die viel zu früh von der Mutter weggenommen werden, nur um des Geldes wegen. Eigentlich gehört es viel mehr bestraft.

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