Debatte um Cannabis-Legalisierung - "Es ist in Berlin ja kein Hexenwerk, an Gras zu kommen"

Mi 03.11.21 | 18:08 Uhr
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Anton steht auf einem Balkon und raucht einen Joint
Bild: rbb|24

Deutschlandweit wird über die Legalisierung von Cannabis diskutiert. Was ein junger Kiffer aus Berlin davon hält, welchen Einfluss der Konsum auf sein Leben hat und warum er nicht will, dass Berlin das nächste Amsterdam wird, erzählt er im Interview.

Fast die Hälfte der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland hat schon mal Cannabis probiert. Das geht aus Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor. Im Jahr 2018 haben 6,9 Prozent der jungen Erwachsenen sogar regelmäßig Cannabis geraucht. Einer von ihnen ist Anton. Er ist 20 und lebt in Berlin. Er hat Abitur und anschließend einen Freiwilligendienst gemacht. Anton ist nicht sein richtiger Name, denn - während der Konsum rein rechtlich nicht strafbar ist, ist aber der Besitz, Handel und Anbau von Cannabis in Deutschland strafbar – zumindest noch. Denn mit einer möglichen Ampel-Koalition im Bund wird eine Legalisierung so realistisch wie nie zuvor.

Viele Kritiker:innen der Legalisierung befürchten eine Verharmlosung der Droge. Denn Cannabis kann körperlich und psychisch abhängig machen. Außerdem weisen mehrere Studien darauf hin, dass Menschen, die regelmäßig Cannabis konsumieren, ein höheres Risiko haben, an Psychosen zu erkranken. Insbesondere bei jungen Menschen, deren Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet, kann Cannabis irreversible Schäden anrichten. Trotzdem sind viele Menschen für die Legalisierung – so auch Anton.

Welche Vor- und Nachteile eine Legalisierung hätte und warum Berlin in der ganzen Sache eine wichtige Rolle spielt – seht ihr im neuen rbb|24 explainer mit Margarethe Neubauer auf dem rbb|24 Youtube-Channel.

rbb|24: Hallo Anton. Wie viel kiffst Du denn aktuell?

Anton: Aktuell weniger als noch in der Schulzeit, aber schon noch fast jeden Tag. Zu Höchstzeiten, das war wahrscheinlich in der Abiturphase, habe ich so drei, vier, fünf Joints am Tag geraucht. Aber gerade versuche ich es zu reduzieren, weil ich mein Leben wieder aktiver gestalten will. Denn das Kiffen beeinflusst dein Leben, ob du es willst oder nicht - einfach durch den Effekt, den es hat.

Wie klappt das so?

Es ist gar nicht so schwer, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich habe schon mal drei Monate Pause gemacht. Aber man sagt ja immer, dass man die ganze Zeit aufhören kann. Ähnlich wie beim Kippen rauchen, aber ob man wirklich aufhört ist nochmal eine andere Sache. Also es läuft gut, aber es gibt bestimmt noch Potenzial nach oben.

Wie und wann hast Du angefangen, Cannabis zu konsumieren?

Ich war in einem Auslandsjahr in Südamerika, und dort hab ich es auf einer Party das erste Mal probiert. Danach habe ich mit den anderen Austauschschülern relativ häufig gekifft.

Zurück in Deutschland musste ich mich erstmal wieder einfinden und habe eine Zeitlang nicht mehr gekifft. In meiner damaligen Freundesgruppe war ich auch fast der einzige, der gekifft hat. Deswegen habe ich auch weniger gekifft, weil es mir allein keinen Spaß macht. Da sehe ich keinen Sinn drin. Aber dann hat sich mein Freundeskreis verändert. Dort haben mehr Leute gekifft und ich im Endeffekt natürlich auch.

Wie verbreitet ist Cannabis in Deinem Freundeskreis?

Sehr verbreitet. Ich habe eine feste Freundesgruppe von zehn, zwölf Jungs. Als wir noch zur Schule gegangen sind, haben von denen so acht, neun gekifft. Und es gibt niemanden, der ein Problem mit dem Kiffen hätte. Ich weiß, dass ich hier in Berlin auch in einer Bubble lebe, aber in meinem Freundeskreis ist es zumindest nicht verpönt, was es ja schon mal akzeptierter macht. Und ich glaube, wenn die Akzeptanz höher ist, dann probieren es auch mehr Leute mal aus.

Wie kommst Du denn an das Cannabis?

Das ist immer eine witzige Frage. Das ist ja in Berlin kein Hexenwerk, an Gras zu kommen. Mit der Zeit geht es eher darum, dass es gut ist. Da hat man am Anfang noch gar nicht den Blick dafür, ob das jetzt gestrecktes Zeug ist oder nicht. Ich habe bestimmt auch schon den einen oder anderen Joint geraucht, wo viel anderes als Gras drin war. Aber es ist relativ einfach. Man hat Kontakte.

Aber man geht nicht in den Görlitzer Park?

Nein, auf keinen Fall. Also da würde ich nicht mal hingehen, wenn ich nachts am Schlesischen Tor feiern bin, unbedingt kiffen will und kein Gras mehr habe. Da würde ich niemandem raten, irgendwas zu holen.

Warum konsumierst Du Cannabis?

Das ist eine gute Frage. Warum trinke ich? Warum rauche ich Zigaretten? Warum gehe ich feiern, statt zu lernen? Ich sehe die Konsequenzen, die das nach sich zieht, vor allem auf lange Sicht. Aber man macht es einfach.

Im Endeffekt ist das Kiffen für mich wie eine Kippe rauchen. Bloß dass man nach einer Kippe nicht die nächsten fünf Stunden nicht mit seinem Chef reden oder Hausaufgaben machen kann. Und das zieht einen dann natürlich zurück.

Jeder hat so seine Probleme, und so ist auch bei mir nicht immer alles glatt gelaufen. Es war einfach ein guter Weg, um zu entspannen. Das muss man ganz ehrlich sagen.

Was für negative Auswirkungen hatte das Kiffen auf Dein Leben?

Ich würde zwar sagen, ich bin relativ gut verwurzelt, aber ich habe auch schon Sachen komplett in den Sand gesetzt wegen des Kiffens. Ich habe zum Beispiel ein relativ schlechtes Abi geschrieben. Also nicht mega schlecht, aber 2,7. Und ich weiß, dass wenn ich zehn Prozent mehr investiert hätte, ich ein viel besseres Abitur hätte schreiben können.

Studien zeigen, dass das Risiko eine Psychose zu bekommen, durch regelmäßigen Cannabis-Konsum steigt. Hast Du selbst oder jemand in Deinem Umfeld schon einmal so eine Erfahrung gemacht?

Psychosen nicht. Ich meine, man hat Geschichten gehört, aber bei mir persönlich oder im näheren Umfeld ist das nicht vorgekommen. Aber es gab auf jeden Fall schon Reaktionen von Freunden oder Bekannten, wo jemand komplett abdreht und die Kontrolle verliert. Ich kenne allerdings niemanden, der komplett abgerutscht ist. Und wenn, dann hatte es im Endeffekt noch mit vielen anderen Ursachen zu tun.

Bist du trotzdem für eine Legalisierung?

Ich bin auf jeden Fall für eine Legalisierung, aber nur unter bestimmten Umständen. Ich will nicht, dass Berlin in ein paar Jahren wie Amsterdam ist und komplett überströmt von Touris. Es ist einfach unentspannt, wenn man vor die Haustür steppt, alle zwei Meter ist ein Gras-Shop, da stehen 20.000 Leute und es riecht überall.

Aber ich bin mir sicher, dass, wenn es in Deutschland legalisiert werden sollte, dann auch sehr streng reguliert wird. Deswegen denke ich auch, dass viele Leute trotzdem ihr Gras woanders beziehen werden als in solchen Shops. Erstmal zumindest. Es wird sich dann vielleicht über die Jahre verändern.

Du lebst noch bei Deinen Eltern und die wissen auch, dass Du Cannabis konsumierst. Was sagen sie dazu?

Wir hatten schon Endlosdebatten darüber. Sie würden sich sicherlich wünschen, dass ich nicht so viel konsumiere. Da spricht man natürlich immer wieder drüber, ist ja auch wichtig. Ich finde, sie haben einen ganz guten Umgang damit gefunden.

Wir sind sehr eng und ich finde es wichtig, dass man über alles reden kann. Aber was das Rauchen und Kiffen und Alkohol trinken angeht, lasse ich mir nicht reinreden, zumindest seit ich erwachsen bin. Es ist mein Leben. Sie können mir Tipps geben, die ich dann auch gerne annehme, aber im Endeffekt muss ich meine eigenen Fehler machen. Und wenn ich die nicht mache, dann mache ich später vielleicht noch größere Fehler.

Glaubst Du, dass Du irgendwann aufhörst zu kiffen?

Sicherlich, aber nicht im Sinne von "nie wieder kiffen". Ich glaube, wenn man einmal so viel gekifft hat wie ich… Aber das wird in Zukunft auf jeden Fall reduziert sein.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Maike Gomm im Rahmen ihrer Recherche für die aktuelle rbb|24-Explainer Folge auf Youtube.

Info

  • Hilfsangebote

Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen. Probleme mit Cannabis hat, können Sie sich an folgende Beratungsstellen wenden oder sich dort informieren:

http://fritz-am-urban.de/; www.soulspace-berlin.de

http://www.therapieladen.de/

https://www.berlin.de/lb/drogen-sucht/themen/suchthilfe/

30 Kommentare

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  1. 30.

    Habe mir in meinen zwanziger- und dreissiger Jahren täglich so die Hütte zugezogen. Jeden Tag, immer was auf Tasche: Joint, Stick, Erdhügel, Wassereimer: war aber immer sauberes Zeug, nicht gestreckt. Später in Berlin mal bei der Ernte geholfen: kleine 1-Zimmer-Wohnungen in Neukölln, Hinterhof; roch schon im Erdgeschoss so übelst fett nach Gras. In der Wohnung: hydroponische Anlage, die Fenster mit schwarzer Folie abgeklebt, 60 Pflanzen in flüssigem Substrat unter Natriumdampflampen, Blütenkolben wie Bierflaschen, reines Zeug, musstet nur schneiden und das Zeug in den Pappkarton vor dir schmeissen, das Harz klebte an den Fingern und das THC wurde über die Haut aufgenommen; kein Kiffen nötig.
    Was ich sagen will: kommt darauf an, was du für Erfahrungen machst, an welche Qualität du gerätst und welchen Charakter und welches Umfeld du hast. Habe das schon vor langer Zeit hinter mir gelassen: Nichtraucher, Eigenheimbesitzer, etabliert im Job, gut so. War ne geile Zeit.
    Gruß, Hajakon

  2. 29.

    Das Cannabis eine Einstiegsdroge ist ist längst widerlegt. "Diese Leute verlieren die Kontrolle über ihr Leben. Nach einiger Zeit dreht sich im Kopf alles nur noch um den Stoff. Woher bekomme ich Geld für die nächste Portion? Warum werde ich plötzlich kriminell? "

    Das ist Blödsinn, du meinst harte Drogen. "Warum klappt es im Job nicht mehr? Woher kommen die ganzen Schulden? Warum werde ich die Krankheit nicht mehr los?" Offensichtlich hast du noch gekifft und kennst auch keine die kiffen.

    Legalize Erdbeereis.

    Achja und keine Nacht ohne Drogen! :P

  3. 28.

    Diese werden zur Beprobung auch eingesetzt.
    "Nach einem Beschluss des BGH sind für die forensische Verwertbarkeit einer Blutalkoholbestimmung zwei verschiedene Bestimmungen mit zwei verschiedenen Methoden erforderlich."
    https://www.uniklinikum-jena.de/remed/Arbeitsbereiche+und+Dienstleistungen/Forensische+Toxikologie.print

  4. 27.

    Anstatt Einstiegsdrogen wie Cannabis zu legalisieren, sollte man lieber mal nachdenken, wie man die Palette an legalen Drogen zurückfährt. Eine Suchtkrankheit wegen Drogen ist nicht schön. Diese Leute verlieren die Kontrolle über ihr Leben. Nach einiger Zeit dreht sich im Kopf alles nur noch um den Stoff. Woher bekomme ich Geld für die nächste Portion? Warum werde ich plötzlich kriminell? Warum klappt es im Job nicht mehr? Woher kommen die ganzen Schulden? Warum werde ich die Krankheit nicht mehr los? Usw. Das will man wirklich nicht haben. Also: Keine Macht den Drogen.

  5. 26.

    Diese Geräte werden schon seit einiger Zeit eingesetzt.
    https://www.uniklinikum-jena.de/remed/Arbeitsbereiche+und+Dienstleistungen/Forensische+Toxikologie.print

    Wieso einen Grenzwert? Damit man sich "errechnen" kann, wieviel noch so "reinpasst"? Null ist Null - fertig.
    Der "Lappen" muss ja nicht gleich bei 0,1 "richtig" weg sein - aber teuer und so drei Monate "Probelaufen" wären nicht verkehrt. Ab 0,3 hat man bei einem Unfall oder "Ausfallerscheinungen" eh die "A...karte" am Hacken - mit Recht.

  6. 25.

    "Deutschland kann im Alleingang Betäubungsmittel NICHT legalisieren. Damit würde Deutschland gegen völkerrechtliche Verträge verstoßen."
    Ach so ist das, dann erklären Sie doch der Leserschaft mal bitte, weshalb das Betäubungs- und Rauschmittel Alkohol in Deutschland legal ist, mit welchem sich täglich abertausende wegballern oder Ihren Alltag nach getanem Job erträglicher machen müssen. Unser Staat ist einfach geldgeil, oder 'ne andere Idee vielleicht? Ick zahle gerne Steuern, auch wenn's Bier-, Sekt-, Branntwein- u.ä. Steuern sein müssen und wo bekommt man heutzutage noch >40% für seine Kröten? ;-)

  7. 24.

    Ein Gaschromatograph findet sicher auch nur 0.01 Promille Alkohol im Blut. 0.1 Promille oder so ist wahrscheinlich ein sinnvoller Grenzwert für den Straßenverkehr.

  8. 23.

    Das Problem ist doch gerade, dass es kein Hexenwerk ist an Gras zu kommen. Das sollte es aber sein. Damit rückt auch das Unrechtsbewusstsein in den VOrdergrund, welches aber seit der Straffreiheit des Konsums und kleiner Mengen, eh nicht mehr vorhandne ist. Er sagt ja selbst, dass er angefangen hat, als auch in Berlin immer mehr aus seinem Kreis gekifft haben und es davor noch keinen Spaß gemacht hat. Nun kann man es aber auch nicht mit Alkohol vergleichen und selbst wenn....dann kann man auch sagen, dass sich jeder Heroin spritzen soll....Alkohol gibt es ja schließlich auch. Fakt ist, dass nur wenige Kiffer auch Alkoholiker geworden wären und es allein deshalb schon sinnvoll wäre, wenn man das Zeug wieder gaz verbietet und hart durchgreift. Und da will ich noch nichtmal vomm Gestank reden. Teilweise zieht der Gestank in meine Wohnung, weil aus anderen Wohnungen heraus oder am Fenster gekifft wird. Das ist einie einzige Zumutung.

  9. 22.

    Zum THC-Nachweis. Der ist bekanntermaßen über Blut, Urin und Haare möglich. Die psychoaktiven Substanzen lassen sich im Blut vier bis sechs Stunden lang nach dem letzten Konsum gerichtsfest nachweisen. Die Tatsache, das konsumiert wird, lässt sich über einen Carbonsäuretest, je nach Länge des Konsums bis zu mehreren Wochen lang nachweisen. Letzteres hat keine Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit (bei der MPU aber schon).

    Bezogen auf beide Drogen: Ein Null ist problemlos machbar!

  10. 21.

    Fünf sehr reife Bananen können etwa einem Getränk mit 0,6 Vol% Alc entsprechen. Eine Banane wiegt durchschnittlich 120 Gramm. Fünf Bananen machen also etwa 600 ml aus. Ein alkoholhaltiges Getränk mit 600 ml Menge und etwa 0,6Vol% Alc ergibt einen Alkoholanteil von ca. 2,4 Gramm. Bei angenommenen 75 KG Körpergewicht entsprechen 2,4 Gramm Alc einem Promillegehalt von etwa 0,03 - theoretisch. Die Abbaurate einer intakten Leber beträgt etwa 0,1 Gramm Alc pro KG Körpergewicht in der Stunde. Bei 75 KG Körpergewicht also 7,5 Gramm.
    Wieviel Bananen essen sie denn so im Schnitt pro Tag?

  11. 20.

    Alkohol bringt jedes Jahr in Deutschland 75000 Menschen um, Cannabis keinen einzigen! Das sagen nicht irgendwelche Bekifften, sondern die offizielle Polizeistatistik! Unsere Gesetze tuen aber so, als würde es sich genau umgekehrt verhalten: Alkohol wird an jeder Ecke und auch an Minderjährige verkauft, die so auf den Weg in eine lebenslange Sucht geschickt werden. Harmlose Kiffer werden dagegen wie Verbrecher behandelt und verfolgt. Leider gibt es eine Lobby von Profiteuren, Ewiggestrigen, und von bekannten Zeitungsverlagen Aufgehetzten, die an dieser brutalen und idiotischen Ungerechtigkeit festhalten wollen.

  12. 19.

    Zunächst einmal geht es doch darum, dass Konsumenten einer weit verbreiteten Droge, die weniger schädlich ist als Alkohol, nicht mehr kriminalisiert werden...

  13. 18.

    Wird Ihnen das auf Dauer nicht peinlich, immer wieder mit Fehlinformationen aufzuwarten?

  14. 17.

    Was kostet denn überhaupt Gras für einen Joint? Wenn Anton während seines Abiturs bis zu 5 Joints täglich konsumiert hat und jetzt nur noch fast täglich, muss doch eine gewisse Summer dafür aufgebracht werden. Und falls es eine nicht lächerlich geringe Summe ist, muss man dann auch die Frage nach Beschaffungskriminalität stellen oder dem erwirtschaften durch dealen?

    Kontrollierte Abgabe von Cannabis für medizinische Zwecke sollte machbar werden, aber unter Auflagen wie z. B. das Verbot von führen eines Fahrzeuges im Straßenverkehr. Ebenso muss auch das Fahren unter Alkoholeinfluss ernsthafte Konsequenzen und der Entzug des Fahrzeuges zur Folge haben, die z. Z. noch oft vorherrschende Strafminderung ist nicht mehr nachvollziehbar.

  15. 16.

    Sie beschreiben es schon sehr richtig. Das könnte zu einem Problem werden bei Autofahrer*innen.
    Ich möchte hier noch gerne einen anderen Grund für die Legalisierung v. Cannabis anführen. Nämlich den gesundheitlichen Aspekt. Wie ich hier schon oft erwähnte, leide ich unter chronischen Schlafstörungen u. nur gutes Cannabis verhilft mir zu einem guten Durchschlafen. Zudem könnte man obendrein in Altenpflegeheimen auf die Einnahme v.Tabletten zur Ruhigstellung der Patienten verzichten, würden diese „wohlgemerkt, mit kontrolliert guten Cannabis“ versorgt werden. Gute Beispiele hierfür gibt es in Israel. Ein 90 jähriger KZ Überlebender lächelte i.d.Kamera, zog genüßlich an sein Pfeifchen und sagte wörtlich: er habe seither nicht mehr so gut geschlafen. Übrigen muß Cannabis nicht unbedingt geraucht werden. Auch hier gibt es genügend gute Beispiele wie die aus Collorado USA zeigen. Ich Wette, auch hier stehen Konzerne i.d. Startlöchern und warten nur darauf loslegen zu dürfen.

  16. 15.

    Wer sich nicht vorher richtig informiert, schreibt einfach mal aus so dem Bauchgefühl heraus, nicht wahr? 1. Das Gras in Holländischen Coffeeshops kommt nicht vom Schwarzmarkt. Wie in den einzelnen Bundesstaaten in den USA auch unterliegt es der staatlichen Kontrolle beim Anbau. 2. Früher hat man in Holland beide Augen zugedrückt wenn z.B. die Deutschen Kiffertouristen in die grenznahen Shops gingen um sich dort zuzudröhnen. Es wurde aber weiterhin an der Grenze kontrolliert. Als unsere Bundesregierung immer mehr Druck auf Holland ausübten, schlossen als erstes die Coffeeshops an der Grenze. Gleichzeitig verbot Holland den privaten Anbau von Cannabis in ihrem Land. Nur verifizierte Händler durften anbauen, eben unter staatlicher Kontrolle. Dann kam eine Verordnung in Holland hinzu, die es grundsätzlich den Shops verbietet an Nichtholländer ihre Ware zu verkaufen. Ohne Ausweis darf nicht mehr verkauft werden. Wer sich nicht daran hält, dessen Shop wird geschlossen.

  17. 14.

    0 ist zu streng, sonst dürften Sie nach ein paar reifen Bananen nicht mehr Auto fahren. Die Nachweistechnik ist sehr empfindlich. Bei Cannabis ist das Problem allerdings nochmal einen Zacken schwieriger, weil die Abbauprodukte über sehr lange Zeit im Blut bleiben, auch wenn der Rausch schon längst vorbei ist.

  18. 13.

    Sie reden Unsinn und mit hoher Wahrscheinlichkeit wissen Sie das sogar.. Schauen Sie sich Spanien an, warum sollte das hier nicht genauso klappen

  19. 12.

    Bin vor 11 Jahren mit 19 nach Berlin gekommen, weil man hier das beste Gras bekommt. Auch wird man hier nicht nur geduldet, es ist vollkommen normal und völlig ok in der Öffentlichkeit einen Joint zu rauchen. Ich arbeite 40h in meinem Hauptberuf und 10h nebenbei jede Woche und ich kiffe auch jeden Tag. Natürlich rauche ich morgens was THC-freies, damit ich gar nicht erst träge werde oder den Fokus verliere und nach der Arbeit wird dann hochpotentes THC-Substrat verdampft. Alle meine Freunde sind Kiffer, viele sind selbstständig als Freiberufler mit ca 5k brutto im Monat gut situiert oder führen eigene Unternehmen. Für uns ist die Kriminalisierung hinderlich, weil wir beim Autofahren immer diesen Fake-Urin dabei haben müssen, damit wir nicht für zurückliegenden Konsum, der uns bei der Fahrt aber gar nicht mehr beeinträchtigt, verfolgt und bestraft werden. Einige haben sich kurzerhand zu medizinischen Konsumenten erklären lassen, damit sie eine Begründung für ihren Konsum haben.

  20. 11.

    Amsterdam hat auch eine denkbar schlechte Lösung, wo zwar der Konsum und Verkauf nicht verfolgt wird, der Anbau aber noch illegal ist, so dass das ganze Gras in den Shops aus dem Schwarzmarkt kommt. Da werden die kriminellen Strukturen weiter durchgefüttert.

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