Deutlich mehr Weidetiere gerissen - Wenn der Wolf bis fast ins Dorf kommt

Mi 03.11.21 | 06:01 Uhr
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Kameraaufnahme: Wolf attackiert Jungrinder
Jens Schreinicke
Audio: Inforadio | 03.11.2021 | Thomas Rautenberg | Bild: Jens Schreinicke

Die Wolfspopulation in Brandenburg wächst rasant, und damit auch die Zahl der Weidetiere, die ihnen zum Opfer fallen. Die Rudel kommen auf ihren Raubzügen mittlerweile fast bis in die Dörfer. Von Thomas Rautenberg

Rinderzüchter Jens Schreinicke ist auf den ersten Blick ein bodenständiger Kerl: schwere Arbeitsschuhe, Jeans, ein kariertes Flanellhemd und darüber eine ärmellose Weste. Seine Hände hat er lässig in die Hosentaschen gesteckt, ein paar Hühner laufen um seine Füße herum.

Den 49-Jährigen bringt kaum etwas aus der Ruhe - es sei denn, es geht um die Wölfe. Denn die haben seine Jungrinder angegriffen, und zwar gleich hinten auf dem Hof, keine 20 Meter vom Haus entfernt. Das Blöken der Kühe hatte ihn geweckt und er wusste sofort: Da ist was nicht in Ordnung. "Ich bin nachts raus und habe mit der Taschenlampe geschaut. Erst am Morgen hat mir dann der Tierarzt gesagt, dass bei dem Rind nichts mehr zu machen sei. Das hat schon wehgetan."

Den finanziellen Verlust für sein Jungrind bekommt der Landwirt ausgeglichen. Selbst die Tierarztkosten übernimmt das Land – das hofft Schreinicke zumindest.

Dirk-Henner Wellershoff (l) Gregor Beyer und Jens Schreinicke (r)
Dirk-Henner Wellershoff (l) Gregor Beyer und Jens Schreinicke (r) | Bild: Thomas Rautenberg/rbb

Der Wolf kommt fast bis ins Dorf

Schreinickes Weide für die handaufgezogenen Jungrinder liegt nicht irgendwo in der Pampa - sie ist mitten in Stücken, einem Ortsteil von Michendorf, nur ein paar Kilometer vom südlichen Autobahnring A10 entfernt. Die Kirche, der Dorfkrug und die Feuerwehr - alles ist in Sichtweite. Trotzdem hat hier der Wolf zugeschlagen.

In den vergangenen neun Monaten sind in Brandenburg 947 Nutztiere bei Wolfsattacken verletzt oder getötet worden. Im gesamten Jahr 2020 waren es noch 805 Weidetiere, wie Schafe, Ziegen oder Kühe. Den signifikanten Anstieg der Risszahlen erklärt das zuständige Landesamt für Umwelt vor allem mit der wachsenden Zahl der in Brandenburg lebenden Wolfsrudel. Wölfe sind streng geschützt, sie haben keine natürlichen Feinde und ihre Population erhöht sich dadurch jährlich um rund 35 Prozent. Wissenschaftler nennen das ein exponentielles Wachstum. Immer häufiger werden Wolfsattacken auf Nutztiere in Gegenden registriert, in denen es bislang nur sporadisch zu Rissvorfällen kam. So auch im Ortsteil Stücken.

Die Akzeptanz steht auf dem Spiel

Gregor Beyer, Geschäftsführer des Forums Natur Brandenburg, sieht sich als Vermittler zwischen den unterschiedlichen Brandenburger Interessensverbänden. Das Forum Natur sucht den Ausgleich zwischen Wolfsgegner und - befürworten, einen Kompromiss, mit dem alle Seiten leben können.

Allerdings wird das immer schwerer, wie Beyer zugibt: "Wir hatten nie eine grundsätzliche Anti-Stimmung gegen den Wolf. Weite Teile der Bevölkerung auch im ländlichen Raum haben gesagt, auch bei den Problemen, die wir mit dem Wolf haben, gehört er doch in unsere Kulturlandschaft." Allerdings reagiere man an politisch verantwortlicher Stelle nicht auf den viel zu großen Bestand an Wölfen: "Dass dort von Politik und auch Umweltverbänden kein Umdenken einsetzt, ist schade", sagt Beyer. "Denn die Akzeptanz für den Wolf steht so auf dem Spiel."

Schutz vor dem Wolf ist für viele zu teuer

Landwirt Jens Schreinicke muss also seine Weidetieren schützen. Herdenschutzhunde aber sind teuer und für ihn keine Alternative, denn wirkliche Sicherheit bringen auch sie nicht. Und Stromzäune, die den Wolf abhalten können? Schreinicke winkt nur ab: "Im Sommer auf jeder Koppel fünf Reihen Draht zu ziehen, die ständig unter Strom stehen – das kann ich gar nicht leisten." Noch dazu muss das Gras unter den Elektrozäunen ständig zurückgeschnitten werden, damit es keinen Kurzschluss gibt.

Für viele kleine Unternehmen rechnet sich die Weidehaltung deshalb nicht mehr, und damit geht ein Stück regionale Landwirtschaft verloren, warnt Dirk-Henner Wellershoff, Landwirt und Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg: "Das ist doch genau die Tierhaltung, die wir alle möchten: Draußen in der Natur und extrem tierfreundlich. Da darf sich keiner wundern, wenn die Landwirte genau diese Freilandhaltung abschaffen und die Tiere in den sicheren Stall stellen. Wie lange wollen wir uns das mit anschauen?"

Vom Abschuss so genannter Problemwölfe rät der Landesjagdpräsident seinen Jägern allerdings dringend ab. Trifft man das falsche Tier, ist es schon eine Straftat, warnt Brandenburgs Chefjäger.

Wölfe werden den urbanen Raum besiedeln

Jungwölfe werden, wenn sie das Rudel verlassen müssen, nach neuen Jagdgebieten Ausschau halten. Dort wo sie nicht mit anderen Wölfen in Konflikt kommen, und dort wo viel Beute ist - also auch in den stadtnahen Wäldern rund um die Metropole Berlin.

Diese Entwicklung komme zwangsläufig, sagt Gregor Beyer vom Forum Natur Brandenburg: Hundert Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt ist der optimale Lebensraum der Wölfe, sagt er. Weidetiere, Mülltonnen und damit Essensreste: immer ein gedeckter Tisch. "Wäre ich Wolf, würde ich hier leben wollen", sagt Beyer.

Sendung: Inforadio, 03.11.2021, 09:45 Uhr

66 Kommentare

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  1. 66.

    Hallo? vegetarisch und vegan - was sind das nochmal für Fremdworte? Und? Verhungern so gestrickte?

  2. 65.

    Auch ein verletztes Wildschwein ,Reh ,Hirsch ,Waschbär , usw. kann sehr Wehrhaft werden
    Wollen Sie diese auch ausrotten .Sie sind aber garnicht Tierlieb

  3. 64.
    Antwort auf [Uwe] vom 04.11.2021 um 15:26

    Oje
    Der Böse ,Böse Wolf aus dem Märchen

  4. 63.

    Was wollen Sie mit Ihrer Panikmache eigentlich genau bewirken?

    Sie werden einen verletzten Wolf wohl kaum persönlich anfassen oder umarmen wollen.

    Ansonsten zeigen die wissenschaftlichen Erkenntnisse:

    "Es gibt keine Belege dafür, dass verletzte oder kranke Wölfe (mit Ausnahme von tollwütigen Tieren) für Menschen eine erhöhte Gefahr darstellen. Selbstverständlich sollte auch ein verletzter Wolf mit Respekt und Vorsicht behandelt werden, da er sich, wie jedes andere Wildtier auch, zur Wehr setzen kann, wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt." (Quelle: Bundesamt für Naturschutz: Konzept im Umgang mit Wölfen, die sich Menschen gegenüber auffällig verhalten, BfN-Skript 502 (2018), Seite 15).

  5. 62.

    Lasst doch den Wauzi im Wald leben ,
    Dan gibt es vielleicht nicht mehr so viele Wildschweine ,die viel schaden anrichten ,auf Feldern ,Weinbergen ,und Sportplätzen usw.

  6. 61.

    Nicht nur ein hungriger, sondern auch ein verletzter Wolf kann sehr sehr wehrhaft sein...und was das bedeutet ahnen Sie nicht.

  7. 60.

    Auch in ärmeren Ländern weiß man, dass der Wolf sehr wehrhaft ist. Und was das bedeutet, können Sie vielleicht noch gar nicht abschätzen?

  8. 59.

    Wo kommt eigentlich Ihr Essen her? Aus der Natur oder aus einer Kulturlandschaft? Wenn wir nur "die Natur" machen lassen, werden Sie wohl als erstes Hunger leiden.

  9. 58.

    Was unterscheidet den Wolf vom Menschen noch? Er verunglimpft andere nicht persönlich und öffentlich...Die fleißigen Bauern haben Ahnung. Sie auch?

  10. 57.

    Die meisten Menschen sind nicht fremdenfeindlich, ich auch nicht, aber der Wolf schon...Obwohl, auch der Mensch verteidigt sein Revier... Denken Sie mal darüber nach...und lesen den Artikel ein zweites mal...

  11. 56.

    Auch bei diesem Thema schießen sich grüne Weltverbesserer mal wieder selbst ins Knie, anstatt den Wolf zu treffen.
    Einerseits wird gefordert, wenn, dann mehr Fleisch von glücklichen Rindern zu produzieren und auf industrielle Tierzuchtanlagen und Schlachthof zu verzichten. Andererseits werden die Landwirte, die diesen Wünschen nachkommen, durch grünalternative und weltfremde Einstellungen einiger Phantasten im Regen stehen gelassen.

  12. 55.

    Sie fallen hier ja öfter damit auf, anderen etwas zu unterstellen was überhaupt nicht stimmt. Sie behaupten einfach und warten ab was passiert... und nun das. Bauern in Stücken sind nicht faul. Der Artikel war doch ausgewogen.

  13. 53.

    Allein der DJV vertritt 250000 Jägerinnen und Jäger. Dazu kommt noch eine ganze Reihe anders oder auch nicht organisierter jagender Personen. Sie sehen, dass es sich um verschwindend wenige Einzelfälle in der ansonsten hochdisziplinierten Jägerschaft handelt. Vergleichen Sie das mal mit den KFZ-Führern.

  14. 52.

    Eigentlich nur drei - einer war in der Schweiz. Aber vier völlig diszipliniert angeschossene Menschen nur dieses Jahr in Deutschland sind schon nicht wenig. Fünfzehn zurückhaltene Vorfälle in 2020. usw. Ja, da sind Profis am Werk.
    Musste jetzt sein. Die Diskussion über Wolfsabschüsse geht ja auch schon länger.

  15. 51.

    Nun, für das laufende (und ja schon recht fortgeschrittene) Jahr sehe ich auf der verlinkten Seite gerade mal vier Vorkommnisse. Das stützt meine Feststellung über die disziplinierte und zurückhaltende Jägerschaft.

  16. 50.

    Wenn der Mensch die Natur einfach alleine machen ließe: gäbe es keine Gendefekte - lebten wir mindestens pestizidfrei und vieles mehr. Verschwiegen wird natürlich, dass es Gegenden mit totalem Jagdverbot gibt und es passt garnicht ins Weltbild und dass die Natur dort das Horrorbild Überpopulation excellent selbst völlig im Griff hat. (Man könnte ja auch die menschliche Fressgier reduzieren, wenn man das denn wollte..)

  17. 49.

    "Die Jägerschaft handelt überaus diszipliniert und macht von ihrem Recht, wildernde Hunde zu erlegen äusserst zurückhaltend Gebrauch."
    Dafür ballern die aber nicht gerade selten auf alles andere, was bei drei nicht auf dem Baum ist.
    https://www.peta.de/themen/jagdunfaelle/#
    Bitte nicht an "Peta" stören - aber sonst sucht man sich 'n Wolf nach so'ner Sammlung.

  18. 48.

    Das passt zwar in Deine linksalternative Ideologie, ist jedoch in Stücken vollkommen fehl am Platze. Hier leben Bauern, die Jungrinder per Hand aufziehen und ihnen Auslauf auf der Weide geben. Das ist ein Lebewesen, das leidet durch ein Wildtier, das in unserer Kulturlandschaft keine natürlichen Feinde hat. Wie kann man so herzlos dem Leid von Tieren gegenüber sein?

  19. 47.

    ´Jedes Kind lernt in der Schule, dass sich Beutegreifer über die Begrenzung von Ressourcen wie geeignete Habitate und Nahrung sowie über Krankheiten etc. selbst regulieren.´
    Genau diese Begrenzung von Ressourcen und die Habitate legen wir Menschen nunmal fest. Es gibt in D-land Platz für den Wolf aber eben nicht endlos, das muss doch logischerweise jedem klar sein! Zwischen Ausrotten und nichts tun, gibt es viele Möglichkeiten!

  20. 46.

    Was für ein Unglück? Mehr Unglück als der Mensch anrichtet kann der Wolf nicht mal annähernd anrichten. Der Wolf hat keine Schlachthöfe erfunden und tötet keine Tiere am Fließband. Es geht den Menschen nicht darum, dass eventuell Tiere vom Wolf gerissen werden, weil der Mensch so viel Mitleid hat. Da kommt nur wieder die Gier durch. Es könnte ihm jemand was wegnehmen.

  21. 45.

    Ich wohne mitten in der Stadt. Deshalb bin ich für Wölfe. Wölfe brauchen wir.

  22. 44.

    „Ich möchte nicht, dass meine Kinder schutzlos einem hungrigen Wolf im Winter begegnen. […] Ich möchte hier erleben, wer im Fall eines Übergriffs auf den Menschen zur Verantwortung gezogen wird.“

    Das Risiko, dass Ihre Kinder im Straßenverkehr zu Schaden kommen, wird wohl um ein Vielfaches höher sein.
    Wettern Sie deswegen ähnlich leidenschaftlich prophylaktisch gegen Autos und deren mehr oder weniger verantwortungsvolle bzw. -lose Fahrer?

    Und selbst wenn irgendwann doch mal ein Mensch (und sei es ein kleiner) durch einen Wolf verletzt oder getötet werden sollte: Im Straßenverkehr sind wir komischerweise sofort und ohne mit der Wimper zu zucken bereit, ein vergleichbares Risiko einzugehen – aber wehe, da erlaubt sich mal ein Wildtier, auch nur annähernd so gefährlich zu sein … dann wird sofort nach Bejagung und Entnahme gerufen. Wo, bitte, bleibt denn da die Verhältnismäßigkeit?

  23. 43.

    Was soll eine Bejagung bringen?

    Wenn von zehn Wölfen eine Quote von 20% zum Abschuss freigegeben wird, fressen die übrigen acht weiter ungeschützte Nutztiere. Und eine "Schutzjagd" ist allenfalls eine nachträgliche Rache für bereits gefressene Weidetiere. Da schießt man dann einen Wolf, bleiben sieben, die immer noch ungeschützte Weidetiere fressen.

    Der Schlüssel als Lösung für die Tierhalter kann nur guter Herdenschutz sein.

    Wie toll die Jagd "reguliert", sieht man übrigens an dem Anstieg der Wildschwein- und Waschbärzahlen. Und wenn es um den Schutz der Schweinemassentierhaltung (ASP)geht, können wir plötzlich Zäune von Hunderten Kilometer ziehen und ganze Ländergrenzen verdrahten, ohne dass von den Leuten Widerstand kommt, die bei wolfsabweisenden Zäunen die "Verdrahtung der Landschaft" ausrufen.

    Jedes Kind lernt in der Schule, dass sich Beutegreifer über die Begrenzung von Ressourcen wie geeignete Habitate und Nahrung sowie über Krankheiten etc. selbst regulieren.

  24. 42.

    Nicht so gut das Argument, nämlich in diesen Ländern haben viele Bauern n Flinte gegen Wölfe und Bären undso

  25. 41.

    "Der Wolf macht es sich, wie alle Lebewesen einfach und reißt das, wo er am wenigsten Mühe hat. Und das sind nun mal die Weidetiere."

    Da haben Sie wohl Recht - weil unter den angegriffenen Tieren lediglich 2,19 Prozent waren, die nach den Empfehlungen des Landesamtes für Umwelt geschützt waren! 77,43 Prozent waren dagegen gar nicht und 18,81 Prozent nur nach den absoluten Mindest-Minimum-Anforderungen geschützt.

    Das Landesamt für Umwelt schreibt in seiner aktuellen Aufstellung: "Deshalb: Ein sehr guter Herdenschutz ist der Schlüssel, um die Fallzahlen zu reduzieren." Lerneffekte, die Wölfe beim Reissen ungeschützter Weidetiere erfahren, könnte man erfolgreich unterbinden, wenn die Tierhalter flächendeckend die empfohlenen und finanziell geförderten Schutzmaßnahmen umsetzen würden.

    Das von Ihnen skizzierte Tierleid ließe sich also weitestgehend verhindern oder reduzieren, wenn die Tierhalter entsprechend mitzögen. Eine Bejagung würde für Tierhalter nichts ändern.

  26. 40.

    Bald wird bejagen sowieso die einzige Möglichkeit sein, bei dem Populationswachstum! Wo sollen die denn alle leben? Bei und in Berlin, sicher, das wird voll gut funktionieren! Schutz der Weidetiere und dann, meint ihr die fressen dann Brennnesseln? Ich frage mich was in den Befürwortern im Kopf rumgeht!? Ist doch klar das der Mensch da irgendwann regulieren muss, es gibt nunmal keine natürlichen Feinde!
    Bitte liebe Stadtbewohner, es gibt ein paar Dinge, aus denen ihr euch getrost raushalten könnt!

  27. 39.

    Es gibt einige Europäische Länder ,wo der Wolf nie vom größten " Raubtier " Mensch ausgerottet wurde
    Dort lebt man mit dem Wolf ,und es Geht
    Nur in Deutschland geht's nicht

    Eigentlich sollte man froh sein ,mal einen zu sehen

  28. 38.

    Nun, ein etwaiges "Nicht-Wollen" muss man da wohl eher dem Forum Natur Brandenburg vorwerfen, in dem "verschiedene Jagd-, Waldbesitzer- oder Bauernverbände organisiert sind" (rbb24, 29.10.20: "Jagd- und Forstverbände brechen Gespräche über Wölfe ab "). Wenn man von dort aus keine Bejagung durchsetzen kann, bricht man die Gespräche eben einfach ab: "Trotz der großen Wolfspopulation in Brandenburg verweigere sich zudem das Wolfsmanagement des Landes der "Frage nach einer zukünftigen Bestandsregulation". (ebenda).

    Auf die Tierhalter ist man inzwischen berechtigterweise sehr weit zugegangen: "Ein guter Herdenschutz ist deshalb unerlässlich und wird vom Land Brandenburg gefördert, ebenso wie die Betriebsausgaben für den Unterhalt von Zäunen und Herdenschutzhunden." (Quelle: LfU Brandenburg).

    Rotkäppchen und der Wolf sind nur Metaphern, genau wie auch der Froschkönig keine wissenschaftliche Amphibien-Doku ist.

  29. 37.

    "Ich möchte nicht, dass meine Kinder schutzlos einem hungrigen Wolf im Winter begegnen."

    Danke für den Hinweis auf den Winter, der übrigens eine ausgezeichnete Jahreszeit für Wölfe ist, da die Haupt-Beutetiere Wildschwein, Reh-, Rot- und Damwild entgegen mancher Meinung aus Berlin NICHT in den warmen Süden fliegen, sondern vor Ort für die Wölfe erreichbar bleiben. Ganz davon abgesehen, dass sich unsere Winter witterungsmäßig kaum noch von Herbst und Frühjahr unterscheiden, würde gerade ein schneereicher, kalter Winter den natürlichen Tisch für die Wölfe extra decken, wenn sich das sogenannte Schalenwild mühsam das letzte Grün unter der gefrorenen Schneedecke rauskratzen muss, und daher eher geschwächt und somit noch leichtere Beute ist.

  30. 36.

    Bitte erklären Sie doch mal, wie die Jagd Wölfe "scheu" machen soll, so dass sie keine Nutztiere mehr reißen.

    Das funktioniert in Schweden übrigens auch nicht, wo Jäger die erneute Ausrottung der Wölfe bereits offen als Ziel formulieren. Die Weidetiere sind da nur vorgeschoben, denn wenn sie eine Quote von beispielsweise 20% schießen, werden die acht von zehn im Territorium übriggebliebenen Wölfe immer noch ungeschützte Nutztiere reißen.

    Laut Landesamt für Umwelt Brandenburg waren nur 2,19 Prozent der Rissvorfälle entsprechend der empfohlenen Schutzmaßnahmen geschützt - dagegen waren 77,43 Prozent gar nicht und 18,81 Prozent nur nach den untersten Minimumanforderungen geschützt.

    Diese zum großen Teil also durchaus vermeidbaren Risse wird man auch mit einer Quotenjagd nicht verhindern, genauso wenig wie mittlerweile bundesweit 488 bei Verkehrsunfällen getötete Wölfe ihren Artgenossen keine "Scheu" vor Strassen und Autos beibringen konnten.

  31. 35.

    Der Wolf ist nicht das Problem, sondern der Mensch ist es!

  32. 34.

    Wenn der Wolf nachts bis ins Dorf kommt ...
    ... dann gibt es zu viele Wölfe.
    Punkt.

  33. 33.

    Niemand will die Wölfe ausrotten, eine maßvolle Regulierung der überhand nehmenden Bestände ist jedoch unerlässlich.

  34. 32.

    Warum sollte man sich der Mühe unterziehen, die Weiden ausbruchssicher zu machen. Jeder Wolfsriss wird doch entschädigt. Ich kann das Gejammere einer bestimmten Spezies von Tierhaltern nicht mehr hören: E- Zaun zu teuer, und dann soll man noch das Gras drunter abmähen, Herdenschutzhunde - zu teuer und bringen keinen Nutzen. Ich habe mich mit vielen Schäfer in Gebieten mit hoher Wolfspopulation unterhalten.In deren Herden gab es keinerlei Verluste, weil die empfohlenen Schutzmassnahmen konsequent angewandt würden.

  35. 31.

    Räuber..... was ein Unsinn - was für andere "räuberischen" Arten gibt es noch, die Sie hier vernichten würden? Mir fiele noch eine ein: der Mensch. Ist die schlimmste räubersiche Art auf diesem Planeten.

  36. 30.

    Der Planet Erde braucht den Menschen auch nicht. "Irgendwann passiert ein Unglück"
    Ihr Zitat: "Wild laufendw Hunde würde man auch einfangen" - Genau, einfangen, und nicht entnehmen bzw. "abknallen"!

  37. 29.

    Das "Forum Natur Brandenburg" sieht sich als "Vermittler", vertritt aber lediglich die Interessen der "Bauern, Jäger und Fischer" (Märkische Allgemeine, 06.06.2017: "Gregor Beyer-Vom Naturschützer zum Lobbyisten"). Beyer saß "fünf Jahre für die FDP im Landtag" und ist selbst "passionierter Jäger" (ebenda). Die Jäger machen kein Geheimnis daraus, den Wolf bejagen zu wollen. Dafür werden die Weidetiere genutzt: "Die Ziele des Forums lassen sich auf wunderbare Weise mit dem Schutz unschuldiger Lämmer verweben" und die "Landnutzer können sich Beim Thema Wolf können sogar noch halbwegs glaubhaft als Außenseiter inszenieren" (ebenda). Merke: INSZENIEREN!
    So verwundert es nicht, dass bei den Rissen 2021 mehr als 77% der Tiere ungeschützt und knapp 19% mit niedrigstem Schutzniveau ausgestattet waren. In gerade mal 2% war empfohlener Herdenschutz vorhanden.
    Eine Bejagung ersetzt keinen Herdenschutz, da die verbliebenen Wölfe genauso gern weiter ungeschützte Tiere fressen.

  38. 28.

    Grimms Märchen. Wann hat der letzte Wolf ein kleines Mädel gerissen und verputzt?

  39. 27.

    Die Wölfe sind schlau - wie die Füchse. Eine Wildkamera offenbart, dass nicht Minka und Hasso, sondern Wolf, Fuchs und Waschbär die Näpfchen auf der Terrasse leer fressen, und wer am Kompost hockt und den süßen Ferkelchen beibringt, wie man da Essen holt, ist doch auch klar. Oder nicht?

  40. 26.

    Es ist das „Nicht wollen“ da lieber die von Steuergeldern finanzierte Sachentschädigung bevorzugt wird als Investitionen in einen vernünftigen Herdenschutz.

  41. 25.

    Ich möchte keinen Wolf im urbanen Lebensraum erleben. Wild laufendw Hunde würde man auch einfangen. Irgendwann passiert ein Unglück

    Man braucht den Wolf nicht. Der war kam auch Jahre ohne ihn zurecht

  42. 24.

    Eine ganz ausgerechnete Frage, die Sie da stellen.

    Zumal wir ja wissen, was uns da gerade geschieht und wo das hinführt.

  43. 23.

    Wölfe benötigen 150 bis 200 km2 für ihr Territorium.
    Verletzungen anderer Territorien verlaufen bei Erwischtwerden meist tödlich für die „Störer“.
    Das ist ein großer Druck, ein Überlebensdruck erster Güte.
    Wenn sie die Population der Wölfe nicht korrigiert bekommen, steht das Tier zwangsläufig vor ihrer Stalltür.
    Der Wolf ist ein starkes Tier.
    Ich möchte nicht, dass meine Kinder schutzlos einem hungrigen Wolf im Winter begegnen.

    In Canada oder Alaska haben sie Abwehrsprays oder Flinten dabei.

    Ich möchte hier erleben, wer im Fall eines Übergriffs auf den Menschen zur Verantwortung gezogen wird.

  44. 22.

    Eigentlich ein guter Artikel, der beschreibt, warum die Akzeptanz des Wolfes auf dem Spiel steht. Was man sich nicht getraut hat zu schreiben: Wie und wann das Märchen "Rotkäppchen" entstanden ist... Keiner will Schaden an Kindern erleben, die "sich nicht wolfgerecht" verhalten haben. Warum gelingt es nicht, zwei Extreme zu vereinen, und zwar so, das eine Gemeinsamkeit entsteht? Liegt es etwa am Wollen? Oder sind wieder andere (verdeckte) Motive ausschlaggebend?

  45. 21.

    Na klar, deshalb werden in der Schweiz "wo es so gut klappt mit dem Wolf" auch Abschussgenehmigungen erteilt. Googeln hilft... Genau genommen gibt es kein Land, bei dem es so gut klappt. Witzigerweise wird dort von Wolfsfreunden auf Deutschland verwiesen. "Da gibt es die meisten Wölfe und Deutschland kommt damit klar."
    Nee, leider auch nicht.

  46. 20.

    Vergrämen kann man wenn man Platz hat.
    Deutschland und oder Brandenburg ist viel zu klein.
    Da brauchen Sie russische Weiten, Steppenlandschaften und Berge als natürliche Hindernisse.

    Menschenleere Landschaften
    Unpassierbares Dickicht
    Tundra
    Taiga
    Steppe
    Da fühlen sich derartige Räuber wohl.

  47. 19.

    Der Wolf ist bereits in den Orten angekommen. In Rangsdorf wurde der Wolf nun mehrfach auf Privatgrundstücken und sogar auch auf der Terrasse eines Einfamilienhauses gesichtet. Neben den Wildschweinen, die hier innerorts leben auch auch ab Dämmerung auf Wegen zu sehen sind, geht das nun wirklich zu weit.

  48. 18.

    Den gleichen Leuten, die hier Wolf hurra schreien und sich für das Leben der Küchenschabe einsetzen ist das Leid der gerissenen Tiere völlig egal ! Fast alle Tiere werden nicht gefressen sondern einfach nur gerissen und verenden dann unter größten Schmerzen im Laufe der Nacht. Aber macht ja nichts. Der Wolf ist wichtiger. Es zeigt sich ja jetzt schon, dass es unmöglich ist mit Zäunen und Hütehunden, die nur für Schafe relevant sind, das Problem in den Griff zu bekommen. und bei einer Steigerung von 35 % jährlich kommt irgendwann der Punkt wo reduzierend eingegriffen werden muss. Das sollte jedem klar sein. Das passiert auch schon in den Ländern, in denen die Bauern damit klar kommen. Und es ist keineswegs so, dass vorwiegend Wildtiere gefressen werden. Der Wolf macht es sich, wie alle Lebewesen einfach und reißt das, wo er am wenigsten Mühe hat. Und das sind nun mal die Weidetiere.
    Vergrämen bedeutet nur, dass sich die Tiere woanders ihre Opfer suchen.

  49. 17.

    In allen Diskussionen sind immer nur 2 Extreme zu hören:
    Entweder "Hurra, der Wolf ist da, absoluter Schutz" oder "Entnahme".
    Wie wäre es mit vergrämen?
    Das hält die Tiere scheu und macht das Zusammenleben für alle Beteiligten leicher.

  50. 16.

    In diesen Ländern findet eine scharfe Bejagung des Wolfs statt, so dass die Bestände im Rahmen des Verträglichen bleiben.

  51. 15.

    Ganz einfach... Sie werden geschossen wo sie den Weidetieren zu nahe kommen, aber das will keiner wahrhaben

  52. 14.

    Dann schaut´s mal in die Schweiz - die haben gelernt, wie man mit wachsenden Wolfspopulationen umgehen kann, ohne gleich das dämliche Herumballern zu fordern. Aber dafür müsste man ja über den Tellerrand hinüberschauen - geht ja nicht - wir sind ja in Deutschland, da muss immer gleich geschossen werden..... Was eine scheiß Angewohnheit.
    Rasantes Wachstum einer Population - woran mag das wohl liegen? Da sind die Parallelen Mensch/Tier nicht so weit: wenig Schuß - viel Säugetier - ob 2-oder 4-beinig; das Nahungsangebot, das eh zuviel ist - Massentierhaltung, um das mal ins Spiel zu bringen. Da ist Freilandhaltung unter Schutzaspekten eine wichtige Sache - aber nicht die Schuld der Wölfe und deren Population. Das ist die Schuld des naturentfremdeten Menschen!

  53. 13.

    Für mein Empfinden nimmt sich der Wolf den Lebensraum, den wir ihm überlassen. Nachts ist im ländlichen Raum kaum ein Mensch unterwegs. Also kann ein mutiger Isegrimm auch schon mal die Dorfstraße entlangschlendern. Es ist ja kein Mensch zu sehen. Wenn er will setzt er gleich noch Losung ab und teilt mit, dass er da war. Das ist in meinen Augen normal und kam in meinem Heimatdorf auch schon vor.

    Wir Menschen sind nachts weitgehend inaktiv und haben ihm das Feld für seine nächtlichen Streifzüge überlassen. Und Wölfe sind nun mal neugierig. Die Lösung dieses angeblichen nächtlichen "Problems" ergibt sich daraus, wie wir uns verhalten: Wir können weiterschlafen und ihm seinen Streifzug lassen oder wir übernehmen seine Streife :-) Ist eigentlich ganz einfach, oder?

  54. 12.

    - Den finanziellen Verlust für sein Jungrind bekommt der Landwirt ausgeglichen
    - ...die ständig unter Strom stehen – das kann ich gar nicht leisten
    - ...muss das Gras unter den Elektrozäunen ständig zurückgeschnitten werden..
    - Mülltonnen und damit Essensreste °@°

    Ich denke, die Probleme wären lösbar. Anstelle Rinder in überfüllten Lastern nach Russland zu schaffen oder Geld in MoorTROCKENlegung zu verpulvern wäre es wichtig, traditionelle Weidewirtschaft zu fördern. Stromerzeugung am Hof (kleine Windräder, Solar) für den Weidezaun, nach 10 Rindern, die ersetzt werden müssen, amortisiert!

    Natürlich muss der Mensch auch Mähen und kein Essen auf den Kompost (Wildschweine!) kippen!

    Habe einen Wolf dort schon persönlich angetroffen :-) ein scheues, mageres Tier. Nur Rotkäppchen fürchtet sich davor. Mache ich *boow*, flüchtet er.

    Der Wolf scheint bis dato schlauer zu sein als der Mensch... also Kopp einschalten bitte...vor allem in den Ministerien!

  55. 11.

    Alle die sich hier gegen die Favorisierung des Wolfes gegenüber dem domestizierten Tierbestand aussprechen haben recht, werden sich aber damit abfinden müssen, dass ihre Meinungen gegen die Wand laufen. In einem Land, indem Bauvorhaben zentraler Bedeutung wegen Kleinstlebewesen gestoppt werden setzen sich Meinungen/Bedenken nicht durch.
    Das hängt mit unserem System zusammen. Man kann ohne Sinn und Verstand Entscheidungen aufheben und mit jahrelangen Widersprüchen Rechtsentscheidungen blockieren. Egal ob es der Stop von genehmigten Bauvorhaben oder die Aussetzung verfügter Abschiebungen ist, das Thema ist egal denn das Prozedre ist immer gleich.

  56. 10.

    Es ist schon beeindruckend wieviel „Freude“ der Wolf doch auslöst. Die einen freuen sich über die ungebremste Verbreitung und die anderen sind besorgt darüber. Und das mit Recht. Die ungehinderte Verbreitung muss gestoppt werden.

  57. 9.

    Komisch wie die Bauern in den Ländern, in denen der Wolf schon lange zuhause ist, das alles nur schaffen. Dabei sind das idR auch noch ärmere Länder als Deutschland...

  58. 8.

    Wir haben den Wolf auch in unserem Umfeld, und er ist auch hier heimisch geworden. Deshalb sollte man ihn aber nicht mehr für heilig erklären und genauso wie jedes andere Wild ins Jagdrecht aufnehmen. Ich bin weder Bauer noch Jäger.

  59. 7.

    Der Witz ist ja, dass gerade die Massentierhaltung nicht betroffen ist. In die Fabriken kommt kein Wolf. Die tiergerechte und eigentlich auch gewollte Weidetierhaltung mit Licht, Luft und Sonne wird geopfert. Ich bin gegen eine Ausrottung des Wolfes, aber Rudel, die sich auf Weidetiere spezialisiert haben, gehören meiner Meinung nach entnommen. Und Zäune sind ja gut und schön. Aber leider ist der Wolf schon über 2 Meter drüber und für andere Wildtiere wird die Landschaft noch mehr zerschnitten. Ganz abgesehen von kleinen Tieren wie Igeln, die an den tiefen Drähten, die das Untergraben verhindern sollen, verenden.

  60. 6.

    Die Jägerschaft handelt überaus diszipliniert und macht von ihrem Recht, wildernde Hunde zu erlegen äusserst zurückhaltend Gebrauch. Eine maßvolle Regulierung derWolfsbestände hätte mehrere positive Auswirkungen. Zunächst würde die Scheu dieser Tiere vor Menschen erhalten bleiben, die eine Folge der jahrhundertelangen scharfen Bejahung ist. Zum Zweiten würde Druck von der artgerechten Weidetierhaltung genommen werde, die aufgrund der überhandnehmenden Wolfsbestände nur noch mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist. Drittens könnten Fördergelder, die derzeit für Schutzmaßnahmen gegen den Wolf sowie Ausgleichszahlungen bei wolfsbedingten Schadensfällen verwendet werden, künftig besser zum Schutz wirklich gefährdeterArten (z.B. Rotbauchunke, Sumpfschildkröte, Großtrappe, Kornweihe etc.)dienen.

  61. 5.

    "Die Scheu vor Menschen ist den Wölfen ja auch nicht angeboren sondern Folge der scharfen Bejagung. Unterbleibt diese, geht auch die Scheu verloren."

    Das ist ja totaler Quatsch.

  62. 4.

    Wer hier von "ungebremster Vermehrung der Wölfe" schwadroniert hat nicht verstanden, dass sich deren Vermehrung nach dem Futterangebot richtet. Das sind nicht primär Weidetiere, sondern der viel zu hohe Bestand an Wildtieren - Rotwild, Wildschweine - in den Wäldern.

    Alle Schäfer, mit denen ich in den letzten Jahren gesprochen habe, vertrauen auf Hütehunde und Elektrozäune und sind erfolgreich damit. Wem das "zu teuer" ist, der zahlt seinen Preis in Naturalien.

  63. 3.

    Bei aller Liebe zum Wolf, aber unsere Tierhaltung darf davon nicht dominiert sein und die Freilandhaltung zurück gefahren wird. Von den Alpen bis zur Uckermark habe ich in diesem Jahr Bauern klagen gehört....Der Wolf hat keine natürlichen Feinde. Selbst die Australier erlauben, daß ihr Nationaltier das Känguru ( männlich, ab einer bestimmten Größe) reduziert werden darf...ohne Regelung wird illegal gehandelt...Das kann doch nicht gewollt sein.

  64. 2.

    Wenn der Landwirt vom Staat in Sachen Schutz seiner Tiere im Regen stehengelassen wird, muss natürlich der "Gegner" Wolf getötet werden. Die zuständigen Ministerien müssen den Landwirten endlich mal Gelder zum Schutz zur Verfügung stellen, damit die Dämonisierung der Wölfe endlich mal aufhört. Abgesehen vom Irrsinn der Massentierhaltung ganz zu schweigen, die zwangsläufig Wölfe "fast in die Dörfer" bringt, wie es so schön reisserisch aufgemacht ist. Oder warum etwa ist das so? Hat wohl eher mit dem Angebot in der Nähe zum Menschen zu tun als mit Verhaltensänderung durch die Wölfe. Einfach mal nachdenken und nicht ständig auf dieser Wildtierart herumhacken. Und die Realität sagt mir auch, dass jederWaldspaziergang mit meinen Hunden auch ein Risiko für sie ist, weil sie ebenfalls potentielle Beute darstellen - aber in Brandenburg ballern Jäger auch auf Hunde, auch wenn der Hund mit Warnweste und Glocke in direkter Nähe zum eigenen Menschen ist - wir haben ja Leinenpflicht.....

  65. 1.

    Es war absehbar, dass die ungebremste Vermehrung der Wölfe zunehmend Probleme nach sich zieht. Die Scheu vor Menschen ist den Wölfen ja auch nicht angeboren sondern Folge der scharfen Bejagung. Unterbleibt diese, geht auch die Scheu verloren. Und da die Wölfe zunehmend auch in die Städte vordringen werden, sind weitere Konflikte vorprogrammiert. Eine Überführung des Wolfs in das Jagdrecht verbunden mit einer maßvollen Regulierung könnte Abhilfe schaffen, wird aber von der ideologisch motivierten Wolfslobby strikt abgelehnt.

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