Staatsschutz ermittelt - 20-Jähriger uriniert gegen Holocaust-Mahnmal in Berlin

Mo 13.12.21 | 10:33 Uhr
Das Holocaus Mahnmal in Berlin am 25.01.2021. (Quelle: dpa/Bildagentur-online)
Bild: Bildagentur-online

Ein 20-jähriger Mann hat gegen eine Stele des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin uriniert. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Sicherheitsmitarbeiterin den betrunkenen jungen Mann am Holocaust-Mahnmal am Sonntagmittag bemerkt und angesprochen.

Mann uriniert trotz Ansprache weiter

Die Sicherheitsmitarbeiterin fragte den 20-Jährigen demnach, ob er wisse, wo er sich befinde und um welchen Ort es sich handle. Dies habe der Verdächtige sinngemäß bejaht und trotzdem weiter uriniert. Daraufhin alarmierte die Sicherheitsmitarbeiterin die Polizei, die einen Atemalkoholtest mit dem Mann durchführte. Dieser ergab einen Wert von etwa 1,5 Promille.

Gegen den Mann ermittelt nun der Staatsschutz wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe. Der Verdächtige blieb auf freiem Fuß.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am Sonntagmittag auf dem Gelände des Denkmals für die sechs Millionen auf Befehl der Nazis ermordeten Juden nahe dem Brandenburger Tor im Zentrum Berlins. Polizisten nahmen vor Ort den Sachverhalt und die Personalien des Manns auf.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas nahe dem Brandenburger Tor ist ein von allen Seiten begehbares Feld mit 2.710 Betonstelen.

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