Vier Jahre Gefängnis - 23-jähriger Berliner wegen Drogen- und Waffenbesitz zu Haftstrafe verurteilt

Di 07.12.21 | 17:49 Uhr
Archivbild: Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Landgericht Berlin. (Quelle: dpa/P. Zinken)
Bild: dpa/P. Zinken

Ein 23-jähriger Mann aus Spandau ist am Dienstag vom Berliner Landgericht wegen des Besitzes von Drogen und Waffen zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden. In seinem Zimmer in der elterlichen Wohnung hatte er mehrere Kilogramm Drogen und verschiedene Waffen, darunter zwei Macheten und ein sogenanntes Butterfly-Messer gelagert.

Das Landgericht sprach den Mann wegen so genannten bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz schuldig. Der Angeklagte hatte zuvor gestanden und erklärt, dass er sich in Zukunft von Drogen fernhalten wolle.

Drogenverkäufe an "festen Kundenstamm"

Bei einer Durchsuchung seines früheren Kinderzimmers hatten die Ermittler im August 2021 unter anderem mehrere Kilogramm Blütenstände von Cannabispflanzen und mehr als 6.000 Euro an Handelserlösen sichergestellt. Der nicht vorbestrafte Angeklagte erklärte, er habe Drogen an einen "festen Kundenstamm" verkauft. Der Handel sei über Mobiltelefone gelaufen.

Die Waffen, zu denen neben den Macheten und dem Messer auch eine Schreckschusspistole, ein Schlagring sowie eine Taschenlampe mit Elektroschocker gehört haben, habe er sich nicht für illegale Geschäfte besorgt, gab der Mann an. Er habe sie "einfach so" gekauft, weil sie ihn "fasziniert" hätten.

Der Berliner war zuletzt als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma tätig. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Haftstrafe von fünf Jahren plädiert, der Verteidiger stellte keinen konkreten Antrag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sendung: rbb 88.8, 07.12.2021, 17:00 Uhr

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