Demonstration in Friedrichshain - Hunderte protestieren gegen Verdrängung in Berlin

So 05.12.21 | 17:38 Uhr
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Teilnehmer:innen einer Trauerdemo, demonstrieren am 05.12.2021 gegen Verdrängung auf dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt. (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag in Berlin-Friedrichshain gegen Zwangsräumungen und Verdrängung auf dem angespannten Wohnungsmarkt protestiert.

Angemeldet zu der Demonstration waren 200 Personen. Nach Beobachtungen einer rbb-Reporterin nahmen aber mehr Menschen an dem Protest teil. Eine genaue Zahl konnte die Polizei dem rbb auf Anfrage nicht mitteilen.

Die Teilnehmer zogen von der Warschauer Brücke bis zur Rummelsburger Bucht. Ihr Trauermarsch sollte an jene erinnern, die im Zuge von Zwangsräumungen ihre Wohn- und Lebensräume verloren haben, auch an verstorbene Obdachlose. Verschiedene Initiativen und stadtpolitischen Gruppen hatten sich zu dem Trauerzug zusammengeschlossen.

Sendung: rbb UM6, 05.12.2021, 18 Uhr

14 Kommentare

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  1. 14.

    Das Spekulanten und der Berliner Senat in Teilen Schuld an der Wohnsituation sind steht außer Frage, jedoch kann man Menschen nicht vorwerfen irgendwo hinziehen zu wollen. Kein Mensch zwingt einen Mieter die Preise drastisch und immer weiter zu erhöhen nur weil die Nachfrage steigt (ein moderater Anstieg ist ja definitiv ok, Vermieter haben viele Kostenpunkte und wollen such leben). Wir leben so sehr in diesem kapitalistischen System, dass wir die Grenze zwischen gesundem Wirtschaften/maßvollem Gewinn und Gier wohl oft nicht sehen und zu selten reflektieren, ein immerwährender Black Friday.... ich bin gespannt wie sich alles entwickeln wird. Ich harre mit meiner Familievsolange in meiner sehr verkehrsgünstigen Whg. für unter 600€ warm aus und hoffe, dass ich irgendwann mal etwas mit einem Zimmer mehr finde was " nur" in etwa doppelt so teuer ist wie meine jetzige Miete.... absolut verrückt die Preise gerade, da muss sich massiv etwas ändern.

  2. 13.

    "Zudem müsse es eine Gesetzesänderung geben, um schärfer gegen Hass-Posts in Internetdiensten vorgehen zu können, sagte Wöller weiter. Dies seien "längst keine harmlosen Messenger-Dienste mehr", sondern "Plattformen für Hass und Hetze". Diese Grenzüberschreitung seien auch der Versuch, die freiheitliche Demokratie zu delegitimieren, sagte Wöller weiter. Es brauche in der Gesellschaft mehr Zivilcourage. "Gerade in einer solchen Krise brauchen wir gemeinsame Werte und Zusammenhalt".

  3. 12.

    So ist es. Aber ist ja auch so schön einfach, sich hier gegenseitig die Augen auszukratzen.

    Die Kapitalflucht in Immobilien und die Politik, die die Chance vertan hat, das zu verhindern, sind die Verursacher dieser Misere.

  4. 11.

    "Das durch diesen extremen Zuzug die Mieten überhaupt erst so stark gestiegen sind und sie selbst es waren die die Normalverdiener verdrängt hatten - das war nicht so schlimm!? "

    Es waren nachweislich die Spekulanten und privaten Vermieter, die dafür gesorgt haben dass die Mieten explodieren.

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/steigende-mieten-wenn-investoren-mit-wohnraum-spekulieren-100.html

  5. 10.

    "Ihr seit selber meistens hergezogen und habt andere verdrängt." Woher wollen sie das wissen? Außerdem haben auch sie andere verdrängt, sie sind ja auch irgendwann hierher gezogen. Die Millionenstad Berlin entstand ja nicht aus dem leeren Raum.

    Außerdem haben die hämischen Kommentare hier nichts mit der Demo zu tun aber auch das ist ihnen und ihren Gesinnungsgenossen egal.

  6. 9.

    Danke. Sehe ich auch so.
    Vor ein paar Jahren war es ihnen doch auch total egal wer vorher in ihrer neuen Wohnung gelebt hatte. Sie wollten ins "coole" Berlin.
    Das durch diesen extremen Zuzug die Mieten überhaupt erst so stark gestiegen sind und sie selbst es waren die die Normalverdiener verdrängt hatten - das war nicht so schlimm!?
    Dann folgten Menschen mit noch mehr Geld und nun sind sie es die verdrängt werden und plötzlich finden sie Verdrängung ungerecht?!

  7. 8.

    Leute ihr nervt langsam. Ihr seit selber meistens hergezogen und habt andere verdrängt. Plötzlich macht ihr einen Aufstand, wenn euch das gleiche trifft, was ihr selber macht. Der Platz wird knapp, weil die halbe Welt nach Berlin ziehen will und es auch tut. Tragt endlich die Konsequenzen eures Handelns.
    Außerdem guckt euch die Wahlergebnisse an, dort seht ihr, wer in welchem Bezirk wohnt, wer euch verdrängt.

  8. 7.

    Wenn zwei das Gleiche tun,ist es noch lange nicht dasselbe ! Die Unterscheidung zwischen Gut und Böse muß dann als Maßstab herhalten, um unerlaubtes Handeln in legales Handeln umzudeuten ! Das wird dann als angeblich funktionierende " Demokratie " verkauft.

  9. 6.

    Ja, aber der Unterschied ist : hier demonstrieren die Guten ;-)

  10. 5.

    Gute Frage, warum man diese Demo nicht auflöst, während man die Demo am Vortag verboten hat, weil mit Verstößen gegen die Verordnung zu rechnen war. Gilt die Verordnung nicht für alle, besonders in der aktuell angespannten Lage?
    Zum Thema der Demo: Meine Bude wurde damals auch doppelt so teuer vermietet, als ich ausgezogen bin in PBerg. Gut 500 EUR für ne 1-Zimmer-Wohnung im Hinterhaus! Welcher Arbeiter soll sich das leisten?

  11. 4.

    Stimmt! Die Verdränger beschweren sich über Verdrängung! Kannste Dir nich ausdenken!

  12. 3.

    Bloß gut, dass ich auf einem ( wie in vielen Berliner Kommentaren zu lesen ) Kuhkaff wohne. Da kann und will mich keiner vertreiben.

  13. 2.

    Man vergleiche das Bild oben mit dem 7 Sek Video der gestrigen Demo (Impfgegener).
    Ich sehe hier auch nicht mehr Masken und auch keine größeren Abstände zwischen den Menschen. Zumal sich auch hier mehr Menschen als eigentlich angekündigt anschlossen...

  14. 1.

    Hippster ziehen nach Xhain und wundern sich, dass andere folgen.

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