Zwischen Friedrichshain und Treptow - Elsenbrücke durchgebogen und bis auf Weiteres voll gesperrt

Mo 13.12.21 | 15:33 Uhr
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Die gesperrte Elsenbrücke in Berlin (Quelle: rbb/Ozsvath)
Video: rbb|24 | 14.12.2021 | Material: Abendschau | Bild: rbb/Ozsvath

Autos, Busse, Radler und Fußgänger kommen nicht mehr über die Elsenbrücke, weil sie seit dem frühen Montagmorgen gesperrt ist. Sensoren haben eine erhebliche Durchbiegung gemessen. Das könnte eine länger andauernde Sperrung bedeuten.

Die seit Montagmorgen gesperrte Elsenbrücke zwischen Friedrichshain und Treptow hat sich offenbar erheblich durchgebogen. Wie der Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung, Jan Thomsen, dem rbb sagte, hatten in der Nacht die Messanlagen an der Brücke angeschlagen. Es sei eine unerwartet hohe Durchbiegung gemessen worden. Offenbar sei im Inneren der Brücke, wo sich Stahlseilbündel befinden, etwas gerissen. Das werde nun von Statikern geprüft.

Die Brücke sei darum für den Verkehr und Fußgänger gesperrt; auch Schiffe dürfen nicht mehr darunter fahren. Wie lange die Sperrung dauert, könne er noch nicht sagen.

Behelfsbrücke bereits fertig

Der Alarm der Tragfähigkeitssensoren erging der Polizei zufolge gegen 4:30 Uhr, kurz darauf erfolgte die Sperrung. Nun müsse die Brücke erst einmal untersucht werden. Die Sperrung soll bis auf Weiteres bestehen bleiben. Nun liefen laut Senatssprecher Thomsen zunächst Bauwerksprüfungen.

Die Behelfsbrücke an der Elsenbrücke sei zwar bereits fertig, müsse aber noch für den Verkehr freigegeben werden. Dieser Freigabeprozess solle nun beschleunigt werden. Die Freigabe sei bisher im ersten Quartal 2022 geplant. "Mit Glück haben wir das in ein paar Wochen erledigt", sagte Thomsen. Geprüft werden solle nun zunächst, ob und wann die Brücke für Fuß-, Rad- und Schiffsverkehr wieder nutzbar ist.

Staus beiderseits der Spree - kaum Kapazität auf den Ausweichrouten

Busse, Radfahrer, Fußgänger und der Schiffsverkehr können derzeit nicht über die Brücke oder unter ihr hindurch. In der Folge bildeten sich auf beiden Seiten der Spree erhebliche Staus. Der Verkehr wird über andere Spree-Querungen, etwa die Oberbaumbrücke oder Jannowitz-Brücke umgeleitet. Die Verkehrsinformationszentrale teilte am Morgen mit, man solle "bitte wesentlich längere Zeit einplanen."

Die Ausweichrouten etwa über die Marktstraße vorbei am Viertel rund um die Kaskelstraße oder über die Hauptstraße in Rummelsburg oder die Oberbaumbrücke verfügen oft nur über eine Spur und waren bereits vor der Sperrung hochfrequentiert.

Mehrere BVG-Linien betroffen

Auch mehrere Linien der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen wegen der Sperrung umgeleitet werden.

Nach BVG-Angaben sind umittelbar betroffen die Buslinien M43 und 194. Sie würden seit dem Morgen verkürzt und umgeleitet – die M43 biegt in die Eichenstraße ab und fährt von dort in die Puschkinallee, die Linie 194 fährt durch die Stralauer- und Tunnelstraße.

Wegen der Autostaus im gesamten Umfeld und auf den Umfahrungsstecken müssten außerdem die Linien 165 und 265 zeitweise aus dem betroffenen Bereich "zurückgezogen" werden, wie es von den Verkehrsbetrieben heißt: Sie endeten an der Haltestelle Elsenstraße/S Treptower Park. Angepasst werde auch der Betrieb der Straßenbahnlinie M10. Wegen Staus auf der Brücke Warschauer Straße ende sie zeitweise vor die Brücke.

Opposition prangert Vernachlässigung über viele Jahre an

Kritik am Zustand der Infrastruktur kam aus der Wirtschaft und der Opposition. "Sollte diese wichtige Querung auf Dauer ausfallen, würde das für den Wirtschaftsverkehr ein riesiges Hindernis und hohe Zusatzkosten bedeuten", warnte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Christian Amsinck. Das Chaos sei lange absehbar gewesen.

"Es ist ein Beispiel dafür, wie die Infrastruktur in Berlin über viele Jahre vernachlässigt wurde und wir mittlerweile ein Substanzproblem in der Infrastruktur haben", sagte Stefan Förster, Sprecher für Stadtentwicklung der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus in Reaktion auf die Nachricht von der Sperrung.

2018 schwere Schäden festgestellt

Die Elsenbrücke verbindet die Stadtteile Friedrichshain und Treptow. 2018 wurden schwere Schäden festgestellt, die einen Neubau erforderlich machen. Einige Brückenelemente
sind schon abgerissen. Derzeit wird eine Behelfsbrücke gebaut, die 2022 fertig sein soll. Danach soll die Elsenbrücke abgerissen werden.

Sendung: Abendschau, 13.12.2021, 19:30 Uhr

 

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62 Kommentare

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  1. 62.

    Genau! Augen auf bei der Wahl! Die neue SenUVK kommt wohl von der gleichen Partei wie Frau Günther, die 2018 die Errichtung der mittlerweile fast fertigen Behelfsbrücke und des Ersatzneubaus angestoßen hat.

  2. 61.

    Mit weniger Autos wird auch weniger Sanierung notwendig, weil ich glaube kaum, dass Fußgänger und Fahrradfahrer für die Löcher in den Straßen zuständig sind bzw. sie erzeugen.

  3. 60.

    Bei 25 km fahren sie also einmal komplett durch Berlin? Kann mir kaum vorstellen, dass bei solch einer Strecke der ÖPNV langsamer ist.
    Vielleicht würde der Ausbau des S-Bahn Außenringes ihnen helfen.

  4. 59.

    Ob die Elektroautos der ausschlaggebende Faktor bei der Änderung der Straßenbelastung sind, kann ich nicht beurteilen. Aber wenn ich an den Hauptverkehrsstraßen in der Gegend unterwegs bin, fahren auch sehr oft LKWs an mir vorbei, die scheinen mir dann doch etwas schwerer zu sein als E-PKW.

  5. 58.

    Ja da kann man nur sagen: Augen auf bei der Wahl Herr Paul. Offenbar hat es immer Mehrheiten gegeben, die Sie nun zwingen sich in Ihrem Lenkrad zu verbeissen. Liegt ein bisschen an der einfachen Strukturiertheit des Wählers. Der ja bekommt was er wählt. Dann aber so tut als sei er es nicht gewesen. Er glaubt auch gerne, der Politiker würde schon irgendwie für alles ein zweites und drittes Stockwerk auf der Erde einziehen. Und dann ist noch mehr Platz für noch mehr Autostrada. Aber selbst Jesus beschränkte sich auf die Verwandlung von Wasser in Wein. Mehr Grund und Boden auf dem Erdenrund versprach er nicht. (Glück für Jesus, das den Leuten gar nicht einfiel: Wasser in Wein: das macht auch der Winzer!)

    Aber seis drum. Offenbar wählen Sie ja das nächste Mal eine Partei, die viel Budget für ÖPNV in den Haushalt einstellt.

  6. 57.

    "Der ÖPNV muss stetig mit der steigenden Auslastung ausgebaut werden." Das ist doch genau der große Fehler, der seit Jahrzehnten gemacht wird. Es wird nur auf Sicht ausgebaut und wenn es sich unmittelbar lohnt. Unter intelligenter und vorausschauender Planung verstehe ich etwas Anderes. Andere Länder machen es vor: Bevor dort neue Baugebiete überhaupt erschlossen werden, ist die ÖPNV-Infrastruktur schon da. Bei uns wird das alles irgendwie und erst nachträglich hingepfeffert, meistens noch halbherzig, unterdimensioniert und am Bedarf vorbei und dann wundert man sich, dass die Leute lieber das Auto nehmen, als erst mal 20 Minuten lang zur nächsten Haltestelle zu wandern. Deutschland muss es endlich mal schaffen, erst die Alternativen zu schaffen, damit es sich lohnt, auf den ÖPNV umzusteigen und nicht immer erst mal zu schauen, wo neuer Bedarf entstanden ist.Typisches Henne-Ei-Problem.

  7. 56.

    Oh ja, das klingt echt schlau: Wir nehmen das Geld einfach aus dem Topf für Straßenbau. Die Idee ist verblüffend einfach, hat aber leider zwei gravierende Haken:
    1) Wir müssten unseren Berliner Mitbürgern erst mal die Autos wegnehmen und zwar allen. Denn sowohl die im S-Bahnring nutzen ihr Auto nur all zu gern, vor allem für die Fahrt nach außerhalb desselben wie auch die Anderen umgekehrt. Aber...
    2) ...fallen dann leider eine ganze Menge an Steuern weg (Kfz-Steuern ist noch der geringste Teil, hauptsächlich sind das dann die Energiesteuern auf die Kraftstoffe), die derzeit den Straßenbau fürstlich finanzieren. Ohne diese Steuern entsteht nämlich erst mal ein großes Loch, welches dann anderweitig gestopft werden will.
    Deutschland ist ein Musterbeispiel dafür, dass es am Ende immer extrem teuer wird, weil man vorher im Unterhalt gespart hat, sprichwörtlich bis es quietscht (und kracht).

  8. 55.

    Beantwortet aber immer noch nicht meine Frage woher Sie das Personal für das Betreiben, Warten, Instandsetzen und das Reinigen herbekommen möchten. Man sollte nicht vergessen, dass für das Fahren jeder zusätzlichen Bahn oder Bus nicht nur jemand gebraucht wird, der dieses Fahrzeug auch bedienen kann, sondern ein gewisser Prozentsatz für die oben angeführten weiteren notwendigen Tätigkeiten! Und bei dem jetzt schon herrschenden Fachkräftemangel....
    Wollen Sie Pflegepersonal. Lehrer, Kindergärtnerinnen oder Personal aus der so üppig mit Personal ausgestatteten Berliner Verwaltung abziehen? Nochmal ich bin für einen noch besseren ausgebauten ÖPV, aber dies lässt sich nun mal nicht so schnell umsetzen. Das braucht leider Zeit. Und bis dahin muss man versuchen alles erst einmal in Einklang zu bringen (Fuß, Rad, ÖPV und Auto) und somit muss diese Brücke auch wieder schnellstmöglich ans Netz und nicht erst in 5 Jahren!

  9. 54.

    Gerade weil der Ausbau nicht von heute auf morgen erfolgen kann, muss man frühzeitig anfangen zu planen und nicht wie die Tram für Spandau trotz unzähliger Überlastet-Meldungen der Busse (s. NVP von 2017)nichtstuend auf die lange Bank schieben. Die Verlängerung der U5 im Westen ist schon lange vom Tisch, bzgl. der M10 durch Kreuzberg sieht die Linke noch erheblichen Diskussionsbedarf, neue Bahnen wurden eh benötigt, Adlershof II ist eine alte Planung wie auch die S-Bahn nach Schönefeld, dito die Ausschreibung Elbe-Spree etc.

  10. 53.

    Paul:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 13.12.2021 um 12:51
    wenn ALLE ÖPNV nutzen würden, würdest du gar nicht mehr zur Tür reinkommen.... und solange ich für 25km 4x umsteigen muss und 90min oder mehr brauche, bis 20min auf die Tram warten muss, und Halbzüge auf der S8 im BERUFSVERKEHR fahren, solange werde ich mich im Auto festbeißen ... :-p"

    Wenn am Ende einer stetigen Entwicklung des Ersatzes des Autoverkehrs durch ÖPNV nach 10...20 Jahren ALLE ÖPNV nutzen würden, dann käme jeder zur Tür rein. Es würden viel mehr ÖPNV-Fahrzeuge fahren, die Busse kämen im Berufsverkehr viel schneller vorwärts, weil sie nicht im Stau stecken bleiben würden. Von heute auf morgen geht so etwas natürlich nicht. Aber in einem langen stetigen Prozess wäre dies sehr gut möglich.

    Neue S-Bahnen sind bereits bestellt, so dass hoffentlich in wenigen Jahren überall nur noch Vollzüge durch die Innenstadt und auf dem Ring fahren werden.

  11. 52.

    Alfred Neumann:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 13.12.2021 um 12:51
    Niemand hatte allerdings in den letzten Jahren die Absicht, den ÖPNV auszubauen - und hat sich diesmal sogar daran gehalten."

    Aber der ÖPNV wird doch ausgebaut: U5-Verlängerung, M10-Verlängerung, neue Straßenbahnstrecke zwischen S Schöneweide und S Adlershof, neue Straßenbahn-Bestellungen, Taktverdichtungen, S-Bahn-Verlängerung nach Schönefeld, RE1 soll bald alle 20 statt 30 Minuten fahren usw. usf. Natürlich wäre es schön, wenn alles viel schneller ginge, aber beim Ausbau gibt es auch den Kosten-, Personal- und Zeit-Faktor. Man kann nicht plötzlich alle Busse verdoppeln, die dann halbleer rumfahren. Das geht nicht von heute auf morgen aus Material-, Personal- und Kostengründen. Der ÖPNV muss stetig mit der steigenden Auslastung ausgebaut werden.

  12. 51.

    Ein Glück, dass es die Sensoren gibt und diese funktionieren. Und ein Glück, dass die Behelfsbrücke bald fertig ist.

  13. 50.

    Oje. Die Elsenbrücke ist schon in Sanierung. Sie hätte noch ein paar Monate halten müssen, dann wäre sie eh abgebaut worden (für die die es nicht wissen).

    Hier etwas offizielles von der Berlin Seite dazu:
    https://www.berlin.de/sen/uvk/verkehr/infrastruktur/brueckenbau/elsenbruecke/

    Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass die Umstellung auf die schwereren Elektroautos viel mehr und schneller Brücken- und Straßenschäden auftreten werden. Ich hoffe die Statiker haben auf dem Deckel, dass der Verkehr schwerer wird.
    Man braucht halt heutzutage ein +-2 Tonnen Auto um seinen zarten +-100kg Körper durch die Gegend zu kutschieren.

  14. 49.

    Nö, man muss nur den ÖPNV massiv ausbauen, die Radwege massiv ausbauen, aber das Autostraßennetz zurückbauen, dann geht auch der Stau zurück. Die Finanzierung des ÖPNV nehmen wir aus dem Budget für den Straßenbau. Gerne auch bundesweit. Die Milliarde oder zwei die für den Weiterbau der A100 sind sinnlos rausgeworfenes Geld, das kann man in sinnvollere Dinge stecken, z.B. ÖPNV. Und niemals vergessen: 50m Autoschlange sind 11 Personen und 50 m Straßenbahnlänge sind 200 Personen. Auto sieht nur viel aus, die Berförderungsleistung an sich ist vollkommen ineffizient.

  15. 48.

    wenn ALLE ÖPNV nutzen würden, würdest du gar nicht mehr zur Tür reinkommen.... und solange ich für 25km 4x umsteigen muss und 90min oder mehr brauche, bis 20min auf die Tram warten muss, und Halbzüge auf der S8 im BERUFSVERKEHR fahren, solange werde ich mich im Auto festbeißen ... :-p

  16. 47.

    Wenn man in Internetsuchmaschinen "Marode Brücken", "Marode Autobahnbrücken", "Marode Straßenbrücken", "Marode Eisenbahnbrücken" eingibt werden zahlreiche Artikel, aktuell sowie Jahre alt angezeigt.
    In Deutschland gibt es seit vielen Jahren eine vierstellige Zahl von einsturzgefährdeten Brücken. In ganz Deutschland müssen immer mehr Brücken gesperrt werden. Hauptsächlich wegen der Zunahme des LKW-Verkehrs. Große Verkehrsströme müssen Jahre lang umgeleitet werden. Die volkswirtschaftlichen Schäden und die Umweltbelastungen sind immens. Die Arbeit des Verkehrsministeriums ist seit über zehn Jahren katastrophal.

  17. 46.

    Eine Behelfsbrücke ist bereits installiert...
    Das bedeutet, die Brücke soll wohl längst saniert oder ausgetauscht werden.....

    Aber ersteinmal die Grünen...

    Wissen Sie eigentlich, wie lange die Vorbereitung einer Brückensanierung dauern?

    Ich denke, nein!

  18. 45.

    R.B.
    Ihr Vergleich mit Genau hinkt ein wenig. In Genua, die besagte Brücke war, ist, eine national, landesweit, wichtige Autobahnbrücke. Diese wird privat betrieben.
    Die Elsenbrücke ist "nur" eine von vielen Stadtstraßenbrücken. Sicherlich eine wichtige Brücke für den Verkehr.
    Würde die Rudi-Wissell-Brücke, als Autobahnbrücke, der sie ist, gesperrt werden müssen, würde die Behelfsbrücke in sechs Monaten stehen, sofern es der Baugrund von der Bodenbeschaffenheit hergibt. Ein kompletter Bau wird auch länger dauern, weil der Berliner Baugrund, eher Sandboden ist, dessen Tragfähigkeit lässt nicht viel zu, in Sachen Schnelligkeit, es muss Zeit zur Bodensetzung gegeben werden, sonst kommt es zu Absackungen und Bauwerksschäden.

  19. 44.

    Dass viele Straßen und Brücken marode sind, kann man allerdings nur schwer den Grünen ankreiden. Gerade hier gilt zudem laut einem Artikel des RBB:
    "Die Behelfsbrücke an der Elsenbrücke sei bereits fertig, müsse aber noch für den Verkehr freigegeben werden. "Mit Glück haben wir das in ein paar Wochen erledigt", sagte Thomsen."
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/12/elsenbruecke-gesperrt-berlin-verkehr-stau.html

  20. 43.

    ich habe mich in kleinster Weise gegen den Ausbau des ÖPV ausgesprochen!
    Ich habe mich lediglich für einen Einklang des Ausbaus von ALLEN Verkehrsmittel ausgesprochen.
    Es kann aus meiner Sicht auf keinen Fall funktionieren „von Heute auf Morgen“ den Autoverkehr aus der Stadt zu verbannen (zumindest habe ich den Eindruck, das dies so einige in der Stadt wollen). Wenn man den Autoverkehr in der Stadt reduzieren möchte, (was ich im übrigen auch befürworte, allerdings reduzieren und nicht komplett verbannen) dann müssen erst einmal die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Also der Ausbau von S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Das muss aber auch erstmal finanziert werden und dann brauchen sie auch dann das entsprechende Personal (Fahrer, Personal für die Instandhaltung, Reinigungspersonal, etc.) Des weiteren kommen sichere Radwege und die Instandsetzung vorhandener Radwege dazu. Und das werden wir nun mal nicht von Heute auf Morgen schaffen, auch nicht in 10 Jahren.

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