Verdacht der Bestechlichkeit - Berliner Polizist und Bezirksmitarbeiter bei Kokain-Razzia verhaftet

Mi 01.12.21 | 15:49 Uhr
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Symbolbild: Polizisten führen einen Mann ab. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Audio: rbb88,8 | 01.12.2021 | Anke Michel | Bild: dpa/Paul Zinken

Haftbefehle bei der Großrazzia am Dienstag gegen eine Kokain-Schmugglerbande: Zwei Berliner Amtsträger wurden wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und falscher Beurkundung noch vor Ort festgesetzt. Unter ihnen ist ein Polizeibeamter.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen eine Kokain-Schmugglerbande stehen drei Berliner Amtsträgerinnen und Amtsträger unter anderem wegen Bestechlichkeit und Falschbeurkundung unter Verdacht.

Es handelt sich um einen Polizeibeamten sowie zwei Mitarbeitende eines Bezirksamtes, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärug bekannt. Gegen zwei von ihnen – darunter den Polizeibeamten – seien im Rahmen der Durchsuchungsaktion am Dienstag Haftbefehle vollstreckt worden.

Die Verdächtigen sollen gegen Geld Abfragen in den Informationssystemen vorgenommen beziehungsweise gefälschte Dokumente erstellt haben.

Verdacht der Vertuschung

Im Zuge der Ermittlungen hätten sich noch weitere Verdachtsmomente ergeben, die nicht im Zusammenhang mit dem Hauptermittlungskomplex wegen Bestechlichkeit und Falschbeurkundung stehen, heißt es in der Erklärung.

Diese Verdachtsmomente beträfen fünf weitere Beschäftigte der Polizei Berlin wegen Strafvereitelung beziehungswesie Urkundenfälschung. Gegen sie seien Verfahren eingeleitet worden. Drei der fünf Verdächtigen wird vorgeworfen, sie hätten versucht, die genannten Verdachtsmomente der Bestechlichkeit und der Falschbeurkundung gegen ihren Kollegen zu "vertuschen".

Ermittlerinnen und Ermittler der Polizei Berlin hatten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin am Dienstag bei insgesamt acht Beschuldigten Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Insgesamt durchsuchten sie zwölf Objekte.

Sendung: Inforadio, 01.12.2021, 15:00 Uhr

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8 Kommentare

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  1. 8.

    Sie leben in einem Rechtsstaat, Gewaltenteilung, welches Problem haben Sie mit der Berichterstattung? Verschwörung oder einfach dagegen, weil Sie etwas gegen demokratische Verhältnisse haben?

  2. 7.

    Ich muss Sie enttäuschen. Bin kein Sympatisant diese afd-Partei. Aber ich bleibe bei meiner Meinung, die Öffentlichkeit hat ein recht darauf die Hintergründe zu erfahren.

  3. 6.

    Was bitte hat die
    Frage nach der Tätigkeit der Verdächtigen mit der AFD zu tun??

  4. 4.

    Dein Freund und Helfer ... auch in Sachen Koks. :(
    Hoffentlich werden die betroffen Personen aus dem Beamtenverhältnis entlassen und verlieren alle Pensionsansprüche.

  5. 3.

    Sparen Sie sich Ihre verdrehte afd Rhetorik, Hans. Bitte.

  6. 2.

    Gute Polizeiarbeit der Ermitelnden, klasse!!
    Schon beruhigend für die Steuerzahler, wenn man weiß, wie sehr sich Amtspersonen, die damit betraut sind, an die geltenden Datenschutzbestimmungen und die obligatorische Amtsverschwiegenheit halten, echt vertrauenerweckend.
    Wenn die Polizei jetzt zum Jahresende so einen Lauf bei Ihren Ermittlungserfolgen hat, dann wäre es doch wünschenswert, wenn man mal pünktlich zum Fest endlich etwas von Strafverfahren und Haftbefehlen gegen die Nazibrut in den eigen Reihen zu lesen bekäme.

  7. 1.

    Frage: Wo sind/ waren alle Verhafteten tätig. Ebenso die Verdächtigen. Das ist man der Öffentlichkeit schuldig. Es darf keine Vertuschung seitens der Staatsanwaltschaft geben.

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