Winterwetter in Berlin und Brandenburg - Schnee hüllt die Region in Weiß

Do 09.12.21 | 20:16 Uhr
  23
Eine Person zeichnet sich ab vor dem Kanzleramt im Schneetreiben in Berlin, 09.12.2021. (Quelle: Photothek/Florian Gaertner )
Bild: Photothek/Florian Gaertner

Über Berlin hat sich am Donnerstagmorgen eine feine Schicht Schnee gelegt. Auch in Teilen Brandenburgs schneite es. Wie lange das Weiß liegen bleibt, ist unklar. Es kam zu Unfällen und glatten Straßen. Sind das bereits Vorboten für eine weiße Weihnacht?

Berlin und Teile von Brandenburg sind am Donnerstag mit Schneefällen in den Tag gestartet. Schon am Mittwoch waren vereinzelt Schneeflocken vom Himmel gefallen.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gab es im Laufe des Donnerstags gebietsweise mehrere Zentimeter Neuschnee. Am Abend gab es demnach nur noch vereinzelt Schneefälle. Für die Nacht zum Freitag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Frostwarnung ausgegeben.

Durch den Schnee kam es zu Behinderungen auf den Straßen, mehr als 80 Unfälle meldete die Polizei in Brandenburg. Demnach wurden dabei zehn Menschen verletzt worden. Der schwerste Unfall ereignete sich auf der A115 zwischen Kleinmachnow und Potsdam-Babelsberg mit vier Schwerverletzten. Zwei Autofahrer seien mit Sommerreifen unterwegs gewesen.

Auch die Polizei in Berlin verzeichnete mehr Unfälle als sonst. Insgesamt, so ein Sprecher auf rbb-Anfrage, hätten sich die Autofahrer aber gut auf die Witterungsverhältnisse eingestellt.

BVG meldete nur vereinzelte Verzögerungen

Die Leitstelle der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) meldete nur vereinzelte Verzögerungen im Busverkehr. Größere Auswirkungen gab es lediglich auf zwei von mehr als 150 Berliner Buslinien. Betroffen war in beiden Fällen der Südwesten der Stadt.

Die Linie 218 musste zeitweilig zwischen Wannseebadweg und Messe Nord/ICC unterbrochen werden. Grund war die teilweise vereiste Havelchaussee. Ebenfalls Eisglätte machte die Hundekehlestraße in Schmargendorf für die Busse unbefahrbar. Bei U-Bahn und Straßenbahn gab es bisher keine Auswirkungen durch das Wetter.

Berlin und Brandenburg schmücken sich mit weißem Flockenkleid

Ob es am Freitag weiter zu Schneefall kommt, ist noch unklar. Gerade die Oder-Region könnte aber weiteren Schnee erwarten. Von Süden her kommt dann auch die Sonne zurück, sodass der Samstag trocken und freundlich werden soll. Die Tagestemperaturen liegen bei minus 1 Grad im Nordosten bis plus 3 Grad im Südwesten.

Spätestens im Laufe der nächsten Woche soll sich der Schnee nach derzeitigen Prognosen wieder verflüchtigen.

Aussicht auf weiße Weihnachten?

Aus den Schneefällen jetzt mehr als zwei Wochen vor dem Fest lassen sich nach Aussagen der Wetterredaktion des Hessischen Rundfunks (HR) kaum verlässliche Aussichten für Weihnachten machen. HR-Meteorologe Roland Vögtlin sagte rbb24: "Es gibt da ganz verschiedene Wettermodelle, die auch so weit reichen. Einigermaßen verlässlich aber kann man da nur sagen: Es gibt kaum oder nur wenig Chancen auf große Niederschläge." Daraus lasse sich vielleicht ableiten: "Es gibt also auch nur sehr geringe Chancen auf eine weiße Weihnacht in Berlin und Brandenburg." Allerdings sei dies auch nichts Ungewöhnliches, weil man grob für die Region, die ja sehr groß seit, sagen könne, weiße Weihnachten gebe es hier ohnehin nur etwa jedes vierte Jahr oder noch seltener.

"Sehr wahrscheinlich wird es auch keine extremen Temperaturen - nach oben wie nach unten - geben", sagte Vögtlin weiter. Allen, die auf eine weiße Weihnacht hofften, würde er als eine Art Schutz vor allzu großer Enttäuschung auf den Weg geben: "So richtig nach einer verschneiten Weihnacht sieht es - bislang - nicht aus."

Ähnlich skeptisch auf die Aussicht "weiße Weihnacht" stimme eine Statistik des Deutschen Wetterdienstes, sagt Vögtlin. Auf der Grundlage der Wetterentwicklung in den vergangenen dreißig Jahren gebe es eine Wahrscheinlichkeit von "ganzen sieben Prozent" auf eine weiße Weihnacht in Berlin.

Schnee in Berlin (Quelle: G. Gringmuth-Dallmer)
Bild: G. Gringmuth-Dallmer

Sendung: Inforadio, 09.12.2021, 09:15 Uhr

23 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 23.

    Zu der Bildunterschrift "In den frühen Morgenstunden war es besonders mit dem Fahrrad eine rutschige Angelegenheit in Berlin unterwegs zu sein."

    Auf Neuschnee fährt es sich mit dem Rad mit angepasster Geschwindigkeit sogar hervorragend, erst wenn der Schnee taut oder von motorisierten Verkehrsteilnehmern zu Matsch gefahren wird, dann wird es gefährlich. Erst recht wenn das dann wieder anfriert.

    Noch viel gefährlicher ist allerdings das Verhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer Radfahrenden gegenüber. Keine Rücksicht, weder auf Radfahrende, noch auf die Wetterbedingungen. Dazu kommt noch das "übliche" Verhalten. Auf Radwegen parken, in zweiter Spur, zu dicht überholen usw. ...

    Siehe Kommentar #22 dazu, den ich voll und ganz bestätigen kann.

  2. 22.

    Sehr schon das höchst exemplarische Winterbild von Berlin.
    (Mutmaßlich) geräumte Straße neben ungeräumten, schmalen Radweg und im Verhältnis überbreiter Fußweg.
    Lieber neuer Senat: bitte Radwege ganz genauso räumen wie Straßen, bzw. satte Strafen für Hausbesitzer, die den Weh nicht räumen, bzw. ihn mit dem Schneematsch vollhäufen. Letzteres geht auch an die Adresse der Räumdienste. Am besten Lizenz entziehen, wo das so gehandhabt wird.
    An die Autofahrer(m/w/d), die heute auf Hohenzollerndamm und Clayallee im mm-Abstand an mir vorbeigerast sind: testen Sie bitte selber mal bei dem Wetter a) das Radeln auf den "Radwegen" und b) das Ausweichen auf die Straße.
    Nein, nicht jeder kann Auto oder ÖPNV.

  3. 21.

    Schneebedeckt sehen die kahlen Äste der Kastanie im Hof doch gleich viel hübscher aus : )

  4. 20.

    Nicht schlimm, Emil, auch Sie müssen nicht alles wissen, und wir haben alle unsere lexikalischen Bildungslücken: "Frisch gefallener Schnee wird als Neuschnee bezeichnet. Seine Eiskristalle sind noch fein verzweigt mit spitzen Zacken. Änderungen in der Struktur des liegenden Schnees bezeichnet man als Schneeumwandlung oder Metamorphose. Ihre Art und Geschwindigkeit ist von äußeren Einflüssen wie etwa der Temperatur abhängig." (Wiki)

  5. 19.

    "Leider ist das seit vielen Jahren nicht mehr möglich. " Mit nem Käfer über'n Tegeler See auch nicht mehr. ;-)

  6. 18.

    Ja ... ist logisch. Beim Neujahr gabs ja auch ein Altes.
    m(

  7. 16.

    Hallo Heike, ich hatte zwar nie Schlittschuhe, bin aber immer gern auf auf dem Eis auf der Dahme (gehört zur Spree) gelaufen. Leider ist das seit vielen Jahren nicht mehr möglich. Aber die Hoffnung auf einen schönen Winter stirbt nicht...

  8. 15.

    Frostwarnung? Heute ist minus ein Grad, nicht minus zwanzig!! :-)

  9. 14.

    Wieso ist von Neuschnee die Rede? Dafür hätte doch schon Schnee liegen müssen. Neuschnee = es gibt neuen Schnee. Ich kenne den Gebrauch des Wortes nur in diesem Sinn.

  10. 13.

    Oh ja, ich warte auch sehnsüchtig darauf, das es endlich wieder heller wird. Die Zeit gerade ist so be........!

  11. 12.

    Tja, Teddybär... Die vier Feinde der S-Bahn: Frühling, Sommer, Herbst und Winter... ;-)

  12. 11.

    Bei uns in der Prignitz war der Schnee vom letzten Sonntag noch gar nicht geschmolzen, jetzt gab's Nachschub :o)

  13. 10.

    Morgentlicher Frühsport auf meinem Grudstück, Schneeschippen hält fit. Auch mal zwischendurch, damit die Schneedecke nicht zu dicht und schwer wird. Aber ohne Eisbilung brauche ich keinen Sand streuen, gut so. Und nächste Woche solls ja wieder etwas wärmer werden.

  14. 9.

    Wieso? Im Gegensatz zu Berliner und vor allem Brandenburger Autofahrer ist die Bahn nicht zu blöd um sich auf die paar Schneeflocken einzustellen.

    https://www.radioeins.de/themen/verkehr/

  15. 8.

    Guten Morgen lieber Markus, die Palmen schnell rein und hoffentlich bald zur Schneeballschlacht. Was hat man für schöne Erinnerungen. Mein Bruder und ich hatten keine Schlittschuhe aber Gleiter unter den Schuhen und dann die verschneite Straße rauf und runter. Oder mit dem Schlitten zum Hahneberg oder Teufelsberg und Rodel bis es dunkel wurde.
    Aber bis jetzt ist leider noch keine Flocke gefallen:-(

  16. 7.

    Au ja, ich liebe Schnee, bitte reichlich davon!
    Und nur noch knapp zwei Wochen bis zur Wintersonnwende, dann werden auch die Tage wieder länger. :-)

  17. 6.

    Mhhh ... Schneeballschlacht, Schneemänner bauen, Schitterbahn machen, den Dorfdö.... einseifen, Schlittenfahren, Hund vorm Schlitten anbinden und Bällchen werfen - war wie Hundeschlitten - fast, u.v.m. , auch mal erwischt werden und Schneeschippen müssen ... war schon schön :-)

  18. 5.

    Na dann, liebe Bahnfahrer,viel Spaß.

  19. 4.

    Frost Warnung im Dezember. Aha. Was haben wir bloß früher gemacht, als wir aufstanden und es war weiß draußen. Echt witzig.

Nächster Artikel