Orkanartige Böen und Niederschläge - Stürme sorgen für viele Polizei- und Feuerwehreinsätze

Do 02.12.21 | 10:46 Uhr
2.12.2021, Brandenburg, Gemeinde Schönwalde-Glien Sturmtief Daniel sorgt durch umgestürzte Bäume für Unfall auf der Landstraße zwischen Nauen und Schönwalde-Glien, PKW VW fuhr frontal in Baumspeere und wird daurch erhebich zerstört, Feuerwehr musste drei Waldbäume mit Motorsägen zerkleinern (Quelle:www.imago-images.de)
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Abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume: Nach einer ersten Bilanz melden Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg Schäden. Die teils orkanartigen Böen und Niederschläge in der Nacht führten zu kleinen, aber vielen Einsätzen.

Polizei- und Feuerwehr mussten in der Nacht in Berlin und Brandenburg zu vielen Einsätzen ausrücken. Erhebliche Sturmböen richteten Schäden an. Wie ein Sprecher des Lagezentrums in Potsdam erklärte, mussten dabei zumeist abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume von Straßen und Autobahnen geräumt werden.

Auf der A24 stießen ein Sattelzug und zwei Autos gegen einen Baum, der auf der Fahrbahn lag. Verletzt wurde dabei niemand.

Testzelte beschädigt - aber keine größeren Schäden

In Doberlug-Kirchhain und Frankfurt (Oder) wurden Corona-Testzelte durch den Sturm beschädigt. Größere Sturmschäden seien bislang aber nicht bekannt, sagte ein Sprecher des Lagedienstes der Brandenburger Polizei dem rbb am Donnerstagmorgen.

Rund 20 Mal wurde Feuerwehr in Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Frankfurt für sturmbedigte Einsätze gerufen. Rund um Bad Saarow und Bad Freienwalde seien vermehrt Bäume umgestürzt. Die Leitstelle Nord-Ost meldete für die Region Barnim-Uckermark-Oberhavel über 90 wetterbedingte Einsätze bis zum Morgen. Zahlreiche Bäume seien in den drei Landkreisen umgestürzt. Unter anderem in Eberswalde drohten Teile einer Fassade abzustürzen. Verletzte gab es nach Angaben der Leitstelle nicht.

In Berlin gab es in der Nacht etwa zehn wetterbedingte Einsätze. Es habe sich um heruntergefallene Dachziegel und abgebrochene Äste gehandelt, sagte ein Sprecher des Lagedienstes der Feuerwehr dem rbb. "Außergewöhnliche Einsätze" seien aber nicht gemeldet worden, es habe keine Verletzten gegeben.

20 Minuten waren die Notrufnummern nicht erreichbar

Kurz nach Mitternacht waren in der Hauptstadt dann allerdings die Notrufnummern 110 und 112 ausgefallen. Ein Polizeisprecher sagte dem rbb am frühen Morgen, die Störung habe etwa 20 Minuten gedauert, mittlerweile funktioniere wieder alles. Den Grund für den Ausfall würden Techniker im Laufe des Tages klären.

Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, beginnt der Donnerstag teilweise noch mit Wind- und Sturmböen – sie lassen aber im Laufe des Tages nach.

Sendung: Inforadio, 02.12.2021, 6:00 Uhr

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