Bis zu 15 Grad Celsius möglich - Dieser Jahreswechsel ist der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen

Sa 01.01.22 | 10:13 Uhr
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Winterschwimmer des Vereins "Berliner Seehunde" stehen am 01.01.2022 beim Neujahrsschwimmen im Orankesee. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Audio: Antenne Brandenburg | 01.01.2022 | Martin Daume | Bild: dpa/Christoph Soeder

Am Silvestertag sind in Berlin und Brandenburg an mehreren Wetterstationen die höchsten bislang an einem 31. Dezember gemessenen Temperaturen registriert worden. Auch in der Nacht blieb es rekordverdächtig warm.

Der Silvestertag in Berlin und Brandenburg war in diesem Jahr so warm wie noch nie. Und auch in der Silvesternacht wurde ein Temperaturrekord gemessen.

In der Hauptstadt fiel der bisherige Rekord schon um die Mittagszeit des Silvestertags. Laut ARD-Wetterexperten handelt es sich um den wärmsten 31. Dezember seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Berliner Wetterstationen verzeichneten am Freitag bereits bis zum Mittag allerorten mehr als 13 Grad Celsius - Spitzenwerte am Nachmittag waren dann 14 Grad Celsius in Dahlem und 14,2 Grad Celsius in Tempelhof.

Die Temperaturen, sagte ARD-Meteorologe Alexander Fromm, seien für Ende Dezember "wirklich ungewöhnlich mild". Der bisher wärmste Jahreswechsel in der Hauptstadt war 2017/18. Damals lagen die Temperaturen bei etwa 12 Grad.

Mehr als 15 Grad in Brandenburg

In Brandenburg wurden am Freitag noch höhere Temperaturen gemessen als in Berlin. An der Spitze lag Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) mit 15,1 Grad Celsius, dahinter folgten Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz) und Lübben-Blumenfelde (Dahme-Spreewald) mit jeweils 14,7 Grad Celsius gemessenem Höchswert.

Der bisherige Brandenburger Rekord am 31. Dezember wurde im Jahr 1925 in Cottbus registriert. Damals lag der Höchstwert bei 14,5 Grad Celsius.

Nach den Temperaturrekorden am Silvestertag blieb es auch in der Nacht zum 1. Januar ungewöhnlich mild. Wie Meteorologe Stefan Rubach vom Deutschen Wetterdienst der DPA sagte, war es die "wärmste Januarnacht seit Beginn der Wetteraufzeichnung" in Berlin und Brandenburg. Die Temperaturen blieben auch in der Nacht flächendeckend im zweistelligen Bereich. Die höchste Temperatur wurde danach an der Wetterstation Berlin-Tempelhof mit 11,8 Grad gemessen.

Der große Wintereinbruch ist nicht in Sicht

Derzeit sorgt eine großflächig angelegte Südwestströmung für die ungewöhnlich milden Temperaturen im Winter. Für den Neujahrstag und den Sonntag erwarten die Meteorologen tagsüber Temperaturen zwischen elf und 13 Grad in der Region Berlin-Brandenburg. Es soll immer wieder regnen, kann aber zwischenzeitlich auch auflockern.

"Es bleibt erstmal wechselhaft mit weiteren Tiefdruckgebieten, die durchziehen", so Alexander Fromm. Der ganz große Wintereinbruch sei nicht in Sicht. "Es bleibt eher nasskalt". Am Mittwoch ist im Norden allerdings auch leichter Schneefall oder Schneeregen möglich.

Sendung: Fritz, 01.01.2022, 10:30 Uhr

45 Kommentare

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  1. 45.

    Wer es jetzt immer noch nicht begriffen hat, der hat wirklich Tomaten auf seinen Sinnesorganen.

    Diese Klimakrise ist nichts natürliches oder was es schon mal gegeben hat. Diese Krise, man beachte nur die ganzen Wetter -Extreme der letzten 10 Jahre, ist unserem Lebensstil geschuldet. Kohlestrom, Individuelle Mobilität und Reiseweltmeister, dass alles kann gar nicht ohne Folgen bleiben.

  2. 44.

    nach wessen Aufzeichnungen?
    Baden zu Weihnachten im Rhein gab es auch schon…"
    Nun bezieht sich der Artikel und die Aussage ausdrücklich auf Berlin und Brandenburg.
    Und nach meinen, zugegebenermaßen nicht besonders guten geografischen Kenntnissen, fließt der Rhein eher nicht durch dieses Gebiet.
    Aber ich kann mich da täuschen.

  3. 43.

    nach wessen Aufzeichnungen?
    Baden zu Weihnachten im Rhein gab es auch schon…ach ja..der oder das rbb hat nicht mitgemessen..also zählt das nicht..

  4. 42.

    War die selbe Wetterlage wie damals beim Oder und Elbehochwasser, Hochwasserkathastrophe 1993 an Mosel und Rhein AN Weihnachten, usw.
    Ob das dem Klimawandel geschuldet ist,weiß ich nicht, glaube ich aber nicht
    Kommt immerwieder mal vor LEIDER

  5. 40.

    Angesichts dessen finde ich umso mehr, dass die internationalen Klimaziele weiterverfolgt werden müssen.
    Dafür will ich aber kluge und soziale Sachpolitik und keine abgehobenen Ideologien.
    Wie war das mit den "starken Schultern"?

    Gesundes Neues!

  6. 39.

    Der Blick auf einen einzigen Tag ist aber auch absolut unsinnig. Die jetzige Wärmeperiode haben wir normalerweise immer um Heiligabend herum. In diesem Jahr war es an diesem Tag etwas kälter als durchschnittlich und die wärmeren Tage etwas später. Insofern ist die Aussage eines wärmsten Tages, bezogen auf ein festes Datum, ohne Relevanz. Man muss dafür schon mindestens Monate betrachten. Dann sind die Steigerungen vielleicht nicht mehr so spektakulär, aber eben auch vorhanden. Nur für reißerische Überschriften reicht es dann eben seltener.

  7. 38.

    Wenn der Mensch nicht alles bebauen würde hätte es dieses Ergebnis im Ahrtal auch nicht gegeben. Sturmflut Hamburg 1962, nur gut das man da das Wort Klimawandel noch nicht kannte!

  8. 37.

    Oh oh, bitte bleiben Sie bei den Fakten! Der Klimawandel hat mit den Ereignissen im Ahrtal gar nichts zu tun, es gab in der aufgezeichneten Vergangenheit bereits zwei gleichartige Überschwemmungsereignisse an der Ahr, die aber einfach in der gesamten Katastrophen- und Bebauungsplanung ignoriert wurden. Die Regenmassen selbst resultieren nicht aus der Erderwärmung sondern sind Folge einer seltenen Wetterkonstellation, bei der ein Tiefdruckgebiet zwischen Hochs so eingekesselt wird, dass es sich nicht vorwärts bewegt und in einem festen Gebiet abregnet. Das war für die Metereologen bereits Tage zuvor absehbar, deren Warnungen wurden aber ignoriert. Hätte man die maximalen Überschwemmungen der Vergangenheit beachtet, hätte man wissen müssen, wie schlimm es kommen kann. Die hat man aber ignoriert und sich nur am Durchschnitt orientiert,ein tödlicher Fehler. Der Klimawandel ist hier nur willkommene Ausrede!

  9. 36.

    Das hat mit einseitiger Ideologie nichts zu tun. Ohne Klimawandel hätte es die Ereignisse im Ahrtal nicht gegeben. Die Nachweise kann man im Netz finden wenn man will. Sieht man sich an wie die Eisschilde wegbrechen kann man erahnen was uns erwartet.

  10. 35.

    Sorry ,habe geschrieben damals war es vielen nicht zum Xeiern zu Mute,,da war das X zu dicht am F ,Feiern sollte das heißen

  11. 34.

    Habe gerade geschaut
    Waren sogar 35 Grad Unterschied zu Sylvester 78/79 und Dieses Sylvester

  12. 33.

    Damals war es ,ich glaube mindestens 20,vielleicht sogar 25 Grad kälter als dieses Jahr
    Das ist echt Grass,
    Gestern haben wir draußen, an meinem Grillplatz gefeiert,bis 2 Uhr nachts ,war echt schön,trotz ohne Feuerwerk
    Da wäre damals bei meterhphen Schneeverwehungen, extrem starker eisiger Wind überhaupt nicht zu denken gewesen
    Damals war es vielen nicht zum Xeiern zu Mute,weil viele auch in ihrer Existenz bedroht waren
    Sie waren ja auch direkt betroffen
    GUTES NEUES JAHR

  13. 32.

    Das ist mal ein Rekord wo man sich sicher sein kann, dass er in den nächsten zehn Jahren noch wenigstens drei Mal gebrochen wird.

  14. 31.

    Prost, Neujahr
    WILLKOMMEN IM NEUEN JAHR

  15. 30.

    Es geht doch nicht ums Leugnen des Klimawandel . Es geht darum wenn es mal Ausreißer gibt das es sofort auf den Klimawandel geschoben wird. Ich vergleiche das mal mit alle meckern immer auf das Autofahren wegen dem Feinstaub, durchaus richtig. Verteidigen aber dann wie dumm die Knallerei jedes Jahr zu Silvester, obwohl dort fast 17% des jährlichen Feinstaubs durch Autos in die Luft geblasen wird. Ist schon merkwürdig oder?

  16. 29.

    Nein im Ahrtal war es eine besondere Wetterlage in Verbindung mit Bausuenden. Mit Klimawandel haben solche einzelnen tragischen Ereignisse in der Regel wenig gemein. Ich finde es nicht gut, dieses Schadensereignis ideologisch einseitig zu instrumentalisieren.

  17. 28.

    Fühlt sich sehr merkwürdig an, an Silvester nicht zu frieren. Dafür werden hoffentlich viele Menschen draußen feiern, was angesichts Corona deutlich sicherer ist.

  18. 27.

    Silvester 1978/79 fand für mich mitten im Märkischen Kiefernwald statt als ich mit meinen Kohlezug 4 Stunden in einer großen Schneewehe festsaß.

  19. 26.

    Na, da können wir uns ja freuen, das die heimlichen Weltherrscher Deutschland einen milden Winter gönnen.
    Mal Spass beiseite, solche Wetterlagen hat es schon wiederholt gegeben. Andererseits gibt es durchaus ernste wissenschaftliche Untersuchungen, nach denen es, durch den Klimawandel bedingt, künftig in Mitteleuropa vermehrt kalte Winter geben könnte.

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