18-Jähriger schießt in Universität - Mutmaßlicher Amokläufer von Heidelberg stammt offenbar aus Berlin

Di 25.01.22 | 17:03 Uhr
Polizisten stehen neben Krankenwagen und Fahrzeugen der Feuerwehr auf dem Gelände der Heidelberger Universität. (Quelle: dpa/D. Englert)
Bild: dpa/D. Englert

Nach dem Amoklauf von Heidelberg ist das Motiv des Täters weiterhin völlig unklar. Nun wurde bekannt, dass der mutmaßliche Amok-Schütze, ein 18-Jähriger Biologie-Student, aus Berlin stammen soll.

Der mutmaßliche Amokläufer an der Heidelberger Universität stammt offenbar aus Berlin. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag unter Berufung auf Polizeikreise. Nach Medienberichten soll der Mann im Stadtteil Wilmersdorf aufgewachsen sein.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte ein 18-jährige Biologie-Student am Montag in einem Heidelberger Hörsaal auf Kommilitonen geschossen. [swr.de] Eine 23-Jährige Studentin starb durch einen Kopfschuss.

Eine 19- und eine 20-jährige Frau sowie ein 20-jähriger Mann wurden durch die Schüsse leicht verletzt. Die drei Verletzten konnten die Klinik nach ambulanten Behandlungen wieder verlassen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Motiv völlig unklar

Die Polizei geht davon aus, dass sich der Schütze, der in Mannheim wohnte, vor dem Gebäude selbst tötete. Die Gewehre soll er laut Staatsanwaltschaft vor wenigen Tagen im Ausland gekauft haben.

Wie der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag mitteilte, ist das Motiv des Studenten, der zuvor polizeilich unauffällig war, bislang völlig unklar. Es gebe keine Hinweise auf eine politisch oder religiös motivierte Tat. Ob sich der Verdächtige in psychiatrischer Behandlung befunden habe, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Strobl zufolge hatte der Vater des Amokschützen wenige Minuten nach der Tat bei der Polizei in Heidelberg angerufen und von einer Whatsapp-Nachricht seines Sohnes berichtet, in der dieser die Tat angekündigt habe. Nach Angaben der Polizei soll er geschrieben haben, "dass Leute jetzt bestraft werden müssen".

Die Wohnung des 18-Jährigen wurde durchsucht, die Polizei wertet nun die digitalen Geräte aus, die dabei sichergestellt wurden.

Sendung: rbb24, 25.01.2022, 17 Uhr

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