Berlin - Taxifahrer nach Verweis auf Maskenpflicht angegriffen und verletzt

Sa 22.01.22 | 16:36 Uhr
  21
Symbolbild. (Quelle: Dennis Duddek/ Eibner Pressefoto via www.imago-images.de
Bild: www.imago-images.de

Ein Taxifahrer ist in Berlin-Schöneberg angegriffen und verletzt worden, nachdem er einen Fahrgast auf die Maskenpflicht hingewiesen hat. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am späten Freitagnachmittag.

Der Fahrgast habe sich auf die Rückbank gesetzt und die Bitte des Taxifahrers ignoriert, Mund und Nase zu bedecken. Kurz darauf habe er sich nach vorn gebeugt, dem Fahrer mehrmals mit der Faust gegen den Kopf geschlagen und die Inneneinrichtung des Wagens beschädigt. Der 47-jährige Taxifahrer sei aus dem Auto geflüchtet, der unbekannte Täter soll ihn verfolgt und zu Boden geschlagen und getreten haben.

Rettungskräfte behandelten den Verletzten ambulant. Der Angreifer verschwand nach der Tat am Freitagnachmittag, ließ allerdings Kleidungsstücke im Auto zurück, die von der Polizei nun ausgewertet werden. Der Mann soll zwischen 30 und 40 Jahre alt sein.

65-Jährige in Siemensstadt brutal niedergeschlagen

In Siemensstadt ist aus ähnlichem Grund eine 65 Jahre alte Frau in einer U-Bahn der Linie 7 Richtung Rudow schwer verletzt worden. Am Bahnhof Rohrdamm machte die Frau nach Angaben der Polizei am Freitagvormittag eine Gruppe Jugendlicher darauf aufmerksam, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, wie Zeugen aussagten. Ein Mitglied der Gruppe soll ihr daraufhin mehrfach mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben. Sie erlitt schwere Verletzungen, ihre Brille wurde zerstört.

Die Fahnder entdeckten die Gruppe schließlich am U-Bahnhof Paulsternstraße. Der 16 Jahre alte mutmaßliche Haupttäter wurde festgenommen. Zwei Jugendliche kamen zu einem Notdienst. Zwei weitere Jugendliche wurden wie der Hauptverdächtige freigelassen, nachdem ihre Identitäten festgestellt wurden. Die Frau kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Sendung: rbb 88.8, 22.01.2022, 15 Uhr

21 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 21.

    " denn so nehmen sie den Staat nicht ernst und machen weiter. " ja,die machen den Staat und seine Rechtsprechung weiter lächerlich .
    aber bei der EkSteuer, bei vergessener Parkscheibe oä ist der Staat gnadenlos präsent , nicht ,dass ich das kristisiere, ich kritisiere das zweierlei Maß

  2. 20.

    Genau so verbreiten wenige Angst denn irgendwann wird niemand mehr wagen jemanden aufzufordern eine Maske zu tragen weil Mensch Angst haben muss schwer verletzt oder gar getötet zu werden. Die Täter sollten eingesperrt werden denn so nehmen sie den Staat nicht ernst und machen weiter.

  3. 19.

    Bei Ihrer "Expertise" komme ich nicht mit.
    Liberles Denken, bedeutet anders ausgedrückt Toleranz.
    Der Bgriff neoliberales Denken, oder Neoliberalismus wird gewollt mit Intepretationen versehen, die abwegig sind.
    Fazit, falsch intepretiert, und zum "Politikum" geworden..
    Ihr Beitrag, ist ein gutes Beispiel.

  4. 18.

    Deutschland hat kein Problem mit zu laschen Gesetzen, es hat ein Problem mit der Durchsetzung derselben. Seit Jahren reagiert die Politik immer gleich;es werden Gesetze verschärft und höhere Strafen angedroht. Nur ändern tut sich dadurch rein gar nichts, weil es keine ausreichenden Kontrollen und auch keine angemessene Anwendung vor Gericht gibt. Wenn selbst Mehrfachtäter immer wieder mit Bewährungsstrafen davon kommen, macht sich der Rechtsstaat in den Augen dieser Täter einfach nur noch lächerlich. Gerade bei Gewalttaten braucht es eine zeitnahe Verhandlung mit einem klaren Stoppschild für die Täter. Die meisten fangen ja klein an und steigern die Brutalität immer weiter, weil es eben keine spürbaren Konsequenzen hat. Strafe und vor allem Erziehung müssen solche Gewaltspiralen deutlich früher brechen.

  5. 17.

    Was haben diese Straftäter denn mit den Spaziergängen zu tun? Dieser Reflex, alle sofort in einen Topf zu werfen und zu kriminalisieren, hat langsam schon manische Züge. Es sind eben nicht nur Covidioten, die die Gesellschaft spalten sondern auch auf der anderen Seite solche Leute, die aus purer Panik jedes Gefühl für die wirkliche Gefährdung verloren haben. Wer geboostert ist, sollte sicher nicht unvorsichtig werden, muss aber ganz gewiss nicht mehr sein Leben auf das Niveau "im Keller verkriechen" einschränken und in jedem Menschen eine potenzielle Lebensgefahr ausmachen.

  6. 16.

    Es ist für den Taxifahrer schon eine psychische
    Belastung. Dieser Vorfall kann sich immer wiederholen. Es sind zu viele von den Ver(w)irrten unterwegs. Alles Gute für den
    Chauffeur.

  7. 15.

    Interessiert Sie hier jetzt, auf welche Schule die gehen? Welchen Hintergrund die haben? Ob die Eltern womöglich einen Migrationshintergrund haben? Warum ist das relevant? Eine Gruppe verantwortungsloser Subjekte hat bewiesen, dass sie nicht mündig ist.
    Volle Härte, mehrere Jahre Knast. Ganz einfach.

  8. 14.

    Es ist einfach nur noch schockierend und traurig.
    Eigentlich bin ich für eine liberale Gesellschaft und war stets gegen strengere Gesetze.
    Wenn ich aber sehe, wie diese Querdenker unserer Gesellschaft nachhaltig Schaden zufügen, dann wünsche auch ich mir radikale und harte Strafen, und endlich ein echtes Durchgreifen des Staates.

    Vielleicht sollten nicht nur deutlich höhere Ordnungsgelder verhängt werden, sondern auch Sozialstunden in Form von Bildungskursen. Man sollte diesen Menschen auf den Zahn fühlen, sie anhören, und ihre verqueren Sichtweisen in der Folge als Blödsinn aufdröseln, idealerweise so, dass man sich am Ende ziemlich blöde und behämmert vorkommt.

    1 und 1 sind nun mal nicht 3

    PS: Warum klappt das mit dem Abschicken der Kommentare niemals auf Anhieb?

  9. 13.

    offenbar sind jene Leute, die die Maske nicht anlegen wollen , schon auf Provokation und Prügeln gebürstet

  10. 12.

    ... wo und wie was sagen......Also eine Art von subjektiven Profiling Ihrerseits, bei diesen Personen kann ich auf die Maskenpflicht hinweisen und bei anderen aus Eigenschutz besser nicht. Gleichbehandlung der Mitmenschen = entweder immer aufmerksam machen oder schweigen.

  11. 11.

    dem Taxifahrer von hinten gegen den Kopf zu schlagen ist hinterrücks und leicht, ebenso einer 65 Jahre alte Frau mehrfach mit der Faust gegen den Kopf schlagen ist noch feiger und dann noch flüchten....

  12. 10.

    " eine Gruppe Jugendlicher... "

    geht es auch etwas genauer ?

  13. 9.

    es ist schon erstaunlich welche menschlichen Abgründe sich in der Pandemie Bahn brechen. Steinmeier forderte Solidarität und mahnte, dass sich die Gesellschaft nicht spalten lassen soll. Aber das genau ist geschehen- also die Spaltung- und hält weiter an. Anders kann man doch diesen Artikel nicht verstehen.

  14. 8.

    Das ist das Neoliberale Denken.Jeder ist sich selbst der Näheste.Und wo Hirn fehlt, beginnt die Verrohrung.Der Frau und dem Taxifahrer alles gute.

  15. 7.

    Ich wünsche sowohl dem Taxifahrer als auch der 65-Jährigen gute Besserung (auch seelische Verletzungen müssen heilen) und hoffe, dass wir alle uns immer wieder in Solidarität und im gegenseitigen Verstehen üben. Inzwischen bin ich auch sehr vorsichtig geworden, Menschen freundlich um Aufsetzen der Maske zu bitten.....aber ich denke es ist gut, wenn wir den Mut nicht ganz verlieren, aber es ist nicht immer leicht einzuschätzen, wo und wie es gut ankommt und wann es gefährlich wird...

  16. 6.

    Wo Menschen ein Gehirn haben. Haben die Brutalis Sch........... Im Gehirn. Ich wünsche dem Taxi Fahrer alles erdenkliche Gute. Und den Brutalis eine heftige Strafe, und 48 Std auf der Intensivstation

  17. 5.

    Die Täter werden immer brutaler. Ich frage mich wann unsere Staat endlich eine geeignete Antwort auf diese Sorte Menschen finden wird. Wobei die Betitelung Mensch eigentlich völlig falsch ist, diese Leute sind geistig gestört.

  18. 4.

    Dies wird nicht der letzte Vorfall sein. Von Solidarität in der Gesellschaft ist schon lange nichts mehr zu spüren hier herrscht nur noch das Gesetz des Stärkeren. Den Taxifahrer gute Besserung. Den Prügler wünsche ich daß er so schnell wie möglich ermittelt wird und eine hohe Haftstrafe bekommt.

  19. 3.

    Sind doch alles nur harmlose Spaziergänger ... (Sarkasmus off)
    Es tut mir auch sehr leid, was dem Taxifahrer angetan wurde. Hoffenrlich trägt er keinen bleibenden Schaden davon.
    Analog zu verbaler Gewalt nehmen physische und psychische Gewalt seit Jahren zu. Aber Ursachenforschung gehört jetzt nicht hierher.

  20. 2.

    Solange man solche Verbrechern nicht richtig bestraft, wird es noch mehr Opfer geben.

Nächster Artikel