Steglitz und Pankow - Demonstrierende blockieren erneut Straßen in Berlin

Mi 26.01.22 | 14:21 Uhr
  24
Demonstrierende blockieren erneut Straßen in Berlin (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Demonstrierende haben am Mittwochvormittag in Berlin erneut an zwei verschiedenen Stellen den Straßenverkehr durch Sitzblockaden behindert.

Rund 15 Aktivisten hatten zum einen die Ausfahrt Wolfensteindamm/Schloßstraße der A103 in Steglitz blockiert, zum anderen waren 15 weitere in Pankow in Höhe Rothenbachstraße stadteinwärts auf der Prenzlauer Promenade präsent. Diese führt im weiteren Verlauf zur A114. Es hatten sich daraufhin lange Staus gebildet.

Die Demonstrierenden hatten sich auf die Fahrbahn gesetzt und angeklebt. Sie mussten von der Polizei abgelöst werden, wie diese dem rbb mitteilte. Am frühen Nachmittag floss der Verkehr wieder. Die Autos wurden laut Verkehrsinformationszentrale zeitweise an der Demonstration vorbeigeleitet.

Blockaden gegen Lebensmittelverschwendung

Die Gruppe "Aufstand der letzten Generation" veröffentlichte auf Twitter unter dem Stichwort "Essen retten, Leben retten" einen Aufruf, in dem es heißt, man wolle mit den Blockaden gegen die Verschwendung von Lebensmitteln protestieren.

Einige der Aktivisten waren kurz vor der Bundestagswahl 2021 in einen wochenlangen Hungerstreik getreten. Nun fordern sie von der Bundesregierung ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und Entscheidungen für eine verträglichere Landwirtschaft.

Gruppe fordert Essen-Retten-Gesetz

Die Gruppe hatte bereits am Montag an denselben Autobahnauffahrten zeitweise die Fahrbahn blockiert. Die Polizei hatte Teilnehmer weggezogen und 24 Menschen zeitweise in Gewahrsam genommen.

In Deutschland würden jährlich etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, was unnötig 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid verursache. Diese Emissionen könnten leicht reduziert werden, erklärte die Gruppe. Sie argumentiert, da ein Klimakollaps drohe, gebe es zu gewaltfreiem Widerstand keine Alternative.

Die Aktionen würden fortgesetzt, bis die Regierung "ernsthafte Schritte zur Einführung eines Essen-Retten-Gesetzes" einleite.

Sendung: Inforadio, 26.01.2022, 9 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 26.01.2022 um 11:37 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

24 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 24.

    Nein, das "maßnahmenkritische Klientel" (Warum erinnert mich diese Wortschöpfung so frapierend an "konterrevolutionäre Elemente"?) wird natürlich mit aller staatlicher Gewalt an seinem Protest gehindert. Da werden sogar Wasserwerfer eingesetzt, die man jahrelang noch nicht mal gegen Randalierer in Stellung gebracht hat. Wenn man aber in Berlin in unverhältnismäßiger Weise Straßen blockiert, dann schaut die Polizei nur zu, weil der Dienstherr es so wünscht. In Ost-Berlin gab es ja früher auch schon erwünschte Demos und halt die anderen. Bei beiden wurden, auf unterschiedliche Weise, keine Mittel gescheut.

  2. 23.

    Wenn auf dem Schild was gegen die Impfpflicht stehen würde wären die rumstehenden Polizisten sicherlich mit
    Pfefferspray aktiv geworden

  3. 22.

    So ein Unfug! Als wenn nur Autofahrer Lebensmittel verschwenden würden! Angemessen ist an diesem Protest überhaupt nichts. Das ist das Verhalten von Kleinkindern, die sich im Supermarkt schreiend auf den Boden werfen, wenn es nicht den gewünschten Lolli gibt. Hier werden gezielt Dritte geschädigt und genötigt, indem man sie in ihrer Mobilität einschränkt. Dass Menschen dabei zu spät zur Arbeit oder zum dringenden Arzttermin kommen, interessiert diese Elemente überhaupt nicht und die Folgen sind denen vollkommen egal. Die fühlen sich selbst toll, was sie Bahnbrechendes vollbracht haben und bestätigen sich damit untereinander und kommen nie aus ihrer Blase heraus.

  4. 21.

    Ich bin dankbar, dass die Dringlichkeit der Klimakrise sichtbar gemacht wird, da Politik versäumt uns aufzuklären und gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse zu handeln.

  5. 20.

    Ich bin zutiefst dankbar, dass die Dringlichkeit der Klimakrise unignorierbar sichtbar gemacht wird. Öl, Kohle und Gas Verbrennung verursachen 80 % der globalen Emissionen und Regierungen weltweit treffen immer noch Entscheidungen zugunsten dieser und anderer Lobbyverbände, anstatt wie notwendig, mit allen Mittwln und höchater Eile, die Energie- und Agrar- Wende zu fossieren.

  6. 19.

    Die „Generation der Letzten“ ist das Allerletzte! Das sind auch keine „Aktivisten“ (was immer der Sinn dieses Begriffs sein mag), sondern egozentrische, im Denken verengte Rechthaber, die ihre Meinung auf Kosten anderer durchdrücken wollen. Früher hieß das egomanische Soziopathen.

  7. 18.

    Armes Berlin. Das haste nicht verdient. Diese Idioten gehören in die Psychiatrie. Haben die überhaupt schon mal gearbeitet und Steuern gezahlt. Meine Eltern haben mir beigebracht was Respekt Verantwortung und Ehrlichkeit ist. Diese Menschen sind wohl von Heuballen großgezogen.

  8. 17.

    Zustimmung. Ihren Erfolg, zur politischen Meinungsbildung beizutragen, hatten die Aktivisten. Dementsprechend sollten sie einer Auflösung der Versammlung durch die Polizei nachkommen. Schöne Aktion. Das Thema verdient Aufmerksamkeit, die es ja offenkundig hierdurch bekommt.

  9. 16.

    Na mal schauen ob die anderen heute auf demonstrieren dürfen???!!!!

  10. 15.

    Das wird nicht mehr lange gut gehen , bald werden diese geistig verwirrten Polizeischutz brauchen .

  11. 14.

    Gilt das auch für die regelmäßig durch die Städte streunenden "Spaziergänger"?

  12. 13.

    Einfach abführen dieses …..!
    Und nächste …. Sperren !!!

  13. 12.

    Ich halte sowohl den Inhalt als auch den Ort für absolut angemessen...
    Woanders würde die Aufmerksamkeit gen null tendieren. Und jeder, der blockiert und behindert wird bei dieser Aktion, kann sich fünf Minuten Zeit nehmen. Einfach, um darüber nachzudenken, wo er mitverantwortlich ist für das Lebensmitteldesaster.

  14. 11.

    Schwund ist immer. Es ist unvermeidlich dass Waren (Lebensmittel und andere) durch Unfälle, menschliche Fehler oder Verderbnis unbrauchbar werden oder verloren gehen. Das macht niemand mit Absicht, und kein Gesetz kann das verhindern. Die meisten Lebensmittel bleiben ja erhalten und werden ihrer Bestimmung zugeführt.

  15. 10.

    Warum stehen (wie im Bild zu sehen) die Polizeibeamten nur rum und räumen die 4 Hansel nicht umgehend weg?? Das ist nicht zu verstehen, was sich hier Minderheiten erlauben, ohne dass die Polizei sofort reagiert.
    So etwas gibt es offenbar nur in Deutschland.

  16. 9.

    Diese menschen blockieren Straßen, Aktivisten möchte ich sie nicht nennen. Denn damit haben sie nichts zu tun! Vom Ansatz haben sie Recht, es werden zuviele Lebensmittel verschwendet. Aber der Ort des Protestes sollte ein anderer sein, Lebensmittelmärkte oder das zuständige Bundesministerium usw. Diese belagerung von Straßen ist unhaltbar.

  17. 8.

    Der Autofahrer wird zunehmend zur Zielscheibe linksgrüner Aktionen. Man hat seitens der Bundesgrünen bereits vor dem Wahlkampf ein Feindbild aufgebaut, dessen sich jetzt alle möglichen Trittbrettfahrer bedienen, da es offensichtlich funktioniert.
    "Jarasch plant Einsatz von Salzlösung auf glatten Radwegen"
    "Demonstranten blockieren Autobahnauffahrten in Steglitz und Pankow"
    "Berliner Friedrichstraße soll dauerhaft autofrei bleiben"
    "Dieses Privileg, Auto zu fahren, sollte nur mit einem guten Grund möglich sein"


  18. 7.

    Haben die Demonstranten nix anderes zu tun ??
    Es gibt soooo viel in der Sozialarbeit zu tun, um sich zu beweisen
    Ausserdem sollten DIE erstmal das LEBEN lernen

  19. 6.

    Holt die Deppen von der Straße - fertig.

  20. 5.

    Was die vier Hansel, die die A114 blockieren, für Treibhausgase erzeugen, weil andere wegen deren Protest, der in der Sache ja in Ordnung, aber von der Örtlichkeit völlig daneben ist, das haben die "Aktivisten" nicht ansatzweise kapiert? Und das die Pol die Typen nicht von der Straße holt ist mir ein Rätsel. Es reicht langsam: ob Querulantendenker, Schwurbler oder "Aktivisten" - alle eint eines: Protest ohne Verstand.

Nächster Artikel