Verkehrssenatorin Jarasch - Erste E-Doppeldeckerbusse der BVG sollen 2026 in Berlin fahren

Mi 19.01.22 | 20:05 Uhr
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Eine Innenansicht der oberen Etage des neuen BVG-Doppeldeckers. (Quelle: dpa/Kira Hofmann)
Audio: Infroradio | 20.01.2022 | C. Reinhardt | Bild: dpa-Symbolbild/Kira Hofmann

Die neue Berliner Verkehrssenatorin Bettina Jarasch rechnet damit, dass die BVG in vier Jahren den ersten fertig entwickelten Elektro-Doppeldeckerbus einsetzen kann. Das sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch bei einem gemeinsamen Besuch mit der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey, SPD, auf dem größten E-Busbetriebshof in der Indira-Ghandi-Straße in Hohenschönhausen.

Nach einer Studie der BVG unter Einbeziehung von Busherstellern gebe die Batterietechnik die Entwicklung von großen E-Doppeldeckern mit 110 Plätzen und drei Achsen kurzfristig her, so die Verkehrsverwaltung. Zum Laden sei eine Kombination aus Ladestationen in den Betriebshöfen und an Endhaltestellen geplant. Vorstellbar sei eine Flotte von rund 400 Doppeldeckern, für die rund 40 Ladestellen aufgebaut werden müssten.

Jarasch: "Ziel einer Dekarbonisierung der Busflotte bis 2030 erreichbar"

Nach Angaben der Verkehrssenatorin sei eine Ausschreibung bereits in dieser Wahlperiode möglich, größere Lieferungen der E-Doppeldecker wären in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre realistisch. "Damit ist das Ziel einer Dekarbonisierung der Busflotte bis 2030 erreichbar", sagte Jarasch.

Neben der Anschaffung der E-Doppeldecker stünden auch weitere Schritte zum Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs im Fokus der rot-grün-roten Verkehrspolitik. Von besonderer Bedeutung sei dabei auch der U-Bahnausbau, erklärte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD). Aus ihrer Sicht habe dabei vor allem die Verlängerung der U-Bahnlinie 7 zum BER Priorität, denn "ein Hauptstadtflughafen braucht auch eine Hauptstadtanbindung." Nach den Plänen des Senats soll als erstes U-Bahn-Projekt jedoch die Verlängerung der U3 von der Krummen Lanke bis zum Mexikoplatz in Angriff genommen werden.

Sendung: Abendschau, 19.01.2021, 19:30 Uhr

18 Kommentare

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  1. 17.

    Was ist an Doppeldecker neu? Kenne ich 55jahre alt aus meiner Kindheit..habt ihr abgeschafft...

  2. 16.

    In ihren Fragen ist Stoff für einen schön bissigen Politsketch enthalten :-).

  3. 15.

    Nee, für diese Gemeinde ist eine rückwärts Entwicklung der Einwohnerzahlen proknostiziert. Bauland alle. Schaut man sich den Netzplan vom VBB und von Regiobus PM an, wird diesen armen Bewohnern alles geboten, was der ÖPNV bieten kann. Die U3 bis Mexikoplatz wäre trotzdem keine schlechte Ergänzung für die Region Zehlendorf.

  4. 14.

    An die „könnte“-Formulierungen wird man sich nie gewöhnen können. Wer sehr wenig erreicht, auf hinteren Plätzen sich wohl fühlt (?), benutzt diese halt, als darüber zu berichten, was geschafft wird... Und Visionen als „fast geschafft“ zu verkaufen, fällt ganz bestimmten politischen Farben besonders leicht - so scheint es. Und ob das dann so kommt? Eher fährt die U7 nach Sperenberg als nach Schönefeld...? Gab es da nicht mal eine „Magnetschiene“ in den Köpfen?

  5. 13.

    Mit der U 7 nach Schönefeld wäre ich ja vorsichtig.
    Hat schon mal jemand geprüft, ob eine Berliner U-Bahn überhaupt nach Brandenburg fahren darf? :-)
    Und darf sie auf der Rückfahrt nach Berlin überhaupt jemanden mitnehmen? :-)

  6. 12.

    Was meinen Sie ermöglicht es Elektroautos und -bussen ohne Verlängerungskabel durch die Stadt zu touren? Richtig! Eine Möglichkeit den Strom aus der Überproduktion zu speichern. Wunderbar!

  7. 11.

    Schön, dass jemand damit rechnet - aber könnte man vielleicht lieber erst dann darüber berichten, wenn konkrete Verträge gemacht werden? Das wäre für mich als Leser wertvoller als diese Ankündigungen für irgendwann in Jahren... :-)
    "Vorstellbar sei eine Flotte von rund 400 Doppeldeckern" ist auch gut - ich habe hier mal gelesen, dass für den Betrieb sowieso 400 Doppeldecker gebraucht werden, die man aber nicht ansatzweise hat. Aber wenn es dann mit den erst noch neu zu entwickelnden E-Bussen auf einmal klappt (und das samt Entwicklung innerhalb von acht Jahren), ist das natürlich ganz famos.... :-)

  8. 10.

    Kleinmachnow ist Bestandteil der Untersuchungen rund um die Stammbahn innerhalb von i2030.

  9. 9.

    Die Verlängerung der U7 ist, wenn ich mich recht erinnere auch Teil des Verkehrskonzeptes aus der Planfeststellung. Dabei könnte die Großteils oberirdisch geführt werden. Spannend wir aber der Bahnhof am Flughafen,

  10. 8.

    "ein Hauptstadtflughafen braucht auch eine Hauptstadtanbindung"

    Gibt es davon eine Übersetzung? Kein deutscher Flughafen ist so gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden wie der BER; mit Fertigstellung der Dresdner Bahn wird das Angebot weiter verdichtet und beschleunigt. Oder meint sie mit Hauptstadt die Gropiusstadt?

    Ansonsten einfach mal einen Realitätscheck vornehmen: Was kostet U-Bahnbau; wie lange dauert er; wie viele Ressourcen beansprucht er; kann man in kürzerer Zeit mit weniger Mitteln mehr erreichen? Da bleibt die U3-Verlängerung als einziges sinnvolles Projekt übrig.

  11. 7.

    So lange der Strom aus den Zeiten der Überproduktion nicht gespeichert werden kann ist das Ganze jenseits der Vernunft. Schon jetzt, wo der E-Auto Anteil vermutlich nur 10 - 15 % beträgt, müssen wir den Strom teuer aus Atom- und Kohle aus anderen Ländern zukaufen. Aber bei Überproduktion bzw. Stromspitzen durch zu viel Sonne oder Wind müssen wir diesen günstig an andere Länder abgeben um unsere Stromnetze nicht zu überlasten.

    Wenn wirklich alles auf E-Mobilität und Wärmepumpen umgestellt würde, wie von so manchem Politiker gewünscht, dann wäre das weder technisch noch finanziell machbar.

  12. 6.

    Derweil fahren in Shenzen schon seit Jahren alle Busse elektrisch. Mehr als 10.000. Taxis übrigens auch.

  13. 5.

    Warum Busse? U-und S-Bahn fahren heute schon elektrisch. Berlin muss endlich umdenken. Kleine Busse um Leute zu den Bahnen zu bringen, bringt mehr als große Busse einmal durch die ganze Stadt zu schaukeln lassen.

  14. 4.

    Dann steht wohl eine Dienstreise nach Los Angeles an. Dort fährt der Prototyp des Enviro 500 EV Charge. Der ist mit knapp 28 t zGG und Vorläufer-Hinterachse aber ggf. nur bedingt für Berlin geeignet. allerdings nur bedingt für Berlin geeignet

  15. 3.

    Also ich denke das vor allem ein massiver Ausbau des Straßenbahnnetzes in Berlin wichtig ist aber auch der S und U Bahnbau sollte nicht vergessen werden . Ob es nun gerade die U 7 nach Schönefeld sein muss oder die U 3 zum Mexikoplatz darüber kann man sicher geteilter Meinung sein zumal eine Verlängerung der U 3 doch eigentlich erst richtig Sinn ergibt wenn diese gemeinsam mit dem Land Brandenburg wenigstens über die Berliner Stadtgrenze hinaus gebaut werden würde um Kleinmachnow an den Schienenverkehr anzuschließen . Dieser Ort hat immerhin mehr als 20000 Einwohner Tendenz steigend und hätte mit der U 3 eine direkte Verbindung in die City West .

  16. 1.

    Nun denn, 2026 , das schaff ich noch.
    Berlin wird live dabei sein !

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