Bilanz für 2021 - Berliner Kontrolleure erwischen 592.000 Passagiere ohne Ticket

Di 11.01.22 | 07:50 Uhr
Fahrgäste sitzen in einer U-Bahn. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
dpa/Christoph Soeder
Audio: Inforadio | 11.01.2022 | P. Klinke | Bild: dpa/Christoph Soeder

Obwohl die Zahl der Kontrollen in etwa gleich blieb, wurden im vergangenen Jahr mehr Menschen ohne Fahrschein erwischt als im Jahr zuvor. Dazu kamen Verstöße gegen Maskenpflicht und 3G-Regel. Bahn und BVG haben jetzt ihre Zahlen dazu veröffentlicht.

Kontrolleure der Berliner S-Bahn und der BVG haben im vergangenen Jahr rund 592.000 Menschen ohne Fahrkarte erwischt. Davon entfielen rund 290.000 auf U-Bahnen, Busse und Trams, wie die BVG mitteilte. Das waren demnach rund 40.000 mehr als im vergangenen Jahr. Knapp 6,9 Millionen Kontrollen wurden durchgeführt, in etwa so viele wie im Jahr davor.

In der S-Bahn wurden bei 9,3 Millionen Kontrollen 302.000 Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein angetroffen, ungefähr so viele wie im Vorjahr. Nach Angaben einer Sprecherin ist die Zahl der Kontrollen verkehrsvertraglich festgeschrieben.

11.700 Bußgelder wegen fehlender Masken

Das Fahren ohne Ticket im Berliner ÖPNV kostet 60 Euro. Mindestens 50 Euro wiederum werden bei der BVG fällig, wenn Fahrgäste in der Corona-Krise ohne Maske erwischt werden. 11.700 Mal wurden deshalb Bußgelder fällig. Weitere 5.000 Fahrgäste wurden wegen fehlender Maske aus den Fahrzeugen verwiesen. Wie viele Kontrollen mit Blick auf die Maskenpflicht durchgeführt wurden, wurde hingegen nicht bekannt.

Seit einigen Wochen gilt im Nahverkehr auch die 3G-Regel, wonach Fahrgäste geimpft, genesen oder getestet sein müssen. Auch hier erhebt die BVG bei Nichtbeachtung eine Gebühr von 50 Euro. Weil es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit handelt, können noch deutlich höhere Bußgelder hinzukommen.

Sendung: Fritz, 11.01.2022, 07:00 Uhr

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