Interview | Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber - "Mit Holz kann relativ schnell sehr viel Wohnraum geschaffen werden"

So 23.01.22 | 10:05 Uhr
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Symbolbild: Ein Mann schneidet ein Stück Holz auf einer Werkbank (Bild: dpa/Edwin Rodriguez Pipicano)
Video: Brandenburg aktuell | 21.01.2022 | Holger Brandenbusch | Bild: dpa/Edwin Rodriguez Pipicano

Bundesbauministerin Klara Geywitz plant 400.000 neue Wohnungen bundesweit - und will auch auf Holzbau setzen. Wie man der Klimakrise damit begegnen könnte, erklärt der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber.

rbb: Herr Schellnhuber, zukünftig soll Holz eine wichtige Rolle beim Bauen spielen, wenn es nach Ihnen geht. Warum ist Holz so wichtig?

Hans Joachim Schellnhuber: Wenn wir uns die konventionellen Baumaterialien anschauen, im Augenblick wird vor allen Dingen mit Stahl, Beton und Glas gebaut, fallen enorme Treibhausgas-Emissionen an. CO2 wird freigesetzt, vor allem bei der Zementproduktion. Insgesamt, man glaubt es nicht, trägt das Errichten, das Betreiben und das Abreißen von Gebäuden und Infrastrukturen 40 Prozent zu den globalen Emissionen bei. Ich nenne das oft den "Elefanten im Klimaraum".

Zur Person

Prof. Hans Joachim John Schellnhuber (Bild: imago images/Malte Ossowksi)
imago images/Malte Ossowski

Hans Joachim Schellnhuber ist einer der renommiertesten Klimaforscher der Welt. Er setzt sich für eine Begrenzung der globalen Erderwärmung ein. 1992 gründete er das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dessen Direktor er bis 2018 war. Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Institutionen und berät u.a. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Sein neuestes Projekt ist das "Bauhaus der Erde". Angelehnt an das Bauhaus von Walter Gropius und seinen Mitstreitern soll es eine "zweite Bauhaus-Bewegung mit bewusst ökologischem Anspruch" geben für nachhaltiges Bauen im 21. Jahrhundert. Es soll in Berlin und Potsdam ansässig sein.

Wenn ein Baum wächst, nimmt er CO2 aus der Atmosphäre auf. Das heißt, er reinigt die Atmosphäre in gewisser Weise von CO2, das wir industriell freigesetzt haben. Wenn Holz als Baumaterial verwendet wird, wird einerseits der klimaschädliche Stahlbeton ersetzt. Das sparen sie schonmal ein. Aber zusätzlich hat dieses Holz CO2 gebunden.

Wenn das Holzhaus 100 oder 200 Jahre steht, was absolut möglich ist, ist das ein doppelter Gewinn. CO2 wurde der Atmosphäre entnommen und sicher gespeichert, über Jahrhunderte. Und ein klimaschädlicher Baustoff wurde verdrängt. Und dieser doppelte Gewinn ist natürlich von eminenter Bedeutung. Das heißt: Wenn wir in Zukunft zu 50, 80 oder 90 Prozent aus Holz bauen würden, würden wir dem Klima einen Riesen-Dienst erweisen.

Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, müssen wir der Atmosphäre sogar Kohlenstoff entziehen. Welche Rolle spielt das Holz?

Es geht sogar über das hinaus. Im Augenblick wird immer von Klimaneutralität gesprochen. Wir haben verschiedene Sektoren: Verkehrsbereiche, Energierzeugung, also Kohlekraft, wir haben die Schwerindustrie, und die soll möglichst decarbonisiert werden bis 2040, 2045. Es wird Klimaneutralität angestrebt, aber das wird nicht reichen.

Es müssen zusätzlich "negative Emissionen" produziert werden. Und da ist der Holzbau die Wunderwaffe, weil nicht nur Emissionen vermieden werden, also durch Stahlbeton, sondern sogar über die Photosynthese CO2 aus der Atmosphäre mit der entsprechenden Forstwirtschaft herausgeholt werden kann. Das Ganze geht natürlich nur auf, wenn ein Holzhaus nicht nur 40 oder 50 Jahre steht, sondern mindestens zwei Jahrhunderte. In der Zeit haben wir die Klimakrise nämlich in den Griff bekommen.

Die neue Bundesregierung hat ambitionierte Ziele. Es sollen 400.000 Wohnungen pro Jahr neu gebaut werden. Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) setzt dabei auch auf den seriellen Holzbau. Wie finden Sie das?

400.000 Wohnungen, das ist eine große Nummer. Das muss man erst mal hinkriegen. Da stellen sich natürlich viele Fragen: Wer soll sich das leisten können? Es soll ja auch sozialer Wohnungsbau letztendlich sein. Das andere ist: Trägt serieller Holzbau dazu bei, den Konflikt zwischen Sozialem und Ökologischen aufzulösen? Sie können, wenn Sie diesen Baustoff verwenden, mit gutem Klimagewissen bauen. Das ist schon mal ganz wichtig. Sie tragen sogar zum Klimaschutz bei. Aber kann ich das mit vernünftigen Preisen? Habe ich genügend Nachschub an dem Material und so weiter?

Aber zunächst mal ist es so, dass Holz, auch bei schnellem Bauen, einen Riesen-Vorteil hat. Es ist nämlich leicht, viel leichter als Stahlbeton. Sie können zum Beispiel viel einfacher aufstocken. Und mit den heutigen digitalen Mitteln kann man Holz so vorfertigen, dass Sie das Ganze innerhalb einer Woche auf einer Baustelle zusammensetzen können. Bei Stahlbeton müssen Sie bei Wind und Wetter sechs Monate lang eine Baustelle betreiben. Mit Holz oder organischen Materialien allgemein kann relativ schnell sehr viel Wohnraum geschaffen werden.

Es bleibt natürlich die Gretchenfrage nach dem Preis. Beim Holzbau bin ich absolut überzeugt, dass man in zehn Jahren wesentlich günstiger bauen kann, als konventionell. Und wenn Sie dann noch den Klimaschutzfaktor dazunehmen, gibt es überhaupt keinen Grund, nicht in diese Richtung zu gehen.

Beim Holzbau bin ich absolut überzeugt, dass man in zehn Jahren wesentlich günstiger bauen kann, als konventionell.

Hans Joachim Schellnhuber

Wenn man nun zum Beispiel durch Potsdam fährt, kommt man an vielen großen Neubauvorhaben vorbei. Alles noch klassisch in Beton. Ein Holzhaus baut sich im Moment eher ein Architekt oder eine Stadt, wenn sie eine schöne Kita haben will. Wie kriegt man das in die Breite?

Wenn Sie vor 30 Jahren durch Potsdam fuhren: Wie viele Solardächer haben Sie da gesehen? Von Windanlagen ganz zu schweigen. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Wir dürfen nicht wie bei der Energiewende drei Jahrzehnte dafür brauchen. Das Ganze muss innerhalb eines Jahrzehnts umgesteuert werden.

Das hat viel mit bürokratischen Regelungen oder Bauverordnungen zu tun. Die Bundesländer, die die Bauverordnungen erlassen, müssen so schnell wie möglich zumindest ein faires Spielfeld bereiten, so dass alle Baumaterialien erstmal gleiche Chancen haben und sich dann aufgrund ihrer Vorteile durchsetzen.

Bisher ist alleine der Brandschutz ein extremes Hemmnis, wenn es um Holzbau geht. Gerade da hat die Forschung in den letzten Jahrzehnten riesige Fortschritte gemacht. Man kann zeigen, dass Massivholz wesentlich schlechter brennt als Stahlbeton, wenn die Oberflächen richtig behandelt werden. Versuchen Sie mal, in Ihrem Kamin einen dicken Holzklotz mit einem Zündholz anzuzünden. Das wird Ihnen nicht gelingen. Massivholz brennt schlecht. Sonst würden übrigens auch sämtliche Wälder ständig abbrennen.

Derzeit sind die Baupreise sehr hoch, auch die von Holz. Ist das ein Hemmschuh, oder geht das wieder vorüber?

Das ist ein Hemmschuh für jedes Bauvorhaben. Wenn ich jetzt Bauherr bin, dann muss ich verzweifeln. Vor fünf Jahren war der Kredit quasi für null Zinsen zu haben und Baumaterialien und Handwerker waren im Überfluss vorhanden. Das ist im Augenblick nicht der Fall. Aber wir haben einfach im Augenblick eine coronabedingte Krise der Weltwirtschaft.

Wir müssen uns einfach längerfristig fragen, wenn wir wirklich im großen Stil auf organische Architektur übergehen wollen: Haben wir die Ressourcen? Das ist genau die Aufgabe unseres "Bauhaus der Erde", einer gemeinnützigen GmbH, die wir gegründet haben.

Da gehen wir jetzt in die Tiefe und erforschen weltweit: Haben wir zum Beispiel genügend Wälder, wenn wir den Naturschutz, den Artenschutz in Rechnung stellen? Haben wir genügend Flächen, um die globale Bauwirtschaft auf Holz, auf Bambus, auf Hanf und so weiter umzustellen?

Und die Antwort ist die: Auf der Nordhalbkugel gibt es wohl keine Probleme. Auf der Südhalbkugel ja. Warum? Weil dort die Waldzerstörung immer noch fortschreitet. Nicht wegen des Bauens, sondern um Sojabohnen für die Schweinemast zu produzieren. Dafür werden die Primärwälder in Amazonien zerstört, oder im Kongobecken, oder in Indonesien.

Mit anderen Worten: Wir brauchen eine doppelte Wende zur nachhaltigen Forstwirtschaft. Wir müssen wegen des Klimawandels ohnehin unsere Wälder umbauen, mehr zu Mischwäldern machen.

Aber was im Augenblick geschieht, dass man für die Rindermast oder Schweinemast Primärwälder zerstört auf der Südhalbkugel: das ist ein ökologischer Skandal, und der muss beendet werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview mit Hans Joachim Schellnhuber führte Holger Brandenbusch für Brandenburg aktuell.

Sendung: Brandenburg aktuell, 22.01.2022, 19:30 Uhr

51 Kommentare

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  1. 51.

    Haha, da sind die Pkw-Besitzer vor, die so schon wegen Parkplatzmangel ständig jammern und auf Grünflächen zu parken, ist auch für Wohnwagen verboten.
    Ham Sie sich mal die Bilder angesehen? Luxus pur - mit diesen durchgestilten Wägelchen zieht keiner zu den Rostlauben in ne herkömmliche Wagenburg mit ein. Aber ne Wagenburg mit lauter solchen Nobelhäuschen würde garantiert nicht polizeilich gräumt werden.
    Mal sehen, ob sich dieser Trend in den nächsten Jahren durchsetzt.

  2. 50.

    Also da wäre ich mir nicht so sicher ob es nicht doch ein paar verwirrte gibt die mitten in Berlin im Zirkuswagen wohnen würden. Gab doch schon diverse Wagenburgen. Aus der Hausbesetzerszene haben es ja inzwischen einige in die Politik geschafft. Warum also nicht ein paar erfolgreiche Großstadthippies in solchen Tiny Häusern. Wem es gefällt und solange mietend belästigt wird.

  3. 49.

    Mein letzter Beitrag zum Thena Holzbauweise: Wohnen in einer Hundehütte auf Rädern oder wie im Zirkuswagen? Tiny Hous
    Wegen der hohen Anschaffungskosten (50.000€+) z. Zt. erst möglich für reiche Öko-Fanatiker, aber für Leute, die von berufswegen viel umziehen müssen, eine durchaus gangbare Alternative zum Eigenheim. Nur leider hinkt die Gesetzgebung bei der Zulassung solcher Häuser (Aufstellmöglichkeit, Strom- und Wasseranschluß, Abwasser) der Entwicklung mal wieder hinterher.
    Was auf Wiki zum Flächenverbrauch steht, ist natürlich Quatsch. Den Bedarf an Grundfläche kann man nicht mit Großstadtverhältnissen vergleichen, sondern mit den Verhältnissen in ländlichen Regionen, dort wo die Häuser aufgestellt werden. Wer wird schon sein Tiny Haus mitten im Großstadtdschungel von Berlin aufstellen?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Tiny_House_Movement#W%C3%A4rme-_und_Fl%C3%A4chenverbrauch
    https://tiny-houses.de/

  4. 48.

    Zum Thema "Sand" als Bestandteil vin Beton: Auch der wird knapp.
    Einige Inselparadiese werden verschwinden, weil immer mehr Sand aus den Meeren gefördert wird, weil durch Meeresströmungen der frei gewordene Platz durch Sand aus Uferzonen nachgespült wird und weil der Meeresspiegel zusätzlich durch das Abschmelzen der Polkappen infolge Klimaerwärung steigt.
    In Ami-Land gibt es Küstenstädte, da müssen jetzt schon jährlich die Uferzonen mit Sand aufgefüllt werden, weil sonst die Betonklötze am Strand im Meer versinken.
    Den, der das liest, muss klar werden, dass es nicht so weitergeht:
    https://www.verbraucherservice-bayern.de/themen/umwelt/rohstoff-sand-begehrt-knapp-und-kaum-recycelt
    https://www.br.de/wissen/sand-rohstoff-abbau-straende-100.html
    https://www.deutschlandfunk.de/sand-ein-nur-scheinbar-unendlicher-rohstoff-100.html
    https://www.dw.com/de/sand-krise-mafia-profitiert-von-drohendem-sandmangel-wichtigster-baustoff-l%C3%B6sungen-korruption/a-57178419

  5. 47.

    Nee, das Holz muss vorwiegend aus einheimischen Wäldern kommen. In den Bergen müssen Flächen, wo der Wald für Skipisten gerodet wurde, wieder aufgeforstet werden. Oder wenn die Braunkohlenreviere wegen des KVBG geschlossen werden, muss zumindest ein Teil der Flächen mit Bäumen bepflanzt werden. Jänschwalde im Lausitzer Braunkohlenrevier z. B. wird nächstes Jahr geschlossen.
    Und es dürfen keine ganzen Wälder für für Autobahnen abgeholzt werden.
    Hier steht, welche Bundesländer die größten bewaldeten Flächen haben:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wald_in_Deutschland#Waldfl%C3%A4che

  6. 46.

    So wie sie es beschreiben ist der Lehm nur Füllstoff. Klar für Restaurierung von Fachwerkhäusern wichtig, aber auch sehr arbeitsintensiv und daher teuer.

    In dem MDR Beitrag wird ohne Holzstützen mit tragenden Lehmplanziegeln gebaut, wie sonst mit zb Poroton oder Kalksandstein. Das macht es schnell und effizient.

  7. 45.

    Ich habe seit Jahren einen künstlichen Baum, der jedes Jahr wieder aufgebaut wird.

  8. 44.

    Die Frage ist doch, woher kommt das viele Holz zum Bauen?
    Holzen wir dann da Wälder weg?
    Erinnert sei da an die Proteste der Mittelalterverhafteten, die sich an Bäume ketten, Baugeräte sabotieren, Firmen unter Druck setzen, den einfachen Bürger mit ihren kruden Parolen und Protesten überziehen.
    Eine Minderheit, die lieber in Baumhäuser und im Dreck hausen?
    Wo kommt das Holz also her?
    Aus Russland, um sich dann über das Abholzen zu beschweren, weil doch der für uns abgeholzte Wald soviel CO² bindet?
    Kanada, Rumänien, Polen, den nordischen Ländern?

  9. 43.

    Auch nicht gut. Berlin ist ne Flächenstadt. Das heißt nicht, dass sich die Großstadt endlos ausbreiten kann. Es darf nicht noch mehr Land zersiedelt werden. Anbauflächen für Land- und Forstwirtschaft muss erhalten bleiben. Städteverdichtung ist angesagt. Blockrandschließungen, Erhöhung der Geschossflächenzahl - sprich mehr in die Höhe bauen - und ne vernünftige Mietenpolitik, damit alte Leute aus ihren für sie viel zu großen Wohnungen ausziehen können, ohne die gleichen Mietepreise für halb so große Wohnungen bezahlen zu müssen. Dann werden mehr Wohnungen für junge Familien frei.

  10. 42.

    Ja, Lehm als Baustoff ist mir schon lange bekannt. Ein ehemaliger Kunde von meiner damaligen Büroservice-IchAG hat sich vor 15 Jahren mit seiner kleinen Baufirma in BB niedergelassen, um Häuschen aus Lehm zu bauen. Allerdings nicht nur mit Lehmziegeln, sondern in Kombination mit Holz, Ried und Stroh, praktisch wie Fachwerk, nur dass es von außen eben nicht wie Fachwerk aussieht, und weil die anderen Materialien auf dem Land relativ preiswert zu haben sind.

  11. 41.

    Doch, eine sehr gute Idee. Vielleicht sollten wir mit der klima- und umweltschädlichen Tradition "Weihnachtsbaum" endlich abschließen. An die 30.000.000 Tannenbäume jedes Jahr allein in Deutschland? Muss denn jeder dritte einen eigenen aufstellen und brauchen manche Familien gleich zwei?
    Da wäre Umdenken angesagt. Die Bäumchen >20 Jahre wachsen lassen und dann Bauholz ernten - wohlgemerkt aus Mischwäldern.
    https://umwelt-fragen.de/verkaufte-weihnachtsbaeume-pro-jahr/
    https://www.umweltbundesamt.de/themen/umweltfreundliche-weihnachtsbaeume

  12. 40.

    https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/meissen/nachhaltig-bauen-lehm-100.html

    Lehmziegel als tragendes Element.

    https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/bautzen-hoyerswerda-kamenz/carbonbeton-bruecke-wurschen-100.html

    So will man Beton sparen.

  13. 39.

    Nicht gut. Auf Deuwel komm raus bauen. Es wurde 16 Jahre heftig verpennt, jetzt Schrottwohnungen hochziehen, die in 7 Jahren wegen Lärms und Sommerhitze niemand länger mieten möchte. Bitte dafür nicht Fördergelder ausgeben. Lieber endlich am Stadtrand massiv Wohnungen und Häuser bauen. Mehr ÖPNV dorthin ausbauen. Eigentumsquote anheben. Es gibt genügend ländlichen Raum, Berlin ist längst voll(-gebaut)!

  14. 38.

    Holz für den Hausbau in Deutschland ist in Zukunft neben z. B. Lehm die einzige ökologische, klimafreundliche Alternative.
    In Bayern gibt es ein Pilotprojekt, wo drei Bauweisen - Holz, Mauerziegel und Beton - für den Bau von Mehrfamilienhäusern auf mehrere Komponenten geprüft und verglichen werden: Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Ressourchenverbrauch, Kosten etc. Und genau in der genannten Reihenfolge haben die drei Bauweisen abgeschnitten. Holz war Spitzenreiter.
    Probleme, auf die in Zukunft geachtet werden muss, sind: Der Sand wird knapp, Bauland wird knapp und die Energie wird knapp.
    Ich nenne nur zwei Auswege - zum Thema muss ich nochmal recherchieren - Lehm und Tiny Houses

  15. 37.

    "Wo soll das ganze Holz zum bauen herkommen?" Genau daher, wo auch die Rohstoffe für die Batterien der vielen schönen Elektroautos herkommen.

  16. 36.

    ich erinner mal an den vor einigen Monaten bekannt Gabe der steigenden Baukosten von Ein/Zweifamilienhausbau und den Export von Baumaterialien nach Amerika( Bauholz Börsennotiert)und da will man wie in Dt. Wohnungen bauen.

  17. 35.

    Beim Thema Brandschutz nicht vergessen, das wir über Neubau diskutieren. Häufigste Brandursache sind Elektroprobleme. Erst seit 2017 sind Brandschutzschalter in Holzhäusern in jedem Endstromkreis vorgeschrieben oder mindestens dringend empfohlen. Selbst der einfache FI-Schutzschalter dürfte schon den einen oder anderen Brand verhindert haben.
    Offene als auch geschlossene Feuerstellen sind im Neubau grundsätzlich eher die Ausnahme.
    In neuen Häusern, dürfte, wenn regelmäßig geprüft die Brandgefahr drastisch gemindert worden sein.
    Dazu kommen natürlich noch die Fortschritte beim passiven baulichen Brandschutz, die die es schon gibt und die die die Zukunft noch bringt.
    Und schließlich wird das Brandrisiko sich in den Versicherungsprämien widerspiegeln. Wenn einer das einschätzen kann dann deutsche Versicherungen.

  18. 34.

    Nachtrag.

    Der gesamte bauliche Brandschutz zielt ausschließlich auf das Verzögern der Brandausbreitung. Da geht es final ausschließlich um die Rettung von Menschenleben.

    Ein Steinhaus im vollbrand können Sie genauso abreißen, egal wieviel noch steht. Was ist daran interessant was bei einem Holzhaus übrig bliebe? Ich habe schon 2 Fabrikhallen und ein Krankenhaus kontrolliert abbrennen gesehen, die waren nicht aus Holz.

  19. 33.

    Sind Sie eigentlich mein PCR Test Steffen?

    Da Sie Herr Neumann auch nicht glauben:
    https://www.kleusberg.de/de/referenzen/referenz/hausburgschule-berlin

    Extra für Sie "um die Ecke", können ja mal hinfahren. Noch deutlicher kann ich Ihnen Ihre Ahnungslosigkeit nicht mehr zeigen. Es gibt soooo viele Möglichkeiten, die wenigsten sind so "begrenzt" wie Sie.

    PS: den "Inhalt" eines Steingebäudes können Sie im Vollbrand auch nicht löschen.

    Und aus was war nochmal ein Dachstuhl bei den meisten Gebäuden....

  20. 32.

    Ihre klugschei*erische Art geht leider an der Realität vorbei und zeugt nur von lückenhafter Ahnung. Holz hält eine gewisse Zeit stand und ist dabei sogar zeitweise robuster als Stahl. Nur ist ein Holzhaus ab einem bestimmten Punkt realistisch nicht mehr löschbar und auch Ihre angeblich ach so tollen Brandschutzplatten können das nur verzögern, aber nicht verhindern. Sie haben da schlicht keine Ahnung. Wer mal gesehen hat, was von einem Holzhaus nach einem Hausbrand übrig bleibt, hat Respekt und Demut.

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