Vom Aussterben bedroht - Sumatra-Tiger zieht in Berliner Tierpark ein

Mi 12.01.22 | 14:19 Uhr
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Der Sumatra-Tiger "Jae Jae" in einem Französischen Tierpark (Bild: Cécile Garans)
Cécile Garans
Audio: rbb 88,8 | 12.01.2022 | Kerstin Topp | Bild: Cécile Garans

Der Berliner Tierpark hat einen neuen Bewohner. Sumatra-Tigermännchen Jae Jae ist aus Frankreich in die Hauptstadt gekommen, teilte der Tierpark am Mittwoch mit.

Vorerst soll er jedoch nicht für die Besucher zu sehen sein. Geplant sei, dass Jae Jae mit Tigerdame Mayang für Nachwuchs sorgen soll, hieß es. Erst im September verstarb Sumatra-Kater Harfan, der mit Mayang 2018 Vierlinge zeugte.

Nur knapp 400 Sumatra-Tiger weltweit

Sumatra-Tiger sind vom Aussterben bedroht. In freier Wildbahn kommen sie ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra vor. Die Tiere gelten als eine der seltensten Tiger-Unterarten. Nach Zahlen der Tierschutzorganisation WWF gibt es nur noch 371 Exemplare der Raubkatze.

"International koordinierte Erhaltungszuchtprogramme sind aktuell ein sehr wichtiger Baustein beim Erhalt dieser unmittelbar vom Aussterben bedrohten Großkatzen", erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. "Deshalb dürfen wir nichts unversucht lassen, um das Aussterben dieser einzigartigen Tiere zu verhindern." Im Tierpark Cottbus sind zuletzt binnen weniger Monate zwei Sumatra-Tiger gestorben.

14 Kommentare

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  1. 14.

    Bevor die Fanatismuskeule herausgeholt wird, niemand streitet Ihnen Tierliebe ab. Jedoch gehören zum Arterhalt mehr als ein paar Todeskandidaten in verschiedenen Tiergärten oder Zoos. So sollte das Habitat erhalten und der Genpool bei den freien - und gefangenen Individuen - groß genug bleiben (was sonst passiert sieht man ja in Berliner Einrichtungen). Alles andere ist ein Sterben auf Zeit...siehe Javanashorn, nördliches Breitmaulnashorn etc.
    Und bevor wir hier in unserem reichen Land die Finger anderswo hin zeigen, was ist mit Luchs, Wolf, Braunbär oder Kegelrobbe? Die Unterschutzstellung schützt die Tiere hier auch nicht.

  2. 13.

    Wildhüter sind mittlerweile für die noch verbleibenden seltenen Wildtierarten leider unerlässlich geworden. Ob in Afrika, Russland, Indien u.a. Und hier von Gefängniswärter anstelle von gut ausgebildeten Tierpfleger*innen zu schwadronieren finde ich maßlos überzogen. Aber es lohnt nicht insbesondere mit fanatischen Tierschützern über solch ein Thema wie Zoos u. Tierparks auch nur ansatzweise zu Diskutieren.

  3. 12.

    Ich bin als Kind regelmäßig mit meiner Oma in den Zoo gegangen und habe nun das Vergnügen mit meinem Enkel. Ich denke,dass Menschen auch nur das schützen, was Sie kennen und gesehen haben und somit ist der Zoo eine gute Gelegenheit fremde Tiere und Lebensräume kennen zu lernen!

  4. 11.

    Wozu eine Art erhalten, für die es dank Mensch keinen Lebensraum mehr gibt? Das ist Schönfärberei. Lebenslänglich Knast für Großkatzen, die immens mehr Raum benötigen. Zur Schau gestellt. Kaum eines dieser Zuchttiere wird tatsächlich ausgewildert. Hier also von Wildhütern zu sprechen, ist imo absurd, Gefängniswärter wäre angebrachter.

  5. 10.

    Die Frage die sich stellt, wie viele Tiere wurden denn aus Zoos ausgewildert und so tatsächlich gerettet und wie viele Tiere der Natur entnommen? Und wie viele Tiere überleben den Übergang von Freiheit in die lebenslange Gefangenschaft?
    Artenhaltung zum Zweck des Entertainment...

  6. 9.

    Hier noch eine Anmerkung zum Lebensraum von Tigern und nicht nur diese. Der Mensch selber ist es der immer engere Kreise zieht um die bedrohten Tierarten. Wälder werden abgebrannt um Plantagen zu errichten. Pestizide werden weiterhin eingesetzt und vernichten insbesondere kleine wichtige Insektenarten. Tiger, Nashörner weiterhin gejagt, nur um fadenscheinige Potenzmittel herzustellen. Es ist einfach absurd anzunehmen diese bedrohten Wildtierarten sollten weiterhin unberührt in ihren Lebensraum verweilen. Selbstredend würde ich Ihnen ja so gerne dabei zustimmen. Doch die Realität sieht leider ganz anders aus. Die Zukunft wird es zeigen. Dann sind diese wundervollen Tierarten tatsächlich nur noch in weitläufigen Gehegen von Zoos u.Tierparks zu sehen.

  7. 8.

    Sie wollen einfach nicht verstehen. Ohne das Zutun von Wildschützer würde es schon sehr bald gar keine Tiger mehr in freier Wildbahn geben. Zoos und Tierparks und vor allem Wildhüter tun ihr bestes um nicht nur diese wundervollen Tiere zu erhalten. Falsch verstandene Tierliebe macht blind.

  8. 7.

    Hübsches Katzi. Viel Erfolg bei der "Familienplanung".

  9. 6.

    Haben Sie sich mal überlegt , dass die drohende Ausrottung des Tigers allein dem Menschen geschuldet ist ? Hatten Sie deswegen auch Tränen in den Augen ? Zoos und Tiergärten versuchen jetzt mit Erhaltungszuchtprogrammen die totale Ausrottung der Spezies zu verhindern. Der größte Erfolg wäre eine Auswilderung im Ursprungshabitat.Dazu wurden grosse Anstrengungen unternommen, den Tieren möglichst optimale Gehege zu bieten.

  10. 4.

    Aber ohne Erhaltungszucht in den Tiergärten der Welt wird es auch nicht gehen.

  11. 3.

    Bitte nicht schon wieder die gleiche Diskussion darüber. Öffnen Sie Ihre Augen mal richtig. Kein Tiger in freier Wildbahn hat derart große Aussichten die nächsten 100 Jahre so zu überleben. Werfen Sie einen Blick auf Sumatra. Indien oder Sibirien.
    Aber wie immer redet man bloß gegen eine Wand von falsch verstandener Tierliebe.

  12. 1.

    Wunderbar. Das sind so edle Wildtiere deren Erhalt dringend erforderlich ist.

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