Teilsperrung - Tempelhofer Damm wird am U-Bahnhof Ullsteinstraße zum Nadelöhr

Mi 26.01.22 | 08:31 Uhr
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Archivbild: Eingang zum U-Bahnhof Ullsteinstraße am Tempelhofer Damm. (Quelle: imago images/K. Hoefer)
Bild: imago images/K. Hoefer

Autofahrer müssen auf dem Tempelhofer Damm seit Dienstagabend mit Einschränkungen rechnen. Im Bereich des U-Bahnhofs Ullsteinstraße steht in Richtung Norden nur noch eine der drei Fahrspuren zur Verfügung, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Dienstag mitteilten. Im Berufsverkehr müssen Autofahrer von Süden kommend daher mit Staus rechnen. Auch stadtauswärts kann es laut Verkehrsinformationszentrale Berlin zu Einschränkungen kommen.

Grund für die Fahrbahnsperrungen seien Schäden zwischen dem U-Bahnhof und der Fahrbahn, so die BVG. Demnach war durch Fugen zwischen der Straßenebene und dem Bahnhof Feuchtigkeit eingedrungen, was zu Schäden am Beton geführt habe. Die Tunneldecke müsse nun untersucht werden, Sanierungsarbeiten seien notwendig.

Die Schäden seien am Dienstag entdeckt worden. Wie lange die Teilsperrung dauern wird, sei noch unklar, teilte ein BVG-Sprecher auf Anfrage von rbb|24 mit.

U-Bahnhof ist Teil einer Brückenkonstruktion

Die U-Bahnlinie U6 fuhr wegen der Schäden am Dienstagabend zwischen Tempelhof und Alt-Mariendorf nur eingleisig im Pendelverkehr. Am Mittwoch sollen die Züge wieder auf beiden Gleisen planmäßig fahren.

Der U-Bahnhof ist Teil der Brücke, die über den Teltowkanal führt. "Der Bahnhof liegt im sogenannten Hohlkasten der Straßenbrücke und ist damit baulich untrennbarer Teil der Brückenkonstruktion", heißt es von der BVG. Eine Sanierung des gesamten Bauwerks befinde sich in der Konzeptionsphase.

Sendung: Fritz, 25.01.2022, 20:30 Uhr

19 Kommentare

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  1. 19.

    Dass Touristen wie Sie die U-Bahn wegen der fehlenden Aussicht nicht mögen, ist bekannt. Nur weigern Sie sich zur Kenntnis zu nehmen, dass die U-Bahn bedeutend leistungsfähiger ist und man auf Grund der Bauzeiten den ÖPNV ohne Denkverbote als Ganzes planen muss. Er dienst dabei vornehmlich der arbeitenden Bevölkerung auf den tägl. Wegen. Es kann der Bau von Tram ebenso sinnvoll sein wie derder U-Bahn. Nicht ohne Grund hat mit einer Ausnahme jede west- und mitteleuropäische Millionenmetropolen eine U-Bahn wie ja auch das Pariser Metronetz massiv ausgebaut wird.

    Dabei hat es mich neulich bei der Diskussion um die Oranienstraße gewundert, dass Sie sich nicht daran erinnert haben, dass eine Teilstrecke des M29 durch die Tram ersetzt werden soll. Dabei war der Bus auf dem vom RBB verwendeten Foto sogar mit Hermannplatz ausgeschildert. Nur gibt es mit der Linken eine Regierungspartei, die da auf die Bremse tritt und gerne noch länger über die Verlängerung der M10 diskutieren möchte.

  2. 18.

    Die BVG kommt schon beim derzeitigen Streckennetz mit den Sanierungen und Instandhaltungen der U-Bahn-Strecken nicht nach. Insofern ist es selbstverständlich logisch, als Antwort auf überlastete Buslinien Straßenbahnlinien zu errichten und erst dann, wenn diese dann nicht mehr ausreichen, in den Untergrund zu gehen.

    Der Verkehrsraum zu ebener Erde ist erst einmal für alle da: für zu Fuß Gehende, Radfahrende, für den öffentlichen Personennahverkehr und dann auch noch für den Autoverkehr. Es ist logisch, dass in einem hochverdichteten Stadtraum die Fortbewegung außerh. des zu Fuß Gehens vom Prinzip her nicht mit einem Individualverkehrsmittel erfolgen kann, ohne dass andere wesentlich beeinträchtigt werden. Hinter dieser offenen Sicht auf die Dinge, die ab den 1980ern gewonnen wurde, sollte m. E. nicht zurückgegangen werden.

    Eine Tram für den Bus M 46/246 hätte einen Sinn, die Öffnung der östlichen Bahnhofswand in Blickrichtung Tempelhofer Hafen und Ullsteingebäude auch.

  3. 16.

    Strassenbahnen ohne eigenen Gleiskörper sind ein absolutes Verkehrshindernis und weder für den übrigen Verkehr, wie auch für Fußgänger nicht ungefährlich, wie man immer wieder bei schweren Unfällen sieht. U-Bahnbau ist zwar teuer, aber in der Stadt immer noch am effizientesten.

  4. 15.

    Ich frage mich, von welchem drei Fahrspuren hier die Rede ist.
    Seit geraumer Zeit sind doch nur zwei Fahrspuren offen !!!

  5. 14.

    WOW, war mir auch nicht bewußt. Wieso kann mensch de nicht rausgucken ??? Wär doch super!
    Angesichts der vielen notwenigen Sanierungen spricht doch sehr viel für mehr Straßenbahnen ;)

  6. 13.

    Nein. Die U-Bahn fährt nicht unter dem Kanal durch. Der U-Bahnhof Ullsteinstraße hängt unten an der Brücke über den Teltowkanal.

  7. 12.

    Nein, der U-Bahnhof liegt quasi *in* der Brücke, unterhalb der Straßenfahrbahn. Das ist ja der springende Punkt.

    Allerdings glaube ich vor diesem Hintergrund auch nicht, dass es eine besonders gute Idee wäre, irgendwelche Aussichtsfenster in die Brückenkonstruktion zu sägen.

  8. 11.

    Nein, die U-Bahn fährt über den Kanal hinweg. Deshalb auch die Bemerkung mit dem Brückenkasten.

  9. 10.

    Bitte den Artikel komplett lesen. Weder Bahnhof noch U-Bahn-Tunnel liegen unterhalb des Kanals, sondern oberhalb in der Brücke.

  10. 9.

    Die U-Bahn fährt nicht unter dem Teltowkanal. Die U-Bahnstation Ullsteinstraße befindet sich in der Brücke – oder je nach dem, wie man es sieht, hängt er unter der Brücke.
    Einfach mal "U Ullsteinstraße Wiki" googeln. Da wird es erklärt. Mit Fotos.

  11. 8.

    Hallo, falsch gelesen! Die U-Bahn hängt sozusagen unter der Stubenrauchbrücke. Insofern könnte man den Blick auf den Hafen tatsächlich ermöglichen. Das wäre schon spannend.


  12. 7.

    Sorry, "EIN Ding" oder "EINE Sache".
    Liegt an der Mittwochmorgenmüdigkeit.

  13. 6.

    Die Botschaft hör' ich wohl, allein es fehlt die Kohle.
    Ein schöner Ausblick wäre natürlich reizvoll. Aber das wäre nur EINE von mehreren Dingen, die ich mir für diese Gegend verkehrtechnisch wünschen würde.
    So würde es vermutlich generell mehr Leute verlocken, auf die BVG umzusteigen, wenn man von einer Hochbahn aus auf die Autoschlangen herabblicken könnte. Eine Buslinie, die vom Hafen aus zur Gottlieb-Dunkel-Straße durch fahren würde, wäre auch eine feine Sache. Der U-Bahnhof Alt-Tempelhof dürfte gern einen Fahrstuhl bekommen. Und zumindest abschnitt- und zeitweise sollten die Buslinien 246 und M46 durch eine Straßenbahn entlastet werden.
    Aber wie gesagt: Wer hat das Geld?

  14. 5.

    Hallo Helmut

    An welcher Stelle denn? Die U-Bahn fährt doch unter dem Kanal hindurch, ist also unter Wasser. Dort die Tunnelwand zu öffnen wäre weniger mutig als dumm.

    Aber ja. Ein wenig aufhübschen kann man den Bahnhof bestimmt und eine Verbindung auf das untere Niveau des Hafens schaffen, so dass man dorthin rausgehen kann. Aktuell muss man ja ganz nach oben und dann wieder runter.

  15. 4.

    Gut Ding will Weile haben.
    Und auf dem T-Damm gibt es ja Alternativen.
    Allerdings wundert mich, dass der Pendelverkehr bis zum Bahnhof Tempelhof gehen soll.
    Und ist das Melden von Straßenschäden wirklich Aufgabe der BVG?

  16. 3.

    Ich habe dieses Chaos am Dienstag Nachmittag auch genießen dürfen.
    Aber gegen eine Störung ist man halt machtlos auch wenn es nervt.
    Habe gerade im Tagesspiegel gelesen, dass es heute wieder einen ganz normalen Ablauf der U 6 geben soll.
    Schaun wir mal ob es klappt!!

  17. 2.

    Ich denke mal, dass die im Brückenkasten sich befindende U-Bahn-Station Ullsteinstraße mehr und weitere Perspektiven beinhaltet, als nur oberflächlich renoviert zu werden: Was seinerzeit aufgrund der im Tempelhofer Hafen liegenden Senats(not)reserve noch undenkbar erschien, ist heute im höchsten Maße real: Der Tempelhofer Hafen hat sich von einem not-dürftigen Ort in der Tat zu einem recht ansehnlichen Ort gewandelt: Es wäre eine hervorragende Möglichkeit, die bisherige Tunnelwand zu öffnen und den Blick von der U-Bahn auf den Tempelhofer Hafen freizugeben.

    Wer hat den Mut dazu?

  18. 1.

    Ach deswegen war heute Nachmittag Chaos mit überfüllten Gleisen und U-Bahnen im Tempelhof bei der U6...
    Abstand halten war mal wieder unmöglich...
    Bitte schnell den Schaden reparieren!

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