Rettung in Neukölln - Feuerwehr rettet 20 Bewohner nach Wohnungsbrand

Mo 17.01.22 | 13:38 Uhr
  11
Menschen werden am späten Abend des 16.01.2022 aus einer brennenden Wohnung in der Neuköllner Hermannstraße gerettet. (Quelle: Morris Pudwell)
Audio: Inforadio | 17.01.2022 | Michael Handel | Bild: Morris Pudwell

Die Sprungpolster waren bereits ausgebreitet: Bei einem Wohnungsbrand in Neukölln musste die Feuerwehr 20 Bewohner retten. Für die Einsatzkräfte sah es dabei zunächst so aus, als sei für die Bewohner der sichere Weg über das Treppenhaus versperrt.

 

Die Berliner Feuerwehr hat in der Nacht zum Montag 20 Menschen aus einem brennenden Wohnhaus in der Neuköllner Hermannstraße gerettet.

Nach derzeitigem Kenntnisstand war das Feuer im ersten Stock ausgebrochen. Die Ursache steht noch nicht fest. Da sich der Rauch im ganzen Haus ausbreitete, waren auch andere Hausbewohner gefährdet.

Alle konnten von Feuerwehrleuten durch das Treppenhaus aus dem Haus geleitet werden. Zuvor hatten die Einsatzkräfte zwei Sprungpolster im Innenhof vorbereitet, falls Menschen aus den Wohnungsfenstern hätten springen müssen.

Zehn Personen kamen vorsorglich in ein Krankenhaus

Die 20 Geretteten wurden in einem von der BVG bereitgestellten Bus versorgt. Zehn von ihnen wurden vorsorglich zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Vor Ort seien 84 Rettungskräfte mit Nachlöscharbeiten und der Versorgung der
Hausbewohner im Einsatz gewesen, hieß es am frühen Montagmorgen.

Nach einer ersten Alarmierung kurz vor Mitternacht waren die Einsatzkräfte ausgerückt und brachten den Brand in der Wohnung im ersten Stock schnell unter Kontrolle. Da sich
der Rauch im Haus ausbreitete, waren auch andere Hausbewohner gefährdet.

Menschen werden am späten Abend des 16.01.2022 aus einer brennenden Wohnung in der Neuköllner Hermannstraße gerettet. (Quelle: Morris Pudwell)
| Bild: Morris Pudwell

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version der Meldung war die Rede von "Sprungtüchern". Die Feuerwehr weist darauf hin, dass solche "Sprungtücher", die von mehreren Rettern gehalten werden müssen, bereits seit vielen Jahren nicht mehr verwendet werden. Nun verwenden die Retter "Sprungpolster", die von zwei Feuerwehrleuten gehalten werden.

Sendung: Inforadio, 17.01.2021, 7:00 Uhr

11 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 10.

    Eigentlich hatte ich Naivling gehofft, die Wahrheit bereits HIER vorzufinden.
    Und SO sehr interessiert mich die Frage, ob die BVG von sich aus mitgeholfen hat oder nicht, nun auch wieder nicht.
    Zu den baulichen Gegebenheiten habe ich mich ja schon geäußert.
    Interessant aber, dass Sie das Geschehen, das "man nicht erleben möchte", offenbar interessiert verfolgt haben.
    Wer hat Sie dazu gezwungen?
    ;-)

  2. 9.

    Luckefuck, am besten die BVG fragen, wer nu recht hat...
    Es war jedenfalls eine aufregende Nacht. Sowas möchte man nicht erleben. Eben habe ich mich dort mal umgesehen. Nur eine Metalltreppe führt nach oben und ins Hinterhaus. Nicht gerade fluchtfreundlich...

  3. 8.

    Dann wäre der Bericht in dieser Hinsicht unzutreffend?
    Das wäre dann natürlich weniger löblich.

  4. 7.

    Woanders stand, der Bus soll zufällig vorbeigekommen (Betriebsfahrt) und kurzerhand gekapert worden sein.

  5. 6.

    Hallo Coriolan und vielen Dank.
    So kann ich mir ein besseres Bild der ganzen Sache machen.
    Gut, dass wohl niemand verletzt wurde.

    @ Opa Klaus: Finde ich auch. Es ist ungewöhnlich und Ungewöhnliches interessiert mich.
    Ob die BVG sowas schon mal getan hat?

  6. 5.

    Hallo Muckebuck,
    ich wohne in der Schierker Straße und konnte heute Nacht über den nächsten Hinterhof beobachten, wie meterhohe Flammen aus einem Fenster schlugen. Die Rauchentwicklung war gewaltig. Zum Glück war nach ca 20 Minuten nur noch Wasserdampf zu sehen, allerdings mindestens eine Stunde lang. Es dürfte sich um das Hinterhaus Hermannstraße 170 handeln.

  7. 4.

    Vermutlich war der Feuerwehrbus nicht greifbar. Ist doch prima, wenn andere einspringen.

  8. 3.

    Dass die BVG in einer solchen Situation einen Bus zur Verfügung stellt, dürfte nicht gerade alltäglich sein.
    Das verdient Respekt.
    Und ebenso natürlich nicht weniger die Arbeit der Rettungskräfte.
    Aber auch wenn man mir nun Voyeurismus vorwerfen mag:
    Wo konkret dieser Brand stattgefunden hat, würde mich interesieren.
    Denn ich bin in dieser Gegend aufgewachsen und die Hermannstraße ist lang.
    Ein Foto, das nicht ganz so dicht am Geschehen gemacht worden wäre, könnte da für einen besseren Überblick sorgen.
    Die schmale Treppe, über die sich die Feuerwehr auf dem zu sehenden Bild quälen muss und die abenteuerlich wirkende Elektroinstallation rechts lassen in Bezug auf Bauvorschriften Böses erahnen.

  9. 2.

    Hallo Stefan,

    da interpretieren Sie zuviel hinein - den Straßennamen nicht zu schreiben, war wirklich nur ein Versehen. Brand ist Brand, wo der geschieht ist für uns selbstverständlich gleich. Dieser hier geschah in der Hermannstraße, haben wir jetzt auch im Text ergänzt. Danke für den aufmerksamen Hinweis!

    Herzliche Grüße,

    Ihre Redaktion

  10. 1.

    Ist das jetzt in der Berichterstattung neu, dass nicht mal mehr die Straßen genannt werden, wenn etwas passiert?

Nächster Artikel