Ende der "Berliner Mischung" - Arme Menschen werden zunehmend an den Stadtrand gedrängt

Mi 09.02.22 | 06:06 Uhr | Von Jana Göbel, Ute Barthel und Sophia Mersmann
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Rollberge Siedlung (Quelle: rbb//Jana Göbel)
rbb//Jana Göbel
Video: Abendschau | 09.02.2022 | Jana Göbel, Ute Barthel | Bild: rbb//Jana Göbel

Arm und Reich driften in Berlin immer weiter auseinander. Eine exklusive Datenerhebung von rbb24 Recherche belegt: Tausende Hartz IV-Empfänger sind aus dem Stadtkern an den Rand gezogen. Das setzt oft eine Abwärtsspirale in Gang. Von Jana Göbel, Ute Barthel und Sophia Mersmann

Fast jede Woche geht Regina Thiel durch ihren Kiez, bewaffnet mit einem Rolli, Mülltüten, Handschuhen und Greifer. Die Rentnerin sammelt Müll. Müll, der die Rollbergesiedlung im nördlichsten Zipfel von Berlin-Reinickendorf verschandelt. "Es stört mich einfach, dass hier immer mehr Dreck herumliegt", sagt sie und schnippt Papiertüten, Brotreste und Glasscherben in ihren Rolli.

Frau Thiele (Quelle: rbb/Jana Göbel)
Jana Göbel

Video: Abendschau | 10.02.2022 | Ute Barthel, Jana Göbel


Viele der fast 6.000 Bewohner und Bewohnerinnen fühlen sich im Stich gelassen. Eigentlich wünschen sie sich nichts Besonderes, nur dass ihre Häuser nach Jahrzehnten endlich saniert werden, die Fahrstühle funktionieren, die Fenster dicht sind, die Wege beleuchtet, dazu etwas mehr Grün und Spielflächen für die Kinder. Doch das Viertel verkommt immer mehr, gut Verdienende und gut Ausgebildete ziehen fort. Die neuen Mieter sind vor allem arme Menschen, viele von ihnen konnten die Mieten in der Innenstadt nicht mehr bezahlen.

Dieser Trend ist in der ganz Berlin zu beobachten. Laut einer Erhebung der Arbeitsagentur für rbb24 Recherche sind immer weniger Hartz IV-Empfänger in der Innenstadt gemeldet, immer mehr dagegen in den Außenbezirken.

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Niedergang des Quartiers seit Jahren erfasst

Landes- und Bezirkspolitiker sehen dieser Entwicklung seit langem zu. Denn Daten wie Armut, Arbeitslosigkeit, Einkommen und Bildung werden in Quartieren wie dem Rollbergeviertel regelmäßig ausgewertet. Im Verwaltungsdeutsch heißen sie "Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf", mehr als 30 davon gibt es in Berlin. In fünf Gebieten liegt die Kinderarmut seit Jahren deutlich über 60 Prozent, zum Teil über 70 Prozent: Schulenburgpark, Maulbeerallee, Treptower Straße Nord, Weiße Siedlung und Rollbergesiedlung (siehe Grafik).

Diese Quartiere sollen eigentlich besonders gut ausgestattet werden: Grünanlagen zur Aufwertung der Wohnlage, intensive soziale Unterstützung, gute Ausstattung der Schulen. Doch die Wirklichkeit in der Rollbergesiedlung sieht anders aus: Es gibt kaum Kita-Plätze, zu wenig Sprachkurse für Migranten, keine Mieterberatung, der Jugendclub ist personell unterbesetzt, ebenso die Schule.

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Geisel will nacharbeiten

"Wir müssen was tun", erklärt Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) gegenüber dem rbb und bestätigt, dass weniger zahlungskräftige Familien an den Stadtrand gedrängt werden. "Mit unserem Quartiersmanagement wollen wir dafür sorgen, dass wir Angebote in die Kieze bringen, dass Nachbarschaft organsiert wird, dass Grundschulen und Kitas gut zusammenarbeiten, damit Kinder, die nicht gut Deutsch sprechen, die nötige Förderung erfahren. All das muss organisiert werden."

Das Quartiersmanagement in der Rollbergesiedlung hat allerdings erst im vergangenen Jahr mit der Arbeit begonnen.

Organisierte Vernachlässigung des Rollberge-Quartiers

Das Kirchenzentrum FACE ist seit drei Jahren der einzige Anlaufpunkt für tausende BewohnerInnen, die viele Fragen und Probleme haben. Die Kirche versucht da zu helfen, wo Stadt und Staat bislang weitestgehend versagt haben. Die Menschen hier brauchen zum Beispiel Beratung bei Behördenpapieren, zum Bildungsweg der Kinder, zum Mietvertrag, zur Arbeitssuche.

Die Not sei groß, berichtet Doro Schmidt, die das Familienzentrum führt. "Wenn die Kinder erzählen, mit wie vielen Personen sie in einer Wohnung leben, ist das auch ein Zeichen von Armut." Viele könnten sich zu Hause gar nicht zurückziehen. Im FACE bieten sie Hausaufgabenhilfe an oder die Mitarbeiterinnen spielen und basteln mit den Kindern. Aber sie haben nur zwei Teilzeitstellen. "Wir können noch nicht an allen Tagen etwas anbieten, wir brauchen mehr Personal, um noch mehr Angebote machen zu können."

Besonders gefragt ist das Sprachencafé im Familienzentrum. Der Migrationsanteil in der Rollbergesiedlung liegt bei 48 Prozent, deutlich über dem Berliner Durchschnitt. Das größte Problem so Schmidt: Es gibt keine Kita-Plätze für die Frauen, deshalb können sie nicht arbeiten und nicht richtig Deutsch lernen. Und auch die Kinder lernen zu Hause kein Deutsch. Wenn sie dann in die Schule kommen, sind sie vom ersten Tag an benachteiligt.

Von Chancengleichheit kann keine Rede sein

Etwa 70 Prozent der Kinder haben beim Schulstart Lern- oder Sprachdefizite, erklärt Harald Liegel, Leiter der Grundschule in den Rollbergen. Von Chancengleichheit könne da keine Rede sein. Die erste Klasse beginne von Anfang an auf einem niedrigeren Niveau. "Wir geben unser Bestes, aber wir können das nicht vollständig ausgleichen." Er wünscht sich mehr Sprachförderung, überhaupt mehr Personal, damit in kleineren Lerngruppen unterrichtet werden kann.

Nur etwa 15 Prozent der Schüler hier schaffen eine Gymnasialempfehlung, 45 Prozent wäre normal in Berlin. Lehrerinnen und Lehrer sind schwer zu finden, viele würden lieber an Schulen in besseren Vierteln unterrichten, sagt Liegel. Er könne das nicht wirklich verstehen, die Arbeit an seiner Schule in den Rollbergen sei eine tolle und sehr erfüllende Aufgabe.

Niedergang des Viertels politisch verursacht

Warum Viertel wie die Rollbergesiedlung sich so verändern, kann unterschiedliche Ursache haben. Hier begann der soziale Abwärtstrend mit der Privatisierung der etwa 2.500 einst städtischen GSW-Wohnungen im Jahr 2004. Von da an ging das komplette Hochhausviertel von Hand zu Hand, wurde mehrfach weiterverkauft, bis es 2019 von der landeseigenen Gewobag erworben wurde.

Es gab fünf Eigentümer in nicht mal 20 Jahren, saniert wurde kaum. Die Gewobag muss nun nicht nur den hohen Kaufpreis verkraften, sondern soll auch in Ordnung bringen, was die Privaten versäumt haben. Auf eine Anfrage von rbb24 Recherche erklärte die Gewobag: "Wir haben für die im Rahmen der Rekommunalisierung entstandenen Hoffnungen der MieterInnen Verständnis. Die damit einhergehende Erwartung, dass fehlende Investitionen des Vorbesitzers unverzüglich nachgeholt werden, ist allerdings nicht realistisch."

Die Gewobag habe bisher 5,7 Millionen Euro investiert, zum Beispiel für die Instandsetzung der defekten Heizungsanlage und für die Asbestbeseitigung in den Gebäuden. Noch einmal sechs Millionen sollen in den kommenden Jahren in die Modernisierung der Aufzüge und die Sanierung von Laubengängen und Balkonen fließen.

WBS-Vergabe verstärkt die Spaltung

Gleichzeitig gilt: Wie alle sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen, muss die Gewobag 63 Prozent der Wohnungen an Menschen mit Wohnberechtigungsschein (WBS) vergeben, also Menschen ohne eigenes oder mit einem sehr geringen Einkommen. Dadurch wird die Konzentration von Armut in Vierteln wie der Rollbergesiedlung noch befördert.

"Auf der einen Seite ist es richtig, Menschen mit geringen Einkommen mit Wohnraum zu versorgen", sagt Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel dazu, aber nach einer gewissen Zeit kippt das, wenn man in bestimmten Vierteln nur noch Menschen mit Wohnberechtigungsschein hat. "Wenn wir die soziale Mischung erhalten wollen", so Geisel, "dürfen wir das bei der Rollbergesiedlung nicht so fortsetzen."

Eine unbenutzte Gewerbefläche in der Rollbergsiedlung, Reinickendorf (Bild: rbb/Göbel)Leerstand in der Rollbergesiedlung

Die Berliner Mischung ist Geschichte

Früher sei sozialer Wohnungsbau in der Innenstadt die Normalität gewesen, erklärt Soziologie-Professor Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum für Soziale Forschung Berlin. Viele dieser Wohnungen seien aber inzwischen aus der Mietpreisbindung. "Jetzt haben wir eine soziale Spaltung in Berlin und anderen Städten", kritisiert der Soziologe. In Berlin könne man längst nicht mehr von einer Durchmischung reden.

Die Mittelschicht meidet Quartiere, wo sehr viele Arme wohnen, oder zieht weg. Helbig spricht von einer Abwärtsspirale, die - einmal in Gang gekommen - nur schwer zu stoppen sei. Doch das Rumdoktern an den Symptomen, wie Schulpolitik, Wohnumfeld-Verschönerung und Sozialbetreuung setzt aus seiner Sicht falsche Prioritäten. Das Hauptproblem sei die Verteilungsungerechtigkeit in der Gesellschaft. "Wir haben immer ungleichere Einkommen und Vermögen: Manche kaufen sich millionenteure Einkommenswohnungen, andere wissen nicht, wie sie über den Tag kommen sollen."

Muss die Wohnraumpolitik korrigiert werden? Das sagen die Parteien

  • Muss sich die Vergabe von WBS-Wohnungen ändern?

  • Ist Aufwertung ein Ausweg?

  • Einkommensgrenzen für den WBS anheben?

  • Wer hat geantwortet?

Sendung: Abendschau, 03.02.22, 19:30 Uhr

Beitrag von Jana Göbel, Ute Barthel und Sophia Mersmann

116 Kommentare

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  1. 116.

    Das Problem ist Ihr Ego. Sie beschimpfen schon seit Jahren mich und andere unter wechselnden Nicks, wenn Ihre Götter faktenbasiert kritisiert werden.

  2. 115.

    Es gab keine berlinweite "Delle", wer das behauptet der lügt. ImGegenteil, im Westteil zogen die Mieten sogar an, auch in den Außenbezirken.

  3. 114.

    Ach Herr Neumann. Lesen sie die Geschichte und die Folgen des Bankenskandals, auch wenn sie hier andauernd wichtige Aspekte auslassen.

    Aber sicher kann man private Vermieter verpflichten Sozialwohnungen zu bauen. Gibt es bereits, nur zu wenig. Dazu müßten die Gesetze umgeschrieben werden, die sich die Immobilienmafia auf den Leib schneidern ließ. Wozu hat man sonst Millionen an die cDU und FDP verteilt?

    Enteignen ist sogar höchst verfassungskonform, siehe Enteignungen beim Straßenbau.

    "Einfach nur auf Vermieter eindreschen wird keinen bezahlbaren Wohraum schaffen." Nein aber enteignen.

  4. 113.

    Jemanden für seine verfehlte Wohnungsbaupolitik zu kritiseren ist eines, ständige Lügen, Verdrehungen und absichtilche Weglassungen wie bei ihnen etwas anderes.

    Sie sind ein notorischer Lügner und besitzen einen krankhaften Hass auf alle Politiker der Grünen und Linken. Ihr persönlicher Kreuzzug nervt. Bleiben sie einfach bei den Fakten.

  5. 112.

    In dem Artikel werden zwei Dinge miteinander vermischt bzw. nich genau differenziert.
    1. Es gibt einerseits das Gebiet Rollberge in Reinickendorf, in dem seit März letzten Jahres ein Stadtteilbbüro vom Unionhilfswerk ist.
    2. Es gibt seit 1999 das Quartiermanagement Gebiet "Rollbergsiedlung" in Neukölln, welches über das Programm Sozialer Zusammenhalt (Früher: Soziale Stadt) gefördert wird und zu aktuell gut 30 QM-Gebieten in ganz Berlin gehört, also zu den Gebieten mit "besonderem Aufmerksamkeitsbedarf"

  6. 111.

    Das Quartiersmanagement in der Rollbergsiedlung gibt es dort bereits seit 1999.

  7. 110.

    Nein, doch - sehr oft und 1. war die Antwort nicht an Sie gerichtet; 2. ist das Zitat inhaltlich falsch widergegeben; 3. schrieb ich "Stadtrand" ohne ein konkretes Gebiet zu nennen und 4. dass Eigenheimsiedlungen zu Ghettos wurden/werden, habe ich nicht behauptet.
    Aussagen verdrehen und haltlose Vermutungen tragen nicht zur konstruktiven Diskussion bei.

  8. 109.

    In die Kategorie Lügenpresse würden Sie demnach auch taz und sogar das Neue Deutschland einordnen, da die ebenso wie ich in Ihren Augen Blasphemie begangen haben, als die Lompscher für ihre verfehlte Wohnungsbaupolitik kritisierten.

  9. 108.

    "Mit IHREM Häuschen, brauchen sich nicht ZU wundern." Glauben Sie wirklich, dass aus den Häuschensiedlungen Ghettos geworden sind? Da waren Sie wohl noch nie in einem Stadtrandbezirk. Verkehrsanbindung könnte besser sein, sonst fehlt nichts.

  10. 107.

    Genau so war es. Bei meiner ersten Wohnung hier habe ich die ersten beiden Monate noch mietfrei gewohnt, weil der Vermieter mit damit freiwillig die Kosten für den Makler erstattet hat und das bei einem Mietvertrag mit einem qm-Preis von EUR 6,50 für Neubau mit aktuellem Standard. Wer davon faselt, es hätte keine Delle bei den Mietpreisen gegeben, hat entweder keine Ahnung oder lügt bewusst, weil es nicht ins eigene Narrativ passt. In begehrten Innenstadtlagen waren die Mieten natürlich etwas höher, aber sie waren weit entfernt von der aktuellen Mangelverwaltung.

  11. 106.

    Das verbreitete Halbwissen ist schon erschreckend. Kapitalerträge werden bei Steuerinländern eben NICHT mit einem verminderten Betrag besteuert sondern sind als Einkommen ganz normaler Teil der Einkommenssteuererklärung und werden abseits der geringen Freibeträge ganz normal mit dem individuellen Steuersatz von bis zu 45% (42% + 3% Aufschlag für extra hohe Einkommen) versteuert. Die 25% Kapitalertragssteuer sind lediglich eine Vorabsteuer, um auch in Deutschland nicht steuerpflichtige Anleger besteuern zu können.
    Von einer Vermögenssteuer könnten im Übrigen auch Sie selbst schneller betroffen sein, als Sie glauben. Das Eigentum an einem Haus oder einer Wohnung in begehrter Lage, wo die Preise steigen, reicht dazu schon vollkommen aus, wenn nur die Freibeträge erst mal gering genug sind. Was soll daran gerecht sein? Hat derjenige etwas von dem Vermögenswert? Und warum sollen noch Reichere anders behandelt werden, als "einfache" Reiche? Das sind auch verfassungsrechtliche Fragen.

  12. 105.

    Wir sind vor über 50 Jahren vom Nollendorfplatz nach Lichtenrade fast bis an den Stadtrand gezogen und haben es noch nie bereut. Wir haben aber oft festgestellt, dass wir nicht wieder zurück wollen. Für junge Leute mag die Innenstadt anziehend sein, die Alten würden nicht tauschen wollen. Ich begreife die Abwertung der Aussenbezirke nicht. Unsere Tochter wollte nicht aus Kreuzberg weg, wohnt seit über 20 Jahren zufrieden in Marienfelde. Die Randbezirke sind besser als ihr Ruf.

  13. 104.

    Das stimmt, nicht nur arme Menschen sind betroffen, auch der Mittelstand ist zunehmend betroffen. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg bald fündig zu werden.

  14. 103.

    Alt-Berliner kennen noch den "schwarzen Kreis". Der Mietendeckel lässt auch hier grüßen. Die Mieten wurden so stark reguliert, dass ganz banal kein Geld für Sanierungen übrig blieb. In der DDR wurden ja gut 3 Mio Wohneinheiten, äh knapp 2 Mio Wohneinheiten neu geschaffen, doch dafür gerade hier in der Innenstadt auch massiv Wohnraum vernichtet. Für die Instandhaltung bestehenden Wohnraumes standen keine Ressourcen zur Verfügung.
    "Ein gleich bleibend knappes Gut, das mit westlichen Devisen indes kaum zu erwerben war, stellte Wohnraum in der DDR dar. Bauliche Kriegsschäden waren häufig nicht oder nur unzureichend behoben worden, sodass angesichts mangelnder Instandsetzung Ende der siebziger Jahre ein enormer Verfall der Altbaubestände einsetzte"
    https://www.bpb.de/izpb/9766/gesellschaft-und-alltag-in-der-ddr?p=1

    Flächensanierungen gab es aber auch in Berlin (West).

  15. 102.

    Ihre Rechung bezüglich des "normalen" Arbeitnehmerjobs interessiert mich, legen Sie los.

  16. 101.

    Für so man einen sind unter wechselnden Namen private Investoren allerdings per se böse. Für die vielbeschworene "Berliner Mischung" gibt es aber das Berliner Model von 2014. Wenn allerdings jemand wie am Pankower Tor auch Wohnung bauen möchte, finden gewisse Kreise immer neue Gründe, dass das nicht passieren darf.

  17. 100.

    Sehe ich auch so. So lange Harz 4 mit Bezahlung der Wohnung und Nebenkosten+ Kindergeld+ Geld zur Teilhabe am Leben+ Bezahlung Möbel + Bezahlung Klassenfahrten, usw. mehr Geld einbringt als ein normaler Arbeitnehmer Job läuft hier einiges nicht im Lot. Und es wird immer mehr Leistungen von den Linken gefordert. Es gibt definitiv aktuell für jeden einen Job, aber muß man ja nicht, der Sozialstaat läuft zum Teil auch in der 3. Generation super. Es gibt Berufsschüler die gleich von Anfang an sagen, einige Monate bleibe ich hier und dann bin ich Harz4 berechtigt. Wohnung und alles wird bezahlt, arbeiten brauche ich dann nicht mehr, sie sind doch doof zu arbeiten. Ich bin echt im falschen Film. Und die Reichen sind die Arschlöcher. Ne sind sie nicht, die bezahlen das Harz4. Ich spreche hier nicht von den Megareichen, die gar keine Steuern zahlen, geht so auch nicht.

  18. 99.

    Die ursprüngliche GSW war nicht privat - da hakte es zwar auch ab und an - im Allgemeinen lief der Laden aber. Der Nachfolger die ADO Immobilien Management GmbH war privat und hat mit den Sanierungen freiwerdender Wohnungen angefangen. Dafür blieb die energetische Renovierung wohl etwas auf der Strecke, mit der die GSW angefangen und aus fadenscheinigen Gründen aufgehört hat. So nun haben wir die Gewobag an der Backe und still ruht der See. Hören sie auf mit dem Märchen von den bösen Privaten oder ziehen sie doch einfach hierher - so für'n Jahr mittendrin statt nur dabei - unter der qualifizierten Verwaltung eines Unternehmens des Landes Berlin. Probewohnen ist in und meine Bude können sie zur Untermiete haben. Ist ab März (auch) frei. Aber zu Ihrer Frage:
    Wen soll ich denn sonst anrufen? Die Krabbelgruppe aus der Kita wäre wohl der falsche Ansprechpartner.
    Übrigens: Von den Sanierungsfirmen habe ich letzter Zeit auch kaum noch was gesehen. Scheinen noch "Restaufträge" abzuarbeiten.

  19. 98.

    Ja Herr Neumann Überraschung.
    Kreuzberg sah in den Achtziger Jahren nicht besser aus als Prenzlauer Berg.
    Die private Immobilienwirtschaft lies "ihr Eigentum" vergammeln. War keine hohe Miete /Rendite rauszuholen.

    In der DDR wurde wenigstens bezahlbarer Neubau für normale Menschen in der Innenstadt gebaut. In dem normale Leute noch heute bezahlbar leben können.

    Ich kann doch nichts dafür das der Kapitalismus in der vorliegenden Form einfach nicht besser beim Wohnungsbau ist. Alle tun immer so, als schriebe ich das um sie zu ärgern. Nö. Wäre ja toll es wäre so einfach. Und man könnte mit den Schlicht-Parolen von CDU, FDP, der Sektion Immo-Filz-SPD oder der AfD tollen Wohnraum bezahlbar in der Innenstadt bauen oder auch nur erhalten. Geht abr halt nicht. Kann ich doch nicht für.

  20. 97.

    Und Sie sind der Meinung, dass Sie die Gewobag anrufen müssen, weil sie jetzt seit kurzem Ihr Vermieter ist? Es ist doch jahrelanger Investions- und Sanierungsstau von Seiten der Privaten, die jetzt aufgeholt werden müssen.

  21. 96.

    Bei aller berechtigten Brisanz der Aussagen im Artikel...was haben Armut, fehlende Sprachkenntnisse usw damit zu tun, dass Menschen ihre Umgebung bewusst verdrecken...Kippen, leere Flaschen, Essensreste usw kommen nicht aus dem Nichts.
    Diese Antwort bleibt der Artikel schuldig

  22. 95.

    Aus Sicht mancher Betroffener mag die Vermögenssteuer nicht gerecht sein, allerdings gibt es zu diesem Steuerungsinstrument gegen eine Ungleichverteilung selbst aus diesen Reihen Zustimmung dazu, da die absehbaren Folgen der Vermögenshäufung auch dort Sorgen auslösen.

    Und was ist mit den anderen angesprochenen Wohltaten für Vermögende? Ist die geringe Besteuerung von Kapitalerträgen gerecht? Die Senkung des Spitzensteuersatzes?

    Vielleicht lässt sich auf eine Vermögenssteuer verzichten, wenn man diese Punkte mal aufgreift.

  23. 94.

    Genau so ist es. Als einfacher Steuerzahler ist man inzwischen vollkommen am Allerwertesten und fragt sich, wofür man eigentlich noch jeden Morgen aufsteht, nur um von dem erarbeiteten Geld immer mehr Steuern und Abgaben abgezogen zu bekommen. Transferempfänger werden dagegen immer mehr gepampert und in den Vordergrund gerückt, obwohl die Dank aller Leistungen in Summe oft besser dastehen, als ein einfacher Arbeiter mit Familie. Arbeiten zu gehen, lohnt sich immer weniger und immer mehr Politiker meinen, dies auch nicht mehr einfordern zu müssen. Man wähnt sich manchmal im falschen Film hier.

  24. 93.

    Ein Land hat immer mehrer Möglichkeiten Kredite zu bezahlen. Mit politischen Willen gibt es immer andere Wege.

    Wenn Vermieter absichtlichen Leerstand verursachen kann man gesetzlich dagegen vorgehen. Man kann privaten Vermieter nicht verpflichten Sozialwohnungen zu bauen. Hier ist es sinnvoll die Förderungen so zu gestalten, dass private Vermieter gerne an der Seite des Senats diese Wohnungen bauen.

    Sie spielen immer mit der gleichen Leier mit dem Enteignen und Mietendeckel. Dies sind aber beides verfassungswidrige Instrumente. Vielleicht sollten sie mal ihren Horizont erweitern und sinnvolle Lösungen vorschlagen.

    Einfach nur auf Vermieter eindreschen wird keinen bezahlbaren Wohraum schaffen.

  25. 92.

    Sie hatten sich über die jahre selber schon mehrfach mit Ihrem Wikipedia-Link zum Berliner Bankenskandal der Lüge überführt. Hilfen wurden vom BVerG als unrechtmäßig abgelehnt. Aber mit "Justitia" haben Sie es nur dann, wenn die Ihnen nützt. Im Übrigen sanken auch in Neubausiedlungen im Westen der Stadt die Mieten.

  26. 91.

    Auch das Sozialgesetzbuch SGB sieht nicht vor,, dass unangemessener Wohnraum dauerhaft vom Steuerzahler alimentiert wird. § 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung
    (1) Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.

    Nicht angemessene Aufwendungen sind nach ständiger Rechtsprechung teure Wohnungen in gefragten Wohnlagen. Der Sozialleistungsempfänger kann dann auf preiswertere Wohnungen an die Peripherie verwiesen werden.
    Dass Hartz IV-Empfänger aus dem Stadtkern an den Rand ziehen ist eine Folge dieses Gesetzes. Wie würde denn Ihre "gerechte" Lösung lauten?

  27. 90.

    Ihre Lügen werden durch ständige Wiederholungen nicht wahrer. Wer hat denn jahrelang zugesehen? Ein Herr Geisel, der sich jetzt hinstellt und salbungsvoll von ""Wir müssen was tun" schwafelt.

    Wer saß denn in der Bundesregierung und hat zugesehen wie ein Bauminister, der diesen Namen nicht gerecht wurde, in Altersstarrsinn einfach nichts unternahm? So dass man in Berlin gezwungen war juristisches Neuland zu betreten, das prompt von einem Skandalurteil beendet wurde.

    Und wer war vor Geisel für den Wohnungsbau zuständig? Ihr von ihnen so verklärter Herr Müller! Wir brauchen endlich wieder eine soziale Politik und die ist mit dieser sPD nicht machbar.

    Ich komme nicht umhin festzustellen, dass sie ein notorischer Lügner sind!

  28. 89.

    Hm, naja verdrängt wird vor allem, da es einen enormem Zuzug in die Berliner Bezirke gibt, also eine dementsprechende Nachfrage. Dem Zuziehenden ist es dabei oftmals herzlich egal, wer vorher in der Bude wohnte, solange er sie bekommt. In der Kneipe wird dann aber gerne über soziale Ungerechtigkeit bzw. Verdrängung gesprochen...

    Viele schauen (gerade bei der Wohnung)nun mal aufs eigene Wohl zuerst. Nicht umsonst diskutiert es sich aus der eigenen sicheren Bude am Bequemsten.

  29. 88.

    So ist es! Es stehen Wohnungen leer und ein Vermieter, der einen Mietnomaden hatte und auf nicht gedeckten Renovierungskosten sitzen bleibt, ist mit Vermietungen sehr vorsichtig. Muss er dann noch einen angekündigten Mietendeckel in seine Planungen einbauen, der rechtlich nicht umsetzbar ist, wäre zu überlegen, die Wohnung selbst zu nutzen oder eben leerstehen zu lassen. Rechnet sich oft besser !

    Vor allem Vermieter - einige sind mir bekannt - die ihr Eigentum zu spekulativen Zwecken verkommen lassen und bei Mietern, die sich gegen diese zur Wehr setzen, einbrechen und diese bestehlen, sollte das Handwerk gelegt werden (einen aktuellen Fall kenne ich).

    Wer nun glaubt, dass Wohnungsbau durch weitere Flächenversiegelung das Wohnungsproblem lösen wird, der irrt.

  30. 87.

    "Man hätte die Wohnungen nicht verkaufen müssen, wenn man es nicht gewollt hätte. "

    Die dreiste Lüge ist schnell widerlegt, Berlin mußte aufgrund der Milliardenpleite verkaufen, da der Bund Hilfe abgelehnt hatte. Eben mit der Begründung Berlin müsse erst sein Tafelsilber verscherbeln.

    "Jedoch kommt dann direkt die Ausrede, man darf keine Flächen versiegeln." Das ist keine Ausrede, das ist Fakt! Sie sehen was passiert wenn man die Menschen in Ghettos zusammenpfercht.

    "Die Privaten sind nicht für die soziale Wohnungspolitik verantwortlich!!!" Selbstverständlich müssen Private mehr in die Pflicht genommen oder enteignet werden, sie sind es die Tausende Wohnungen leer stehen lassen und wervollen Platz für Luxus verschwenden, der dann wieder leersteht.

  31. 86.

    Und wieder lügen sie bewußt durch Weglassung. Im Westteil der Stadt sanken die Mieten nicht, bzw. kaum messbar. Im Osten war das dem Leerstand nach dem Exodus zu verdanken, alle wollten in den Westen. Folglich stiegen die Mieten dort sogar.

  32. 85.

    Gute Frage ! Ich bin vor 33 Jahren mit meinen Kindern an den Stadtrand gezogen. Ich habe meine Entscheidung nie bereut.

  33. 84.

    Wer damals schon GSW-Mieter gewesen ist oder zumindest schon in Berlin wohnte, kennt allerdings auch die damaligen Leerstandsquoten. Auf dem freien Markt sanken sogar bei Neuabschluß die Mieten:
    http://immobuero-finger.de/publikationen/entwicklung-vergleichsmiete-berlin/

  34. 83.

    Sie gehen wohl auch nicht arbeiten, wenn Sie zu dieser Stunde Zeit haben, auf Online-Foren rumzulabern?
    Oder weiß Ihr Arbeitgeber, dass Sie sich anderweitig beschäftigen?

  35. 82.

    Ich habe den Eindruck, dass Sie nicht verstanden haben, worum es beim Thema "Verdrängung" geht.
    Es geht darum, dass die Gentrifizierung gestoppt werden muss und dass auch weniger Bemittelte in Gegenden mit guter Infrastruktur leben können.
    Früher wollten die Gutbetuchten mit ihr eigenes Häusle an den Stadtrand. Heute sollen die finanziell schlecht gestellten Schichten dorthin? Das kommt einer Ghettoisierung gleich, mit allen ihren sozialen Folgen: Verwahrlosung, Gewalt, Kriminalität etc.
    Wenn zum Beispiel Kultureinrichtungen, nicht besucht werden können, weil nicht vorhanden, brauch man sich über einen moralischen Verfall bestimmter Schichten nicht wundern.

  36. 81.

    Schlimm, dass meine Generation (Jahrgang 70) und die Älteren sowas erleben müssen. Hätte man früher im Traum nicht dran gedacht, dass wir hier solche Zustände erleben müssen. Dies kannte man früher nur von Peter von Zahn oder "Bilder aus Amerika". Aber was will man auch erwarten nachdem die soziale Marktwirtschaft nicht mehr existiert. Auch wenn die Sprecher von diversen Wirtschaftsinstituten uns in den Talkshows immer freudestrahlend vom Gegenteil überzeugen wollen.

  37. 80.

    Wir haben 2 Jahre nach einer Wohnung für 4 Personen mit 3-4 Zimmern gesucht. Von Wittenau aus waren wir schnell bei Französisch Buchholz, Spandau und anderen Außenlagen, locker bei 1400 mit NK, manchmal ohne Hzg. Eine Neubauwohnung im Wedding war so absurd teuer und geschnitten, dass klar wurde: Trotz 4 Zi sind Familien nicht erwünscht. Anders konnten wir uns sich bodentiefe Balkontüren mit direktem Dach-Zugang und in den Flur öffnende Badtüren nicht erklären. Die Familien waren ergo die ersten der 50 Bewerber, die die Köpfe schüttelten und gingen. Andere verlangten ungeschwärzte Gehaltsbescheinungen. Wer nach 3 Tagen erst Unterlagen einreichte, wurde nicht berücksichtigt. Nur mit sehr viel Glück und über Empfehlung bekamen wir sogar in unserem Ortsteil eine Wohnung mit 20 qm mehr, zahlen aber auch das Doppelte an Miete. Urlaub, Sportverein? Ist nicht. Wir gehen trotz eigentlich guter Gehälter, ohne jeden Kredit und ohne Schulden jeden Monat plusminus Null raus.

  38. 79.

    Eine nachhaltige Lösung, das sind Löhne von denen die Beschäftigten leben können.

  39. 78.

    Kann man da am Stadtrand nicht leben? Wohnen da nicht seit Jahrzehnten welche? Ist es eine Zumutung oder Diskriminierung dort zu wohnen? Es sind dieselben Leute, ob sie ihr Milieu in Kreuzberg oder Spandau produzieren.

  40. 77.

    "Man hätte die Wohnungen nicht verkaufen müssen, wenn man es nicht gewollt hätte. "

    Diese plumpe Lüge ist schnell widerlegt, natürlich war die Milliardenpleite berlins dafür ursächlich, nebst der fehlenden Unterstützung durch den Bund. Im Gegenteil der Bund hat darauf bestanden das Tafelsilber weit unter Wert zu verscherbeln.

    "Jedoch kommt dann direkt die Ausrede, man darf keine Flächen versiegeln. " Das ist keine Ausrede, das ist Fakt. Wir sehen doch was aus diesen Ghettos geworden ist, in die man Massen an Menschen gepfercht hat.

    "Die Privaten sind nicht für die soziale Wohnungspolitik verantwortlich!!!" Selbstverständlich müssen auch die Privaten in die Pflicht genommen oder enteignet werden.

    Sie sind es die kostbaten Grund für Luxus verschweden, der anschließend jahrelang leer steht. Es stehen Tausende von Wohungen nur allein in Berlin leer.

  41. 76.

    "Die Schere zwischen Arm und Reich ist doch gerade durch die Corona-Politik auf der einen und durch die EZB-Geldpolitik auf der anderen Seite extrem auseinander gedrückt worden. "

    Ein durchschaubarer Versuch des Vertreters der rechtsextremen AfD hier. Und falsch obendrein. Es begann mit der Kohl'schen Umverteilungspolitik 1982! FDP und cDU haben dann dafür gesorgt dass die Ärmsten weiter ausgeraubt wurden und das steigerte sich mit der Agenda 2010 nochmal deutlich.

    Mit der Umverteilung begann der Abstieg und ein Raub gigantischen Ausmaßes. DAS war der Anfang der Spirale, deren Kosten uns noch Milliarden kosten werden.

    Uns, den Steuerzahler und nicht etwa den Nutznießern dieser Umverteilung.

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-07/vermoegensverteilung-deutschland-diw-studie-ungleichheit

  42. 75.

    > Das setzt oft eine Abwärtsspirale in Gang

    Das ist ja Unsinn. Die Abwärtsspirale ist die Ursache und nicht die Wirkung. Am Stadtrand hat man nicht weniger Chancen als in der Stadtmitte.

    Es wird oft vergessen, dass Hartz4 Empfänger Langzeitarbeitslose sind. Die Spirale ist bereits in Kraft getreten, noch bevor diese Personen ihren Job verloren haben.

    Und das man ohne Einkommen nicht im Zentrum einer Metropole wohnen kann ist jetzt auch keine neue Erkenntnis.

    Die Stadt kommt jetzt schon mit dem Wohnungsbau nicht hinterher und immer mehr Unternehmen ziehen sich aus dem Wohnungsbau zurück weil es die Auflagen ihnen fast unmöglich machen, das Wohnhaus kostendeckend zu vermieten.

    Wir können den Unternehmen nicht sagen "Baut mal schön für paar Millionen und zahlt über die Jahre nochmal Millionen Steuern, aber Miete verlangen dürft ihr dann nicht".

    Armut bekämpfen, nicht die arbeitenden bestrafen.

  43. 74.

    Gott sei Dank ließ die DDR Altbauwohnungen verkommen und hat neue am Stadtrand gebaut.
    Sonst hätten wir heute noch weniger Wohnungen.
    Bzw. in der Innenstadt nur noch Platten.

  44. 73.

    Nicht zu vergessen:
    Agenda 2010, Leiharbeit usw.
    Alles unter Rot-Grün.
    Dazu Nonstop-Globalisierung, bei denen die Ärmsten der Armen unter die Räder kommen.

  45. 72.

    Wir dies sein kann? Vielleicht stimmt das nicht, wovon Sie ausgehen, was Kanzlerin, Regierung etc. betrifft.
    Erwarten Sie nicht zuviel von der Ampel - die wird am Ende auch nicht mehr wissen, was in ihrer Regierungserklärung stand, zumal da alle Ziele sehr schwammig formuliert sind.
    Außerdem haben wir immer noch Kapitalismus, wenn er auch seit 60 Jahren als soziale Marktwirtschaft bezeichnet wird.
    Die Ziele "Wohlstand für alle", "Soziale Sicherheit" und "Soziale Gerechtigkeit" sind allerdings - sehr im Interesse der christlichen - seit Kabinett Schröder dank erfolgreicher Lobbyistenarbeit zugunsten der Wirtschaft vollkommen aus dem Blick geraten.
    Soll heißen: Die Sozialdemokraten haben einen großen Anteil am Erfolg, dass die Armut seit Einführung des Niedriglohnsektors immer mehr zunimmt und es den Reichen immer besser geht:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_500_reichsten_Deutschen

  46. 71.

    Warum ist die Lage, wie sie ist?
    A) Politiker*innen wollen Armut nicht bekämpfen.
    B) Die regierenden Politiker*innen haben nicht die Fähigkeiten, Armut zu bekämpfen.
    C) Lobbygruppen sagen den Politiker*innen an, was zu tun ist.
    D) Die Polit-Elite hat sich so viele Stellen geschaffen, dass es völlig egal ist, ob man regiert oder opponiert. Die Politik ist in Grundsätzen die gleiche, weil alternativlos.
    Wer weiß die Antwort?

  47. 70.

    "Die oberste Priorität der Politik müsste doch sein, die Hartz IV - Empfänger in versicherungspflichtige Arbeit zu bringen, so wird eine Verdrängung am nachhaltigsten beseitigt. "

    Sie meinen in so präkere Arbeitsverhältnisse, die an Sklavenarbeit erinnern und wo der Steuerzahler auch noch den Lohn übernehmen muß? Ihr neoliberales Mantra hat sich als Lüge erwiesen.

    Außerdem sind die Wohnungen, auch in der Innenstadt, vorhanden, man lässt sie spekulativ leerstehen oder vermietet illegal.

  48. 69.

    Was schlagen Sie vor?
    Postkommunistische Enteignungsfantasien?

  49. 68.

    Das ist keine Durchmischung mehr sondern Verdrängung derer die noch arbeiten gehen und ,die es schaffen noch die Miete selbst zu zahlen. Es kommen immer mehr Menschen nach Berlin mit Transferleistungen.

  50. 67.

    "... "Kinderarmut". Man sollte sich nicht so viele Kinder anschaffen, wenn man sie nicht selbst ernähren kann. ..."?Häh ...?
    Das erzählen Sie mal Eltern, die ihre Kinder von Niedriglöhnen ernähren müssen und die aufopferungsvoll dafür sorgen, dass später Ihre Rente erarbeitet wird! Die Kinder von heute sind die Beitragszahler von morgen, aber es werden immer weniger.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14177/umfrage/deutschland-anteil-rentner-an-erwerbsbevoelkerung/

  51. 66.

    Schade, dass nach all den bekannten Fakten immer noch kein Ansatz zur Hilfe da ist. Wie kann es sein, dass es in diesen Bezirken keine Kitaplätze gibt, keine ausreichenden Sozialarbeiter, keine Ganztagsschulen mit dem besten Personalschlüssel in ganz Berlin? Die Probleme lassen sich doch lösen, warum tut sich die Politik so schwer. Es kann mir keiner erzählen, dass es am Geld liegt... Dann müssen wir anders priorisieren.

  52. 65.

    Ich darf Sie hier kurz korrigieren: Es muss heißen "soziale Marktwirtschaft". In Kombination mit dem grundgesetzlich verankerten "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen" (Art. 14 Abs. 2 Satz 1 des deutschen GG) steht dieser Denkansatz nicht nur für die Erkenntnis, dass Geld nicht alles ist, sondern im Ergebnis für die "Berliner Mischung", für die diese Stadt einst bekannt war. Bedauerlich, dass dies nun keine Rolle mehr spielt und bis auf weiteres dem Diktat des Geldes zu gehorchen hat.

  53. 64.

    Unter der rot-grünen Schröder Regierung wurde soviel bezahlbarer Wohnraum wie unter keiner anderen Regierung verscherbelt. Berlin ist dieser Politik Anfang der 2000er beispiellos gefolgt. Man hätte die Wohnungen nicht verkaufen müssen, wenn man es nicht gewollt hätte.

    Das andere Problem ist, dass der Senat seit 2006 für den sozialen Wohnungsbau selbst verantwortlich ist. In den letzte. 16 Jahren wurde aber kaum öffentlicher sozialer Wohnungsbau betrieben und die Höhe der genehmigten Förderungen waren für die privaten Wohnungsbaugesellschaftten nicht ansatzweise ausreichend.

    Es war absehbar wieviele Sozialwohnungen in Berlin verschwunden sind. Somit ist die soziale Wohnungspolitik krachend gescheitert ohne das ein Ende in Sicht ist.

    Nur über Wohngeld läßt sich dieser Zustand nicht verbessern, da muss der Senat schon anpacken. Jedoch kommt dann direkt die Ausrede, man darf keine Flächen versiegeln.

    Die Privaten sind nicht für die soziale Wohnungspolitik verantwortlich!!!

  54. 63.

    @Bernhard Neukölln ist je nach Lage wohl eher ein Beispiel in die andere Richtung. Grade Richtung Kreuzberg aber auch Nähe Tempelhofer Feld kann sich ein Normalsterblicher die Miete kaum noch leisten. Und natürlich hat die Politik viel falsch gemacht (Selbst viele Rathäuser wie z.B. das in Schöneberg wurden verkauft und die Bezirke zahlen jetzt teuer Miete!) Wer wirklich für Chancengleichheit eintritt sollte für 100% Erbschaftssteuer eintreten und im Gegenzug jedem ein ordentliches Startkapital bereitstellen.
    Und vor allem die endliche Ressource Bauland nur noch verpachten und nicht verkaufen.

  55. 62.

    Ist mit Stadtrand Steglitz, Zehlendorf, Spandau oder Köpenick gemeint :-))

  56. 61.

    Die geschilderte Verdrängung ist eine Entwicklung mit Ansage- und geht m.E. zu nicht geringen Teilen auf das Konto der SPD und deren damaligem Vorsitzenden, Herrn Wowereit. Institutionen wie der Mieterverein hatten frühzeitig vor einer sich verschärfenden Lage auf dem Wohnungsmarkt und einer massiven Verdrängung weniger gut betuchter Bevölkerungsteile aus den Innenstadtbezirken gewarnt. Der famose Herr Wowereit jedoch wiederholte stets sein Mantra vom entspannten Berliner Wohnungsmarkt und ließ seinen Finanzsenator Sarrazin, ebenfalls SPD, fröhlich hunderttausende kommunale Wohnungen zu Spottpreisen an Investoren verschleudern- jetzt wird deutlich, wer die Zeche für diese eklatante Fehleinschätzung des Herrn Wowereit und seiner Berliner SPD zu zahlen hat.

  57. 60.

    "Die Abgabenquote von 30000€ auf 40000€ Jahresbrutto incl. Sozialversicherung ändert sich von ca. 31% auf 34% (Werte 2021), sprich: Netto ca. 20700€ auf Netto ca. 26000€."

    10000 mehr Brutto, 5300 mehr Netto, demnach 4700 Abgaben, sind 47% Abgaben auf diesen Zugewinn von 10000

  58. 59.

    " Auch ihre Inseln des schönen Lebens, werden so immer kleiner.

    Stimmt! Liegt aber vor allem daran, dass unsinnige Beschlüsse vom Senat , z.B. Mietendeckel, vom Eigentümer zunächst umgesetzt werden müssen, auch wenn klar ist, dass dieser Beschluss nicht rechtlich haltbar ist. Wir haben in den letzten Jahren auf große Mieterhöhungen verzichtet, wird aber zunehmend schwerer, da aus unterschiedlichen Gründen, auch bereits Mieten unter sechs Euro nicht mehr von den Mietern bezahlt werden (können).
    Auch hat die Vermüllung der Wohnungen deutlich zugenommen, die Reinigung der Immobilien ist oft nicht mehr durch die Kautionen gedeckt.
    Um es gleich vorweg zu nehmen; Wohnungen vermüllen nicht nur durch Mieter, sondern immer öfter durch Eigentümer, die immer weniger Instandhaltungsmassnahmen vornehmen lassen.

  59. 58.

    Sie kommentieren wie gewohnte wider den realen Fakten. Dass der Berliner Bankenskandal nicht gemeint sein kann, wurde Ihnen über die Jahre mehrfach aufgezeigt: "2018 wurde vom Senat davon ausgegangen, dass bis 2020 die Risikoabschirmung aufgehoben werden könne. Bis zu diesem Zeitpunkt waren 7 Mrd. € an finanziellen Mitteln abgeflossen, weitere wurden mutmaßlich nicht benötigt. Dem gegenüber stehen Einnahmen in Höhe von 5,5 Mrd. €. Am Ende könnte sogar ein kleiner Überschuss entstehen[5]. Auf Beschlussempfehlung des Hauptausschusses[6] stimmte am 29. August 2019 das Abgeordnetenhaus von Berlin für die Aufhebung der Risikoabschirmung"
    https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Bankenskandal#Auswirkungen_auf_die_Finanzlage_des_Landes_Berlin

  60. 57.

    Das ist billige sozialistische Propaganda und vollkommen realitätsfern. Die Stärke der sozialen Marktwirtschaft ist das Versprechen, durch Bildung und Arbeit sich einen gewissen Wohlstand erarbeiten zu können und diesen exklusive für sich und für seine Nachkommen verwenden zu dürfen. Dies ist der Anreiz für Innovation und Anstrengung. Es mag unbestritten teils Verbesserungsbedarf geben, aber dieses System komplett in Frage zu stellen, ist einfach nur geschichtsvergessen. Nicht umsonst war der Kapitalismus den Nazis genau so ein Graus, wie den Kommunisten. Gescheitert sind sie alle, weil irgendwann das Geld der Anderen einfach alle war. Die Nazis haben dann Krieg geführt, um an frisches Geld zu kommen, die Kommunisten haben ihr Volk verarmen und den Staat vergammeln lassen. Die Marktwirtschaft ist nicht perfekt, aber sie ist um Welten besser, als alle Alternativen und sie ist wandelbar.

  61. 56.

    Die SED betrieb ebenfalls Flächensanierung, um überhaupt erst Platz für die neuen Wohnungen zu schaffen, und ließ dabei in großem Stil Altbauwohnungen verkommen.

  62. 55.

    Können Sie einmal plausibel erklären, was daran gerecht sein soll, bereits voll versteuertes Vermögen nochmals zu versteuern? Das ist nichts anderes als eine scheibchenweise Enteignung und zerstört letztlich den Wirtschaftsstandort Deutschland. Betroffen wären davon nämlich vor allem Inhaber von Firmen oder Firmenanteilen. Diese liegen aber nicht als verfügbares Geld vor, es müssten Anteile veräußert werden, um die eigene Enteignung zu bezahlen. Nun raten Sie mal, wer diese Anteile dann kauft? Brauchen wir echt noch mehr Firmen in ausländischer Hand? Die Vermögenssteuer ist einfach nur ein großer Unfug. Sie ist ungerecht und sie nutzt am Ende niemandem, mal ganz davon abgesehen, dass alleine der Verwaltungsaufwand zur Erhebung der Vermögen und Verfolgung von Unterschlagung von Vermögen, sowie der Festsetzung der tatsächlichen Werte dieses Vermögens, die möglichen Einnahmen übersteigen würde.

  63. 54.

    Das ist richtig. Aber dieses Drittel am Gesamtvermögen ist fast vollständig in Firmenanteilen gebunden. Diese Firmen bringen Menschen in Lohn und Brot, so dass überhaupt erst die meisten Menschen einen auskömmlichen Lohn haben. Sozial ist, was Arbeit schafft. Die Diskussion über "die Reichen" ist eine typisch deutsche Neiddebatte, die in dieser Form weltweit recht einmalig ist. Es ist ein physiologisches Phänomen, dass die Ansprüche und das Empfinden von Ungerechtigkeit immer weiter zunehmen, je besser es den Menschen geht. Natürlich gibt es auch echte tiefe Armut in Deutschland, aber die Masse hat ein gutes Auskommen. Man sollte sich einfach mal überlegen, was passieren würde, wenn "die Reichen" mit ihren Vermögen ins Ausland verschwinden würden. Deutschland würde in bittere Armut verfallen. Es kann nicht gutgehen, von den Reichen einfach immer mehr zu verlangen.

  64. 53.

    Was schlagen Sie vor?
    Postkommunistische Enteignungsfantasien?

  65. 52.

    "dazu etwas mehr Grün und Spielflächen für die Kinder. Na dann kommt mal nicht nach MaHe, da gibt es bald kein Grün mehr weil alles zugepflastert wird mit Wohnungen, damit noch mehr Harzer Platz haben, große Klasse hier! Die paar Leute die hier Wohnen und die sich um Geld keine Sorgen machen müssen, weil sie 60h die Woche arbeiten, hauen dann auch bald ab.

    Hier läuft so einiges schief in dieser Stadt. Und da sind die finanzierten Kinder der Harzer noch das geringste Problem. Aber hier gibt es ja die Arche (Gott sei Dank wohlgemerkt!), die erziehen und betreuen unsere Kinder schon, dann können wir in Ruhe Fernsehen... unser Kita Platz wird ja nur für 4h bezahlt, das reicht ja nicht...

    "Die Berliner Mischung ist Geschichte" Und genau das ist das Problem! Gettobildung, und zwar auf beiden Seiten, bei den gut Verdienern und bei den schlecht oder nichts Verdienern.

  66. 51.

    Abhandlungen über die gesetzmäßige Entmischung, als immer wiederkehrender Prozess, gab es wohl schon einen Nobelpreis an Amerikaner. Nur verstehende und schaffende Politiker können gestalten. Umverteilende Sachbearbeiter oder „Alibiorganisatoren“, die wie hier nichts sagen, finden nur Marketinglösungen: „Managementkonzepte“ ohne zu sagen was „all das muss...“ genau ist. Es ist unbestritten allgemein anerkannt, dass man die Chancengleichheit verbessern muss, wohlwissend, dass diese mit sehr unterschiedlichen Anstrengungen genutzt werden. Vor diesem Hintergrund sind Einkommensunterschiede sogar unerlässlich, was wieder zu Entmischungen führt. Perfekt ist da alles nicht, ist auch nicht machbar, aber Chancengleichheit in Bildung ist machbar. Die „Endlosbesteuerung“ oder „Mehrmalsbesteuerung“ linker „Schiedsrichter“ werden so zu “Familienbestrafer“. Und für auskömmliche Löhne sind Politiker (zum Glück) nicht zuständig. Rahmenbedingungen schaffen schon... aha, da ist es wieder: schaffen.

  67. 50.

    Ich bin der gleichen Meinung und muss sogar zugeben, dass das andauernde Suchen nach Sündenböcken (vorzugsweise: Poltiker und Immobilienbesitzer) und das Ablehnen von Eigenverantwortung meine derzeitige politische Einstellung mitgeprägt haben.
    Wer beim Ansprechen von Ursachen einen Schlingerkurs fährt, weil er "seinen" (potentiellen) Wähern nicht auf die Füße treten will, der macht es sich zu einfach.
    Wer jedoch zu sagen wagt, dass böse ist, wer Böses tut, der gilt heutzutage als hasserfüllter Stammtischpöbler, dem man den Mund verbieten sollte.

  68. 49.

    Gewobag muss was aufarbeiten - ja, schon klar. Mit der GSW war es hier ok, die ADO war zwar etwas träger, sind aber zumindest in die Puschen gekommen wenn mal was war. Bei der Gewobag habe ich den Eindruck, die sind ein Tochterunternehmen von Vodafon. Schiet Musik in der Endloswarteschleife und auch keiner an die Strippe zu bekommen.

  69. 48.

    Ich muss garnicht atm sein um in Bezirken Hellersdorf Hohenschönhausen o.ä. Randbezirken zu wohnen. Bei einem Nettoeinkommen über 3500 Euro finde mal eine bezahlbare Wohnung. Keine Chance denn die Mieten liegen bei über 1900 Euro kalt. Das passiert mit dieser Wohnungspolitik. Da gilt man mit dem Einkommen zu zweit als zu arm.

  70. 47.

    Welche Bezirke haben die meisten Hartz IV Empfänger?
    Ja, es ist Mitte, Neuköln und Friedrichshain- Kreuzberg.
    Beispielsweise, Pankow mit den meisten Einwohnern hat in absoluten Zahlen nicht mal 50% von Bezirk Mitte, und gerade 50% von Neuköln.

    Wer für eine gesunde Durchmischung der Bevölkerungsgruppen ist, der müsste diese Teilweise-Umverteilung begrüßen

  71. 46.

    Schön, dass jemand sich endlich traut die Wahrheit zu schreiben. Aber leider hat die beste Politik immernoch weniger Macht als das Kapital, welches bei den Vermögenden liegt und immer schneller, immer größer wird. Das ist ein globales Problem und kein deutsches bzw. kein deutsches Politik Problem, denn Kapital besitzt weltweit Macht. Es ist einfach gezinkt und damit nicht fair. Ich könnte Analogien bringen, aber wozu... Daher ein Fazit: Ressourcen müssen gleichmäßig verteilt werden!

  72. 45.

    Muss ich, wenn ich arm bin, meine Umgebung vermüllen?
    Warum wird in vielen Medien asoziales Verhalten immer wieder mit sozialer Benachteiligung erklärt und quasi entschuldigt?
    Ich bin gegen dieses paternalistische Absprechen einer Eigenverantwortung von erwachsene Menschen für ihr Leben.

  73. 44.

    Es gibt weder Vermögens-noch Erbschaftssteuer, sondern Vermögensteuer und Erbschaftsteuer.

  74. 43.

    Die Schere zwischen Arm und Reich ist doch gerade durch die Corona-Politik auf der einen und durch die EZB-Geldpolitik auf der anderen Seite extrem auseinander gedrückt worden. Gegen beides regt sich politisch kein Widerstand bei allen Parteien, die in Deutschland in Bund oder den Ländern in der Regierung sind. Man beschwert sich über das, was man selbst (mit) verursacht hat. Insbesondere die unteren Einkommensgruppen leiden massiv unter dieser Politik, sei es Kurzarbeitergeld, Arbeitslosigkeit, unsichere Beschäftigung oder der zunehmenden Inflation. Auf der anderen Seite ist der Zuwachs an Vermögen der Reichen in der Regel auf Buchwerte zurückzuführen, die aber oft gar nicht realisiert, also zu Bargeldguthaben umgewandelt werden (können). Es sind Aktien und Firmenbeteiligungen, die diesen Wert treiben. Nur, bis diese tatsächlich verkauft werden, sind das eben Phantasievermögen. Rechnet man das raus, sieht das Bild schon weniger dramatisch aus.

  75. 42.

    Eine normale Erscheinung in der Marktwirtschaft. Es gibt kein Recht, mit Geldern der Öffentlichen Sozialfürsorge in den gefragten Kiezen sich alimentieren zu lassen.

  76. 41.

    Wir kann dies sein?
    Wir hatten die beste Kanzlerin aller Zeiten und die beste Bundesregierung aller Zeiten.
    Die neue Ampel soll sogar noch viel besser sein als die Groko.
    Ebenso haben wir einen Vorzeigesenat, der sich von morgens bis abends für Soziales einsetzt.
    Warum dann diese Armut?
    Da passt doch irgendwas nicht zusammen.

  77. 40.

    Diese "enormen" Beträge sind in den letzten Jahrzehnten gut verringert worden (Senkung Spitzensteuersatz, Entfall Vermögenssteuer, Einführung der Abgeltungssteuer anstelle des persönlichen Steuersatzes). Da blieb in den letzten Jahren enorm viel mehr übrig und trug zur Steigerung der Ungleichheit bei.

    Wer viel hat, der kann viel abgeben und hat dann immer noch viel. Und Ruhe vor den Auswirkungen einer größer werdenden Ungleichheit. Das scheint nicht allen bewusst.

  78. 39.

    Daran wird sich aber nichts ändern, so lange Kinder als zusätzliche Einkommensquelle durch staatliche Leistungen dienen können. Es ist halt das typische Dilemma eines Sozialstaates. Durch Geldmittel setzt man sehr schnell falsche Anreize, nicht nur bei armen sondern auch bei reichen Familien. Eine wirklich soziale Lösung habe ich dafür aber leider auch nicht.
    Andererseits muss man aber auch sagen, dass es einem armen Kind in Deutschland immer noch zu 90% besser geht als den Kindern der Welt insgesamt und auch noch bedeutend besser, als in den meisten EU-Staaten. Woran es in Deutschland wirklich inzwischen mangelt ist Bildungsgerechtigkeit und damit die Chance zum Ausstieg aus der Armut. Das betrifft aber bei weitem nicht nur Kinder aus Haushalten mit staatlicher Unterstützung, es reicht inzwischen weit in die bürgerliche, arbeitende Bevölkerung hinein, die manchmal mangels staatlicher Zuschüsse sogar noch schlechter dasteht. Schulische Nebenkosten sind inzwischen einfach zu hoch.

  79. 38.

    Bei diesem Thema kann man hin- und hergerissen sein, aber warum es in den sog. Problemvierteln immer recht schmutzig (sprich: dreckig) ist, das habe ich noch nie verstanden. Leider werden Wohnungen zu Spekulationsobjekten gemacht, man kann Immobilienakten kaufen, wenn so viel Geld hat, das dann ein noch größerer Haufen werden soll. Das ist doch das Schlimme. Nur, wird die Miete vom Staat übernommen. So weit so gut, obwohl man über den Gesamtkomplex streiten kann. Trotzdem kann doch so ein Ort ordentlich und sauber aussehen. Muss da vieles beschmiert sein, kaputt.... Es gibt wohl viele Baustellen auch im menschlichen Verhalten... Wenn wir eine Stadt für die Bürger sein wollen, dann bitte für alle und an alle (!!!) auch Forderungen für das usammenleben und Rücksichtsnahme stellen. Im Zusammenleben und in einer Großstadt ist das Ich, ich, ich und du kannst mir nicht und ist egal - das funktioniert halt nicht. Außerdem gibt es viele Orte in unserer Stadt, die sauberer sein könnten

  80. 37.

    Ja, gut. Jetzt wird das bereits seit Jahren sichtbare mit Zahlen unterfüttert, aber es wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Die Politik in Berlin ist doch eher damit beschäftigt, die Komfortzonen für die eigene Klientel zu erweitern. Und ob da eine „Berliner Mischung“ überhaupt gewünscht wird, bezweifle ich doch sehr. Siehe dazu auch die Diskussion um eine Flüchtlingsunterkunft in Karlshorst!

  81. 36.

    Wohnungsmieterin Prenzlauer BergMittwoch, 09.02.2022 | 10:41 Uhr
    "... die Lage wird sich noch verschärfen."
    ""Das ist das Ergebniss einer menschenverachtenden Politik von SPD, SED und Grünen.""

    Sie werden diesen Ihren saftigen Propagandasatz sicherlich noch sachlich-inhaltlich begründen.

    Mir fällt dazu ein: Im seriellen Wohnungsbau "der SED" also der Platte, wohnen bis heute zehntausende Menschen bis in die Innenstadt hinein in gutem, modernen, bezahlbarem Wohnraum. Um die 15.000 z. B. rund um den Alex.
    Ergebnis des sozialen Wohnungsbaus der DDR. Errichtet nicht von "der SED" Sondern von der Bevölkerung der DDR. Sie haben in jeder Hinsicht den Preis dafür bezahlt, dass es diese Wohnungen bis heute gibt.

    In der Tat hat weder "die SPD" noch sonst eine Berlin-Regierung je dieses Ergebnis im Wohnungsbau erreicht. Was kein Grund ist, sich "die SED" zurück zu wünschen.
    Aber dieser Wohnungsbau ist Voraussetzung für die sozio-kulturell-ökonomisch Durchmischung der Stadt.

  82. 35.

    Ich höre immer "Kinderarmut". Man sollte sich nicht so viele Kinder anschaffen, wenn man sie nicht selbst ernähren kann. Es ist durch die öffentliche Sozialfürsorge eine Fehlsteuerung eingetreten, denn die Sozialleistungen liegen vielfach in der Höhe von Erwerbseinkommen.

  83. 34.

    Sebastian T. Berlin Mittwoch, 09.02.2022 | 08:00 Uhr
    Antwort auf [Rufus Fuchs] vom 09.02.2022 um 07:51
    "Rufus, ich sehe das genau andersrum: Das Vermögen gehört in die Familien und sollte von Generation zu Generation weitergegeben und vermehrt werden (...)

    Ist im Kern eine vordemokratische, anti-republikanische Haltung Herr Sebastian T.
    Ihre Maxime bedeutet: (biologische) Dynastie, statt das Recht und die Möglichkeit in seiner Lebenszeit alles zu werden. Unabhängig von Herkunft, Eltern, der Dynastie vor einem. Für deren Reichtum oder Armut, Bildung oder keine, man selbst nichts getan hat. Da für einen selbst Geburtsort und -Umstände unverdienter, leistungsloser Zufall ist.

    Also geht es in einer republikanischen Demokratie darum, biologisch-ökonomisch-soziale Dynastie ("Familie") und davon unabhängige Chancengleichheit und -verteilung zu organisieren und immer wieder auszuhandeln.
    Da sich ansonsten dynastische Strukturen einen immer grösseren Anteil und Vorteil sichern.

  84. 33.

    Im November 2021 bekam ich eine Einmalzahlung von 600 Euro brutto.
    Davon verblieben ca. 322 Euro netto.
    Steuerklasse 1, ledig, keine Kinder, Jahresbrutto ca. 32000 Euro.

  85. 32.

    ist doch nichts wirklich was neues wird doch schon seit Jahren so verdrängt
    da ja keine Wohnungen für hartiv in der Innenstadt nicht mehr leisten mehr können
    und dazu werden dann noch die Asiaten in den außen bewirke auch noch abgepackt
    irgendwann wird dann die Stimmung in den außen Bezirke dann um kippen

  86. 31.

    "Das ist das Ergebniss einer menschenverachtenden Politik von SPD, SED und Grünen. "

    Den Unsinn müssen sie uns mal erklären.

  87. 30.

    Die oberste Priorität der Politik müsste doch sein, die Hartz IV - Empfänger in versicherungspflichtige Arbeit zu bringen, so wird eine Verdrängung am nachhaltigsten beseitigt.
    Dieses ständige Augenmerk der Linke, hier nur auf dem Wohlbefinden zu arbeiten, das ist Das- Einzige womit diese Partei immer wieder kommt, um die Spaltung der Berliner voranzutreiben.

  88. 29.

    "Nein, wir lassen jetzt mal die Olle Kanelle „wer hat..“ dafür ist die Lage zu ernst und zu traurig…"

    Warum fangen sie damit an? Die sPD hat das verscherbelt, nachdem Diepgen und Landowsky Berlin in eine beispiellose Milliardenpleite getrieben haben. Man sollte immer die ganze Wahrheit erzählen. Auch dass die cDU ganz schnell wieder dabei war die Milliardenpleite auf die Ärmsten abzuwälzen.

    Mit den Folgen wird Berlin noch jahrzehntelang leben müssen. Berlin? Zumindest die Schwächeren. Die anderen plündern derweil Berlin weiter aus.

  89. 28.

    Der von Ihnen gescholtene Kapitalismus sorgt mit einer riesigen Transfersumme für alle die ach so armen arbeitsfernen Schichten der Bevölkerung.
    Die ganze Umverteilung würde nicht stattfinden wenn der Großteil der Bevölkerung nicht regelmäßig Steuern und Abgaben entrichten würde.
    Da nützen auch Ihre Gedankenspiele in deutlicher Nähe der Enteignungs-Ideologen nichts.

  90. 27.

    Die von Ihnen genannten "Vermögenden" gehen einer regelmäßigen Arbeit nach und zahlen bereits jetzt, mit den enormen Abgaben im Bereich Steuern und Sozialleistungen, über Transferleistungen alle anfallenden Kosten der arbeitsfernen Klientel.

    Solange es sich eine steigende Zahl von Menschen in unserer sozialen Hängematte bequem macht, werden sich diese auch in den beschriebenen Quartieren aufhalten müssen.

  91. 26.

    "... die Lage wird sich noch verschärfen."
    Das ist das Ergebniss einer menschenverachtenden Politik von SPD, SED und Grünen.

  92. 25.

    Für Müll und zu viele Menschen in einer Wohnung ist die private Wohnwirtschaft verantwortlich?

    Ich dachte es wären bisher die Menschen die Müll gleichgültig in die Gegend werfen und Eltern für die Anzahl der Kinder verantwortlich. In Deutschland sind klassisch 1-2 Kinder pro Familie und nicht wie bei vielen Migranten ab 4 aufwärts. Das mag auch daran liegen das sich viele Deutsche immer noch, Tendenz fallend, selbst finanzieren und nicht mehr Kinder leisten können.

  93. 24.

    Warum geht es bei den rechts-konservativen immer um "nicht arbeiten wollen"?
    Das Problem ist doch, dass das Vermögen und Einkommen zu konzentriert auf wenige ist. Dadurch ist auch die Macht zu einseitig konzentriert.
    Ein Reicher würde auch nicht einen billig Lohn annehmen, weil es sich nicht lohnt.
    Die Wirtschaft ist gezinkt. Es wird nicht fair gewirtschaftet.

  94. 23.

    Wir wohnen seit 2000 in unserer Wohnung. Damals war die Welt noch in Ordnung. Seit etwa 10 Jahren ziehen merkwürdige Personenkreise hier hin. Seitdem findet eine Überfüllung statt. Sperrmüll wird im Müllhaus abgestellt, Müll wird neben die Mülltonnen geschüttet usw. Nachweislich wird das von Personenkkreisen verursacht, die ihre Miete nicht selber zahlen, sondern vom Vater Staat bezahlt bekommen. Die kümmern sich nicht um Mehrkosten, weil das zahlt für sie ja der Vater Staat.

  95. 22.

    Innerhalb Berlins darf kein einziges zusätzliches Gebäude mehr gebaut werden. Dies verbietet sich bereits aus den Zwängen des Klimawandels heraus. Betonmassen speichern im Sommer länger die Hitze und sorgen für schlaflose Nächte und frühzeitige Tode. Neue Wohnviertel dürfen lediglich am Stadtrand, bzw. weit darüber hinaus errichtet werden. Selbstverständlich müssen vorher intelligent U-Bahn/S-Bahnen verlängert werden

  96. 21.

    Ja, sehr traurig. SPD & Co wollten höhere Mieten, haben sich aber nicht getraut die selbst zu erhöhen. Also haben sie unsere davor berlineigenen Wohnungen fürn Appel und nen Ei verscherbelt. Jetzt wird teuer zurückgekauft und die hohen Mieten mit Transferleistungen auch noch bezahlt. Totaler Wahnsinn. Unsere letzte Hoffnung ist die Enteignung ohne spekulative Gewinne. Die Mehrheit der Berlinnerinnen und Berliner hat dafür gestimmt. Bin gespannt was daraus wird.

  97. 20.

    Genau das gleiche habe ich beim Lesen auch gedacht.
    Was hat das Einkommen damit zu tun ob ich mich wie ein Schwein benehme und fremdes Eigentum nicht achte?
    Frust ist kein Grund sich wie die Axt im Wald zu benehmen.

  98. 19.

    Kein Wunder. Wir sind zwar nur zu zweit aber selbst wir finden keine Wohnung unter 1.800 € im Monat die mehr als 2 Zimmer in vernünftigen Zustand mit Balkon bietet. Ich weiß wirklich nicht, wie das Familien machen und wie viel diese Personen verdienen müssen denn eigentlich verdienen wir beiden nicht schlecht. Es ist wirklich verrückt.

  99. 18.

    Stimmt! Während Müller sich um den Rückkauf kümmerte, versprach Lompscher lediglich 20.000 neue Wohnungen pro Jahr, sorgte aber auch dafür, dass der aufstrebende Neubau eingebremst wurde und dank des Mietendeckels das Angebot an Mietwohnungen weiter verknappt wurde. Dazu machte sich die Linke die Enteignungsphantasien zu eigen und schreckte auch damit private Investoren ab, so dass das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung aus dem Jahr 2014 kaum Wirkung entfalten konnte.

  100. 17.

    Wenn in einer Stadt wie Berlin,die ohnehin keinen ausreichenden Wohnraum zur Verfügung stellt....seit Jahren....und gleichzeitig immer mehr Migranten aufnimmt, entstehen solche Verhältnisse. Das ist übrigens in Paris nicht anders, darum entstehen neben Macron,
    2 starke rechte Parteien. Wie im Artikel beschrieben, leben in der benannten Siedlung fast 50% Migranten. Schon Helmut Schmidt hat in den siebziger Jahren die Gefahr erkannt.

  101. 16.

    Diese Entwicklung ist aber schon seit einem Jahrzehnt mit nicht ganz verblendeten Augen gut wahrnehmbar. Von Politik gesetzte Wohnungsbau-Zielsetzungen wurden auch seit gut 8 Jahren kontinuierlich unterboten. Die letzten Änderungen der Leiharbeitsgesetzgebung spielen dazu noch perfekt in dieses Drama herein. Finanzielle Sicherheit ist kaum noch denkbar für den Großteil der arbeitenden Gesellschaft. Was das mit der oben genannten Situation zu tun hat? Wann haben Sie das letzte Mal NUR (!) max. 33% Ihres monatlichen Einkommens für Wohnung (kalt + Betriebskosten ALLER Art)gezahlt?

  102. 15.

    Politikversagen? Ist es nicht eher die hässliche Fratze des Kapitalismus, die sich hier zeigt? Also ein ganz normaler Vorgang - zumal in einer vom Turboegoismus besessenen Gesellschaft?

  103. 14.

    Wann gab es zuletzt die vielbeschworene "Berliner Mischung"? In der Gründerzeit als unten im Haus das Bürgertum wohnte und die Arbeiter die Treppe nach oben steigen durften? Gerade das Rollbergviertel war schon vor der Flächensanierung eher für die geringen Mieten auf Grund einfachster Wohnungen bekannt. Auch in die Neubauten wie hier zogen viele WBS-Besitzer, so dass daraus schon in den 70ern soziale Brennpunkte entwickelten. Dank des schwarzen Kreises war auch das an damaligen Stadtrand gelegene Kreuzberg bei Migranten und Studenten beliebt, letztere kamen wie Monika Hermann wg. der niedrigen Mieten und der Partys, blieben aber anders als sie meist nicht lange.

  104. 13.

    Die Abgabenquote von 30000€ auf 40000€ Jahresbrutto incl. Sozialversicherung ändert sich von ca. 31% auf 34% (Werte 2021), sprich: Netto ca. 20700€ auf Netto ca. 26000€.

    Die plakativen 45 % sind ein immer gern ins Feld geführter falscher Wert.

  105. 12.

    Das ist Jahrzehntes Politikversagen des Senats in Berlin. Der ewig ignoriert hat die Innenstadt zu modernisieren, das Schulen und Kitas so gestaltet werden das Leute mit Sprachproblemen gefördert werden usw. Es ist also kein Wunder das immer mehr Menschen aus diesem Kreislauf ausbrechen und den immer mehr vorkommenden Bezirken den Rücken kehren. Dank an die jetzt wieder im Senat sitzenden Regierungsparteien und zusätzlich den Grünen für Ihr Jahrelanges Politik Versagen.

  106. 11.

    Die soziale Schieflage am Rand hat doch schon in den 80ern in Westberlin seinen Ursprung, als die Fehlbelegungsabgabe für vermeintlich Besserverdienende, die in sozial geförderten Wohnungen lebten, eingeführt wurde. Diese Abgabe war zwar sozial gerecht gemeint, hatte aber verheerende Folgen: viele waren dann nicht mehr bereit, hohe Kosten für diese Wohnungen zu zahlen und zogen in bessere Wohnlagen. Eine gesunde, sozial durchmische Struktur wieder hinzukriegen wird nahezu ausgeschlossen sein.

  107. 10.

    Das reichste 1 Prozent besitzt nach Schätzungen ein Drittel des Gesamtvermögens in Deutschland [1]. Wer davon nicht leben kann ist unverständlich. Wie man die Auseinanderentwicklung so komplett verdrängen kann wie Sie - noch viel unverständlicher.

    [1] https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-wie-sind-die-vermoegen-in-deutschland-verteilt-3579.htm

  108. 9.

    Danke @rbb für diesen Beitrag. Und kein politischer Wille weit und breit, an der zu Recht als Ursache genannten Verteilungsungerechtigkeit in der Gesellschaft auch nur annähernd etwas zu ändern. Die Vermögenden sollten sich fragen, ob sie an dieser Entwicklung - der Verelendung immer größerer Teile der Bevölkerung - wirklich weiter beteiligt sein wollen, oder ob es sich für sie nicht auch lohnen würde, Verantwortung zu übernehmen. Auch ihre Inseln des schönen Lebens werden so immer kleiner.

  109. 8.

    Das ist ein weiteres Beispiel für Politikversagen.
    Und wenn weiterhin Tausende Flüchtlinge nach Berlin kommen, werde diese ebenso in den genannten Quartieren landen.

    Das hat vor 25 Jahren bereits in Neukölln begonnen, dann sind der dortige Mittelstand und alle dies es sich irgendwie leisten konnten von dort weggezogen.
    Geblieben sind die, die ohnehin nicht arbeiten wollen und gewachsen ist die türkisch-arabische Parallelgesellschaft.

  110. 7.

    Seit 1990 haben maßgeblich 3 Parteien öffentliche Wohnungen privatisiert. Dass eine davon dieses vehement zurückdrehen möchte zeigt Lernfähigkeit. Bei den beiden anderen herrscht eher Denkstarre.

  111. 6.

    Müllprobleme schaffen aber gern auch die Gentrifizierer! Mein Weddinger Kiez war zwar noch nie gepflegt aber erst jetzt haben wir hier permanent Flaschen-Scherben und Sperrmüll auf der Straße. Der Bürgersteig ist für Fußgänger eine einzige Gefahrenzone (aber auf der Straße ist doch Kopfsteinpflaster) durch die Fahrräder und Krach bis vier Uhr morgens war hier früher auch nicht.
    Die Lebensqualität ist in meinem Kiez deutlich gesunken aber meine Kaltmiete hat sich verdoppelt.

  112. 5.

    Rufus, ich sehe das genau andersrum: Das Vermögen gehört in die Familien und sollte von Generation zu Generation weitergegeben und vermehrt werden. Es muss reichen, wenn das Geld einmal versteuert wird. In Deutschland kann nicht mal ein einziges Prozent der Bevölkerung von den Erträgen seines Vermögens leben. Von daher kann ich diese Sprüche, dass die "Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht", nicht mehr hören.

    Als meine Familie vor 100 Jahren ihr Haus gebaut hat, war hier die Welt noch in Ordnung. In den 70er Jahren wurden dann überall in unserer Nachbarschaft Mietshäuser gebaut. Inzwischen sind aber viele, die hier mal gemietet haben, raus ins Grüne gezogen. Sie ahnen vielleicht, wer nachzieht. Keine schöne Entwicklung...

  113. 4.

    Das mag in dem genannten Bereich besonders schlimm sein, aber Berlin verkommt generell immer mehr.

  114. 3.

    Die Hauptursache für die Zustände wird zum Schluss des Artikels benannt: Das Hauptproblem sei die Verteilungsungerechtigkeit in der Gesellschaft. "Wir haben immer ungleichere Einkommen und Vermögen".
    Das wird seit 16 Jahren durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen in dieser Republik befördert. Niedriglohnsektor, immer weniger Tariflöhne, keine umfassende Vermögenssteuer, keine umfassende Erbschaftssteuer. Wer sich weiterbildet, strebsam ist und sein Jahreseinkommen von 30.000 Euro auf 40.000 Euro erhöht wird mit 45 Prozent Sozialabgaben und Steuern bestraft (kalte Progression). Steuerflucht und Steuervermeidung sind weiterhin möglich. Die seit vier Legislaturperioden im Bund und den Ländern regierenden Politiker:innen und Parteien sind offensichtlich nicht gewillt daran etwas zu ändern. Ihren Ankündigungen folgten keine gesetzgebenden Taten.

  115. 2.

    Wer hat 2004 alles verscherbelt?
    Die Partei die seit Jahren mitregiert!
    Gute sozialdemokratische Politik eben :-(
    Nein, wir lassen jetzt mal die Olle Kanelle „wer hat..“ dafür ist die Lage zu ernst und zu traurig…

  116. 1.

    Trotz aller sonstigen Probleme und Benachteiligungen der Menschen, die in diesen Bezirken leben, sind es aber auch ihre Papiertüten, Brotreste und Glasscherben, die Frau Thiel dankenswerter Weise regelmäßig aufräumt. Bei allen bestehenden Problemen fehlt mir hier der Gedanke, dass auch jeder Einzelne Teil der Gesellschaft ist und seinen persönlichen Beitrag für ein zumindest sauberes und friedliches Umfeld schaffen kann. Allein das würde wahrscheinlich weitere positive Aspekte nach sich ziehen.

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