Routinekontrolle - Behelfsmäßige Elsenbrücke in Richtung Friedrichshain muss gesperrt werden

Do 03.02.22 | 10:50 Uhr
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Die gesperrte Elsenbrücke am Treptower Park (Bild: dpa/Christoph Soeder)
Audio: Inforadio | 03.02.2022 | Peter Klinke | Bild: dpa/Christoph Soeder

Die behelfsmäßige Elsenbrücke in Fahrtrichtung Friedrichshain muss erneut gesperrt werden. Das teilte die Senatsverwaltung für Verkehr am Donnerstagmorgen mit. Von Donnerstagabend um 22 Uhr bis zum darauffolgenden Morgen um 6 Uhr dürfen demnach keine Fahrzeuge die Brücke passieren.

Grund sei eine Routinekontrolle, die vier Wochen nach der Inbetriebnahme der Behelfsbrücke durchgeführt werden müsse. Es müssen laut Senatsverwaltung rund 20.000 Schraubverbindungen kontrolliert und gegebenenfalls nachgezogen werden.

Autofahrer sollten die Umleitung über die Oberbaumbrücke nutzen. Für Radfahrende und den öffentlichen Personennahverkehr bleibt die Brücke weiter nutzbar. Fußgänger werden durch die Kontrolle nicht beeinträchtigt.

Behelfsbrücke kostete rund 18 Millionen Euro

Die Behelfsbrücke kostete rund 18 Millionen Euro und entstand in 15 Monaten. "Es war eine kluge und vorausschauende Entscheidung, die Behelfsbrücke schon parallel zu den Abrissarbeiten zu beauftragen und herstellen zu lassen. Nur so konnte monatelanges Verkehrschaos auf beiden Seiten der Spree vermieden werden", teilte Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) zu Beginn des Jahres mit.

Die zweite Behelfsbrücke in Richtung Treptow soll in der Nacht von Freitag auf Samstag überprüft werden. Hier beschränken sich die Behinderungen aber nur auf eine Spur.

Mitte Dezember hatten Sensoren an der maroden Elsenbrücke angeschlagen, woraufhin die stark genutzte Überführung aus Sicherheitsgründen zwei Tage gesperrt wurde. Anschließend wurde wieder eine Spur pro Richtung freigegeben.

Sendung: Inforadio, 03.02.2022, 9 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Selbst beim Ikea Regal sollen die Schrauben nach 2 Wochen nachgezogen werden. Da sollte es bei der Brücke doch selbstverständlich sein.

  2. 12.

    "Tastaturartisten aus der B-Mikadofaktion"
    Rofl ... der Tag ist gerettet :-)

  3. 11.

    Da liegen sie falsch. Routinekontrollen sind bei Bauwerken dieser Art völlig normal und haben nichts mit Pfusch zu tun. Da die Kontrollen in der Nacht passieren wird es den Autoverkehr wohl kaum groß beeinträchtigen. Da sie sicherlich bei Ingenieur sind sollten sie lieber ihre fachfremde Meinung für sich behalten.

  4. 10.

    ..... ich brech zusammen ......

  5. 9.

    Das kann kann nur von einem Tastaturartisten aus der B-Mikadofaktion kommen.
    Nach jedem Reifenwechsel wird Ihnen von Werkstatt ans Herz gelegt, nach kurzer Zeit die Radmuttern auf festen Sitz zu überprüfen.
    Das wird bei einer geschraubten Stahlbrücke nicht anders sein.

  6. 8.

    "Das ist nach so kurzer Zeit nach Inbetriebnahme nicht normal."
    Wenn demnächst Berlin als Standard übernommen wird, ist das in ganz Deutschland normal, wie vieles andere auch.....
    Nach altem Standard ist in Berlin vieles nicht mehr normal.


  7. 7.

    Mal so, aus Sicht einer Frau....
    Also an die Schrauben meiner Felgen mit den Winterschluffen gehe ich auch nach einer guten Woche mit dem Drehmomentschlüssel ran. Einfach mal gucken, ob da sich vll. nicht doch was durch die "Good Vibrations" gelöst hat. Könnte bei einer verschraubten Brücke doch ähnlich sein - oder? Ok, die fährt zwar nicht, wird aber doch durchgeschüttelt.

    Zum ursprünglichen Bericht ... ja, da stand 22.000. Nun sinds 20.000. 2000 weniger. Ob sich da jemand verzählt hat? Ein Skandal!

    *könnte Spuren von Ironie enthalten ....

  8. 6.

    Erstmal ist von Kontrolle und ggf. Nachjustierung die Rede, geben andere Quellen andere Aussagen?

  9. 5.

    Das hat nichts mit den Kontrollen zu tun. Pfusch am Bau und das nach 2-3 Wochen Nutzung. Der ursprüngliche Beitrag hat ja besagt, das 22.000 Schrauben nachzuziehen sind. Das ist nach so kurzer Zeit nach Inbetriebnahme nicht normal.

  10. 4.

    Ich finde es auch blöd, dass ich mein Auto einen ganzen Tag lang nicht benutzen kann, wenn es wegen der routinemäßigen Kontrolle alle zwei Jahre zum TÜV muss ...
    /* Ironie aus */

  11. 3.

    Was Frau Jarasch uns als klug und vorausschauend unterjubelt ist die normale Arbeit wie ich sie von Fachleuten erwarte.
    Leider ist es in den Senatsdienstsellen nicht mehr selbstverständlich, siehe das letzte Beispiel, die Brücke über den Britzer Zweigkanal, bei der die Straßenbahnschienen vergessen wurden.

  12. 1.

    Dazu sage ich jetzt mal lieber nichts. Grausam diese Stadt.

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