Tat im Jahr 2014 - Bundesgerichtshof verschärft Urteile gegen Rocker nach Mord in Berlin

Mo 07.02.22 | 14:14 Uhr
Archivfoto: Hells Angels Jacke (Quelle: dpa/Boris Roessler)
Bild: dpa/Boris Roessler

Acht Jahre nach tödlichen Schüssen in einem Berliner Wettbüro hat der Bundesgerichtshof die Urteile gegen eine Rockergruppe verschärft. Anders als vom Berliner Landgericht 2019 entschieden, erhalten die Mitglieder der Hells Angels keinen sogenannten Vollstreckungsabschlag von zwei Jahren auf ihre Strafen. Das entschied der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs am Montag in Leipzig (Az.: 5 StR 542/20).

26-Jähriger starb durch tödliche Schüsse

Ansonsten bestätigten die Bundesrichter weitgehend die Verurteilungen der neun Männer. Das Landgericht hatte acht von ihnen wegen Mordes und einen weiteren wegen Anstiftung zum Mord zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Lediglich mit dem Fall von einem der Männer, der relativ früh nach der Tat ausgesagt hatte, muss sich das Landgericht noch einmal befassen. Die Richter sollen prüfen, ob sich die Angaben mildernd auswirken.

Die Rocker waren im Januar 2014 überfallartig in das Berliner Wettbüro eingedrungen. Einer von ihnen erschoss dort einen 26-Jährigen. Hintergrund sollen Rivalitäten zwischen dem Opfer und dem damaligen Anführer der Berliner Hells Angels gewesen sein.

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