Ukraine-Konflikt - Zwei Schicksale und ein drohender Krieg - von Kiew nach Berlin und zurück

Fr 18.02.22 | 15:00 Uhr | Von Efthymis Angeloudis
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Garry Kraievets und Marc Raymond Wilkins (Quelle: Vitaliy Uhov)
Bild: Vitaliy Uhov

Droht ein Krieg auszubrechen, stellt man sich Fragen, an die man vorher nie denken musste. Bleibe ich oder gehe ich? Sehe ich meine Liebsten je wieder? Zwei Kiewer mussten sich diese Frage stellen und erklären, wie sie sich entschieden haben. Von Efthymis Angeloudis

Garry Kraievets dreht immer das Wasser ab, wenn er verreist, auch wenn er nur eine Woche weg ist. Das war auch am Sonntag nicht anders, als er seine Wohnung verließ und mit einem Koffer und einem Rucksack zum Kiewer Hauptbahnhof fuhr, um den Nachtzug nach Warschau und anschließend Berlin zu nehmen. Diesmal wusste er aber nicht, wann er zurückkommt.

"Ich habe nicht viel eingepackt", sagt der 29-jährige Psychoanalytiker und Künstler. "So viel wie ich normalerweise mitnehme, wenn ich für einen Monat verreise." Nur vor Lacans sechsbändiger Buchreihe über das Begehren musste er kurz stehen bleiben, bevor er das Haus verließ. "Wissen sie, wie schwierig es ist an auf Russisch übersetzte französische Bücher zu kommen." Ein Freund hatte ihm die Bände aus Moskau mitgebracht - bestellen war nicht möglich. Doch Garry legte die Bänder wieder ins Regal und schloss die Tür hinter sich ab - außer Nachrichten über den drohenden Krieg konnte er jetzt sowieso nichts anderes lesen.

USA: Invasion steht unmittelbar bevor

Vor einigen Tagen erst hatte die US-Regierung bekannt gegeben, dass eine russische Invasion in der Ukraine "unmittelbar" bevorstehe [sueddeutsche.de]. "Russland könnte in sehr kurzer Zeit den Befehl zu einer großen Militäraktion gegen die Ukraine geben", sagte Joe Bidens Sicherheitsberater, Jake Sullivan bei einer Pressekonferenz am Freitag. Nachrichten, die natürlich auch Garry beeinflussten.

Es ist Sonntagabend als er in den Zug in Kiew einsteigt. Am nächsten Tag ist er in Berlin. "Ich lese eigentlich seit Dezember nichts anderes als Nachrichten", sagt Garry in einem Cafe in Kreuzberg. Er liebe Berlin, die Clubs, die Museen. Er war schon zehn Mal hier. "Vielleicht gehe ich später ins Museum". "Angst?", fragt er und kratzt ein bisschen verlegen an seinen kurzen schwarzen Haaren. "Angst hatte ich eigentlich keine, eher Wut", und lacht ein bisschen als wollte er vom Thema ablenken.

Plötzlich streicht KLM Garrys Flug

"Warum muss ich meine Pläne ändern. Warum kann mein Leben nicht ganz normal sein?", habe er sich wütend gefragt, als er sich ein letztes Mal umdrehte, um auf das Haus zu schauen, das er und seine Frau Sascha seit einem Jahr ihr Zuhause nennen.

Dabei hatte er in der Demokratischen Schule, die er in Kiew mitbegründet hat, viel zu tun. Im September wollte er eine vierte Schule gründen. Nach Kiew, Odessa und Dnipro nun auch in Lviv. Einen Rektor hätten sie gefunden und Lehrerinnen und Lehrer, blieb eigentlich nur noch das Schulgebäude. Aber wie soll man für die Zukunft planen, wenn ein Krieg einem jeden Moment einen Strich durch die Rechnung machen kann. "Natürlich hatte ich Angst", sagt er nach einer kurzen Pause.

Seine Frau Sascha arbeitet zurzeit an einem Kunstprojekt in Amsterdam. Garry wollte nächste Woche zu ihr fliegen. Doch am Samstag setzte die niederländische Fluggesellschaft KLM ihre Flüge in die Ukraine bis auf Weiteres aus, nachdem die Regierung in Den Haag eine Reisewarnung veröffentlicht hatte. "Wenn tatsächlich ein Krieg ausbrechen sollte, sind die Grenzen dicht", erklärt der 29-jährige. "Und wer weiß, wann man dann wieder weg kann." Dabei war seine Hochzeit erst im September. Das sei nicht gut, seine Frau so lange nicht sehen zu können.

Scholz in Moskau, Marc in Kiew

In Kiew sitzt Marc Raymond Wilkins in seinem Büro, als ob es ein ganz gewöhnlicher Wochentag wäre - dabei ist dieser Dienstag alles andere als normal. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich eben an diesem Tag bei einem Staatsbesuch in Moskau [tagesschau.de] weiter zuversichtlich gezeigt, auf diplomatischem Weg eine Lösung für den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu finden. Die erste Erleichterung über den angekündigten teilweisen Truppenabzug von der ukrainischen Grenze wurde im Laufe des Tages aufgrund mangelnder Beweise vorerst wieder gedämpft.

Auch Marc hat seine Frau Olga im September letzten Jahres geheiratet - in Kiew, direkt an der Dnepr. "Wir haben uns im Sommer 2018 in Kiew kennengelernt." Olga war ein Jahr lang beruflich in Berlin, kam dann aber wieder zurück. Sie hatten so viele Gemeinsamkeiten, dass sie bereits von Freunden voneinander gehört hatten. Schließlich wurden sie einander vorgestellt. "Unsere Liebe zur Kunst und Architektur hat uns zusammengebracht."

Marc und Olgas Hochzeit an der Dnepr (Quelle: Roman Pashkovskiy)Marc und Olgas Hochzeit an der Dnepr.

Auto vollgetankt und bereit zur Flucht

Doch statt passendes Besteck oder Porzellan für die gemeinsame Wohnung, kauften sich die beiden Benzinkanister. "Am Anfang dachten wir, wir halten unser Auto vollgetankt und bereit mit Extra-Benzin in Kanistern und haben uns die verschiedenen Routen angeschaut, wie man aus der Stadt am Besten Richtung Westen kommt", erklärt der Schweizerisch-Britische Regisseur. Im Fall eines Angriffs würden sie dann einfach losfahren nach Berlin zu Marcs Schwester. Schnell wurde ihnen aber klar, dass in dem Moment, wenn es losgeht, die Straße und das Auto eigentlich die gefährlichsten Orte seien.

Als sie darüber nachdachten, wurde immer klarer, dass sie in Kiew bleiben wollen. "Es ist mein Zuhause." Marc machte die entgegengesetzte Reise - von Berlin zog der Regisseur 2016 nach Kiew. "Nicht weil ich hier einen Job bekommen hätte, sondern einfach, weil ich in Kiew leben wollte, weil es mich berührt und begeistert hat, wie die Zivilgesellschaft hier nach der Maidan-Revolution 2014 erwacht ist."

Wie bereitet man sich auf einen Krieg vor?

Aber was ist, wenn ein Krieg ausbrechen sollte? Was braucht man in so einem Fall? "Man muss sich darauf vorbereiten, dass es einen Stromausfall geben kann, dass es zwei Wochen lang keinen Strom gibt", erklärt Marc.

Das Paar hat einen Stromgenerator auf dem Dachboden und ein Verlängerungskabel, um den Strom in die Wohnung leiten zu können. Wasserfilter damit man irgendwie Wasser aus dem Fluss oder Regenwasser filtern kann, Proviant für zwei Wochen, Walkie-Talkies, falls Telefone nicht mehr funktionieren. "Ein batteriebetriebenes Radio, damit wir Nachrichten empfangen können, auch wenn das Internet nicht mehr funktioniert, Taschenlampen und einen Wanderrucksack habe ich mir gekauft um dann auch zu Fuß durch die Stadt zu kommen". Ein Überlebenskit für den Fall aller Fälle auf.

Doch bis dahin herrsche eine seltsame Ruhe auf den Straßen Kiews, als ob alle vor Angst gelähmt wären. "Meine Angst ist, dass die Ukraine ganz langsam von einer ständigen Drohhaltung Russlands erwürgt werden könnte", sagt Marc. Da müsse es gar nicht zu einem Krieg kommen und auch gar keine Panzer über die Grenze rollen. "Die junge Generation, die das Land verändern möchte, wird es nicht aushalten, über Jahre einen Panzerlauf auf ihr Gesicht gerichtet zu haben."

Was Putin möchte

Der militärische Konflikt im Osten der Ukraine hält seit fast sieben Jahren an. Obwohl er seit seinem Beginn im Spätsommer 2014 nie aufgehört hatte, war der Krieg im Osten des Landes und der russisch-ukrainische Konflikt zunehmend aus der westlichen Öffentlichkeit verschwunden. Russland kündigte nun an, einen Teil seiner Truppen von der ukrainischen Grenzen abzuziehen. Vertreter der NATO betonen aber, dass die Gefahr einer russischen Invasion noch nicht gebannt sei [deutschlandfunk.de]. Die diplomatischen Verhandlungen zur Verhinderung eines Krieges laufen auf Hochtouren.

"Es herrscht keine Panik, es ist nur irgendwie ganz, ganz ruhig", sagt der Wahlkiewer Marc. "Ich glaube nicht, dass es eine Ruhe vor dem Sturm ist." Man dürfe nicht vergessen, dass seit 2014 bereits 13.000 Menschen gestorben seien. Krieg herrsche im Land die ganze Zeit. "Die einzige Möglichkeit, die wir haben, ist ruhig zu bleiben. Panisch zu werden, Angst zu bekommen, wegrennen zu wollen, das ist eigentlich genau das, was Putin möchte."

Krieg in den Köpfen

"Was Putin möchte", fragt Garry zurück in Berlin. "Sie meinen, was Russland möchte?" Für ihn sind Putin und Russland ein und dasselbe. "Selbst wenn Putin nicht mehr Präsident ist, selbst wenn er tot ist, könnte immer jemand schlimmeres kommen." Die Haltung Russlands gegenüber der Ukraine würde sich auf jeden Fall nicht ändern. Die ständige Kriegsbedrohung würde weiterhin über ihren Köpfen schweben.

"Ich weiß nicht was ich hätte tun sollen, falls Bomben auf die Stadt zu fallen drohen", sagt Garry zurück in Berlin. "Alle meinten, man solle zu den Metro-Stationen. Die seien sicher wie ein Luftschutzbunker." Arsenalna, die nächste Station an Garrys Haus ist mehr als fünf Minuten entfernt. "Ich habe in den letzten Monaten an nichts anderes denken können."

Was Garry begehrt

Und kämpfen? Garry schaut etwas ungläubig. "Ich kann nicht kämpfen. Ich kann nicht töten und ja, ich habe Angst." Jedes Leben sei ihm heilig – es zu nehmen eine Anmaßung. "Ich kann verstehen, dass Menschen in den Krieg zu ziehen, um ihr Land, ihre Familie oder ihr Zuhause zu verteidigen. Aber ich kann das nicht", sagt er verlegen. "Ich bin Psychotherapeut, kein Soldat."

Zurückkehren nach Kiew will er unbedingt. "Berlin, Amsterdam, Europa ist schön aber was soll ich hier machen? Mein Leben ist in Kiew," sagt er als ob sein Heimatland nicht in Europa liege. Zusammen mit Sascha werde er zurückkehren in ihr Haus, zu ihren Büchern. Dann könnte er auch Lacans "Begehren" zu Ende lesen. "Vielleicht habe ich die Bücher zurückgelassen, weil ich weiß, was ich begehre", sagt Garry lachend.




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Beitrag von Efthymis Angeloudis

18 Kommentare

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  1. 18.

    das mit dem suggerieren, da sollte man von Sich nicht auf Andere schließen.

    Ein Nato- Beitrit wurde von Parlamenten der jeweiligen Staaten beschlosen, und von Staatspräsidenten unterzeichnet.
    Ergo, keine "Ein Mann-Kür", so was gibt es nur in bei Autokraten etc.

  2. 17.

    Hier hetzt einer über den anderen weil keiner Vertrauen gegenüber dem anderen hat. Die Verlierer sind die Menschen in den einzelnen Ländern. Die Rohstoffpreise und Verbraucherpreise gehen nach oben. Die Gewinner ist die Rüstungsindustrie die sich die Taschen noch mehr füllen kann. Die Großen reden und der kleine Soldat liegt im Schützengraben und hofft daß es zu keinem Krieg kommt. Herr Putin Herr Weiden setzen sie sich für Frieden auf dieser Welt ein dieses gilt auch für die EU und Nato.

  3. 16.

    Sie sind nicht gut informiert, die geschichte belegt es anders:
    Auf dem Londoner NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs vom 5./6. Juli 1990 wurde eine neue, defensive Ausrichtung des Bündnisses beschlossen. Dies beinhaltete auch die Zurückhaltung der NATO-Osterweiterung, die der damaligen Sowjetunion zugesagt wurde. Diese Zusage hat der Westen jedoch nicht eingehalten, somit also von sich aus die Vereinbarung gebrochen. Das ist also keine Propaganda von Russland, sondern eine Tatsache. Bitte die geschichte nicht verdrehen!

  4. 15.

    Russland hat der NATO vertraut und es gab Zusagen sich nicht in Richtung Russland auszudehnen, also nichts schriftliches.
    Da mögen Sie recht haben. Russland hat erkannt das ein Wort aus dem Westen nichts wert ist.
    Ein Memorandum ist nur eine Absichtserklärung, nichts verbindliches. Kaum mehr wert als zum Beispiel eine Zusage oder ein Handschlag.

  5. 14.

    Hallo Peter, es gab kein Versprechen der NATO an Gorbatschow. Dieses Mythos ist ein Teil der Russischen Propaganda. Aber vielleicht liege ich falsch und Sie können mir ein offizielles Dokument oder eine andere Dokumentation dieses Versprechens vorlegen? Doch das Budapester Memorandum ist ein klares Abkommen, in welchem Russland die territoriale Integrität der Ukraine garantiert. Dieses Abkommen wurde von Russland 2014 mit den Annexion der Krim und dem versteckten Einmarsch in den Donbas klar gebrochen. Ich verstehe nicht warum man in Deutschland dem Mythos des "Von der NATO betrogenen Russlands" noch glaubt.

  6. 13.

    Wenn man Menschen lange genug etwas suggeriert, glauben sie es. Das ist psychologisch erwiesen. Politiker/Staatsmänner sind auch nur Menschen. Es gibt inzwischen 30 Mitgliedsstaaten (Nordmazedonien seit 2020. Die meisten osteuropäischen Staaten sind erst 2004 der NATO beigetreten. Aus eigenem Antrieb? Beiweitem nicht. Schon damals wurde in den Medien suggeriert, dass die Russen nichts Gutes im Schilde führen. Auch wurde den osteuropäischen Beitrittsländern suggeriert, dass das doch auch positiv für ihre Wirtschaft wäre. Von der Stationierung von Nato-Streitkräften im Land nicht zu reden. Und nun erzähle mir noch mal jemand, Russland hätte mit den Provokationen angefangen. Wem dackelt die EU und die NATO denn immer hinterher, wer ist die treibende Kraft? Es geht immer nur um Macht, Geld und Einfluss...

  7. 12.

    In diesem Fall ist eher die Nato der Böse. Man muß etwas in die Vergangenheit zurück gehen, zur deutschen Einheit. Dieser hat Gorbatschow nur unter Bedingungen zugestimmt, u.a. dass mit einem vereintem Deutschland in der Nato an der deutsch- polnische Grenze Schluß ist. Das keine Länder östlich dieser Grenze in die Nato aufgenommen werden. Und was hat man gemacht, Polen, Lettland, Litauen und Estland dazugeholt. Jetzt spricht man von der Ukraine. Man hat Russland, in dieser Frage, 30 Jahre lang belogen und betrogen...ich würde keinen cent auf die Versprechen der Nato geben...

  8. 11.

    Wenn Sie mal über Ihre Aussage nachdenken, bemerken Sie den Widerspruch evtl. selbst:
    Ja, die USA haben angekündigt, ihr Personal abzuziehen. Genau das ist jedoch ein Teil ihrer Strategie und Provokation. Den Menschen zu suggerieren, gleich geht der Krieg los. Und Europa schlägt in die Kerbe ein...ohne auch nur EINE Verifizierung der Aussagen der USA zu haben. Jeder weiß, wie leicht man heutzutage Fotos und Videos bearbeiten und faken kann. Wer den täglichen Horrormeldungen von der bevorstehenden Eskalation glaubt, hat nichts dazugelernt. Niemand hat in den letzten 20 jahren mehr Kriege geführt als Russland? Von welchem Planeten kommen Sie denn? Vielleicht sind Sie zu jung und von den Medien zu beeinflussbar. Eines kann ich Ihnen jedoch sagen: Ich bin ein Jahrgang der Mitte 50er und nach meinen Kenntnissen und Erleben wurden nach dem 2. Weltkrieg mehr Kriege und Auseinandersetzungen geführt, an dem die USA entweder aktiv beteiligt war oder im Hindergrund die Fäden gezogen hat.

  9. 10.

    Die Nato hat 29 Mitgliedstaaten, und alle sind aus eigenen Willen ein Mitglied dieses Bündnisses geworden, und insbesondere die ehemalige Warschauer Pakt - Staaten haben gewusst, warum sie Mitglied werden wollen.

  10. 9.

    Eine Frage an die Experten, es ist verschiedentlich zu lesen, die ukrainische Regierung ist jetzt gegen die Minsker Vereinbarungen. Wie ist jetzt der Sachstand?

  11. 7.

    Panik in den Köpfen verbreiten, so dass (fast) jeder an die "bösen" Russen glaubt. Das ist das Ziel der USA. Wieviel Kriege und Auseinandersetzungen haben die USA seit dem 2. Weltkrieg provoziert und angezettelt, sind irgendwo einmarschiert. Und alles nur, um IHRE Interessen durchzusetzen. Den Nahen Osten haben sie destabilisiert und nun ist Europa dran. Zu selbstständig und unabhängig in den Augen der USA. Und das sollten wir auch bleiben und uns abnabeln. Dazu gehört auch die NATO. Meiner Meinung hat die NATO schon längst ausgedient, ist ein Relikt aus Nachkriegstagen und eines des Kalten Krieges. Ausgedient auch deshalb, weil es ein vergleichbares Bündnis seit Auflösung des Warschauer Paktes nicht mehr gibt. Als Alternative würden bilaterale Verträge reichen, aber ein militärisches Bündnis ist genau das, was die Welt nicht mehr braucht, wenn sie friedlich bleiben soll.

  12. 6.

    Ich glaube Sie haben den Vietnamkrieg schon vergessen! Irak, begonnen mit Lügen wohl auch und von Afghanistan ganz zu schweigen. Da wurde die späteren Taliban maßgeblich unterstützt. Venezuela kennen Sie offensichtlich auch nicht. Und das die USA Nordstream 2, ganz uneigennützig beenden wollen ist wohl auch neu für Sie.

  13. 5.

    Wenn ich die täglichen "Ankündigungen", die von Biden kommen, höre, könnte ich vor Wut platzen! Immer weiter Panik machen und vor einem bevorstehenden Krieg warnen - nennt die USA-Regierung das Deeskalation? Hat er seine Glaskugel befragt oder sind seine Geheimdienste schon wieder dabei, DEN kritischen Moment zu schaffen, damit es wahr wird? Dafür sind ja einige seiner Geheimdienste bekannt und es wäre nicht das erste Mal, dass ein "Stellvertreterkrieg" provoziert wird; Ich habe jd. Tag den Eindruck, die USA warten nur darauf, dass es losgeht...dann hätten sie endlich ihr Ziel erreicht:
    Eine Destabilisierung Europas, den Russen hätten sie endlich eins ausgewischt und obendrein würden sie ihr dreckiges Frackinggas an Europa verkaufen können. Im Gegenzug wird sich Russland mit China und Belarus verbünden. Ein ganz schlechtes Szenario... an die wirtschaftlichen Folgen für GANZ Europa mag ich auch nicht denken!

  14. 4.

    Werter Herr Dominik, wie alt sind Sie? Haben Sie die letzten 2 Jahre verschlafen? oder die letzten 300 Jahre? Pearl Habor, der damalige US Geheimdienst OSS (Vorgänger der CIA) wusste über den bevorstehenden Angriff der Japaner bescheid. Leitete aber keine Gegenmaßnahmen ein, um in den 2. WK einsteigen zu können. Der Angriff auf ein Boot der USA in der Bucht von Tonkin, Vietnam war inszeniert, um den VIetnamkrieg anfachen zu können. Das sind keine Therorien, das ist nachlesbar und bewiesen. Ach noch etwas. Der CIA hat nach dem Anschlag auf JFK den Begriff Verschwörungstheorie ins negative "geframt". Bis Ende des 19. Anfang des 20 Jhrd. wurde dieser Begriff von der Polizei verwendet, diese stellten nämlich eine Theorie der Verschwörung zu einem Verbrechen, eine Verschwörungstheorie" auf.
    Was würde die USA machen, wenn Russland oder China Millitär an deren Grenzen auffährt... Und hören Sie auf zu glauben, dass in der Ukraine keine Nato sitzen würde...

  15. 3.

    Mal wieder ihr Antimamerikanismus mitsamt einer Prise Verschwörungstheorie.

    Die USA haben/hatten schon Ausbildungsmissionen in der Ukraine. Die USA haben aber gerade alles an militärischem Personal abgezogen. Passt nicht zu ihrer Theorie.

    Keiner will Krieg gegen Russland, aber Putin hat genügend Kriege geführt die letzten 20 Jahre und ist immer besser geworden. Wenn einer Krieg will dann wohl Putin, er hat es in der Hand.

  16. 2.

    Ich stimme ihnen voll und ganz zu. Viele finden Biden toll und Obama auch aber unter Obama, der den Friedensnobelpreis erhalten hatte, sind weltweit durchschnittlich alle 12 Minuten eine Bombe auf ein anderes Land abgeworfen worden und Biden treibt die Welt wieder in einen Krieg, in einen globalen Krieg. Mag Trump menschlich nicht gerade der Heilsbringer gewesen sein aber er hat keine Kriege angezettelt oder vorangetrieben. Er sorgte für Entspannung, auch wenn es viele nicht wahr haben wollen. Hinzu kommt, dass Biden von Deutschland verlangt Nord Stream 2 still zu legen, sobald ein Krieg ausbrechen würde. Verzichten die USA dann auch auf die Millionen Barrel Rohöl, die sie von Russland beziehen?

  17. 1.

    Die Strategie der NATO und der USA scheint aufzugehen. Nachdem man den Russen durch die Osterweiterung richtig „Druck“ gemacht hat, glauben die Menschen an den Krieg. Nun muss man nur warten bis die Ukraine nicht nur um Waffen sondern auch noch um personelle Unterstützung bittet. Dann kann man einige tausend Soldaten ins Land schicken und man hat erreicht was man wollte. Dieser Krieg wird in Europa stattfinden, weit weg von amerikanischen Großstädten. Wann wird das die Politik begreifen?

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