17-Jährige spricht von rassistischem Angriff - Polizei räumt Fehler bei Meldung über Attacke auf Jugendliche ein

Mi 09.02.22 | 15:31 Uhr
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Symbolbild: Polizeiauto mit Blaulicht. (Quelle: dpa/Eibner)
Video: rbb|24 | 11.02.2022 | Material: Abendschau | Bild: dpa/Eibner

Nach dem Angriff auf eine 17-Jährige in Prenzlauer Berg hat die Polizei erste Angaben korrigiert. Demnach war der Auslöser für die Attacke nicht wie zuerst dargestellt eine fehlende Corona-Maske. Die Polizei spricht von einer "missverständlichen Formulierung".

Die Berliner Polizei hat im Fall einer 17-Jährigen, die in Berlin von mehreren Erwachsenen krankenhausreif geschlagen wurde, ihre ursprüngliche Pressemeldung korrigiert.

Die Jugendliche habe während des Vorfalls eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen, ihre Angreifer hingegen überwiegend nicht, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zunächst hatte die Polizei in einer Pressemitteilung am Sonntag mitgeteilt, dass es zu der Attacke gekommen war, "nachdem die Jugendliche auf ihre fehlende Mund-Nase-Bedeckung angesprochen" worden sei. Auf Basis dieser Angaben hatten rbb|24 und andere Medien über den Fall berichtet.

Die Korrektur der Polizeimeldung erfolgte, nachdem die 17-Jährige am Dienstag auf ihrem Instagram-Account öffentlich Stellung zu dem Vorfall genommen hatte. Sie kritisierte, dass der Grund für den Angriff nicht eine fehlende Mund-Nasen-Bedeckung gewesen sei, sondern rassistische Motive.

Polizei: "Strafanzeigen waren missverständlich formuliert"

Die in der ersten Polizei-Mitteilung verwendeten Informationen hätten aus den vor Ort aufgenommenen Strafanzeigen gestammt, die "missverständlich formuliert waren", teilte die Polizei nun am Mittwoch mit. Das hätten die weiteren Ermittlungen gezeigt.

Die 17-Jährige habe beim Ein- und Aussteigen aus der Tram eine Mund-Nase-Bedeckung getragen und diese lediglich bei dem "auf die rassistischen Beleidigungen folgenden Streitgespräch" mit den sechs Erwachsenen kurzfristig nach unten gezogen. Die sechs tatverdächtigen Erwachsenen "trugen überwiegend keine Mund-Nase-Bedeckungen", das hätten Ermittlungen und die Sichtung von Videomaterial ergeben, heißt es in der Polizeimeldung weiter.

Jugendliche: "Zusammengeschlagen, weil ich Ausländerin bin"

Die Jugendliche hatte auf Instagram der ursprünglichen Darstellung der Polizei widersprochen. "Ich wurde gestern in Berlin zusammengeschlagen, weil ich Ausländerin bin", sagte sie in einem Video. Zudem schilderte sie ihre Ansicht, wie sich der Angriff zutrug: Demnach war sie in der M4 Richtung Greifswalder Straße unterwegs, als eine Gruppe Männer und Frauen sie grundlos massiv rassistisch beleidigt und bedrängt hätten. Die Erwachsenen seien betrunken gewesen.

Nachdem sie aus der M4 ausgestiegen sei, habe eine der Frauen an der Haltestelle zu ihr gesagt, sie solle eine Maske tragen - "dabei standen wir draußen und niemand von den ganzen Leuten hatte eine Maske an", so die Jugendliche. Sie hingegen habe in der Bahn die ganze Zeit über eine Maske getragen.

Jugendliche: niemand hat geholfen

Nach Angaben der Jugendlichen wurde sie von den Erwachsenen festgehalten, mehrfach geschlagen und getreten. Auf ihrem Instagram-Account sind auf einem, nach ihren Angaben von ihr selbst gedrehten Handyvideo Szenen zu sehen, die den Angriff zeigen sollen.

Während des Angriff soll ein älterer, besonders großer Mann sie zusätzlich gewarnt haben: "Ich soll aufpassen, was ich in seinem Land sage", sagte die 17-Jährige weiter. Der Vorfall belaste sie nun auch psychisch. Sie kritisierte zudem das Verhalten der Menschen, die die Tat beobachtet hätten. Niemand habe ihr geholfen, obwohl sie während des Angriffs Menschen an der Haltestelle um Hilfe gebeten habe.

Die 17-Jährige wurde laut Mitteilung der Polizei vom Sonntag nach dem Angriff zur Beobachtung stationär in einem Krankenhaus aufgenommen.

Täter auf Video des Opfers erkannt

Am Sonntag hatte die Polizei mitgeteilt, dass bereits während des Vorfalls am Samstagabend einige der mutmaßlichen Täter gestellt werden konnten. Aufgrund des Handyvideos der Jugendlichen erkannten Polizisten einen der beteiligten Männer aus vorangegangenen Polizeieinsätzen wieder. Er und zwei weitere Tatverdächtige im Alter zwischen 42 und 51 Jahren wurden schließlich in einer nahegelegenen Kneipe vorläufig festgenommen - sie bestritten aber die Tatvorwürfe.

Laut Polizei waren die Männer alkoholisiert, außerdem fand die Polizei bei einem von ihnen Betäubungsmittel. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz wegen "rassistischer Beleidigung und Körperverletzung", teilte die Polizei am Mittwoch mit, zudem würden Zeugen gesucht.

Sendung: Inforadio, 09.02.2022, 14 Uhr

64 Kommentare

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  1. 64.

    ....sondern auch beim Verfassungsschutz ;).

    (eigentlich nicht zum lachen sondern einfach nur noch bedrohlich, ich muss da immer an Maaßen, Hilse, Maier und co denken)

  2. 63.

    Ich dachte eigentlich Berlin wäre hip und cool und nicht so rechtsverseucht (wie DD), bin nur manchmal beruflich in Mitte.

    Welche Stadtteile muss man meiden?

  3. 62.

    Warum sind das hier immer die gleichen Personen, die bei solchen Vorfällen die Ermittlungen abwarten wollen aber bei Tatbeteiligungen von Menschen mit Migrationshintergrund sofort meinen sie wüßten bereits alles und den Richter spielen zu müssen?

    Systematischen Rassismus gibt es eben nicht nur bei der Polizei.

  4. 60.

    @ Karsten: im übrigen finde ich es unerheblich, wer in dem Falle keine Maske trug. Sechs(!) Erwachsene schlagen auf eine(!) 17jährige ein. Sagt genug über den Geisteszustand dieser Leute aus.
    Gute Besserung der jugendlichen.

  5. 59.

    @ Karsten: weil die erste Meldung nicht auf Vermutungen basierte sondern auf missverständlich formulierte Strafanzeigen.

  6. 58.

    Richtig, die 6 Erwachsenen trugen keine Maske, während die junge Frau eine trug.
    Was hat das Video noch gezeigt ? Richtig,nichts relevantes.
    Warten wir doch einfach ab,was die Ermittlungen ergeben. Oder wissen sie mehr,Gerd gaudino ?

  7. 56.

    Auszug aus der Pressemitteilung der Polizei vom 09.02.:
    "Im Rahmen der Sichtung vorhandenen Videomaterials sowie weiterer Ermittlungen, konnte nun festgestellt werden, dass die Jugendliche beim Ein- und Aussteigen aus der Tram eine Mund-Nase-Bedeckung trug . . . Die sechs tatverdächtigen Erwachsenen trugen überwiegend keine Mund-Nase-Bedeckungen."
    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1174189.php

    Für Sie trotzdem Anlass genug, mit dem "sensiblen" Verweis auf Ofarim, hier Zweifel an der Aussage des geschädigten Mädchens zu hegen. Die 17-Jährige erlitt mehrere Verletzungen durch Gewalteinwirkung, und die drei identifizierten und z. T. polizeibekannten Männer bestreiten die Tatvorwürfe komplett. Wenn das alles ganz anders abgelaufen ist, und das Mädchen die sechsköpfige Personengruppe angegriffen hat, wäre es doch ein Leichtes gewesen, dies bei der polizeilichen Befragung richtigzustellen, oder "Realist"?!

  8. 55.

    Welcher "Staatsschutz"? Bundesamt oder Land Berlin - wegen Extremismusverdacht?
    Sollte sich der Verdacht bestätigen ist es immer wieder traurig wozu sich Menschen hinreißen lassen.
    Politischer Populimus und soziale Ignoranz tun da wohl ihr Übriges.

  9. 54.

    Das ist nicht der "echte" Immanuel, sondern ein Rechtsextremist der hier ständig und gleichzeitig mit etlichen Namen auftritt, der gerne auch mal die Namen von Prominenten mißbraucht. Oder eben Nicks von anderen Kommentatoren.

  10. 52.

    In offizieller Funktion würde ich selber sogar als Präsident höchstpersönlich einen Besuch machen, um zu unterstreichen, dass solche Vorfälle "in meinem Land" überhaupt nicht geduldet werden, und dass insbesondere bei solchen Fällen konsequente Strafverfolgung mit Forderung der höchstmöglichen Strafe durch die Staatsanwaltschaft.

    Und dies mag mancher zwar als ob PR-Aktion verstehen. Aber eben so nicht mal wirklich viele Aussagen aus Reihen der Politik wenn solcher Vorfall nicht gerade in irgendeine deren Agenda passt, bzw. weil dort alle die Hosen voll haben oder komplett ohne Interesse außer schön Diäten abzufassen, sowas ist eben weit weg von Konsequenz bei den Aufgaben bei welchen auch Parlament teilweise eine Rolle hat.

  11. 50.

    Was heißt hier "aufbauschen"? Ist Ihnen schonmal aufgefallen, dass es im Bereich Polizei-rassistische Straftaten immer wieder zu "Pannen", "Missverständnissen" und "Fehlinformationen" kommt? Oder sind das nur tausende "Einzelfälle"? Bitte erkennen, dass Struktur dahinter steckt!

  12. 49.

    Sehr gut kommentiert. Dies rät sogar die Polizei, wenn es zu einer brenzlichen Situation kommt.

  13. 48.

    Zum neuesten Stand:
    "Drei verdächtige Männer im Alter von 42, 44 und 51 Jahren konnten von der Polizei bereits kurz nach der Tat am Samstagabend in einer Kneipe festgenommen werden. Ein Polizist hatte einen der Männer auf einem Video, das die junge Frau von den Tätern gemacht hatte, wiedererkannt. „Wir suchen aber weiterhin nach den drei Frauen, die an der Tat ebenfalls beteiligt gewesen sein wollen“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Bisher seien sieben Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. „Die arbeiten wir nun ab. Außerdem werten wir Zeugenvideos und Aufnahmen aus Überwachungskameras der BVG aus, um die Verdächtigen zu identifizieren“, so der Polizeisprecher."
    Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/polizeibericht-berlin/pruegel-attacke-auf-17-jaehrige-video-des-opfers-hat-sieben-millionen-aufrufe-li.211152

  14. 46.

    Eine Gruppe betrunkener Berliner mittleren Alters, die Menschen beschimpfen, die auch nur im Entferntesten anders aussehen - das klingt für mich nach einem ganz normalen Abend in Berlin. Hoffentlich dauert es nicht mehr lange, bis diese Generationen aussterben. Ich bin froh, dass das Mädchen auf diese Story aufmerksam gemacht hat.

  15. 45.

    Also egal was da vorgefallen ist, Gewalt geht gar nicht. Schon gar nicht 6 gegen 1. Trotz allem, warum hat die junge Frau das Video zur Klärung nicht gleich der Polizei gezeigt? Ist es cooler es hochzuladen?

  16. 44.

    Also ich finde es sehr lustig wie die Medien (inklusive rbb) erstmal gegen das Mädchen welches noch Jugendlich ist. Anstatt: „17 Jähriges Mädchen wird verprügelt, wegen fehlender Maske“ solltet ihr vielleicht mall den ganzen Text von der Polizei lesen und dann eventuell sowas als title schreiben „Jugendliche (17) wurde von 6 Menschen verprügelt“

  17. 43.

    Ich würde sehr gerne erfahren,wie diese Sache nach abgeschlossener Untersuchung ausgeht.
    Wenn ich den Text richtig gelesen habe, beruft sich die Polizei bisher nur auf die Schilderung der jungen Frau. Gibt es Zeugen, die dies bestätigen? Gibt es Videomaterial vom Angriff ? Sorry,aber nach dem Vorfall mit "Gil Ofarim " bin ich sehr sensibel geworden.

  18. 42.

    Meine Karte der Berliner No-Go-Areas hat eine neue Markierung erhalten.

  19. 41.

    Es muss eine Entschuldigung seitens der Polizei geben an die Geschädigte, da es deren Informationen zur Fehldarstellung in den Medien kam.

  20. 40.

    Ist immer schwierig. Würden Sie sich als vermutlich Frau dazwischenschmeißen wenn 3 alkoholisierte Kerle und zusätzlich wohl nicht minder aggressive Frauen auf eine Person losgehen?

    Was jeder machen kann:
    1. Polizei rufen (das ist das mindeste)
    2. Weitere um Unterstützung bitten, dass gelingt Frauen oft ziemlich gut. Einfach ein paar robuste Männer ansprechen zu helfen, Frauen natürlich auch. (oftmals denken alle nur, "irgendeiner wird wohl einschreiten, warum sollte ich..."
    3. Gemeinsam (mit den gefundenen Unterstützern) die Aggressoren lautstark ansprechen und zum Unterlassen auffordern, gerne auch auf kommende Polizei verweisen. Bitte nicht sozusagen auch "voll rein" gehen, das bringt nicht direkt jemandem was.
    4. das lasse ich mal weg...

    Aber ganz ehrlich, das ist nunmal eine Extremsituation, und ja da dürfen auch umstehende Angst haben. mit alkoholisierten Rechtsextremen ist oft kein Zuckerschlecken, einige sind praktisch professionelle Schlägertrupps....

  21. 39.

    Wurde hier jemand schon aufgrund "seiner Meinung" verprügelt?

    Ach stimmt, mich sind schon öfter rechte Demonstraten wegen meiner gegenteiligen Meinung körperlich angegangen (so Meinungen wie "alle Menschen sind gleich" etc). Die Beleidigungen sind mir schon sowas von egal, dass sind oft verbitterte Menschen, die sich versuchen selbst zu erhöhen, indem Sie andere erniedrigen. Wenn die nicht so gewalttätig wären, hätte ich Mitleid mit denen.

  22. 38.

    Die Polizei hat neutral zu sein und keine persönlichen Vermutungen zu veröffentlichen.

    Eine Meldung "17jährige von mehreren Erwachsenen zusammengeschlagen sodass diese ins Krankenhaus musste" hätte gereicht.

    Alles weitere, kann man vermelden wenn gesicherte Erkenntnisse vorliegen. Die Polizei ist nicht die Bild Zeitung verdammt nochmal! (bzw sollte nicht Bild Zeitung spielen)

  23. 37.

    "die Schwere der Straftaten sollte aber der Richter beurteilen."

    aber

    "Haben Sie schon mal Personen nach einer schweren Körperverletzung gesehen? Anscheinend nicht.
    Die junge Frau fällt wohl nicht darunter."

    Fällt Ihnen was auf? Wie wäre es, wenn Sie die schwere der Verletzungen den Medizinern überlassen. Die scheinen ja einen Grund für die Überwachung im Krankenhaus gesehen zu haben. Steht auch im Text.

    Ihre Verharmlosung ist widerlich! So viel Ehrlichkeit von mir wird hoffentlich nicht zensiert!

  24. 36.

    Im S-Bahnhof Greifswalder gibt es die, aber Telefon geht auf dem Trambahnsteig schneller. Die BVG empfiehlt: "Kommt es durch aggressive Fahrgäste zu einer bedrohlichen Situation, löse Alarm aus und bitte andere Fahrgäste, dir zu helfen. Bewahre Ruhe und lass dich nicht provozieren. Zögere nicht, im Falle eines Notfalls, der dich oder andere Fahrgäste betrifft, einen Notruf abzusetzen. In den U-Bahnzügen findest du oben im Türbereich einen Notrufknopf. Nachdem du diesen betätigt hast, kommt die U-Bahn im nächstmöglichen Bahnhof zum Halten, wo das Zugpersonal dann über eine Sprechverbindung Kontakt zu dir aufnehmen wird. Auf den U-Bahnhöfen kannst du die Notruf- und Informationssäulen benutzen, wenn du Hilfe benötigst.
    In der Straßenbahn gibt es eine Sprechanlage, mit der du Hilfe beim Fahrpersonal anfordern kannst. In Bussen kannst du das Fahrpersonal direkt ansprechen."
    @rbb sind andere Notrufe eingegangen?!
    www.bvg.de/de/service-und-kontakt/handeln-in-notfaellen

  25. 35.

    Selbst wenn die Jugendliche keine Maske getragen hätte ist das kein Grund für 6 Erwachsene, darunter 3 Männer eine Jugendliche körperlich anzugreifen und anzupöbeln. Was für feige Gesellen, aber so kennt man das von diesem Klientel heutzutage.

    Es ist ja auch eher andersherum, ich bekomme eher von Maskenverweigeren die ich anspreche permanent Schläge angedroht. Gut kann ich ab, bin groß und kann mich zur Not wehren, aber welchen Vorteil sollte ich haben mich in einen Nachkampf mit einem Maskenverweigerer zu begeben? Polizei Security (die selbst keine Maske trägt) braucht man auch nicht rufen....Sind eben egoistische Assis diese Maskenverweigerer, erst Recht die gewalttätig auf Ansprache reagieren.

  26. 34.

    Ich schäme mich für mein Heimatland, das so etwas hier passieren konnte. Vor allem sollten die "Gaffer "sich schämen die nicht geholfen haben, sollten alle eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung bekommen

  27. 33.

    was für ein skandal. eine 17 jährige muss aus dem krankenhaus ein video machen, weil die polizei irgendeinen kappes schreibt und komischerweise genau mal wieder rassismus als möglichen tatvorwurf voreilig ausschließt und es kein einziges medium schafft, mal nachzuforschen statt nur abzuschreiben.

  28. 32.

    Diese Situation zeigt mehr den je wie es um unsere Gesellschaft steht, oder was aus ihr geworden ist. Bei diesem Vorfall stimmt einfach nichts, weder die Presse, die Polizei noch die umherstehenden Personen haben irgendwas richtig gemacht. Ich bin schockiert und zu Tränen gerührt. Da muss echt eine 17Jährige ihr eigenes Video hochladen um die Situation klarzustellen. Das hast du gut gemacht, Dilan. Gute Besserung.

  29. 31.

    Bei der M4 handelt es sich um keine U-Bahn. Das ist eine Straßenbahn, Was haben Notrufsäulen in der U-Bahn mit einem Angriff zu tun, der nicht in einer U-Bahnstation stattgefunden hat?

  30. 30.

    Fein, Jonas, dass Du als Mann beurteilen kannst, wie sich eine 17jährige weiblichen Geschlechts und kleiner Statur fühlt, die angegriffen wurde. Und schwere Verletzungen sieht man bisweilen auch nicht, vor allem nicht die seelischen...

  31. 29.

    Nun, es folgt ein Freispruch - die Jungs waren betrunken - also nicht zurechnungsfähig. Fertig. Vermutlich darf die Blutprobe oder die Eintragung in der Karteikarte auch nicht verwendet werden. Ach komm... echt... danke für nichts...

  32. 27.

    Sehr geehrter Immanuel,
    da sind Sie nicht der einzige. Werden mit Sicherheit mehr werden. Ich auf jedem Fall bin auch gespannt.
    Schöne Grüße

  33. 26.

    Jetzt bauschen Sie mal nichts auf.
    Die Polizei war nicht dabei, und somit war sie auf Infos vor Ort, und auf die Vidioauswertung angewiesen.
    Wennn ich mich richtig erinnere hat die 17Jährige auf den Videos keine Maske auf, also war für die Polizei die ursprüngliche Version durchaus glaubhaft. Mit Zeugen und Beteiligten hat die Polizei auch schon ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

    Was lehrt uns das: "Die Medien sollten erst abwarten, und erst dann berichten, wenn der Sachverhalt näher bekannt ist.

  34. 25.

    Sehr geehrter „BVG Abonennt“,
    diese Notrufsäulen befinden sich auf U-Bahnhöfen. Ich habe jedenfalls noch keine Tramhaltestelle mit solch einer Notrufsäule gesehen.
    Mit freundl. Grüßen

  35. 24.

    Das passiert leider auch, wenn man anderer Meinung ist.
    Auch das macht mich wütend

  36. 23.

    Wie gesagt, unsere Familie setzt sich durch verschiedene Kulturen zusammen und jene, denen man äußerlich andere optische Merkmale zuordnen kann, die erzählen sehr oft von verbalen Attacken und sie ertragen sie und schweigen. Mich macht das dermaßen wütend, auch, weil es meist ältere und anscheinend gut situierte Leute sind, die am hässlichsten agieren. Das Schlimmste ist, wenn Zuschauende mit den Aggressoren sympathisieren und das erinnert mich dann an die Verfolgung von Menschen in der deutschen Vergangenheit, wenn die Masse mit jenen stillschweigend geht, die anderen Unrecht antun.

  37. 22.

    Ich vermisse einen redaktionellen Hinweis für Hilfesuchende und Betroffene rechter Gewalt. ReachOut ist z.B. eine unabhängige Anlaufstelle, die sowohl juristisch als auch psychologisch weitervermitteln kann, auch falls man kein Interesse hat, Anzeige zu erheben.

    Die Tat spricht für sich selbst: Rassismus und die Abwertung von Menschen, inkl. Selbstermächtigung die markierten Abgewerteten anzugreifen, zu entmenschlichen. Eine Korrelation zum rechtsextremen Milieu liegt grds. nahe, auch da die Angreifenden keine Maske trugen.

    Dass die Handlung der Polizei korrigiert wurde, ist unverzichtbar und wichtig. Allzu oft ist sekundäre Viktimisierung Bestandteil polizeilichen oder staatsanwaltschaftlichen Handelns, bei dem den Adressat*innen des Hasses eine Mitschuld zugeschrieben wird.

  38. 21.

    Haben Sie schon mal Personen nach einer schweren Körperverletzung gesehen? Anscheinend nicht.
    Die junge Frau fällt wohl nicht darunter. Und wenn sechs Personen auf einen einschlagen stehen nicht einen Meter weiter
    Zeugen teilnahmslos und gelangweilt herum, sondern suchen das Weite.

    Dieser Angriff ist auf jeden Fall zu verurteilen, die Schwere der Straftaten sollte aber der Richter beurteilen.

  39. 20.

    Schrecklich. Wie viele Kommentare schon angemerkt haben, wirft die Pressemitteilung mit falschen Informationen ein schlechtes Licht auf Berliner Polizei. Aber selbst wenn die Jugendliche keine Maske getragen hätte: Kein Mensch verdient es, deswegen geschlagen zu werden.
    In der Berliner Polizei scheint Rassismus durchaus verbreitet zu sein, das ist eine Schande und fördert nicht gerade das Vertrauen. Das Thema gehört auf die politische Agenda, Vorfälle häufen sich, von Einzelfällen kann nicht mehr gesprochen werden.
    Alles Gute an die junge Frau! Hoffentlich werden die Täter ordentlich bestraft.

  40. 19.

    Und die „Selber schuld!“-Schreihälse legen sich das jetzt so zurecht, dass die Polizei ihre Meldung „umschreiben musste“, weil sie ja „von oben dazu gezwungen wurde“.

  41. 18.

    Mal sehen, was morgen verlautbart wird.

  42. 16.

    Gut, dass die Polizei sich korrigiert. Bei mir bleibt dennoch der Eindruck, dass man hier nicht sorgfältig genug geprüft hat, BEVOR man das Opfer öffentlich beschuldigt keine Maske getragen zu haben. Der jungen Frau wünsche ich von Herzen gute Besserung. Ich hoffe, sie bekommt die Hilfe die sie benötigt um den Angriff zu verarbeiten! Eine Entschuldigung seitens der Behörde an sie fände ich sehr angemessen.

  43. 15.

    Mit mehreren Erwachsenen eine Jugendliche brutal zusammenzuschlagen, ist einfach nur widerlich, feige und dumm. Aber was will man von besoffenen Rechten auch anderes erwarten … Ich schäme mich für diese Menschen und dafür, dass der jungen Frau niemand geholfen hat! Offenbar sind leider nicht die richtigen Leute vorort gewesen …

  44. 14.

    Und schon wieder ein rassistischer Übergriff und bei der Polizei gab es wieder "Missverständnisse", "Fehlinformationen" und Korrektur. Da soll sich noch einer wundern, dass es bei den verschiedenen Communitys in Berlin immer weniger Vertrauen in Staat und Polizei gibt...

  45. 13.

    Ich finde den Ausdruck " krankenhausreif geschlagen" völlig unpassend. Das ist alberne Jugendsprache. Völlig unpassend für so eine schwere Körperverletzung mit offensichtlich rassistischen Hintergrund.

  46. 12.

    Das Ganze wirft kein gutes Licht auf die Berliner Polizei. Hoffentlich wird das gründlich geklärt.

  47. 11.

    Vielen Dank für die Klarstellung! Man kann nur hoffen es gibt auch eine angemessene Entschuldigung der Polizei bei der Jugendlichen für diese kommunikative Katastrophe auf Grund "missverständlicher Formulierungen"

  48. 10.

    Was ist bloß los in unsere Gesellschaft? Wenigstens etwas mehr Mitgefühl erwarte ich. Und der Rest ist schweigen. Mir fällt dazu nur der einzig wirklich offene und der Wahrheit entsprechend vorangegangene Kommentar(9) von @ Norbert ein. Den sollten sich die meisten der hier kommentierenden noch mal sorgfältig durchlesen. Ernsthaft. Bin innerlich nur noch wütend wenn ich sowas lese.

  49. 9.

    Ich frage mich warum die Polizei so voreilig Schlüsse gezogen hat. Warum wurde als erstes nicht eine Kurzmeldung herausgegeben mit Worten wie „vermutlich“, „eventuell“ etc.? Dann hätte man erkennen können das es nur vermutet wurde. Wenn man sich die Kommentare beim ersten Bericht durchliest, dann kann man erkennen daß es einige gibt die der Jugendlichen die Schuld gaben. Außerdem wird die Polizei mit dem Zeugenaufruf keine Chance haben. Da wird sich wohl niemand melden weil die dann Angst haben noch eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung zu kassieren.

  50. 8.

    Einfach nur peinlich wie die Polizei eine Pressemitteilung herausgibt, ohne im Klaren zu sein was eigentlich genau stattgefunden hat. Die ganzen Medien, die dann auch noch das Opfer als Täterin dargestellt haben, machen es dann einfach nur noch schlimmer. Eine öffentliche Entschuldigung der Polizei und einigen Medien ist meiner Meinung nach nicht zu viel verlangt. Diese Art von Rassismus muss auf‘s Härteste bestraft werden und ist einfach nur noch eine Schande für ganz Deutschland…

  51. 7.

    Das zeigt wieder einmal deutlich, warum die Medien nicht einfach Pressemeldungen der Polizei eins zu eins übernehmen sollten.
    Vor allem wurde durch die Falschmeldung der Polizei in den sozialen Medien ein Opfer rassistischer Gewalt zu einem Opfer, dass doch selbst Schuld ist, wenn es keine Maske trägt, hochstilisiert. Ein Glück hatte die Junge Frau den Mut öffentlich für Klarheit zu sorgen.

  52. 6.

    Danke an die mutige 17jährige (deutsche) Berlinerin und gute Besserung! Bemerkenswert ihr 9min Video, das bereits über 3Millionen mal angesehen wurde: www.instagram.com/tv/CZuKncWgVIm/
    Siehe auch den Artikel der Taz dazu, deren Redaktion kritisch bei der Polizei nachgefragt hat (naja, "missverständlichen Formulierung", offenbar auch ein Berliner Problem):
    www.taz.de/Angriff-auf-junge-Berlinerin/!5834436/

  53. 5.

    Es schüttelt mich, wenn ich solche Dinge lese. Schüttelt mich vor Ekel vor solchen Menschen, die einfach so anderen Menschen Gewalt antun. Und ich bin auch angeekelt von Passanten die nicht helfen. Noch schlimmer ist es, dass das Mädchen erst mit einem Video die Erstmeldung korrigieren musste. Ich hoffe dass sie ihre Ruhe und ihr Sicherheitsgefühl wiederfindet. Bezweifle es aber.

  54. 4.

    An alle (zukünftigen) Zeugen: Es gibt auf jedem Bahnhof eine Notrufsäule, die Zeugen nach Knopfdruck "Notruf" direkt mit der BVG-Leitstelle verbindet. Bitte nutzen, die Kollegen in der Leitstelle fordern dann die nötigen Rettungskräfte an.
    @rbb Welche Konsequenzen zieht die BVG aus dem Vorfall? Alle umstehenden Fahrgäste unterlassen angeblich die Hilfeleistung. Braucht es eine Kampagne seitens der BVG?!

  55. 3.

    Erschreckend an dem Vorgang ist für mich, dass weder in der Straßenbahn noch an der Haltestelle irgendjemand der Jugendlichen zu Hilfe gekommen ist oder wenigstens verbal eingegriffen hat.

  56. 2.

    Warum sind nicht längst alle hochaufgelösten Aufnahmen der Überwachungskameras im Zug und von der Haltestelle ausgewertet?
    Ach so, die gibt es ja kaum bis gar nicht, weil der Deutsche im Jahr 2022 unter seiner Kamera-Paranoia im öffentlichen Raum leidet, während er seinen gesamten Lebensinhalt über Instagram mit dem US- und über TikTok
    mit dem chinesischen Geheimdienst mitteilt.

  57. 1.

    Wieder mal niemand geholfen. Ekelhaft.

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