Große Nachfrage nach Schwimmzeiten - Berliner Bäderbetriebe bitten um Stornierung ungenutzter Tickets

Fr 11.02.22 | 17:17 Uhr
  4
Archivbild: Stadtbad Charlottenburg, Berlin. (Quelle: imago images/J. Schulz)
Audio: Inforadio | 11.02.2022 | A. Oppermann | Bild: imago images/J. Schulz

Die Berliner Bäderbetriebe appellieren an Schwimmerinnen und Schwimmer, nicht genutzte Tickets zu stornieren. Das sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage von rbb|24. Grund ist der coronabedingte Mangel an Schwimmzeiten: Wegen der Pandemie-Maßnahmen können die Schwimmbäder zurzeit nicht voll ausgelastet werden. Onlinetickets sind wegen der großen Nachfrage in einigen Bädern deswegen sehr schnell ausverkauft.

"Das ist uns schmerzlich bewusst", so die Sprecherin weiter. Aber wegen der Corona-Beschränkungen habe man die Besuchergrenzen noch einmal reduzieren müssen, etwa im Stadtbad Schöneberg, wo nur noch 56 statt 300 Personen gleichzeitig schwimmen dürfen. Zudem gelte auch im Wasser die Abstandspflicht.

Tickets schnell vergriffen

Man beobachte allerdings, dass reservierte Zeitfenster am Ende gar nicht genutzt würden, so die Sprecherin der Bäderbetriebe. Oft handele es sich dabei um Inhaber:innen von Jahreskarten.

Allerdings seien nicht alle Bäder gleich stark ausgelastet. Wer bereit ist, weitere Strecken zu fahren, könne auch in anderen Stadtteilen Schwimmzeiten ergattern. Zudem werden kurzfristig Zeitfenster wieder buchbar - sofern Reservierungen storniert werden.

Bis auf fünf Standorte sind aktuell alle Schwimmhallen geöffnet. Das Stadtbad im Tiergarten wird laut Bäderbetriebe noch weit ins laufende Jahr hinein saniert. Das Stadtbad Charlottenburg (Neue Halle) und das Paracelsusbad bleiben wegen Sanierungsarbeiten sogar noch länger dicht. Auch die Schwimmehalle Ernst-Thälmann-Park und die Schwimmhalle am Anton-Saefkow-Platz sind derzeit geschlossen, sie sollen aber voraussichtlich im Frühjahr wieder öffnen.

Sendung: rbb 88.8, 11.02.2022, 16:00 Uhr

4 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 4.

    In Potsdam kann man ohne Zeitfenster schwimmen und an der Kasse sein Ticket kaufen. 15km Luftlinie machen den Unterschied!
    Warum? Ich habe gefragt, weil ich trotz Jahreskarte kaum ein Ticket in Berlin bekomme:
    Man habe festgestellt, dass die Anzahl der Besucher in etwa gleich sei, mit oder ohne Zeitfenster!!
    Es gibt noch intelligente Entscheidungen! Armes Berlin!!!

  2. 3.

    Wird Zeit, dass man die Tickets wieder an der Kasse kaufen kann. Der Zeitfensterschwachsinn kann auch gleich weg.

    Besucherzahl auf eine bestimmte Anzahl beschränken... funktioniert in anderen Bundesländern hervorragend!

    Ticket reservieren und dann nicht erscheinen zeigt mal wieder, wie egoistisch bekloppt diese Gesellschaft teilweise ist.

  3. 2.

    Kann ich so nachvollziehen. Ich gehe seit 2Jahren regelmäßig schwimmen und habe immer online ein Ticket gebucht. Derzeit ist es nicht möglich, da innerhalb von Sekunden alles ausgebucht ist. Und wer kommt, kaum einer., der online gebucht hat. Null Verständnis!

  4. 1.

    Oh ja, schnell weg sind sie. Und weil es Thomas-Mann-Straße sogar nur 15 Tickets sind, sind diese teils wenige Minuten nach Öffnung der Buchung schon weg.

Nächster Artikel