Baugenehmigung erteilt - S-Bahnhof Köpenick wird ab 2023 zum Regionalbahnhof ausgebaut

Di 15.02.22 | 14:56 Uhr
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S-Bahnhof Berlin-Köpenick. (Quelle: imago stock&people)
Audio: rbb24 | 15.02.2022 | Matthias Waha | Bild: imago stock&people

Die Baugenehmigung für die Erweiterung der Köpenicker S-Bahnstation zum Regionalbahnhof steht. Im kommenden Jahr sollen die Bagger anrollen. Ab 2027 sollen in Köpenick dann die ersten Regionalzüge halten.

Die Deutsche Bahn startet im Frühjahr 2023 mit dem Umbau des Berliner S-Bahnhofs Köpenick zum S- und Regionalbahnhof. Wie die Deutsche Bahn am Dienstag mitteilte, ist für das Projekt die Baugenehmigung erteilt worden.

Der Umbau des Bahnhofs Köpenick umfasst einen rund drei Kilometer langen Streckenabschnitt und soll 2027 abgeschlossen werden. In fünf Jahren sollen dann die ersten Züge der Regionalexpresslinie RE1 den neuen Bahnhof alle 20 Minuten in der Hauptverkehrszeit ansteuern. Ansonsten ist ein Halbstunden-Takt vorgesehen.

Neuer Regionalbahnsteig entsteht

Geplant ist für das Projekt, den Bahnhof, um einen Bahnsteig für den Regionalverkehr zu erweitern, sagte Bahnsprecher Matthias Waha rbb|24. Es sollen zwei Gleise in Richtung Berlin-Mitte und in Richtung Frankfurt (Oder) errichtet werden. Der neue Bahnsteig ist dann über drei Zugänge erreichbar. Aus westlicher Richtung geht es per Personenüberführung von und zur Bahnhofstraße. Aus Richtung Osten ist ein Fußgängertunnel geplant. Zudem sind die Regionalgleise aus dem Empfangsgebäude erreichbar. Der neue Bahnsteig ist per Aufzug barrierefrei erreichbar, so Waha weiter.

Überholgleis geplant

Laut Waha soll das Empfangsgebäude des Bahnhofs Köpenick in Richtung Elcknerplatz verbreitert werden. Um das neugestaltete Areal abzusichern, werden zusätzlich Stützbauwerke und rund vier Kilometer Schallschutzwände eingezogen. Auch vier Eisenbahnbrücken müssen erneuert und erweitert werden.

Um dem wachsenden Personen- und Güterverkehr in dem Bereich unter anderem mit der Tesla-Ansiedlung in Grünheide (Oder-Spree) zu begegnen, wird zudem ein zusätzliches Überholgleis gelegt. Hiermit soll der Berliner Außenring besser an die West-Ost-Magistrale angebunden werden. Um das alles schultern zu können, ist bei Modernisierungsmaßnahmen an der Bahnstrecke im Bereich Berlin-Köpenick bereits im April 2020 ein elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen worden.

Vorbereitungsarbeiten im Umweltbereich haben bereits begonnen. So werden Ersatzquartiere für Zauneidechsen auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Friedrichshagen errichtet. Witterungsbedingt werden die Tiere ab dem Frühjahr umgesiedelt. Derzeit läuft bereits die Ausschreibung der Bauleistungen.

Sendung: Fritz, 15.02.2022, 14;45 Uhr

28 Kommentare

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  1. 28.

    Deutsch zu sein heißt eben, deutlich das eine vom irgendwie anders gearteten Anderen zu scheiden. Die Möglichkeiten dazu erscheinen unendlich. Auch bei Verwahrung ggü einer Kompetenzüberschreitung zw. Behörden. Das hat dieses Land bis zur Perfektion getrieben und ist oft genug "fünf vor zwölf" daran gescheitert - der Grund liegt in der Regelung des Eventualfalles des Eventualfalles des Eventualfalles.

    Ich habe überhaupt nichts gegen gründliche Arbeit, wo in anderen Ländern abgebrochene Baustellen zuhauf zu sehen sind, weil wieder mal das Geld ausgegangen ist oder wo aus Steuerspargründen in Rohbauten eingezogen wird. Es ist nur die Frage, wie weit das hierzulande geht, bis zu welchem Punkt Dienst nach alles erdrückender Vorschrift getrieben wird.

    Nur mal als überlegung. ;-

  2. 27.

    In anderen Ländern würde sowas ein Jahr dauern. Peinlich.

  3. 26.

    Die Annahme des 14tägigen Rhythmusses teilt "Matthias" in #14 nicht. Man kann eine Stadionvergrößerung nicht ohne die Umgebungsaufnahmefähigkeit von Massen betreiben. Und "Tanne" in #15 hat das sofort erkannt und versucht aus der Not eine Tugend zu machen, was "Matthias" in #19 versucht zu toppen. "Alfred Neumann" hat in #24 erkannt, woran es liegt: Wollen und Machen ist was anderes als Schaffen.
    P.S. Sollte mal eine Seilbahn in Marzahn übrig sein, ja dann...

  4. 25.

    " Wo früher Fuchs und Hase sich gute Nacht sagten, wird es immer unruhiger "

    Früher gab es auch eine Mauer um Berlin und Früher war auch einiges andere anders aber wir haben das Jahr 2022 und damit Entwickelt sich Berlin nach langen Dornröschenschlaf einfach nur ganz " normal " wie jede andere größere Metropole in Europa . Das mag nun dem einen passen und dem anderen nicht aber " Maria " hat es glaube ich versucht ganz gut auf dem Punkt zu bringen : Es ist ein geben und nehmen sowohl für Berliner die von dem Brandenburger Umland profitieren als auch für viele Brandenburger die doch zum Teil in erheblichen Maße von Der Großstadt Berlin profitieren und das nicht nur wegen der Arbeitsplätze . Warum auch hier immer wieder versucht wird mit dem Finger auf den jeweils anderen zu zeigen kann ich nicht immer ganz nachvollziehen .

    Ich gebe Ihnen aber soweit Recht das die Politik das beobachten muss und bei zu starken Auswüchsen hier wie dort eingreifen bzw. regulieren sollte .

  5. 24.

    Die Verkehrssenatorin überlegt weiterhin, wer das Beamten-Mikado verlieren darf und sich zuerst bewegen muss. Die alte fuhr lieber mit dem Dienstwagen, die neue lebt in der Blase.

  6. 23.

    Das eigentliche Problem ist der fehlende Platz an dieser Stelle. Man braucht 5 Gleise, 2 Bahnsteige und nördlich der Bahn soll laut Flächennutzungsplan auch noch die Umfahrung der Bahnhofstraße (von der Alten Försterei über Stellingdamm zum Brandenburgplatz) gebaut werden. Das ist eindeutig zuviel Verkehrsfläche mitten im Ort. Schneller umsetzbar, kundenfreundlicher und günstiger wäre ein 5 Minutentakt der S3 und die Verlängerung der Strecke zu Tesla gewesen. Jetzt wird es bis 2030 sehr ungemütlich in Köpenick werden, man schaue sich die vergleichbaren Bauarbeiten in Karlshorst an.

  7. 22.

    Mal im Ernst, das wird schon zu einem sozialen Problem, dass die Politik beobachten muss. Einerseits gut dass viele Berliner den Bevölkerungsrückgang dämpfen und auch das prognostizierte Dörfersterben wohl doch ausfällt. Wobei da auch viele Rückkehrer dabei sind.
    Die Preisexplosion hilft aber den Einheimischen weniger außer denen die Land besitzen und verkaufen wollen natürlich.
    Vor ca. einem Jahr habe ich im Gespräch mit Bauarbeitern vernommen, dass das Interessengebiet der Berliner bis nach Demmin (MV) reicht. “ Berliner versauen die Preise, die wir uns nicht mehr leisten können.“
    Was den Tagestourismus angeht, wird die Belastung der Natur auch zum Problem. Wo früher Fuchs und Hase sich gute Nacht sagten, wird es immer unruhiger.
    Ich persönlich hab das Kapitel Berlin nach dem Studium abgeschlossen. Tagesbesuche an denen ich mich auf den Heimweg freue, irgendwann (2027?) dann mit Halt in Köpenick.

  8. 21.

    Weil im Stadion alle 2 Wochen gespielt wird, rentiert sich ein R-Halt in Wuhlheide nicht. Der Weg von Köpenick zum Stadion ist genau so lang wie von S Wuhlheide. Von Köpenick fährt sogar eine Tram.

  9. 20.

    Ich bedauere jetzt schon die Fahrgäste, die bei den Bauarbeiten auf die S-Bahn angewiesen sind.
    Soll 2027 fertig sein. In Berlin? Bei explodierenden Kosten?
    Wenn schon zwei Jahre für die Umsiedlung dieser Eidechsen gebraucht werden und den zu erwartenden Protesten von Umweltextremisten, die sich an jeden Baum kleben?

  10. 18.

    Wir machen einen einfachen Deal, Ihr kommt nicht zu uns arbeiten, und wir kommen nicht zu euch Freizeit machen ;)

  11. 17.

    Seit ich hier wohne (2004), wird immer mal wieder von diesem Bahnhof geredet. Am Anfang fand ich es noch nicht so wichtig. Später wurde das Projekt auf Eise gelegt. Mittlerweile platzt Köpenick aus allen Nähten und damit auch die Bahnen. Wir haben einen riesigen Zuzug. Ich bin gespannt, ob das klappt.

  12. 16.

    Die Köpenicker warten seit ca. 50 Jahren auf diesen Bahnhof, da ist eine Baugenehmigung schon ein „Hauptgewinn“.
    Und von Erkner bis zum Forum können Sie auch die S-Bahn nehmen.
    Es geht um den Regio RE1.

  13. 15.

    Tatsächlich wär ich da für eine kleine Schwebebahn.... ähnlich Wuppertal, nur eben über die Wuhle. Vom S Köpenick bis direkt vors Stadion. Das würd fetzen! Vielleicht sogar im passenden Design.... hach....

  14. 14.

    Also zu meiner Zeit in Köpenick stand ich mal auf dem Köpenicker S-Bahnhof zwischen Union und BFC Fans und wurde gefragt für wen ich bin. Die Provokation FC-Bayern oder Dynamo Dresden hab ich mir nicht getraut. Die diplomatische Antwort dass mich Fußball nicht interessiert wurde akzeptiert. In unbeobachtetem Moment hab ich mich davon geschlichen.
    Steigen wirklich Fans in Wuhlheide aus. Wenn Union Champions-League spielt wäre ja ein direkter Shuttle zum Flughafen sinnvoll für die Fans aus Madrid und Barcelona oder England. ;-)

  15. 13.

    Ja, Bilder gibt's im Internet - einfach die Suchmaschine danach suchen lassen.

  16. 12.

    Vielleicht am besten mal bei der zuständigen DB Projektbau nachfragen .

    https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/berlin-frankfurt-oder-grenze

  17. 11.

    Erst mal abwarten !! Ich glaube erst daran wenn es richtig los geht .

    Ich habe gerade aus meiner Eisenbahnbüchersammlung ein Prospekt der DB Projektbau vor mir liegen zum Umbau des Bahnhofs Köpenick zum Regionalhalt . Planungsbeginn war dort 1997 und die Fertigstellung des gesamten neuen Bahnhofs Köpenick war für das Jahr 2008 vorgesehen .

    Es ist schon mehr als peinlich was hier in Deutschland seit vielen Jahren mit vielen ÖPNV Projekten geschieht.

  18. 10.

    Ist der Elcknerplatz nicht etwas zu klein für eine Vergrößerung des Empfanggebäudes?

  19. 9.

    "Genauso wird es einfacher in Brandenburger Umland zu kommen."
    Wollen Sie etwa andeuten, dass nun noch mehr von euch in unser schönes Land kommen werden. ;-)
    Bitte nicht alle und vor allem nicht auf einmal.

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