Interview | Gewalt gegen Frauen - "Jeden zweiten bis dritten Tag stirbt eine Frau durch Partnergewalt"

Mo 14.02.22 | 08:27 Uhr
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Symbolbild: Eine Frau sitzt mit Händen und Armen vor dem Gesicht zusammengezogen in einer dunklen Zimmerecke. (Quelle: dpa/Wostok)
Audio: Inforadio | 14.02.2022 | Kerstin Topp | Bild: dpa/Wostok

Der internationale Aktionstag "One Billion Rising" macht auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Das reiche nicht, sagt die Berliner Frauenanwältin Asha Hedayati. Es gebe zu wenig politischen Willen, von Gewalt betroffene Frauen zu schützen.

rbb|24: Frau Hedayati, "One Billion Rising", zu deutsch: "Eine Milliarde erhebt sich", liegt jährlich auf dem Termin des Valentinstags, dem Tag der Liebe. Finden Sie die Wahl des Datums gut oder zynisch?

Asha Hedayati: Ehrlich gesagt ist mir das Datum für Veranstaltungen, die auf das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen, ziemlich egal. Vor dem Hintergrund, dass jeden zweiten bis dritten Tag eine Frau durch die Gewalt ihres Ex- und Noch-Partners stirbt, müssen wir meiner Meinung nach jeden Tag darüber schreiben und darüber sprechen.

Sie vertreten Frauen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Wer sind diese Menschen?

Es sind Frauen aus allen sozialen Schichten und Milieus, egal ob sie weiß, Schwarz, reich oder sozial benachteiligt sind. Nur gibt es Personengruppen, die deutlich schlechteren Zugang zu Schutz haben. Das sind oft behinderte Frauen, geflüchtete Frauen, Frauen mit unsicherem Aufenthalt, trans Frauen. Grundsätzlich kann jede Frau von Partnerschaftsgewalt betroffen sein.

Zur Person

Asha Hedayati (Quelle: Private)
Private

Asha Hedayati arbeitet als Rechtsanwältin für Familien- und Ausländerrecht in Berlin-Neukölln. Sie vertritt vor allem Frauen, die Gewalt durch ihre Partner erfahren. Außerdem ist sie Dozentin an der Alice Salomon Hochschule.

Mit welchen Motiven und Absichten kommen Mandantinnen zu Ihnen als Frauenanwältin?

Die Frauen melden sich, wenn sie sich zu einer möglichen Trennung beraten lassen wollen oder wenn sie bereits getrennt sind und dann für das Trennungs- bzw. Scheidungsverfahren Hilfe benötigen. Oft betreue ich auch Frauen im Gewaltschutzverfahren. Das heißt, ich sorge dafür, dass der Ex- oder Noch-Partner sich meiner Mandantin nicht mehr nähern darf.

Ich betreue sie auch in Kindschaftsverfahren. Wenn gewaltbetroffene Frauen mit ihren Partnern Kinder haben, wollen die Väter nach der Trennung die Kinder sehen. Dann kann es bei der Übergabe der Kinder zu Bedrohungen kommen. Da muss man schauen, wie man die Mandantin davor am besten schützt.

Ist die Gewalt, die die Frauen erfahren, meist physische Gewalt?

Das ist ganz unterschiedlich. Wir stellen uns häufig Gewalt körperlich vor mit sichtbaren Spuren, wie blaue Flecken, Würgemale. Das kommt vor, aber es gibt auch Gewalt in psychischer Form. Und darüber wird viel zu selten gesprochen. Etwa durch Herabwürdigung, Isolation, massive Kontrolle, Bedrohungen. Oder auch die Drohung, sich zu rächen, die Kinder wegzunehmen, wenn sie es wagen sollte, sich zu trennen.

Es gibt auch wirtschaftliche Gewalt, das heißt, Männer, die die Kontrolle über das Konto und Geld haben und der Frau immer nur "Taschengeld" geben. Und dann auch nur, wenn sie mit dem, was sie einkauft, einverstanden sind. Also das sind subtile Formen der Kontrolle und psychischen Gewalt, die schwere Folgen auf die Frauen haben können. Und die nicht selten eine Vorstufe massiverer körperlicher Gewalt sind, es fängt oft subtil an mit dieser psychischen Form der Gewalt.

Können Sie uns beschreiben, wie sie vorgehen?

Es gibt Frauen, die noch in der Beziehung sind und die sich dann zu einer Trennung beraten lassen. Sie möchten wissen, was ihre Rechte sind, was sie gegen Gewalt tun können. Das ist ein relativ heikler Moment, weil die Frauen da noch nicht endgültig die Entscheidung getroffen haben, sich zu trennen. Da muss ich vorsichtig bei einer Beratung vorgehen, ich möchte die Frauen nicht überreden oder bevormunden. Ich hoffe, dass sie sich selbst für eine Trennung entscheidet.

Oft kommen die Frauen auch mehrmals in die Beratung. Entscheiden sie sich schließlich, schauen wir, ob sie in der Wohnung bleiben kann, dann sorgen wir dafür, dass der gewalttätige Partner aus der Wohnung raus muss. Hochgefährdeten Frauen rate ich dazu, ins Frauenhaus zu gehen, weil der Expartner sonst den Wohnort kennt und sie weiter belästigen und bedrohen kann.

Eine Trennungssituation ist ein Hochrisikofaktor für Feminizide, da muss man genau hinschauen, wie man die Betroffenen bestmöglich schützt. Einige Frauen begleite ich dabei Jahre.

Können Sie beobachten, dass einige Frauen doch bei ihren Männern bleiben oder zu ihnen zurückkehren und können sie denen dann auch helfen?

Das ist eine interessante Frage, natürlich gibt es viele Frauen, die wieder zurückkehren. Und an diesem Punkt müssen wir uns als Gesellschaft fragen, warum? Warum machen es die bestehenden Strukturen den Frauen so schwer, sich endgültig zu trennen.

Alleinerziehende und auch ältere Frauen sind massiv von Armut gefährdet. Das heißt, sie müssen sich bei einer Trennung zwischen Gewalt und Armut entscheiden. Viele Frauen finden keinen bezahlbaren Wohnraum und kehren verzweifelt aus dem Frauenhaus zurück zum gewalttätigen Ex-Partner. Wenn Frauen Kinder haben, kommen belastende familiengerichtliche Verfahren, die die Partnerschaftsgewalt komplett ignorieren und dem Vater sofort das Umgangsrecht zusprechen. Also es gibt viele systemische Hindernisse, die es den Frauen so schwer machen, nicht zu resignieren und nicht zurückzukehren. Da müssen wir als Gesellschaft ansetzen und für Veränderungen sorgen.

Haben es Frauen mit Kindern schwerer, ihren gewalttätigen Partner loszuwerden?

Es ist natürlich für Frauen mit Kindern deutlich schwerer, sich vor weiterer Gewalt zu schützen, weil das Umgangsrecht des Vaters den Gewaltschutz aushöhlt. Das heißt, es kommt zu Situationen, da habe ich ein Näherungsverbot erwirkt. Das heißt, der gewalttätige Ex-Partner darf sich der Betroffenen nicht mehr nähern. Aber es gibt gleichzeitig das Umgangsrecht des Kindesvaters und dann heißt es, er darf sich nicht nähern, außer er muss das Kind bei der Mutter abholen.

Dann kommt es zur Kindesübergabe und da kommt es zu Bedrohungssituationen, die das Kind jedes Mal miterlebt. Es gab auch schon einige Fälle von Körperverletzungen bei den Übergabesituationen. Da muss man sich dann schon fragen, wo da die Prioritäten gesetzt werden und wie es sein kann, dass wir Mütter so schlecht vor weiterer Gewalt schützen.

Wird in Deutschland denn genug für den Opferschutz getan? Oder was müsste sich ändern?

In Deutschland ist 2018 die Istanbul-Konvention in Kraft getreten. Das ist ein völkerrechtliches Übereinkommen, was Deutschland dazu verpflichtet, alle notwendigen Maßnahmen umzusetzen, um die Gewalt gegen Frauen verhüten. Aber Deutschland hat bisher keine einzige Vorgabe davon umgesetzt. Wenn die deutsche Politik das umsetzen würde, was es auf dem Papier bereits gibt, dann wären wir schon einen ganz großen Schritt weiter.

Welche Maßnahmen wären das?

Beispielsweise muss nach der Istanbul Konvention in Sorgerechts- und Umgangsrechtsverfahren unbedingt Partnerschaftsgewalt berücksichtigt werden. Das findet an deutschen Familiengerichten immer noch nicht statt. Dann fehlen in Deutschland 15.000 Frauenhausplätze, für behinderte Frauen gibt es kaum barrierefreie Frauenhausplätze. Und das schon seit Langem. Das ließe sich ändern, wenn der politische Wille da wäre.

Dann wird kaum in die Prävention von Gewalt investiert, es gibt es kaum Täterarbeit, kaum Aufklärung in Schulen. Keine Pflichtfortbildungen zu dem Thema für Justiz und Behörden.

Was hilft Ihnen, jeden Tag mit solchen Geschichten umzugehen?

Es ist nicht immer leicht. Aber es gibt auch sehr kraftvolle Momente, in denen ich Frauen begleiten darf, die sich nach jahrelanger gewaltvoller, abhängiger Beziehung endlich befreien können. Das sind Momente, die vieles wieder gut machen. Und es ist auch nie alles schrecklich im, Leben der Mandant:innen, manchmal gibt es auch sehr witzige Momente. Wir sitzen dann zusammen und lachen und das ist wahnsinnig schön, das gibt mir Kraft.

Das Gespräch für rbb|24 führte Anna Bordel.

Sendung: Abendschau, 14.02.2022, 19:30 Uhr

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17 Kommentare

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  1. 17.

    "... Natürlich ist dieser Umstand keine Gewalt, aber es gibt Frauen, die dieses strafrechtliches "Handwerk" sehr gut beherschen, ..." Weil Sie das so betonen, hatte ich den Eindruck, dass Sie auf den Zug von Wossi aufgesprungen sind.
    #3 Wossi: "... körperliche Unterlegenheit kann (ohne Notwehrschuld) zu psychischer Gewalt gegen Männer/Kinder führen, ..." Das übliche Verteidigungsschema von Männern, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht: Whataboutism.
    Und ja, es gibt auch Gewalt von Frauen gegen Männer, Kinder als (potentielle) Opfer von beiden hier mal außer acht gelassen, das ist aber nur ein Bruchteil und steht in keinem auch nur annähernd gleichem Verhältnis. Das trifft auch auf psychische Gewalt zu. Frauen können Männer niemals so unter Druck setzen, weil wir kräftemäßig meistens die Unterlegenen sind.Desweiteren können sich Männer leichter aus Beziehungen mit Gewaltpotenzial lösen.

  2. 16.

    Aaahhhh, meine einfache Frage wird als AfD Geschwurbel denunziert - was für eine Diskussionskultur!
    Anscheinend gibt es nichts verwerflich es, an dem die AfD nicht Schuld ist. So simpel kann die Welt aus einer Blase sein.
    Aber, vielleicht überfordert meine Frage den Einen oder Anderern.
    @Andrea
    Ich habe nicht nach der Anzahl der tragischen Fälle gefragt, sondern nach dem Kulturkreis der Täter.

  3. 15.

    In diesem Beitrag geht es um Gewalt gegen Frauen, insbesondere in einer Partnerschaft, am Rande auch um die Gewalt in einer Partnerschaft. von Frauen asgeübt.

    Eine Täter - Opfer Umkehr betreibe ich nicht, wie kommen Sie darauf? Weil ich es gewagt habe, die psychische Gewalt zu erwähnen?

  4. 14.

    Vor allem in unserem. Da hilft auch kein afd geschwurbel. Gefällt Ihnen nicht? Ist aber so. Einfaches suchen im Internet reicht.

  5. 13.

    Sie betreiben Täter-Opfer-Umkehr und Maskulinismus - hier geht's um Femizide.
    Zitat aus dem BGH Beschluss 2008, der immer noch rechtskräftig ist:
    "Wenn die Trennung vom Tatopfer ausgeht, und der Angeklagte durch die Tat sich dessen beraubt fühlt, was er eigentlich nicht verlieren will, entfallen die Mordmerkmale."!!
    Welch aberwitzige Begründung aus nach wie vor maskulinem Rollenverständnis: Durch die Tat, die er selbst begangen hat, sich seines Besitzes beraubt fühlt. Der Täter kommt mit unter 15 Jahren Knast wegen Todschlags davon.
    Und Gewalt von Frauen gegen Männer ist eben kein Tabuthema. Es muss nur weniger darüber berichtet werden, weil der Anteil an der Gewalt nur 10-15% beträgt. Die Haupttäter sind Männer.

  6. 11.

    3. Versuch zu antworten: Die Istanbul-Konvention hat unsere Bürgermeisterin, BMFSFJ 3/2018-05/2021, vermasselt. Ihr einziger Erfolg: Das "Gute-Kita-Gesetz". "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" ein zahnloser Papiertiger, wobei Scholz die Gelder im Staatsetat gekürzt hat.
    2018 hat Prof. Dr. Kristina Wolff eine Online-Petition gestartet (siehe unten), 2019 hat sie eine E-Petition beim BT eingereicht. Ich hab damals an fast alle Mitglieder im Petitionsausschuss und im FSFJ-Ausschuss geschrieben. Geantwortet haben nur die Grünen, die Linke und die SPD mit Larafari. Die E-Pet wurde von der BT-Verwaltung nicht zugelassen, vermutlich auf Drängen der CDU. Die und die SPD haben bis heute den Begriff "Femizid" nicht in den offiziellen Sprachgebrauch übernommen!!
    https://www.change.org/p/frau-bundesinnenministerin-faeser-setzen-sie-die-istanbul-konvention-endlich-um-savexx/u/30155021

  7. 10.

    Sie haben sich um historische Erklärungen für die Gewajt an Frauen bemüht, dagegen ist nichts einzuwenden.

    Hier wird aber über die Gegenwart gesprochen, und da zu gehört auch, dass psychische Gewalt als Straftatbestand gilt.
    Sie tun es ab, als wenn Frauen sich des Beischlafs verweigern würden, und das wars. Natürlich ist dieser Umstand keine Gewalt, aber es gibt Frauen, die dieses strafrechtliches "Handwerk" sehr gut beherschen, nur das gehört hierzulande zum Tabu-Thema, und es ist seltener anzutreffen als die körperliche Gewalt, die ist im Alltag allgegenwärtig, sogar im Fernsehen, zu besten Sendezeit

  8. 9.

    Sie haben sich um Tiefe bemüht. Gut.
    Wichtig ist aber der historisch-gesellschaftlich-kulturell-soziale Kontext.
    In dem sind Frauen die längste Zeit Besitz. Genauer gesagt: Eigentum. Was sich ja dann in quasi gesetzesgleichen Formulierungen -meist männlicher- Theologen wiederfindet, die Religionen interpretieren. (Bibel, Koran etc.)
    Oder eben im Bürger- Zivil- und Strafrecht, die Frauen entweder als Eigentum, Sklave, oder dem Manne weisungsgebundene Person festlegen. Seit paar tausend Jahren.
    Weshalb also im Moment die theoretische Diskussion um "psychische Gewalt" durch Frauen (zum Beispiel verweigert sie die Befriedigung des männlichen Sexualtriebs - oh tut das weh!) weniger gesellschaftspolitisch evident ist.
    Denn es wird ja tatsächlich jeden dritten Tag ein Frau von einem Mannpartner getötet.
    Kein Mann von seiner Partnerin in diesem scheinbar selbstverständlichen Ausmass.
    Das Frauen auch gemein zu Ihnen sein können. Ja klar. Sprechen wir später mal drüber. Sie leben ja noch.

  9. 8.

    Das können Sie gerne erfahren: Ehrenmorde der durchschnittlichen Art finden zum Beispiel in brandenburgischen Käffern statt. Da ermordet der Mann im Zweifelsfall gleich mit der Partnerin die Kinder mit. Weil er glaubt die Familie nicht mehr ernähren zu können. Oder Angst vor Bestrafung hat für gefälschte Impfpässe,
    Manchmal reicht in der gutbürgerlichen Reihenhaussiedlung aber auch schon, dass der Mannpartner schlicht nicht akzeptiert, dass sich seine Partnerin trennen will, oder sich getrennt hat.
    Oft hat ein solcher Mord aber auch schon eine lange Gewaltgeschichte gegen die Partnerin. Weil Männern ja nicht erst gendern, Frauenquote - also Chancengleichheit im Beruf und Gleichberechtigung in der Beziehung - in gesellschaftlichen Diskursen und Entscheidungen aufstösst, sondern eine selbstbewusste, eigenständige vollumfänglich gleichberechtigte Frau in seiner eigenen Beziehung mit Gewalt unterdrückt werden muss. Zur Stützung seines Selbstwertgefühls und Verdeckung seiner Armseligkeit

  10. 7.

    In allen Kulturkreisen und in allen Schichten. Bemühen Sie Ihre Suchmaschine - es gibt genügend Material, sich zu informieren:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Femizid#In_Deutschland
    https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/Partnerschaftsgewalt/partnerschaftsgewalt_node.html

  11. 5.

    Es gibt bei den öffentlichen rechtlichen Sendern in der Mediathek eine reportage, ca. 45 Minuten lang, zu dem Thema " Jeden dritten Tag stirbt eine Frau"

    In dem einem Frauenhaus spricht die Leiterin davon, dass seit 1992, Gründung der Einrichtung, es die deutschen Männer schaffen immer dieses Haus zu füllen.

    Von daher ist Ihre Frage, sicherlich Ihre Frage, aber auch gleichzeitig ein selbst - Zeugnis

  12. 4.

    Die Statistiken besagen: Jeden Tag gibt es in Deutschland einen polizeilich registrierten Tötungsversuch an einer Frau. Jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners. Die Dunkelziffer vermisster und schwer verletzter Frauen kennt niemand.

    Femizid-Fälle in Deutschland von 2015 bis 2020:
    2015 135
    2016 155
    2017 147
    2018 122
    2019 117
    2020 139

    Schrecklich und für mich unfassbar.

  13. 3.

    Der Ansatz, so wie hier beschrieben ist zu hinterfragen: körperliche Überlegenheit kann (ohne Provozierungsschuld) zu Gewalt führen...körperliche Unterlegenheit kann (ohne Notwehrschuld) zu psychischer Gewalt gegen Männer/Kinder führen, mit nicht minder starken Folgen...und jetzt kommts: Es liegt am "Kopf": Wenn man einen Menschen als Sachbesitz betrachtet, dann kommt so etwas, wie oben beschrieben, dabei heraus. Das kann man auch beobachten, wie Eltern/Mütter/Alleierziehende ihre Kinder ansehen... ähnelt auch dem "Besitz". Die Einstellung ist DAS Entscheidende...
    P.S. zu wenig wird auf das Wesentliche, auch in den Medien abgestellt...Besitz am Menschen ist nicht möglich, selbst wenn man das wollte, es geht nicht... und die Folgen zu bekämpfen ist "zu kurz gesprungen".

  14. 2.

    Es wäre schön interessant zu erfahren, in welchen Kulturkreisen und wieviel, solche Feminizide auf Frauen geschehen.

  15. 1.

    Was war das für ein Theater letzten Juli, als die Türkei aus der Istanbul-Konvention ausstieg. Und jetzt, ein knappes ¾ Jahr später stellt man fest, daß keiner der Punkte in Deutschland umgesetzt wurde. Wohlgemerkt die Istanbul-Konvention wurde 2011 unterschrieben und 2017 in Deutschland ratifiziert. Grossartig. Ich könnte kot...

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