Mehrere Einrichtungen - Tampons und Binden sollen in Potsdam kostenlos verteilt werden

Mi 16.02.22 | 15:00 Uhr
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Symbolbild. (Quelle: www.imago-images.de)
Audio: Fritz | 16.02.2022 | Natascha Gutschmidt | Bild: www.imago-images.de

In verschiedenen Potsdamer Einrichtungen sollen künftig Tampon- und Bindenspender zur kostenlosen Verwendung stehen.

Wie das Gleichstellungsbüro der Universität am Mittwoch mitteilte, wurden bereits 20 Spender auf dem Universitätsgelände angebracht. Nach den Angaben sollen so Studierende mit geringem Einkommen entlastet und das Thema Menstruation enttabuisiert werden. Die Kosten für Befüllung und Wartung der Spender werden demnach zu gleichen Teilen von Hochschulleitung und Studierendenschaft getragen. Zuerst hatten die "Potsdamer Neueste Nachrichten" berichtet.

Stadtverwaltung: 40 Spender in Schulen und Museen

Auch die Potsdamer Stadtverordnung will in den kommenden drei bis vier Wochen schrittweise insgesamt 40 Spender mit Periodenartikeln installieren, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung bestätigte. Die Geräte sollen unter anderem in Schulen, Verwaltungsgebäuden und Museen montiert werden. Ein entsprechender Beschluss war bereits im vergangenen November gefallen. Die jährlichen Kosten liegen nach den Angaben vom Mittwoch bei rund 40.000 Euro.

Sendung: Fritz, 16.02.2022, 15:30 Uhr

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12 Kommentare

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  1. 12.

    @Hasi: Es wird sich vermutlich niemand beschweren, wenn Sie aus einem solchen Automaten eine Binde rausziehen, um einer Blasenschwäche zu entgegnen.
    Diese Binden (und Tampons) sind aber eigentlich für menstruierende Frauen gedacht, und da geht es auch nicht um eine Harninkontinenz - dafür gibt es sinnvollere Hygieneartikel.

    Ab einer Harninkontinenz mittleren Grades bezahlt die Krankenkasse laut SGB V den Löwenanteil, wie sich mit Leichtigkeit dem Internet entnehmen lässt. Oder Sie fragen einfach einen Arzt oder eine Ärztin Ihres Vertrauens oder auch in einer Apotheke, die können Ihnen weiterhelfen.

    Den Ansatz, einer Gruppe von Menschen nur dann etwas zukommen zu lassen, wenn gleichzeitig sämtliche anderen Gruppen von Menschen ebenfalls mit einem Goodie belohnt werden, halte ich für realitätsfremd.
    Ich finde die Aktion in Potsdam gut, auch wenn sie mir persönlich keinen Vorteil bringt. Ich bin in der beneidenswerten Verfassung, mich für andere freuen zu können.

  2. 10.

    PS: Da die Spender u. a. in öffentlichen Einrichtungen montiert werden sollen, hätten also auch ältere Frauen Zugang zu den Binden als Notfallinkontinenzeinlage. (Und ja, Frauen sind im Alter stärker von Inkontinenz betroffen als Männer. Furchtbar einseitig, finden Sie nicht auch, Hasi? Himmel, wie kann man nur so verbohrt sein und niemandem auch nur ein kleines bißchen Erleichterung gönnen ...)

  3. 9.

    Ich fasse es auch nicht, neidisch auf Studierende oder Besucher von Museen, die gerade ein Problem haben und von dieser Idee profitieren? Wirklich?

  4. 8.

    Hasi, fast alle Frauen zwischen etwa 12 und 55 Jahren (+/-) menstruieren einmal im Monat ca. eine Woche lang. Das sind zusammengenommen rund 3.600 Tage rund um die Uhr Menstruation. Wie lange sind Sie inkontinent? Also ... pieseln rund um die Uhr? Und wie viele Leute betrifft das genau? Gegen Inkontinenz gibt es übrigens Behandlungsmethoden, die in vielen Fällen (nicht allen, leider) helfen können.
    Bitte vergleichen Sie nicht Birnen und Äpfel.

  5. 7.

    Nicht alle kaufen sich coffee to go. Es gibt genug vernünftige Menschen, die zu Hause oder im Büro die Kaffeemaschine mit Permanetfilter anschmeißend und den Kaffee im wiederverwendbaren Becher mitnehmen.

    Und ja, Menschen bekommen altersunabhängig (von Babywindeln abgesehen) von ihrer Krankenkasse Inkontinezeinlagen bezahlt. Man muss nur den entsprechenden Antrag ausfüllen.

  6. 6.

    Ich weiß ja nicht, was Sie unter "umorganisiert" verstehen. Ich j Denkmals finde es sehr gut, dass ca. 50% der Weltbevölkerung zumindest in Teilen dieses Planeten endlich wirtschaftlich entlastet werden. Schlimm genug, dass jahrzehntelang auf Hygieneartikel für Mädchen/Frauen 19% Mehrwertsteuer erhoben wurden und für Babywindeln nur 7%. Babywindeln werden im schlimmsten Fall für drei bis vier Jahre benötigt. Frauen zahlen Jahrzehnte Monat für Monat einen nicht unerheblichen Teil ihres Gehaltes für einen Einwegartikel.
    Nein, nicht jede Frau hat Lust, sich mit einem silikonbecher im Schritt rumzufummeln, wenn sie auf einer öffentlichen Toilette ist, um dann mit roten Händen das Waschbecken zu belagern.

  7. 4.

    "Nach den Angaben sollen so Studierende mit geringem Einkommen entlastet und das Thema Menstruation enttabuisiert werden." Blöde Frage aber was ist daran so teuer? Kostet das Unmengen mehr als Klopapier? Ich frage mich gerade im Ernst, was für Probleme wir hier in Deutschland haben und wieso sowas Wert ist, in den News zu erwähnt zu werden. Ich glaube wenn sich einer bzw. eine sowas nicht mehr Leisten kann, dann ist was ganz anderes nicht Ordnung. Ich überlege mir auch gerade, ob ich als Frau sone billig Dinger benutzen würde. Ich als Mann würde zumindest dennoch meinen eigenen Rasierschaum und Rasierer bevorzugen und nicht irgend was, was on öffentlichen Räumen ausm Spender kommt. Aber nunja. Jedem das Seine. Vielleicht gibts ja auch irgend wann Windeln for free. Für Babys und Erwachsene....

  8. 3.

    Stehen die kostenfreien Binden / Inkontinenzeinlagen auch Männern und unseren älteren Bürgern zur Verfügung ? Es gibt ja schließlich auch eine Altersarmut !!
    Es wird hier immer nur einseitig gedacht ! Alles für die Rechte der Frau und den Jugendlichen. Was sind das für Politiker in der heutigen Zeit ? Immer schön einseitig, der Rest ist mir egal. Ist das logische Denken und das Denken an alle Menschen verloren gegangen ?

  9. 2.

    Also ich fasse es nicht. Die Dinger sind ja nun nicht gerade teuer. Ein Coffee to go weniger und schon hat man die Kosten raus. Kriegen Rentner auch ihre Einlagen für das unkontrollierte Tröpfchen umsonst.

  10. 1.

    Wird dann wahrscheinlich wie beim Klopapier-Vorrat - ist schneller weg, als man gucken kann, weil es "umorganisiert" wird.

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