Alle Sperrungen aufgehoben - Weltkriegsbombe in Prenzlauer Berg erfolgreich entschärft

Fr 25.02.22 | 07:33 Uhr
  7
Die Kniprodestraße in PrenzlauerBerg ist aufgrund des Bombenfunds auch für den Fuß- und Radverkehr gesperrt. (Quelle: VIZ-Berlin)
Audio: Inforadio | 24.02.2022 | Anke Arndt | Bild: VIZ-Berlin

Die bei Bauarbeiten in der Kniprodestraße in Berlin gefundene Weltkriegsbombe ist in der Nacht zu Freitag erfolgreich entschärft worden. Alle Sperrungen wurden aufgehoben, bestätigte ein Polizeisprecher.

Die bei Bauarbeiten auf einem Bahngelände in der Kniprodestraße in Berlin-Prenzlauer Berg gefundene Weltkriegsbombe ist erfolgreich entschärft worden. Das teilte die Berliner Polizei in der Nacht zu Freitag um 1:10 Uhr auf Twitter mit. Alle Sperrungen wurden aufgehoben, die Anwohner im betroffenen Gebiet konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Am Donnerstag war die 500 Kilogramm schwere Bombe amerikanischer Bauart entdeckt worden. Sie wurde noch vor Ort entschärft.

9.000 Menschen von Sperrkreis betroffen

Zuvor wurde ein Sperrkreis mit einem Radius von 500 Metern eingerichtet, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Im Sperrkreis befanden sich zwei Flüchtlingsunterkünfte sowie der Anton-Saefkow-Park und südlich das Velodrom.

In dem Gebiet seien 9.000 Menschen gemeldet, die ihre Wohnungen verlassen mussten, sagte ein Sprecher der Polizei. Demnach waren auch Gewerbebetriebe betroffen gewesen. Die Bewohner wurden unter anderem durch Lautsprecher-Durchsagen auf die Evakuierung aufmerksam gemacht; rund 200 Polizeikräfte waren im Einsatz, hieß es. Zudem habe der Bezirk Pankow eine Notunterkunft im Velodrom eingerichtet. Das Deutsche Rote Kreuz betreute dort nach eigenen Angaben etwa 500 Menschen.

Die Kniprodestraße wurde zwischen Danziger Straße und Storkower Straße gesperrt, wie die Berliner Verkehrsinformationszentrale auf Twitter mitteilte.

Auch der öffentliche Nahverkehr war durch den Bombenfund beeinträchtigt. Die S-Bahnlinien S41, S42, S8 und S85 wurden zwischen Schönhauser Allee und Landsberger Allee unterbrochen. Die BVG-Buslinie 200 wurde seit etwa 14 Uhr am Donnerstag zwischen Kniprodestraße/Danziger Straße und Kniprodestraße/Storkower Straße umgeleitet. Die Haltestellen dazwischen wurden nicht bedient. Auch die Straßenbahnlinie M10 war unterbrochen.

Sendung: Inforadio, 25.02.2022, 5:20 Uhr

7 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 7.

    Wir konnten nach ca. 6h zurück. Aber es war echt ätzend. So schlecht organisiert! Wir mussten vorm Velodrom ca. 1h warten, in der Kälte. Das DRK hat Stühle und Decken verteilt. Drin wurden wir in die Rad - Arena gesetzt. Total kleine und unbequeme Stühle. Da hockten wir alle wie die Sardinen - natürlich mit Maske!!! Man setzte die Menschen auch alle auf einen Haufen, obwohl die Arena doch groß ist. ch bin Schmerzpatientin, seit - zig Jahren. So eine Aktion macht mich fertig! Dass es Getränke und Kaffee gab, wurde nicht angesagt - sicher, damit nicht so viele Gebrauch davon machen! Als wir nach 6h raus konnten sah ich, dass es Räume mit Liegen gab! Das wär`s für mich gewesen. Aber auch das erfuhr man nur durch Zufall! Am nächsten Tag konnte ich mich vor Schmerzen kaum noch bewegen! Da hat man so richtig gespart an den Bürgern! Am Ende gilt trotz all meinem Ärger mein Dank den Ehrenamtlichen vom DRK und den Bombenentschärfern mit ihrem gefährlichen Job.

  2. 6.

    Also, dass kann ich so nicht bestätigen. Die Polizei organisierte Transporte für diejenigen im Haus die nicht gut zu Fuss waren.

  3. 5.

    Ich bin Anwohnerin und wurde ebenfalls durch die Beamten der Berliner Polizei aufgefordert binnen 1 Stunde miene Wohnung zu verlassen. Da ich älter und nicht gut zu Fuß bin, war mir der Weg zum Velodrom nicht möglich. Mir wurde auch keinerlei Hilfe diesbezüglich angeboten. Ich musste mine Familie anrufen, die mich zum Glück noch vor Ablauf dieser 1 Stunde aus dem Sperrkreis holen konnte. Da ging auch nur nach Diskussion mit den Polizisten, da meine Abholer erst in den Sperrkreis mussten, um mich heraus zu holen. Schlecht organisiert für ältere, alleinstehende Menschen, die keinen Mitbewohner im Haus als Begleitung hatten und niemanden im Umkreis um Hilfe bitten konnten.

  4. 4.

    Pünktlich um 1:03 war es vorbei mit der Bomberei. Bei mir ist die Kreuzung Landsberger Allee/Storkower Straße um die Ecke. Deshalb habe ich auch den Rumms gut hören können. War zu dem Zeitpunkt wach und habe nur auf die Uhr geschaut, daher weiß ich die genaue Uhrzeit.

  5. 3.

    Auch ich möchte mich bei den Männern für die hervorragende Arbeit bedanken. Auch die Polizisten, die für die Evakuierung verantwortlich waren haben gewissenhaft kontrolliert. ( ich bin Anwohner)

  6. 1.

    Ich bin dankbar für die Professionalität dieser Männer

Nächster Artikel