Keine größeren Schäden - Sturm "Antonia" verläuft in der Region glimpflich

Mo 21.02.22 | 17:58 Uhr
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Schäden an Bäumen im Wald und Park am Tag nach Sturm (Quelle: dpa)
Audio: rbb 88.8 | 21.02.2022 | Andreas Marschner | Bild: dpa

Sturmtief "Antonia" ist in der Region immer noch zu spüren, flaut aber zusehends ab. Die Folgen sind weniger drastisch als bei den beiden vorherigen Stürmen. Trotzdem bleiben viele Parks geschlossen. Der Bahnverkehr normalisiert sich allmählich.

Das Sturmtief "Antonia" hat auch am Montagnachmittag Berlin und Brandenburg noch nicht verlassen. Noch bis 17 Uhr warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern.

Für die Zeit danach rechnen die Meteorologen mit Windböen von bis zu 55 Stundenkilometern, ab 21 Uhr soll sich dann die Lage beruhigen, meldet der DWD auf seiner Internetseite [dwd.de]. Zum Wind gesellen sich viele Wolken sowie örtlich Regen- und Graupelschauer bei Temperaturen zwischen sieben und neun Grad.

Viele Parks bleiben geschlossen

Die Orkantiefs der vergangenen Tage haben auch in den Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Schäden in Berlin und Brandenburg angerichtet. Besonders betroffen seien die Anlagen in Potsdam, sagte der Sprecher der Stiftung, Frank Kallensee, dem rbb. Vor allem seien Bäume umgeknickt, es seien aber auch Dächer und Wintereinhausungen von Skulpturem beschädigt worden. Die Parks blieben noch voraussichtlich bis Dienstagmittag geschlossen. Dazu zählen u.a. die Pfaueninsel sowie Schlosspark Charlottenburg, Park Sanssouci, Schlosspark Caputh und Schlossgarten Rheinsberg.

Die Berliner Umweltverwaltung warnt auch am Montag davor, im Wald spazieren zu gehen. "Gerade ist es lebensbedrohlich", sagte Derk Ehlert, Sprecher der Behörde, dem rbb. “Wer jetzt in den Wald geht, macht das auf eigene Haftung.” Auch die Grünanlagen Berlins sei längst noch nicht sicher. Besucher der Parks sollten auf abgebrochene und herabgefallene Äste achten.

Die Zoos und Tierparks in Berlin und Cottbus sowie der Schlosspark in Oranienburg waren dagegen am Montag wieder geöffnet.

Bahnverkehr läuft mit Einschränkungen

Der Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg bleibt derweil auch am Montag beeinträchtigt. Zwischen Berlin und Rostock/Stralsund fuhren am Montag keine Fernverkehrszüge, wie die Bahn mitteilte.

Im Regionalverkehr verkehrten keine Züge zwischen Potsdam und Michendorf (RB23) und Prenzlau und Angermünde (RE3). Auf der Linie RE3 wurde ein Notverkehr mit Bussen eingerichtet. Fahrgäste der Linie RB23 sollten auf die Buslinie 643 des Stadtverkehrs ausweichen. Bei der S-Bahn gab es am Montag keine witterungsbedingten Einschränkungen, sagte ein Sprecher.

Von der Berliner S-Bahn und der BVG hieß es am Montag, es gebe keine Einschränkungen mehr. Lediglich auf manchen BVG-Buslinien hätten am Montagmorgen noch Umleitungen bestanden, weil Sturmschäden noch nicht beseitigt gewesen seien.

Feuerwehren weniger stark gefordert

Die Berliner Feuerwehr verzeichnete auch am Montag immer wieder Notrufe, unter anderem wegen entwurzelter Bäume. Die Einsatzdichte sei aber nicht zu vergleichen mit den vergangenen Tagen. Einige aktuelle Schäden seien durch das Tief "Antonia" entstanden, oft seien es aber auch noch Nachwirkungen der beiden letzten Sturmtiefs "Ylenia"und "Zeynep". Diese hatten in Berlin von Donnerstag bis Sonntag 4.000 Feuerwehreinsätze ausgelöst - so viele wie noch nie.

Die Leitstelle Lausitz verzeichnete von Sonntagabend bis zum frühen Montagnachmittag 35 Einsätze wegen "Antonia". Angaben aus den anderen Leitstellenbereichen liegen bislang nicht vor.

Sendung: Inforadio, 21.02.2022, 06:00 Uhr

24 Kommentare

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  1. 23.

    Wenns zieht, einfach umdrehen. Dann schiebt es. Oder mach einfach die Fenster zu.

  2. 22.

    Bis 17 uhr sturmwarnung. Nur leider ist es gleich um 6 und es stürmt immer noch und das schlimmer als die Tage davor. Sagt doch einfach das ihr keine Ahnung habt wie es genau wird und belügt uns nicht!!! Kacke sowas

  3. 21.

    Diese vorhersagen sind so schlecht. Warnung noch

  4. 20.

    Als wenn man bei Antonia den Panikbutton weglässt, ist das Stürmchen fast wie wie meine Nachbarin - manchmal 'n bisschen aufbrausend aber in Grunde ganz umgänglich.

  5. 19.

    Sie haben noch vergessen, auf den schlechten Zustand der Wälder hinzuweisen. Überall stehen Bäume rum!
    Übrigens auch ein Erbe der letzten Generationen, die Wälder aufgeforstet und erhalten haben. Nun haben wir den Salat! Ständig kippen Bäume um! Also unterstütze ich Sie in Ihrer Meinung: Weg mit den Bäumen - Freie Sicht zum Eiffelturm!

  6. 17.

    @ Demarco: Sträucher werden auch größer aber es werden keine Bäume daraus. Ein Baum fängt klein an aber nicht als Strauch.
    Möglich aber das aus einer Blume... Na lassen wir das.

  7. 12.

    Sie haben keine Ahnung. Ist aber nicht so schlimm. Ich lade Sie gerne in meine Wohngegend ein. Da können Sie sich ein realistischeres Bild der Zerstörung machen.

  8. 11.

    Jede große, stattliche Buche hat irgendwann mal als unscheinbares Buchsbäumchen angefangen!

  9. 10.

    Richtiges (Un)Wetter haben wir hier überhaupt nicht, an den Küsten schon. Berlin übertreibt mit Schäden durch morsche Bäume. Trotzdem danke an die Feuerwehr die die Fehlgestaltung ausbaden muss.

  10. 9.

    Ja, da schreibt ein Fachmann. Hut ab. Aus Sträucher werden Bäume. Vermutlich werfen bei ihnen Tannen im Herbst auch die Blätter ab. Cool. Äpfel und Birnen kann schließlich jeder. Danke für ihren kurzweiligen Beitrag.

  11. 8.

    "...und die junge Generation sollte sich weiter Massiv auf die Straße setzen."
    Die sitzt bei diesem Wetter brav bei Mami und Papi am Tisch und isst schöne, unverdorbene Designerlebensmittel...

  12. 7.

    Medienhype? Nur, weil es nicht jeden getroffen hat?
    Ich dachte am Donnerstag auch, es sei alles nicht so schlimm wie angekündigt. Und dann krachte plötzlich mitten im Unterricht ein großer Baum in mein Klassenzimmer.
    Fazit: Eine traumatisierte Schulklasse samt ihrer Lehrerin und eine Menge Sachschaden (zum Glück kein Personenschaden!!!).
    Der Raum ist erstmal nicht mehr nutzbar.

  13. 6.

    Wieder wird die junge Generation die Schäden bezahlen dürfen, oben drauf kommen die kosten der Pandemie und die eines Krieges. Danke auch und jene die diesen Klimawandel verursacht haben und die junge Generation sollte sich weiter Massiv auf die Straße setzen. Den diese werden sehr flott wieder freigeräumt, während die ÖPNV ersatzlos eingestellt wird. Viele der Probleme sind Hausgemacht. Die Bäume die in die Oberleitungen fallen waren einmal Sträucher und das diese nun auf private Grundstücke stehen ist die folge der Bahnreform. Da hatte man diese ja versucht für die Börse zurecht gemacht und alles was kosten verursacht unterbunden. Den Oberleitungsbau robuster zu gestalten ist auch nur wieder einmal ein Bla Bla Bla. Die Bahn hat sich den V-Schnitt ausgedacht um das eigentliche Problem der Bahnreform zu umgehen. Das dies Murks ist hat man selber im Vergleich mit anderen Ländern festgestellt. Dort fahren die Züge, weil dort kein Baum steht der umfallen könnte!

  14. 5.

    Mein Kind hat morgen wieder Online-Unterricht, weil ein Teil des Schuldachs abgedeckt wurde vom zweiten Sturm. Soviel zu "ist nur Medienhype".

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