Interview | Lehrermangel an Berliner Schulen - "Lehrkräften wird ein zu hohes Arbeitspensum aufgedrückt"

Mi 23.03.22 | 06:06 Uhr
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Schülerinnen und Schüler gehen durch einen Flur. (Quelle: dpa/Nicolas Armer)
Bild: dpa-Symbolbild/Nicolas Armer

Berliner Schulen klagen über Lehrermangel. Grund dafür sind hohe Krankenstände, aber auch fehlende Fachkräfte und mehr Lehrer in Teilzeit. Schulleiterin Beate Maedebach macht dafür vor allem die Überlastung verantwortlich.

rbb|24: Frau Maedebach, Sie sind Schulleiterin an der Kopernikus-Oberschule in Steglitz-Zehlendorf. Mussten Sie als Schulleiterin außerplanmäßig schon mal einspringen und eine Schulstunde übernehmen?

Frau Maedebach: Das machen wir ständig. Aber auch Schulleitungen sind nicht mit dem Gen der Allwissenheit gesegnet. Ich kann natürlich in einen Chemie-Unterricht im zweiten Semester in der Oberstufe gehen, aber die Schüler und ich - wir haben alle nichts davon.

Zur Person

Schulleiterin Beate Maedebach. (Quelle: privat)
privat

Beate Maedebach ist seit 2017 Schulleiterin an der Kopernikus-Oberschule in Steglitz-Zehlendorf. Außerdem ist sie im Vorstand des Interessenverbendes der Berliner Schulleitungen tätig.

Die Stunden der Kopernikus-Schule sind laut einer Tabelle der Berliner Bildungsverwaltung zu 98 Prozent gedeckt. Ist Lehrermangel an Ihrer Schule überhaupt ein Thema?

Das stimmt intern schon, wenn man sich die Planung des Schuljahres ansieht. Faktisch ist es dann doch immer anders weil bestimmte Sachverhalte in dieser Tabelle nicht abgebildet werden. Seit den Herbstferien haben wir 20 Prozent Krankenstand, allein heute haben sich acht Kollegen krank gemeldet. Wir haben zum Beispiel zwei Kolleginnen, die sind schwanger und im Beschäftigungsverbot. Oder wir haben eine Kollegin, die langzeiterkrankt ist. Das bildet dieses Portal nicht ab. Das sind Situationen, die entstehen - während des Schuljahres.

Welche Rolle spielen Vertretungskräfte im Alltag Ihrer Schule?

Davon haben wir eine ganze Reihe. Wie gut sich die Vertretungskraft integrieren kann, hängt immer ganz stark von der Person ab und auch davon, was sie ersetzen muss. Die Vorstellung, dass das fachliche immer im Vordergrund steht, das stimmt so nicht ganz. Eine Lehrkraft ist in allererster Linie eine wichtige Ansprechpartnerin, und da kommt es sehr auf die Persönlichkeit an. Manchmal gelingt das auch mit Vertretungslehrkräften gut. Manchmal aber auch nicht und dann entstehen Probleme: Es ist schwierig, wenn ich keine Ahnung habe, Mathe zu unterrichten, aber es ist auch schwierig, wenn ich ganz viel Ahnung von Mathe habe, aber nicht weiß, wie 14-jährige Schüler ticken. Da muss beides zusammen kommen. Guter Unterricht entsteht eigentlich dann, wenn eine gute Beziehungsarbeit geleistet worden ist. Das kann man nicht von jetzt auf gleich erreichen.

Was bedeutet es konkret für Schüler, wenn zu wenig Lehrer an der Schule sind oder jemand plötzlich ausfällt?

Im Prinzip läuft es erstmal darauf hinaus, dass Unterricht ausfällt. Die Schüler sagen erstmal: Hurra, Mathe fällt aus! Allerdings entstehen dadurch auch Lücken im Schulalltag. Ein Schüler kommt also in die Schule und stellt fest, dass in der vierten Stunde kein Unterricht stattfindet. Wir haben da auch Angebote: Erzieher, Sozialarbeiter und auch einen Freizeitbereich, in dem die Schüler dann betreut werden können. Das ist zuerst mal eine Hilfe. Aber letztlich ist es so, dass die kontinuierliche Arbeit im Fach dadurch unterbrochen wird. Das ist immer schlecht.

Wie wirkt sich das auf die anderen Lehrenden aus, dass zu wenig Lehrer an der Schule sind? Wie ist die Stimmung im Lehrerzimmer?

Krankheiten sind ja nicht planbar. An jedem Morgen kommen Krankmeldungen bei uns rein. Und an jedem Morgen schließt der Kollege, der den Vertretungsplan macht, um 7:15 Uhr die Tür auf, und das ist dann jedes Mal wie eine Art Wundertüte: Wer ist heute nicht da, wen muss ich heute ersetzen? Eine Lehrkraft kommt beispielsweise am Dienstag in die Schule und hat eigentlich die ersten drei Stunden Unterricht, dann zwei freie Stunden und dann hat sie nochmal zwei weitere Stunden Unterricht. In diesen freien Stunden hätte sie eigentlich frei, es kann aber sein, dass sie in diesen Stunden für eine Vertretung gebraucht wird. Dann kann sie ihren nächsten Unterricht nicht vorbereiten oder Korrekturarbeit leisten. Im Moment ist es so, dass unsere Lehrkräfte bis zu fünf solcher zusätzlichen Stunden unterrichten.

Das macht den Lehrkräften keinen Spaß. Das Schlimmste daran ist, dass sie in eine Klasse gehen, die sie gar nicht kennen, in einen Unterricht, den sie vielleicht gar nicht betreuen können, weil sie gar nicht Mathe-Lehrer sind und sie sind dann konfrontiert mit Schülern, die eigentlich dachten, sie haben jetzt frei. Und das sind die Stunden, die meinen Kollegen am schwersten fallen, das ist das Schlimmste für sie am Tag. Und das sind auch die Stunden, in denen die meisten Konflikte entstehen.

Es ist schwierig, wenn ich keine Ahnung habe, Mathe zu unterrichten, aber es ist auch schwierig, wenn ich ganz viel Ahnung von Mathe habe, aber nicht weiß, wie 14-jährige Schüler ticken.

Beate Maedebach, Schulleiterin

Immer mehr Lehrer gehen laut Bildungsverwaltung in Teilzeit. Worin sehen Sie diese Entwicklung begründet?

Ja, das ist auch bei uns so. Wir haben etwas mehr als die Hälfte der Kollegen, die bei uns in Teilzeit arbeiten. Manche haben eine halbe Stelle, andere kürzen einfach die Spitzen ein bisschen weg. Die Gründe sehe ich ganz klar in der Überlastung und im Generationenwechsel. Wir haben innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als die Hälfte des Kollegiums ausgetauscht. Dabei haben wir in der Regel ältere Menschen durch jüngere ersetzt. Dadurch haben wir ein sehr familienaktives Kollegium mit Kindern im Schul- und Kindergartenalter, deshalb gehen viele in Teilzeit. Es gibt aber auch fast keinen Berufsanfänger mehr, der in Vollzeit beginnt. Alle erfahren in der zweiten Ausbildungsphase, wieviel Arbeit das ist und sagen, dass sie den vollen Dienstumfang gar nicht erfüllen können.

Sie sind mit dem Problem Lehrermangel nicht allein, das ist ein berlinweites Phänomen. Was könnte Ihrer Meinung nach das Problem lösen?

Wir sehen erste Erfolge der Verbeamtungsdiskussion, insofern als dass die ersten Kollegen aus Brandenburg zurückkehren oder gar nicht erst abwandern, weil auch in Berlin die Möglichkeit besteht, verbeamtet zu werden. Aus meiner Sicht muss man mehr auf multiprofessionelle Teams setzen, um pädagogische und andere Arbeiten auf mehr Schultern verteilt werden können. Wir haben gute Erfahrungen darin, Erzieher und Sozialarbeiter in die pädagogische Arbeit mit einzubinden. Das muss es mehr geben. Es muss mehr Zuarbeit geben, damit die Lehrkräfte sich mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren können. Mit dem Kerngeschäft ist oft der Fachunterricht gemeint, und das ist auch richtig.

Man darf aber auch nicht vergessen, wie hoch der Stellenwert der Beziehungsarbeit ist. Gerade an Schulen - unsere Schule gehört auch dazu - , an denen Schüler sind, die aus Elternhäusern kommen, die nicht so bildungsnah sind, die eine persönlichere Ansprache brauchen - da ist die Lehrkraft eine enorm wichtige Person.

Ich bin ja auch lange Lehrkraft für Deutsch gewesen. Ich habe eine Theater-AG angeboten, und da sind die Kinder super gerne hingekommen. Dort haben sie mich auch nochmal auf eine andere Art kennengelernt. Das war vertrauensbildend sehr wertvoll. Jetzt haben wir gar nicht mehr die Möglichkeit, einer Lehrkraft auch noch eine Arbeitsgemeinschaft als Aufgabe hinzuzufügen. Wir sind froh, dass halbwegs der Deutschunterricht abgedeckt werden kann. Das geht zu Lasten der wichtigen Beziehungsarbeit.

Was muss Ihrer Meinung nach passieren, damit der Lehrerberuf an Berliner Schulen attraktiv wird und sich mehr Menschen für ein Lehramtstudium entscheiden?

Die Arbeitsbedingungen müssen sich ändern. Ich glaube, es geht gar nicht darum, dass mehr Geld bezahlt wird. Ich denke, der Lehrerberuf ist ein relativ gut bezahlter Beruf. Es geht einfach um die Arbeitsbelastung, die anders organisiert werden muss. Wir erleben gerade an den Schulen, an denen man sich mehr um die Kinder kümmern muss, wie wichtig das ist, dass Kollegen auch die Zeit haben, sich zu kümmern. Lehrkräften wird ein zu hohes Arbeitspensum aufgedrückt, was sie gar nicht leisten können - und das macht unzufrieden.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Anna Bordel für rbb|24. Bei diesem Text handelt es sich um eine redigierte Fassung.

Sendung: Inforadio, 21.03.2022, 11:32 Uhr

44 Kommentare

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  1. 44.

    Ihr Rückschluss: "keine Zeit in Unterrichtsvorbereitung" an einem Arbeitsblatt festzumachen ist falsch. Die Erstellung eines solchen ist schon Arbeit an sich und manchmal individuell mit Qualitätsabstrichen unter Berücksichtigung des Urheberrechtes. Bedenken Sie, dass es keinerlei digitalen und zentral eingekauften Materialien gibt. Es ist den digitalen Kenntnissen der Lehrer und nicht der vorgesetzten Behörde zu danken, dass es überhaupt welche gibt. Gerade in Pandemiezeiten wurde mehr als 300% "gegeben".

    P.S. Pauschale AZ-Ermittlung: z.B. 26 h/Woche Unterricht * 2 (Vor- u. Nachbereitung ohne "aus der Schublade ziehen")= 52 h/Woche absolutes Minimum... sagt ein Fördermitglied eines Gymnasiums.

  2. 43.

    Wo kann diese Tabelle finden? "Die Stunden der Kopernikus-Schule sind laut einer Tabelle der Berliner Bildungsverwaltung zu 98 Prozent gedeckt." Hat jemand einen Link?

  3. 42.

    Die Respektlosigkeit unserer beginnt bei den eigenen Kindern und endet mit Neid gegen alle, die es zu mehr gebracht haben!
    Und das bei jeglicher Chancengleichheit.....! Schon komisch !!

  4. 41.

    Ich möchte aufgrund der unterschiedlichen Kommentare hier noch ergänzen:
    Lehrer sind nicht "nur" Lehrer. Die Vermittlung von Fachwissen und -kompetenzen bilden nur einen kleinen Teil unseres Berufes ab. Hinzu kommen: SozialarbeiterIn, FamilientherapeutIn, Sicherheitsdienst, SchiedsrichterIn, StreitschlichterIn, FremdenführerIn Reiseverkehrskaufmann/-frau, Sekretärin, Reinigungskraft (ich hab schon das ein oder andere mal Erbrochenes aufgewischt), SchauspielerIn, IT-Expertin, KrankenpflegerIn...beliebig fortsetzbar.
    Für alle, die meckern: Macht doch mal eine 7-tägige Klassenfahrt mit, die Ihr selbst zahlen dürft. Spätestens dann sind die Vorurteile wie weggeblasen.

    Ich arbeite mittlerweile in der freien Wirtschaft. Etwas weniger Geld, aber eine deutlich höhere Lebensqualität. Angestellte Lehrerin möchte ich nicht mehr sein.

  5. 40.

    Ich denke auch, dass das Problem nicht in erster Linie von der Bezahlung oder von der Verbeamtung gelöst wird, sondern von den allgemeinen Arbeitsbedingungen. Ich bin Erzieher an einer Brennpunkt-Grundschule und wir haben einen Betreuungsschlüssel von 22 Kindern/Erzieher. Von diesen 22 Kindern haben locker 10 einen Förderstatus (lernbehindert, lese-rechtschreib-schwäche, geistig behindert) bei weiteren 5 gibt es "nur" den Verdacht auf Vernachlässigung. Nebenbei ist man seinem Beruf betreffend Vorurteilen ausgesetzt (die Erzieher trinken den ganzen Tag nur Kaffee). Will sagen: Es braucht einen besseren Betreuungsschlüssel und gesteigertes Ansehen der pädagogischen Berufe!

  6. 39.

    Sorry, da muss ich einfach mal einhaken. Unser Kind hat ein Arbeitsblatt in Geographie im Homeschooling bekommen mit den Grenzen in Osteuropa von vor 1991. Also ja, manche kramen ihre alten Sachen jedes Jahr aufs Neue raus. Und die „neue“ deutsche Rechtschreibung ist auch nicht mehr neu, aber die Texte sind noch mit der alten Rechtschreibung erstellt.
    Insofern gibt es definitiv Lehrer, die keine Zeit in Unterrichtsvorbereitung stecken. Die anderen sind leider bei uns nicht so deutlich sichtbar. Ist aber garantiert von der Schule und auch vom Direktor abhängig.

  7. 38.

    Es beginnt damit, dass Ihr Bildungsweg und Ihr Auftrag ein völlig anderer ist!
    Machen Sie doch ein Studium und lassen sich einfach in den " Vormittag" versetzen?

  8. 37.

    Ich möchte Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, aber was haben Kassierer/innen, Putzfrauen, Lagerarbeiter und Lehrer ihrer Ansicht nach miteinander zu tun?

  9. 36.

    Sie haben keinen Freund als Lehrer. Niemals. Weil das was Sie schreiben zum Gehalt und Arbeitszeit nicht stimmen kann. Sie haben andere Motive...

    P.S. In der freien Wirtschaft wird für ein Hochschulstudium als Voraussetzung immer mehr gezahlt, als verbeamtete Lehrer bekommen können. Wenn Ihnen das viel vorkommt..... na dann ran....

  10. 35.

    Einige der Kommentare geben genau das wieder, was meines Erachtens auch ein Hauptproblem darstellt: die fehlende Anerkennung und Wertschätzung seitens der Gesellschaft. Bevor ich jetzt viele Einzelbeweise über das Arbeitspensum anführe, möchte ich nur eine Beobachtung mitteilen: an unserer Schule geben 75% der Quereinsteiger innert eines Jahres auf, weil es das "heftigste" sei, was sie bisher gemacht haben und die enorme Belastung auf Dauer nicht aushalten.

  11. 34.

    Ein Lehrer muss in einer einzigen Unterrichtsstunde mit einem mehr oder weniger vorhandenen Lärmpegel innerhalb einer extrem kurzen Reaktionszeit eine Vielzahl an Entscheidungen unter öffentlicher Kontrolle (30 Schüler) treffen, dabei möglichst der Individualität jedes Jugendlichen gerecht werden, interessanten Fachunterricht mit abwechselnden Medien gestalten,...
    Das ist das ( psychisch) Belastende, Unvorhergesehene, aber auch das Erfüllende an diesem "Job" - die Entw. junger Menschen begleiten

  12. 33.

    Zusätzliche Teilungslehrer ? Sonder ... waaas ? An welcher Schule arbeiten Sie ??? Das Einzige, was ich habe, sind durchschnittlich 23 bis 27 Kinder - jeden Tag 5 oder 6 Stunden ...

  13. 32.

    Schade ist nur, dass die Wahrheit niemand hören will - auch nicht die neue Bildungssenatorin, in die ich so viel Hoffnung setzte.
    Wenn man es hören würde, hätte sich längst etwas getan. Man schaut aber lieber zu, wie sich die Krankenstaende weiter erhöhen.
    So geht es mit der Bildung weiter bergab.

  14. 31.

    Bei allem Respekt - gehen Sie doch die nächsten 8 Jahre mal in die Grundschule und unterrichten tgl. 5 oder 6 Stunden - danach gehen Sie dann zur Lehrerkonferenz - am nächsten Tag korrigieren Sie noch 3 Klassenarbeiten - wieder einen Tag später nachmittags noch 2 wichtige Elterngespräche - jeden Tag irgendwas - und immer nach dem Unterricht ... am Abend kommt dann zu Hause natürlich noch die Vorbereitung des nächsten Tages.
    Aber bitte nicht jammern ...

  15. 30.

    PISA testet die Fähigkeiten, die Schüler angeblich für den zukünftigen Arbeitsmarkt benötigen.
    Junge Menschen müssen sich aber auch vielfältig! ausprobieren (Musik, Sport, Theater, Kunst, Jugendfeuerwehr, DRK,...) und die Welt begreifen! lernen.
    Das erreicht man mit diesem Systen nicht - und schon gar nicht mit Tablets in der Grundschule.
    Digitalisierung ist nur eine Technik, deshalb habe ich sie sogar noch nach meiner Schulzeit "von der Pike auf" erlernen können!

  16. 29.

    Vielleicht sollten einige Lehrer mal in die freie Wirtschaft wechseln... ein Freund von mir, Germanist, bekommt als Lehrer am Gymnasium über 5k brutto. Das hätte er in der freien Wirtschaft nie bekommen. Er berichtete in Coronazeiten, dass er 26 Stunden die Woche arbeitet von zu Hause und auch kaum Mehrarbeit durch Kontrollen hat, da er alles mündlich erledigt. 2 Tage die Woche hatte er frei. Und ständig alles neu arbeitet auch keiner aus.

  17. 28.

    Liebe Frau Maedebach,
    tausend Dank für Ihre offenen Worte!
    Ich kann nur hoffen, dass sie an den richtigen Stellen gehört werden!
    Ich danke allen Kollegen und Kolleginnen, die trotz der steigenden Anforderungen ihre tägliche Arbeit mit Liebe und Engagement erledigen!

  18. 27.

    Ich kenne beide Professionen aus eigener, langjähriger Erfahrung und weiß, dass Sie hier Birnen mit Bananen vergleichen. Andere Klientel, anderes Altersspektrum, andere Gruppenstärken, andere Inhalte und viel Praxis usw. Der Lehrerberuf ist einer der anstrengendsten, insbesondere auch in der Grundschule. Manche Unterrichtsstunde kann man durchaus mit einem 10 km- Lauf vergleichen. Man ist Entertainer, Sachkundiger, Seelenklempner, Pädagoge, Organisator, Sozialarbeiter, Streitschlichter, Ausputzer, Abtreter ........... Und wer kann, versucht es besser mit Teilzeit.

  19. 26.

    Nun ist das Leben der Bauern und Lehrer ein beschwerliches. Sollten diese, wider Erwarten, zu den Besserverdienenden gehören, dann nur weil sie Besseres verdienen...

  20. 25.

    Wer bei beiden Berufsgruppen von "Gejammer auf höchstem Niveau" spricht, hat wahrscheinlich - wenn überhaupt - einen Beruf (gehabt), bei dem Punkt Feierabend der Hammer aus der Hand fällt, oder PC und Hirn ausgeschaltet werden. Anders lässt sich Ihre Geringschätzung dieser beiden Berufe nicht erklären, denn sonst wüssten Sie, dass die Protegés von Lobbyisten in anderen Branchen zu finden sind.

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