Anfeindungen gegen Russ:innen - "Weil wir hier Russisch sprechen, werden wir boykottiert"

So 06.03.22 | 14:26 Uhr | Von Anna Severinenko
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Eine Ukrainische Flagge und ein Schild mit der Aufschrift <<We stand for Ukrain>> hängen an der Bar. (Quelle: rbb/Oberwalleney)
rbb/Oberwalleney
Video: rbb|24 | 06.03.2022 | Autoren: Anna Severinenko & Stefan Oberwalleney | Bild: Stefan Oberwalleney

Russlands Krieg gegen die Ukraine ist auch in Berlin angekommen: Fühlbar auf den Straßen, in Cafés - und in den Köpfen der Menschen. Seitdem spüren die in der Hauptstadt lebenden Russ:innen Ablehnung und Anfeindungen. Von Anna Severinenko

Das "Datscha Kreuzberg" ist ein Restaurant mitten im bunten Gräfekiez in Berlin Kreuzberg. Datscha, Russich für "kleines Ferienhaus", steht in kyrillischen Lettern an der Eingangstür geschrieben. Drinnen Retro-UdSSR-Look, 70er-Jahre-Tapete in den großen Räumen, Borschtsch-Suppe, russische Musik läuft, im Regal stehen Bücher von Dostojewski.

"Wir haben gemerkt, dass weniger Gäste kommen seit letzter Woche", erzählt Egor Spivakov, einer der Mitarbeiter. "Es sind 20 bis 30 Prozent weniger, wir merken es auf jeden Fall."

Egor ist seit 21 Jahren in Deutschland, zwei Drittel seines Lebens. "Am ersten Tag des Angriffs, waren es zehn, 15 Drohanrufe. Wir denken aber, dass es dieselbe Person war. Der Herr hat uns gedroht 'vorbeizukommen'. Wir haben direkt eine Anzeige erstattet", so Egor. Das Restaurant habe auch schlechte Bewertungen auf Google bekommen. "Gäste, die nicht einmal hier waren, haben zum Beispiel geschrieben: 'War zwar nett, aber im Vergleich zur ukrainischen Küche nicht so freundlich.'"

"Wir sind definitiv alle gegen einen Krieg"

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kommen unter anderem aus Russland und der Ukraine. An der Wand hängt eine Illustration aus den 70ern für eine Sportveranstaltung der UdSSR. Darauf steht auf Russisch: 'Für eine unzerstörbare Freundschaft. Für neue sportliche Erfolge'.

Zwischendurch zeigt Egor Menschen mit Tüten und Kartons im Gepäck den Weg in den hinteren Raum des Restaurants. Datscha hat eine Sammel- und Spendenaktion für Geflüchtete organisiert.

"Es gibt Mitarbeiter, die aus der Ukraine sind, deren Familien jetzt beschossen werden. Wir sind fassungslos, dass sowas überhaupt passiert, weil keiner sowas erwartet hat. Wir sind definitiv alle gegen einen Krieg. Wir sind alle ein Team und untereinander läuft alles so weiter", erzählt Egor.

"Die Menschen wollen nur ein Feindbild sehen"

Die Angestellten versuchen, die bisherigen Anfeindungen nicht so ernst zu nehmen. "Es hat nichts damit zu tun, wie das ganze russische Volk ist. Solche Menschen wollen ja nur ein Feindbild sehen, um es anzugreifen. Aber es sind dann Menschen, die allgemein gewalttätig sind und Vorurteile haben", so Egor. Persönlich wurde er noch nicht angegriffen.

Auch Swetlana Angold, Verkäuferin beim russischen Imbiss Fedora in Friedrichshain erzählt zunächst, dass sie keine unangenehmen Erfahrungen hatte bei ihrer Arbeit. "Es kommen weniger Deutsche rein, aber es kommen welche", berichtet sie. "Heute kamen sogar Ukrainer, Geflüchtete aus Minsk. Sie waren freundlich, sprachen ganz normal mit uns, ohne Anfeindungen, vor allem zu mir, ich bin ja Russin."

Swetlana Angold lebt seit 26 Jahren in Deutschland, über die Hälfte ihres Lebens. "Ich selbst unterstütze weder Russland noch die Ukraine, ich bin einfach gegen den Krieg. Ich wohne hier so lange, ich fühle mich einheimisch. Aber natürlich führt das, was drumherum passiert, dazu, dass alle angespannt sind."

Dann fängt sie an, von ihrer Kollegin zu erzählen: "Diese Woche, während meine Kollegin gearbeitet hat, kam zweimal jemand rein, ob Ukrainer oder nicht, weiß ich nicht. Er sagte zu ihr auf Russisch: 'Redet besser nicht so viel auf Russisch. Sonst könnt ihr was erleben, dann gibt’s was!'"

"Wir können absolut nichts dafür, was dort passiert"

Der kleine Imbiss befindet sich direkt an der S-Bahn-Station Frankfurter Allee. Darüber steht in großen Lettern: Russische Küche. Durch das Fenster kann man die Kollegin sehen, wie sie einen Teig knetet.

"Sie war verängstigt, hat die russische Musik ausgemacht. Auch wenn ich derzeit zur Arbeit gehe, geht es mir nicht besonders gut. Ich verstehe, dass ich persönlich und auch andere angegriffen werden könnten, seitens Deutscher und seitens Ukrainer", berichtet Swetlana. "Dabei: Was haben wir denn damit zu tun? Ich habe eine deutsche Staatsbürgerschaft, mein Kind ist hier zur Welt gekommen. Wir können absolut nichts dafür, was dort passiert."

Sie fokussiert sich auf die netten Kundinnen und Kunden: "Einige Deutsche versuchen sogar ein wenig Russisch zu sprechen, was sehr wichtig ist, denn es zeigt, dass sie nicht gegen uns als Menschen sind. Wir sind doch alles Menschen, wir alle sprechen Russisch - Moldawier, Ukrainer, Russen. Wir sind doch alle gegen den Krieg und für den Frieden."

Andere russische Inhaber und Inhaberinnen von Restaurants und Geschäften hat es nicht so glimpflich getroffen. Viele wollen darüber gar nicht erst sprechen, um nicht noch mehr negative Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Alles was einen Russland-Bezug hat, kann zurzeit schnell unter Generalverdacht kommen.

"Russen, Ukrainer, Moldawier - weil wir alle Russisch sprechen, werden wir alle boykottiert"

So auch Tanja, Ukrainerin, die in Wirklichkeit anders heißt, aber anonym bleiben möchte – aus Angst. Ihr gehört ein Restaurant mit russisch-ukrainischer Küche. Letzte Woche kam ein ukrainischer Mann rein, sie war alleine. Er fragte, ob sie russisches Essen anbiete, sie bejahte vorsichtig. Er, aufgebracht, sagte ihr, sie solle das Restaurant am besten gleich dichtmachen. Erst nachdem sie auf Ukrainisch auf ihn eingeredet hatte, beruhigte er sich wieder und ging.

Nun hängen ukrainische Flaggen im Fenster. "Eigentlich ist es hier eine ukrainische Küche, nur meine Tochter sagte, ich soll es 'russische Küche' nennen, weil es mehr Leute anziehen würde. Sie soll die Beschreibung auf Google jetzt in 'ukrainisch' umändern." Obwohl sie selbst Ukrainerin ist, ist der Umsatz des Restaurants stark eingebrochen: "Es arbeiten auch Ukrainer, Russen, Moldawier und Belarussen hier, aber weil wir hier alle Russisch sprechen, werden wir alle boykottiert."

Die gemeinsame Sprache, die verbinden und ein Verstehen bringen soll, führt nun zu Ausgrenzung.

Das Grausame am Krieg sind nicht nur die militärischen Auseinandersetzungen, es ist die Spaltung der Menschen, die er mit sich bringt: Menschen werden zu Opfern der Kämpfe, obwohl sie weit abseits der Gefechte stehen. Die pauschale Stigmatisierung vieler Russinnen und Russen hierzulande bestätigt Präsident Putin in seinem propagandistischen Narrativ über den "antirussischen Westen", der sein Land bedrohe. Der Krieg in den Köpfen trägt ihn weit über die Fronten hinaus.

Sendung: Inforadio, 06.03.2022, 15:00 Uhr

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Beitrag von Anna Severinenko

47 Kommentare

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  1. 47.

    Aha: Ein einzelner ??? und das russische Volk hat damit nichts zu tun ??? Indirekt gehört auch das russische Volk dazu, die diesen einzelnen Herrn jahrelang mit Ansage haben gewähren lassen und sie tun es noch immer. Der könnte NIE soweit gehen, wenn das Volk das nicht zulassen würde - auch nicht in einer Diktatur. Man kann nicht alles schön reden ...

  2. 46.

    Naja.. die Menschen können mit einfach gestrickten Meinnungen und Feindbildern besser leben, als Situationen zu hinterfragen bis auf die 2. und 3. Ebene. Die einfache Meinungsbildung durch Filterblasen in Social Community machts möglich. Vorgefertigte und gelieferte Informationen sind auch bequemer als selber mal auf eine objetive Info-Seite zu schauen.
    Dieser Krieg ist sicher mehrheitlich nicht der Krieg des russischen Volkes gegen das ukrainische Volk, sondern dies ist Putins Expansionskrieg! Dafür können die hier lebenden Russen mehrheitlich nichts.

  3. 45.

    Vielen Dank! Der beste Kommentar, den ich hier seit langem lesen konnte.
    Wir haben unserer russischen Nachbarn einen Brief auf Russisch geschrieben und dabei wissen wir nicht einmal, ob sie gebürtige Russen sind.
    Aufgefallen ist uns jedoch, dass wir sie seit Tagen nicht gesehen hatten und das sie nun nachts den Müll wegbringen ...

  4. 42.

    Warum berichtet niemand über das Mobbing unserer russischen Kinder an den Schulen? Und nicht anders als deutsche Kinder, die von ihren Eltern mit ihrer Russenphobie beeinflusst werden.

  5. 41.

    Der Unterschied ist: der Dirigent, die Diva ect. lobten alle Putin in den höchsten Tönen. Dafür bekommen sie nun zurecht die Quitung. Wer sich für eine Diktatur einsetzt, darf sich hinterher nicht wundern. Was aber die Besitzer und Mitarbeiter eines Russischen Restaurantes mit dem Krieg zu tun haben, erschließt sich mir nicht. Ich bitte die Betroffenen um Entschuldigung für meine Unmöglichen Landsleute.

  6. 40.

    Wie kann man so blöd sein, die Politik des russischen Regimes mit allen Russinnen und Russen gleich zu setzen? Aber so "denken" vorurteilsbehaftete Menschen eben...

  7. 39.

    Der Krieg ist hier weil Putin einen angefangen hat, Sie müssen hier nicht die Schuld umkehren. Unsere Politiker sind daran nicht Schuld. Putin hat die Ukraine angegriffen.

  8. 38.

    Was für ein Schmarrn. Der " Gebühren finanzierte Podcast- Sportinside" Berichtet, seit vieeelen Jahren darüber. Weil sie bisher davvon nichts mitbekommen haben, heißt das nicht das nicht berichtet wird. Also nehmen sie bitte ihre subjektive Einzelmeinung nicht als Maß aller Dinge!!!

  9. 37.

    Sehr gut kommentiert. Auch ich denke jetzt erst recht. Werde im laufe der Woche extra dafür ins Datscha gehen um mal wieder eine richtig gute Borschtsch Suppe zu essen.

  10. 36.

    Weiß man denn schon was über die Täter*innen?
    Hier werden Verdächtigungen und Parallelen gezogen - ohne dass wir Berichte haben, aus welchem politischen Milieu die Anfeindungen kommen. Das wäre doch mal interessant zu erfahren.

  11. 35.

    Die deutsche Amtssprache ist Deutsch.

  12. 34.

    Bis auf einen Einzelkontakt weiß ich nicht, wie die russische Community in Berlin in Bezug auf die Politik Putins so tickt. Ich gehe davon aus, dass es auch da eine großen Teil "Putinversteher" gab. Wäre interessant, ob das nach diesem Kriegsbeginn immer noch so ist.

  13. 33.

    Ich finde nicht dass er uns spaltet. ich finde er führt uns nur vor Augen, wie wir wirklich sind. Und davon sind wir logisch mega angep****. Das passt nicht zu dem Bild das wir selbst so gerne von uns haben.

  14. 32.

    Die Politik lebt es uns vor. Dirigenten, Operndiva, Ballett, alles was irgendwie mit Russland zutun hat. Ich verliere langsam den Glauben an unsere Moral.

  15. 31.

    Naja, ein „wahnsinniger Einzelner“ ist auch etwas verkürzt. Putin ist ja keine schicksalshafte Fügung, die vom Himmel gefallen ist.

  16. 30.

    "Die Menschen wollen nur ein Feindbild sehen" ich sehe die ganzen Tage schon Reportagen auf phoenix und ZDF-info über die Nato und die Rolle des BND. Über Kriege, Gründe und Verquickungen. Und ich bin einfach nur noch entsetzt und verständnislos, dass das alles immer noch, bis heute, so reibungslos funktioniert. Den beiden Sendern gebührt ein Dank, dass sie so offen über Fakten berichten, statt sich an Kriegspropaganda zu beteiligen. Ok, dass das Zuschauertelefon heute Mittag beim Presseclub halbiert wurde fand ich schon unpassend.

  17. 29.

    Und weil es diese Russen vielleicht gibt, dürfen wir alle verteufeln oder was wollen Sie damit sagen.
    Ob die Russen hier überhaupt noch Verbindungen nach Russland haben, die sie aufklären wissen Sie doch gar nicht. Also kann man das nicht pauschal fordern.
    Bleibt also dabei, die Russen die hier bei uns sehr gut integriert leben, haben keine Schuld am Krieg eines Präsidenten in ihrer alten Heimat oder der ihrer Eltern. Also hat niemand das Recht sie dafür in irgendeiner Form zu belasten. Zumal viele von denen als Deutschstämmige in Russland schon vor Jahren eben deshalb aus Russland abgehauen sind.

  18. 28.

    Ganz meine Meinung. Ich werde ab sofort mehr russische / ukrainische Läden besuchen und dort essen und kaufen. Unnd wenn dort, wie in der Datscha, Spenden gesammelt werden, gebe ich diese dort gerne ab.
    Free Ukraine, stop the war - stop Putin, freedom and democracy for the russian and ukrainien people

  19. 26.

    Ich kann Ihnen nur zustimmen. Was hier an Hass gezeigt wird, ist einfach nur zu verurteilen. Sippe haft hatten wir schon, das sollte der Vergangenheit angehören.

  20. 25.

    Woher beziehen Sie dieses Wissen? Haben Sie schon mal in einer Diktatur gelebt. Es ist leicht, aus sicherer Entfernung zu urteilen.

  21. 24.

    Ich schäme mich für meine Landsleute, die es nicht schaffen, zwischen dem wahnsinnigen Treiben eines Einzelnen und dem Volk dahinter zu unterscheiden! Gerade die nicht in Russland lebenden Russen dürften doch immens aufgeklärt und entsetzt über das aktuelle Geschehen in der Ukraine sein, schließlich sind es verbrüderte und vielseitig verflochtene Völker und keine Gegner, wie Putin glaubt.

  22. 23.

    Da sieht man mal wieder, das einige Menschen einfach kein Gehirn haben. Was haben die Russischen Bürger mit dem Krieg zutun. Nichts.... diese leben doch schon sehr lange in Berlin.

  23. 22.

    Das beobachte ich inzwischen auch seit Jahren. Leider sind diese Phasen für Menschen mit sehr extremen Rassismuserfahrungen besonders schlimm zu ertragen. Heute muss ich nicht mehr um mein Leben fürchten wie in den 90er Jahren, aber es erschüttert mich jedes Mal, wenn Menschen mit Nazis gemeinsam auf die Straße gehen, wenn der Holocaust geleugnet oder verharmlost wird, wenn Asiaten angehustet oder angespuckt werden, wenn kaum ist eine Krise da, wieder die Rassismuskeule ausgepackt wird und andere einfach mitlaufen, diese Nazis sogar in die Regierung wählen. Es ist manchmal kaum zu ertragen, da hilft nur der Fokus auf die positiven Veränderungen und stark bleiben. Wir müssen uns endlich alle gemeinsam gegen jede Form von Diskriminierung stellen und dürfen nicht mehr darüber schweigen, was leider auch noch in diesem Land passiert und auch die, die nicht davon betroffen sind, dürfen nicht wegsehen, wenn Rassismus vor ihren Augen passiert. Worte verletzen, aber noch mehr verletzt Wegsehen.

  24. 21.

    Schade daß Putin keine Fußball WM ausrichtet,da dürfte er Polen,Esten und Ukrainer umbringen wie es der Hauptsponsor von Bayern München,Katar, mit anderen Nationalitäten beim Bau seiner Stadien im 1000er Bereich tut und keiner sagte etwas. weder die Springer Presse noch der gebührenbezahlte Rundfunk oder Herr Röttgen von der CDU. Und diese Todesaktionen ohne Antwort oder Konsequenzen passierten schon als Putin seine Truppen noch in den Kasernen hatte. Nur um auf die Verlogenheit hinzuweisen.

  25. 20.

    Dann muss man sich auch über die Rolle der Swoboda Partei in der Ukraine unterhalten, kann man alles bei Google nachlesen. 2013 bildete Swoboda mit der UDAR von Vitali Klitschko und der Allukrainischen Vereinigung "Vaterland "Julia Tymoschenko ein oppositionelles Dreierbündnis mit dem Ziel den damaligen Präsidenten zu stürzen. EU Botschafter Jan Tombinski bezeichnete Swoboda als gleichwertigen Partner. Bei der Registrierunsbildung 2014 wurde der stellvertretende Vorsitzende der Partei das Amt des stellvertretenden MP zuteil usw ,Gregor Gysi hielt im BT eine Rede über die Rolle der Partei in der Ukraine. Auch unser BP Steinmeier saß mit Mitgliedern dieser Partei schon am Tisch gibt Berichte darüber. Das gehört zu diesem komplexen Thema dazu. Unsere russischen Mitbürger können für alles dies nicht's auch für den Krieg nicht also gehen wir alle vernünftig mit ihnen um.

  26. 19.

    Nach dem 2. Weltkrieg haben sich alle gefragt, wie konnte die Mehrheit des deutschen Volkes dem Hitler hinterher laufen, wie eine Herde von Schafen. Haben die denn nichts gemerkt? Doch was passiert hier gerade in Deutschland, in Europa und der ganzen Welt? Haben denn die, die hier giftig hetzen & keifen kein Hirn zum denken, wie das ganze vielleicht entstehen konnte? Völker, hört die Signale!!! Fragt euch doch mal, wer die eigentlichen Drahtzieher & Gewinner von dem ganzen Theater sein könnten?

  27. 18.

    Dazu müsste die Mehrzahl der Russen gegen Putin sein. Ob das aber so ist?
    Unsere westliche Denkweise lässt sich nicht einfach so auf die slawischen Völker übertragen zumal diese eine ganz andere Beziehung zu ihrer Heimat haben als wir.

  28. 17.

    Genau so sieht es aus. Diese dämlichen Anfeindungen bringen überhaupt nichts und treffen in aller Regel vollkommen Unschuldige. Der Großteil der hier lebenden Russen dürfte ja gerade vor den Zuständen in Russland selbst geflohen sein und werden Putins Aggressionen weder verteidigen, noch gutheißen. Diese Russen haben weder die Möglichkeit, auf die russische Politik Einfluss zu nehmen, noch Putin abzuwählen. Nicht wenige von ihnen dürfte an den Anti-Kriegs-Protesten teilnehmen und selbst helfen, so gut sie können.

  29. 16.

    Ja die Russen die in Deutschland leben können nichts für diesen Krieg, aber sie könnten ihre Landsleute in Russland mit allen wichtigen Informationen versorgen, denn die haben diese dort nicht. Es gibt aber bestimmt auch genug Russen auf der ganzen Welt die diesen Krieg begrüßen.

  30. 15.

    Es ist so traurig, dass Putin es indirekt schafft durch seine Wahnsinnstaten unsere freie und demokratische Gesellschaft zu spalten und blinden Hass zu sähen! Warum ist es für manche Menschen so schwer, ihr Gegenüber nach Taten, Wesen und Herzensbildung zu beurteilen und nicht nach stumpfen Kategorien wie Herkunft, Hautfarbe, Religion oder gar Sprache? Ich spreche übrigens auch Russisch, seit der 3.Klasse!

  31. 14.

    Was verdammt nochmal stimmt nicht in den Köpfen solcher Leute? Kaum gibt es eine Krise, wird jede Situation durch irgendwelche Rassisten und Menschenfeinde genutzt, um andere zu diskriminieren. Erst die Flüchtlingskrise 2015, als die ganze Pegida-Scheiße hochgeblobbt ist, dann 2 Jahre Corona, Nazis husten asiatisch gelesene Menschen an und verharmlosen den Holocaust. Jetzt Krieg in der Ukraine, hilflose Menschen auf beiden Seiten, nun werden Russen diskriminiert.. Wir sind alle Menschen!

  32. 13.

    Dieser Krieg ist schon längst hier, weil unsere "Politiker" es möglich gemacht haben. Dieses Schimpfen auf Russland trennt die Menschen die hier leben obwohl sie mit dem was dort passiert nichts zu tun haben.

  33. 12.

    Danke! Das trifft den Nagel auf den Kopf. Der beste Kommentar den ich hier seit langem gelesen habe.

  34. 10.

    Wie heißt es, man soll nicht alle über einen Kamm scheren! Der Verantwortliche für diesen Krieg ist Putin!!!! Er ist ein machtgieriger menschenverachtender Despot!
    Vielleicht sollte man erstmal mit den russischen Mitmenschen reden bevor man diese verurteilt und sich eine Meinung bildet. Aber das haben viele schon verlernt.

  35. 9.

    Die Aussage " Was haben wir damit zu tun?" sagt eigentlich alles. Würde nicht die Hälfte der russischen Bevölkerung so denken und die andere sogar zustimmen, wäre es wohl nicht so weit gekommen sein. Meine Meinung.

  36. 8.

    Es ist der Zeitgeist, dass gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Russen gegen Ukrainer, Mieter gegen Vermieter, Autofahrer gegen alle anderen, Alt gegen Jung usw. Das ist das Ergebnis der Politik der letzten Jahre. Die Verantwortlichen kann sich jeder selbst raus suchen.
    Ich für meinen Teil bin jedoch für eine gesellschaftliche Umkehr

  37. 7.

    Aus Solidarität würde ich in jedes russische und ukrainische Restaurant gehen. Denn letztlich führt Putin einen Krieg gegen die Ukraine. Das russische Volk kann eben so wenig dafür und wird im nächsten Jahrzehnt mit den Folgen der westlichen Sanktionen leben müssen. Putin hat die Opposition vernichtet und ist daher auch kein legitimer Vertreter des russischen Volkes. Selbst Grundschüler können das inzwischen besser auseinanderhalten.

  38. 6.

    Das war zu erwarten. Es ist einfach dumm zu denken: RUSSEN = PUTIN! Drollig finde ich nur, dass sich bereits die Russische Botschaft darüber beschwert hat. Vielleicht sollten die ihre Beschwerde direkt an ihren "Chef" richten. Schließlich hat er den Krieg angezettelt. Es gibt eigentlich nur noch eine Möglichkeit, ihn zu stoppen - indem er gestürzt wird! Putin ist gerade dabei, auch sein eigenes Land und sein Volk ins Unglück zu stürzen. Egal wie es ausgeht, er hat sein "Gesicht" längst verloren!

  39. 5.

    Zeigt Berlin und der Rest von Deutschland hier und jetzt seine häßliche Seite? Mir vollkommen unverständlich sowas. Ich gehe doch auch nicht rüber zu meiner russischen Nachbarin, eine alleinerziehende Mutter und sage ihr sie soll verschwinden und in ihr Land zurückkehren wo sie hergekommen ist. Mich macht solch ein Verhalten zornig und wütend.

  40. 4.

    Es gibt in diesen Krisen eine Stigmatisierung von bestimmten Bevölkerungsgruppen, man sieht es ja auch bezüglich unserer jüdischen Mitbürger, die immer für jede Verschwörungstheorie herhalten müssen und für einige Mitmenschen immer das Feindbild, der Prellbock sind. Aber der überwiegende Teil der Bevölkerung steht hinter allen Bürgern dieses Landes, egal woher sie kommen. Hier sind Pädagogen und Mitmenschen gefragt, dem entgegenzuwirken, für unsere Werte, für unsere multikulturelle Gesellschaft, haltet zusammen und seid solidarisch.

  41. 3.

    Ich bezeichne das als Sippenhaft. Wenn ich mir die deutsche Geschichte ansehe, haben wir damit leider Erfahrung.
    Andersherum lebt uns die Politik das ja vor im Sinne von vielen Sanktionen, obwohl erwiesen ist das diese kaum bei Verantwortlichen etwas bewirken. Der normale Bürger trägt dagegen die ganze Last.

  42. 2.

    "Seitdem spüren die in der Hauptstadt lebenden Russ:innen Ablehnung und Anfeindungen." - Ich kann mir gut vorstellen, dass es den in Berlin lebenden Russen ähnlich geht...
    2001 waren es arabisch aussehende Mitbürgerinnen und -bürger, 2020 asiatische Mitmenschen. Wo bleibt die Reflexion?

  43. 1.

    Es bringt absolut nichts wenn man russische Läden oder Restaurants meidet und deren Mitarbeiter beschimpft und bedroht. Die können nämlich gar nichts für die Aggression der Ukraine durch den größenwahnsinnigen Diktator Putin.

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