Projekt in Berlin-Mitte - Radfahrende sollen aus autofreier Friedrichstraße verbannt werden

Do 28.04.22 | 17:49 Uhr
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Archivbild: Radfahrer auf der autofreien Friedrichstraße in Berlin Mitte. (Quelle: dpa/Joko)
Audio: rbb24 Inforadio | 28.04.2022 | Boris Hermel | Bild: dpa/Joko

Zuletzt hatte es viel Kritik am Projekt der autofreien Friedrichstraße in Berlin gegeben, die Opposition bezeichnete es als gescheitert. Nun geht die Verkehrsverwaltung noch einen Schritt weiter: Nach den Autos sollen nun auch Fahrräder weichen.

Im bereits für Autos gesperrten Abschnitt der Friedrichstraße in Berlin-Mitte soll nun auch das Radfahren unterbunden werden. Die Berliner Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) will das 500 Meter lange Teilstück zwischen Leipziger und Französischer Straße künftig ausschließlich für den Fußverkehr vorbehalten. Das geht aus dem Zukunftskonzept für die Friedrichstraße hervor, das die Verkehrsverwaltung am Donnerstag gegenüber dem rbb bestätigte.

Danach soll der vier Meter breite Radweg in der Mitte der Friedrichstraße komplett herausgenommen werden. Für Radfahrende ist stattdessen die parallel verlaufende Charlottenstraße vorgesehen. Sie soll zu einer reinen Fahrradstraße ohne Autoverkehr umgewidmet werden. Geschäfte und Häuser in der Charlottenstraße sollen dennoch für die Autos der Anwohner und den Lieferverkehr erreichbar bleiben. Bislang wird die Charlottenstraße vor allem vom KFZ-Verkehr als Umfahrung genutzt.

Jarasch: "Definieren den Begriff Flaniermeile neu"

Künftig soll vor allem die Perspektive der Fußgänger im Zentrum stehen, so Verkehrssenatorin Jarasch. "Wir definieren den Begriff Flaniermeile neu, schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität und helfen so auch dem Einzelhandel vor Ort." Der nun abgeschlossene Verkehrsversuch habe gezeigt, dass der gelb markierte Fahrradstreifen die zu Fuß Gehenden daran hindere, den Raum so zu nutzen wie eigentlich geplant.

Dennoch habe der Versuch laut Abschlussbericht auch ergeben, dass es eine hohe Zufriedenheit von Passantinnen und Passanten mit der autofreien Friedrichstraße gebe. Vier von fünf Befragten wünschten sich laut Verkehrsverwaltung eine dauerhafte Sperrung für den motorisierten Individualverkehr. Folgen soll nun ein Gestaltungswettbewerb, der das gesamte Areal bis zum Gendarmenmarkt umfassen soll. Daran sollten sich sowohl die Anrainer als auch die Nutzer, der Bezirk und Verbände beteiligen.

Scharfe Kritik am Projekt

Die neue Idee der Verkehrssenatorin sorgt für teils harsche Kritik. Erst Anfang der Woche hatte eine Initiative von Gewerbetreibenden den Verkehrsversuch an der Friedrichstraße erneut für gescheitert und für geschäftsschädigend erklärt. Nach einer Auswertung von anonymisierten GPS-Handy-Daten seien dort inzwischen weniger Menschen unterwegs als vor der Sperrung. Die Verkehrsverwaltung hatte diese Darstellung bestritten. Auch die oppositionelle FDP und die CDU forderten ein Ende der autofreien Friedrichstraße.

Der FDP-Verkehrspolitiker Felix Reifschneider erklärte das Experiment "Flaniermeile Friedrichstraße" für gescheitert. "Nötig ist ein Verkehrskonzept für Berlin-Mitte, das den lokalen und überörtlichen Verkehr sowie den Wirtschaftsverkehr berücksichtigt." Den Fahrradverkehr nun allein durch die Charlottenstraße zu lenken, werde ein enormes Verkehrschaos und eine hohe Belastung für Menschen, Handel und Gastronomie vor Ort zur Folge haben.

Reifschneider schlug vor, zu prüfen, Charlotten- und Glinkastraße in gegenläufige Einbahnstraßen zu verwandeln, die Durchfahrt an der britischen Botschaft in der Wilhelmstraße zu öffnen und verbindliche Zeitfenster für den Lieferverkehr festzulegen. "So kann der Verkehrsfluss durch Berlins Mitte für unterschiedliche Anforderungen gut gesteuert werden."

Grünen springen Jarasch bei

"Charlottenstraße als Fahrradstraße, Friedrichstraße als Fußgängerzone - damit wären zwei der ohnehin wenigen Nord-Süd- Verbindungen in Mitte für Autos unpassierbar", erklärte der Verkehrsexperte der AfD-Faktion, Harald Laatsch. So werde der Verkehrsinfarkt mutwillig herbeigeführt. "Jarasch und der Senat machen eine Verkehrspolitik, die boshaft gegen die Interessen der Bürger gerichtet ist."

Die Grünen sprangen ihrer Verkehrssenatorin Jarasch bei. "Die Friedrichstraße bleibt dauerhaft autofrei. Gut so", erklärten die Landesvorsitzenden Susanne Mertens und Philmon Ghirmai. Jarasch führe eine sach- und bürgerorientierte Politik fort, "statt den lauten Stimmen zu folgen, die die Autostadt konservieren wollen".

Sendung: rbb24 Abendschau, 28.04.2022, 19:30 Uhr

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60 Kommentare

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  1. 60.

    Bei allem Verständnis für Ihre sicherlich prekäre Situation, allerdings handelt es sich bei der Friedrichstraße um nur eine Straße.

    Kopf hoch, davon geht die Welt schon nicht unter.

  2. 59.

    Die Gleichsetzung ist nach meinem Erleben beim großen Teil der Autofahrenden nicht angekommen. Sonst würde ich mich nicht sehr oft als bedrängter Störfaktor auf engen Straßen fühlen.

  3. 58.

    Ich geben Ihnen vollends recht. So langweilig wie die Friedrichstraße ist so gut wie keine andere zum Einkauf richtig ermüdend, weil dort nichts Attraktives ist.

  4. 57.

    Man munkelt, dass die aus dem Personalüberhang kommen, die den Fußgängerbereich auf dem Alexanderplatz überwachen. Die Mitarbeiter dort sind in Spandau und auf der Wilmerdorfer intensiv geschult worden.

    Ansonsten ist die geplante Maßnahme für sich betrachtet nur zur konsequent, wurde das Projekt doch immer gerne als Flaniermeile verkauft. Den ursprünglichen Webfehler wollten viele nicht anerkennen.

  5. 56.

    Abgase und Lärm können ja bald nicht mehr als Argument herhalten, E-Autos sind leise und ohne Abgase. Parkplätze von wegen Raumverschwendung gibt es eh nicht und Tempo 30 regelt den Rest.
    Was also soll dieser Auto-Hass? Als Fußgängerzone funktioniert z.B. der Alex, vielleicht die Wilmersdorfer und Spandau Innenstadt, aber niemals die Schlossstraße in Steglitz oder der Abschnitt Friedrichstraße. Es gleicht eher einer Thrombose mit Bypässen.

  6. 55.

    Hallo Adrian,
    am Kudamm ist auch sehr viel Auto- und Busverkehr aber da sind gute Restaurants und Cafés zum Verweilen, außerdem gibt's hier Geschäfte in die man gern reinschaut.
    Das erreicht die Friedrichstraße nie, da kann sich Fr. Jarasch noch mehr Quatsch einfallen lassen.

  7. 54.

    "Wenn das Radfahrverbot nach und nach auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet würde, wäre es auf vielen Fußwegen und Fußgängerzonen ruhiger und sicherer. "

    Da kann man mal sehen wie Radfahrerhasser ticken. Und obendrein noch getötete und verletzte Radfahrer verhöhnen.

  8. 53.

    Ich halte das ganze bisherige Konzept für Schwachsinn. Ich habe mich hier völlig unwohl gefühlt. Hässliche Sitzgelgenheiten die niemand (außer Trinker) nutzt. Kampfradler, Lastenradler und nervige Skaater vermiesen einem jeden Aufenthalt. Da sind durchfahrende Autos ein wahrer Gesundbrunnen. Dann ist der jetzige Vorschlag, auch Radfahrerninnen die Straße zu verbieten, ein erster Fortschritt.

  9. 52.

    vielleicht kommt bald einer auf die Idee, die Menschen zu verbannen..

  10. 51.

    "Fast alle Verkehrsteilnehmer*innen sterben bei Unfällen mit motorisierten Verkehrsmitteln" - ist das ne Prophezeiung?
    Sobald man (Frau) auf die Strasse tritt ist man (Frau) Verkehrsteilnemer, und um mich herum sterben alle andern. Bleibe ich zu Hause bin ich wohl bald der Einzige in dieser Stadt, vielleicht gar auf dem Planeten.

  11. 50.

    Schon allein die Unart, Fahrradfahrer den Autofahrern nicht gleich zu setzen, denn sie sind ebenfalls Verkehrsteilnehmer und für sie gelten die Regeln und die StVO genauso, verletzt meine Gefühle auch enorm.

  12. 49.

    Ja, genau! Super Argument! Und generell geschehen die meisten Unfälle in Haushalten ! Gleich mit verbieten!
    Irgendwann können wir Gesetzbücher abschaffen. Dann reicht ein Heftchen für das Erlaubte! China lässt " Mit sozialistischem Kampfesgruß !" grüßen ....

  13. 48.

    Die Sache ließe sich baulich recht einfach lösen. Wer auf besagtem Abschnitt viermal auf Schritt-Tempo herunter muss, wird keinen Spaß mehr haben, da durchzubrettern, wenn in der Parallelstraße diese Geschwindigkeitsbremsen nicht da sind.

  14. 47.

    Sehr guter Vorschlag.
    Als letzte Konsequenz, um auch jeglicher Verunreinigung und Lärm, Müll, Kippen und Kaugummireste Vorschub zu leisten, sollten später, nach den Fahrrädern, dann auch noch die Fußgänger verschwinden. Natürlich erstmal nur innerhalb einer Testphase.

  15. 46.

    Nein, jede Art motorbetriebener Fortbewegung - mit Ausnahme von E-Rollstühlen, weil die einem Nachteilsausgleich dienen - dürfen dann nicht mehr in der Fußverkehrszone betätigt werden. So wie überall. Jedenfalls zu den üblichen Geschäftszeiten. Und muskelbetriebene Fahrräder auch nicht, weil die eine gehörige Übersetzung haben und von ihrer Geschwindigkeit unverträglich sind.

  16. 45.

    Eine sehr gute und sehr weise Entscheidung, den Radverkehr dort entweder gänzlich herauszunehmen oder aber - das wäre ggf. eine Alternative - so stark zu verlangsamen, dass von einer gefühlten Trennung der beiden Seiten nicht mehr gesprochen werden kann.

    Das wäre ggf. auch ein Modell für die Uferwege entlang der Teltowkanals, gezielt Geschwindigkeitsbremsen in bestimmten Abständen einzubauen, sodass geringes Flanierwegstempo und versucht maximales Fahrrad- bzw. Bike-Tempo nicht wie jetzt diametral auseinanderfallen.

  17. 44.

    Das Konzept nennt man "Fußgängerzone" und funktioniert in vielen Städten im In- und Ausland sehr gut. Auch in Berlin in der Wilmersdorfer Straße. Also keine Sorge, Berlin wird daran nicht zugrunde gehen.

  18. 43.

    Jetzt muß man nur noch die Fußgänger aussperren , dann ist das Projekt Friedrichstrasse finalisiert . Ich lach mich kaputt Und Beitrag Nr.1 find ich gut !

  19. 42.

    es macht,keinen spass einzukaufen und dbbei angefbhren zu werden

  20. 41.

    Bei angedachte Herausnahme des gesamten Verkehrs, wer kommt da noch in die Friedrichstraße? Aus meiner Sicht: Ein paar Touristen, vielleicht einzelne Politiker, deren Beamte aus den Büros und abends ist dann einfach Ruhe (Totenruhe einer sterbenden Geschäftsstraße). Die Verkehrswege für die Umfahrungen wer direkt da lang muss, werden immer länger und der Aufwand in Sachen CO2 unverantwortlich. Meinerseits steht die Frage im Raum: Soll mitten in Berlin eine Geisterstadt entstehen? Scheinbar ja!

  21. 40.

    Überall in Deutschland haben sich Fußgängerzonen als wahre Goldgruben erwiesen. In München, in Hamburg oder in Köln boomen die Geschäfte in den Fußgängerzonen. Niemand käme auf die Idee, wieder Autos auf der Kaufinger Straße (München), auf der Mönckebergstraße oder dem Jungfernstieg (Hamburg) oder auf der Hohe Straße (Köln) fahren zu lassen. Und in Berlin soll das nicht klappen?

  22. 39.

    Tja ob das vielleicht daran liegt dass da bis vor kurzem Dauerstau war und niemand so gerne in Abgasen sitzt und ein Stück Kuchen isst?

  23. 38.

    Endlich mal eine gute Idee, die nicht aus politischem kalkül getroffen wird sondern sich aus der Analyse des Verkehrsstroms und des Nutzerverhaltens der Kunden und Touristen ergibt. Gegner des Projektes sollen sich bitte auch dafür einsetzen, dass die Wilmersdorfer Strasse zum Autofahren ausgebaut wird - am bestem 4-spurig!!

  24. 37.

    Super Sache, damit wird Mitte sicherlich deutlich an Attraktivität gewinnen. Das gleiche sollte noch für den Kudamm und Tauentzien geplant werden.

  25. 36.

    Endlich denkt jemand an den Fußgängern und Nutzer der ÖVM. Weiter so!!!

  26. 35.

    Ich bin gesundheitlich stark eingeschränkt, kann nicht lange zu Fuß unterwegs sein und bin körperlich nicht stark belastbar. Ich kann auch wegen meiner zzgl. psychischen Erkrankung die öffentlichen Verkehrsmittel nur stark begrenzt nutzen. Das Fahrrad bietet mir die Möglichkeit mich am sozialen Leben in dieser Gesellschaft zu beteiligen. Eine komplette Sperrung in Berlin für Fahrräder
    empfinde ich daher als eine sehr oberflächliche Denkweise und verletzt meine Gefühle sehr.

  27. 34.

    Eine sehr gute Idee. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern ( für die Freunde der Bleistiefel und Rennfahrradfahrer wahrscheinlich ein Fremdwort ) müssen die Fahrräder geschoben werden.

  28. 33.

    Ein Versicherungskennzeichen würde schon viel zur Entspannung beitragen, da dann auch eine Personenfeststellung möglich ist!

  29. 32.

    „ So richtig es ist, Verkehrswege konsequent zu trennen, so wenig wird dies die in dieser Stadt als Heilige verehrten Radfahrerinnen und -fahrer beeindrucken. Schließlich sind sie durch jahrelanges "Learning-by-doing" gewohnt, dass überall "Pop-up-Radwege" (veraltete Bezeichnung: Gehwege)zur Verfügung gestellt werden.“

    Ich glaube, Sie verdrehen da ein bisschen was. Als „heilig“ galt bislang nur der Ressourcen verschwendende und die Stadt mit giftigen Abgasen verpestende Autoverkehr. Dass das nun nicht mehr uneingeschränkt der Fall sein soll, scheint einige Autofahrer:innen doch ziemlich hart zu treffen.

    Wenn Sie denken, dass „Pop-up-Radweg“ eine Bezeichnung für „Gehweg“ ist, liegen Sie übrigens falsch. Aber vielleicht erklärt dieses Missverständnis, dass einem auf ausgewiesenen Radwegen immer wieder unachtsame Fußgänger vor‘s Rad laufen …

  30. 31.

    Ich habe in der Friedrichstraße - ich fuhr früher öfter hin - keine Ramsch-Läden erwartet. Aber jetzt können wir dort eine Vorrichtung bauen, damit abends die Bürgersteige hochgeklappt werden können.

  31. 30.

    Was denkt sich denn Fr. Jarasch von den Grünen noch für einen Blödsinn aus.
    Diese Straße wird niemals eine Flaniermeile, dafür ist sie viel zu unattraktiv. Keine Cafés, keine Restaurants und nicht viele Geschäfte wo man Lust verspürt hineinzugehen.

  32. 29.

    Warum nicht für alle sperren ? Dann kann sich keiner mehr beschweren und man tut auch noch was für die Umweld, weil generell weniger Verkehr ??

  33. 28.

    So langsam reicht es!! Wie sollen die Gewerbetreibenden überleben.Rs hat auch nicht jeder Bürger das Gehalt eines Senators oder Senatorin.Leute werdet langsam mal wach es sind während der Coronazeit schon genügend Leute pleite gegangen.

  34. 27.

    Fußgänger kommen als nächstes dran,Geschäfte geschlossen,danach probiert man es etwas ländlicher, Hühner, Gänse, Schafe und natürlich auch Kühe. Asphalt wird entfernt,grüne Wiesen,sehr grüne Wiesen werden enstehen.Irgendwann wird's schon was mit der Friedrichstraße,Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  35. 26.

    Den noch viel größeren Effekt hätten wir bei einem allgemeinen Autoverbot. Fast alle Verkehrsteilnehmer*innen sterben bei Unfällen mit motorisierten Verkehrsmitteln... Danke für den Hinweis, den es weiterzuentwickeln gilt!

  36. 25.

    "Für mich nicht nachvollziehbar. "

    Das man eine Einkaufsstraße zu einer Fußgängerzone macht?!

  37. 24.

    Naja. Wenn man als Radfahrer schneller, ungefährlicher und ungehinderter durch die Charlottenstraße kommen, wird sich die Quizfrage gar nicht stellen.
    Ansonsten: Pop-Up-Radwege entstehen auf der Straße, nicht auf den Gehwegen.

    Im Übrigen finde ich die nun angedachte Lösung eigentlich ganz gut. Das Nebeneinander hat eben nicht funktioniert; ein Tunnel (für die Radfahrer...) wär da besser gewesen...:-)

  38. 23.

    Wir alle müssen uns den zur Verfügung stehenden Stadtraum teilen und der Trick dabei ist miteinander klarzukommen, statt gegeneinander zu agieren.

  39. 22.

    Was für eine Witz Idee kann nur von einer grünen Senatorin kommen. Für mich nicht nachvollziehbar.

  40. 21.

    Finde ich konsequent, denn wer mag aktuell auf dieser Straße flanieren, wenn ständig Fahrräder an einem vorbei zischen. Aktuell läuft es etwa so ab:

    Fußgänger benutzen weiterhin nur die Gehwege und die Fahrradfahrer haben die Autos auf der Mitte der Straße ersetzt. Folglich bringt es einen so gut wie keinen Gewinn.

  41. 20.

    Nein, es sind nicht alle Fortbewegungsmittel betroffen. Ihre Beine dürfen Sie noch benutzen. ;-)

  42. 19.

    Kommentar 1 kann man einfach nur wiederholen: "Wenn das Radfahrverbot nach und nach auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet würde, wäre es auf vielen Fußwegen und Fußgängerzonen ruhiger und sicherer.
    Und die Zahl der verletzten und getöteten Radfahrer könnte sich dem Ziel NULL nähern!"
    Und nur noch hinzuzufügen, auch auf den Straßen und in den Parks!

  43. 18.

    Die Charlotte soll eine rein Fahrradstrasse werden. Totaler Blödsinn. Wie wäre die Charlotte und die Mauerstrasse jeweils als Einbahnstraße für den Autoverkehr ausweisen und die Wilhelmstrasse Richtung Norden ab Leipziger Straße als Fahrradstrasse ausweisen, da ja vor der britischen Botschaft sowieso die Widmung als Autostrasse aufgehoben ist? Aber soweit denkt man wohl in der Verwaltung nicht!

  44. 17.

    Genau der Grund, warum ich schon vor 12 Jahren meine Heimatstadt verlassen habe. Nur noch für berufliche Einsätze.

  45. 16.

    „Meine Heimatstadt Berlin wird immer bekloppter und immer weniger lebenswert!“

    Wie wäre die Friedrichstraße denn für Sie persönlich „lebenswerter“? Mit möglichst viel Verkehr? Klingt super … Haben Sie schon mal überlegt, in ein Zelt auf dem Mittelstreifen einer Hauptstraße zu ziehen? Vielleicht wär das ja was für Sie …

  46. 15.

    Ach zugrunderichtend? Und das weil Sie mit ihrem Auto oder Rad die Friedrichstraße nicht mehr durchfahren können? Für Touristen und Einheimische dürfte dann die Friedrichstraße zu einem Ort der Ruhe werden. Man denke nur an die Möglichkeit in den Cafés auch mal nicht nur auf dem Bürgersteig seine Kaffee oder Tee zutrinken ohne durch Autos oder Räder belästigt zu werden.

  47. 14.

    So richtig es ist, Verkehrswege konsequent zu trennen, so wenig wird dies die in dieser Stadt als Heilige verehrten Radfahrerinnen und -fahrer beeindrucken. Schließlich sind sie durch jahrelanges "Learning-by-doing" gewohnt, dass überall "Pop-up-Radwege" (veraltete Bezeichnung: Gehwege)zur Verfügung gestellt werden.

    Quizfrage: Wer sorgt dafür, dass Radfahrerinnen und -fahrer, die bereits die Friedrichstraße hoch und runter rasen, in die Charlottenstraße abbiegen?

    Antwort: Die beiden neuen Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die Herren K. Einer und N. Iemand. Das Ergebnis ist bekannt.

  48. 13.

    Selbst als Radfahrer finde ich diesen konsequenten Schritt gut und hoffe, dass all die gegen Radfahrer:innen wetternden Autofahrer:innen ebenfalls damit leben können, dass die Charlottenstraße dafür nun zur Fahrradstraße wird : )

  49. 12.

    Wird auch Zeit. Viele Radfahrer haben sich dort genauso verhalten, wie sie es den Autofahrern vorwerfen. Ich hoffe nur, dass das Verbot dann auch von der Polizei überwacht und Übertretungen geahndet werden.
    Zum Lieferverkehr wurde noch nichts gesagt: hier wäre die Lösung feste Lieferzeiten und Ladezonen.

  50. 11.

    Ist das in Berlin wirklich möglich: "Vier von Fünf Passanten..." reicht als sachlich fehlerhafte Meinungs-Feststellung aus, um eine solch gravierende Nutzungseinschränkung, von nichtbetroffenen Politikern, die sonst den ÖPNV "ausbremsen", wenn es Arbeit macht und Geld kostet (TRAM), unsolide durchzusetzen?

    P.S: Fehlt noch die "Lastenradausnahme" so zu gestalten, dass sich diese auch noch begegnen können...

  51. 9.

    Meine Heimatstadt Berlin wird immer bekloppter und immer weniger lebenswert!

  52. 8.

    Das ist ja mal etwas Positives um die Friedrichstraße vielleicht doch noch zu einer Flaniermeile zu machen. In dem jetzigen Zustand ist sie eine einzige Katastrophe. Schade nur das die Charlottenstraße für den Autoverkehr gesperrt werden soll. Dann wird es in den kleineren umliegenden Straßen noch voller, da dadurch der Autoverkehr nicht weniger werden wird.
    Unsere Regierung bekommt ein harmonisches Miteinander im Straßenverkehr nicht gebacken.
    Hier wird alles mit der Brechstrange versucht zu erreichen.

  53. 7.

    Betrifft das Verbot von Fahrrädern, auch die elektrischen Steh-Roller, also quasi alle Fortbewegungsmittel?

  54. 6.

    Sehr geehrte Frau Jarasch, Sie sollten lieber mal die E-Roller abschaffen, statt Auto-u. Radfahrer auf die Nerven zu gehen.

  55. 5.

    Das ist auf jeden Fall einen Versuch wert.
    In jedem Fall braucht es eine stadträumliche Aufwertung der Friedrichstraße, die die Aufenthaltsqualität steigert. Das Problem an der aktuellen Lösung mit Radfahrstreifen: es sieht einfach nach einer ätzenden Baustelle aus. Und: die Strecke verläuft schnurgerade. Wohlüberlegte Verschwenkungen reduzieren automatisch die gefahrenen Geschwindigkeiten.

    Außerdem wäre es bei einer Neukonzeption überlegenswert, wenn die Gestaltung es zulässt, Fahrräder von 20 oder 22 Uhr bis 6 Uhr oder 9 Uhr morgens zuzulassen. Dann ist auf der Friedrichstraße ohnehin überhaupt nichts los. Denn die Geschäfte dort haben immer noch nicht verstanden, dass sie für 99% der Berlinerinnen und Berliner und Touristen total langweilig und teuer sind.

  56. 4.

    Gut so! Es ist generell von Vorteil, wenn Fußgänger, Rad- und PKW jeweils getrennt sind. Klar, geht nicht überall. Aber das sollte kein Hinderungsgrund sein, es da zu machen, wo es geht. Und hier bietet es sich geradezu an.
    Nur sollte die Straße jetzt dann auch noch Fußgängerfreundich gestaltet werden- niemand läuft gerne auf für Autos konzipierten Fahrbahnen herum.

  57. 3.

    Vollkommen geisteskrank….
    Berlin - Wie richtet man ein Stadt zugrunde…eine unendliche Geschichte

  58. 2.

    4 von 5 Touristen die einmal im Jahr in Berlin sind?

  59. 1.

    Endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung zu Verkehrsberuhigung und erhöhter Sicherheit im Straßenverkehr!
    Wenn das Radfahrverbot nach und nach auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet würde, wäre es auf vielen Fußwegen und Fußgängerzonen ruhiger und sicherer.
    Und die Zahl der verletzten und getöteten Radfahrer könnte sich dem Ziel NULL nähern!

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